Diensthundestaffel

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francis1
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Beitragvon francis1 » Sa 4. Apr 2009, 22:45

hallöchen, bin PMA bei Landespolizei und möchte "vielleicht" später zur Hundestaffel gehen..
bin selber seid 6 Jahren Hundetrainer, aber im Bereich Obedience und Agility..
Wollte mal wissen wie das abläuft wenn man den Hund bekommt. Wie alt ist er da??
Welche Rassen gibt es bei der Polizei ?(ich weiß bisher vom deutschen schäferhund, den belgier, Malinoi und Riesenschnauzer)
Rottweiler gibts glaubich nicht mehr, zu schwerfällig..
Der Hund ist ja dann auch ein Familienmitglied, also nehme ich ihn mit nach hause.. bis ins Rentenalter..
Wie siehts aus mit den Aufstiegschancen? habe mich vor einiger zeit mit einem POM von der Bpol in München unterhalten und er hat mir schon fast abgeraten, weil die aufstiegschancen voll schlecht wären (es heißt immer, die machen ihr hobby zum beruf usw.) wie siehts nun aus, stimmt das?
und wie ist das mit der ausbildung.. wie lange geht die? bis ich hundeführer bin..
wollte erstmal übers forum fragen, bevor ich auf arbeit frage..

würde mich über antwort freuen..lg :)

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Beitragvon Boxerwolf » Sa 4. Apr 2009, 23:02

München...also bist aus Bayern. Leider kann Dir Deine vielen Fragen nicht beantworten, aber einen Anfang möchte ich machen. Denke mal es gibt nicht soviele Hundeführer hier. Ich habe mich aber vor kurzem mit einem bei uns unterhalten. Die Arbeitszeiten sind unter Umständen nicht gerade zufriedenstellend, aufgrund Unterbesetzung und Teilnahme an vielen Einsätzen. Bei uns ist as auch noch so, daß diese 4-Schichtdienst haben und dann noch eine Bereitschaftszeit, also kann es sein, daß Du zwar daheim bist aber nochmal zum Dienst musst. In der Zeit kannst Du Dir halt nichts großartig anderes vornehmen. Aufstiegchancen sind vermutlich überall gleich schlecht, aber ich kann mir vorstellen, daß eine kleine Dienststelle, wie die Hundestaffel aufgrund der wenigen Beamten, einigermaßen schnell "durchbefördern" kann.
Auch weiß ich nicht ob Du Dich direkt zur Hundestaffel bewerben kannst, da bei uns Spezialdienststellen, also zB Hunde-, Hubschrauber-, Krad,- usw. vorraussetzen, daß man vorher ein paar Jahre im Polizeieinzeldienst arbeiten muß, um das breite Spekrtum der polizeilichehn Arbeit erstmal kennenzulernen.
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Beitragvon Lights2000 » Sa 4. Apr 2009, 23:09

Wende dich am besten an Bikerchris. Er scheint Hundeführer zu sein und ist wohl auch aus Bayern! :wink: Lies am besten was sich hinter dem Link verbirgt.

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Grüße Lights


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..

Beitragvon francis1 » Sa 4. Apr 2009, 23:11

ja das denke ich auch auf jeden fall, dass ich bestimmt dienstjahre vorweisen muss. bin in sachsen, chemnitz..
war aber vorher bei der bpol angestellt..
mit der schichtzeit hab ich noch nicht gewusst..aber ist ja eigentlich klar..
man hat ja nicht allzu viele einsätze mit dem hund..
ich werd mich auf arbeit nochmal genauer informieren.. hab noch absolut keine ahnung wo ich gern mal hinkommen würde.. aber das spielt ja heutzutage auch erstmal keine große rolle.. erstmal hundertschaft und streife.. wollte erst in die kriminalpolizei,aber ich find es überhaupt nicht mehr so interessant.. wird schon irgendwas für mich geben, was mich zufriedenstellt.. :wink:

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Beitragvon Toma » Sa 4. Apr 2009, 23:22

Also das wird wohl nicht gleich am Anfang werden mit dem Hundeführer. Aber i.d.R. wird während deiner Laufbahn irgendwann mal ne Stelle frei und ausgeschrieben. Da kannste dich dann bewerben. Aufstiegschancen sind wie überall. Das hängt nicht so von der Dienststelle ab in der man ist. Wichtig ist, was die Stelle hergibt und die Laufbahn (geh.D od. mD).

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Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 5. Apr 2009, 00:43

Nutz mal die SuFu, da wurden hier schon Dutzende Freds zu verfasst...
:lah:

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Re: Diensthundestaffel

Beitragvon MICHI » So 5. Apr 2009, 07:07

[quote=""francis1""]hallöchen, bin PMA bei Landespolizei und möchte "vielleicht" später zur Hundestaffel gehen..
[/quote]

somit kannst du dich doch aus erster hand bei der zuständigen stelle deines landes direkt informieren.
Gruß
MICHI


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Beitragvon Fundi » Do 9. Apr 2009, 20:45

francis1

Nach Ende deiner Ausbildung und Probezeit kannst du dich nach einer Ausschreibung bei den Diensthundführern (Dhf) bewerben. Geeignete Diensthunde (Dh) gehören den Gebrauchshundrassen und Mischungen daraus an. Wenn du den Dhf-Lehrgang beginnst wird dir ein Vertreter dieser Rasse zugeteilt. Meist sind es Malinois oder Deutsche Schäferhunde. Da du aus dem Hundesport kommst, dürfte es auch möglich sein, daß du dich mit einem eigenen Hund vorstellst. Voraussetzungen: o.g. Rassevertreter, 1-3 Jahre, Tauglichkeitsüberpüfung und vet.med. Untersuchung. Wenn alles stimmt wird der Hund von der Behörde gekauft. Der Dh bleibt die ges. Zeit bei dir und wenn du es willst bis zum Ableben. Sollte der Dh aus Krankheits-/Altersgründen aus dem Dienst ausscheiden, wirst du mit einem neuen Dh ausgestattet. D.h. du wirst in dieser Zeit zwei Hunde halten.

Anmerkung von mir:
Aufgrund deiner Hundesporttätigkeit, solltest du dich vorher genau über die Tätigkeit und bes. über die Ausbildung von Dh informieren. es könnte sein das sich diese mit deinen Vorstellungen von Hundeausbildung und Hundehaltung nicht decken.

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Beitragvon lifeofmyown » Do 9. Apr 2009, 21:08

Also die private Hundehaltung unterscheidet sich nurunwesentlich von der dienstlichen Haltung eines Hundes. Ich kenne einige Kollegen, die so wohl einen privaten Hund zu Hause haben, so wie ihren Diensthund. Du musst deinem Dienstherren nachweisen, dass du den nötigen Platz, usw. für den Besitz eines Diensthundes hast. In der Regel bekommst du einen Zwinger gestellt. Ob du deinen DH dann in diesem oder in deiner Wohnung hältst, bleibt dir überlassen. Der Großteil der Diensthunde werden von den Kollegen in Zwingern untergebracht. So ist meine Erfahrung. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Du verdienst auch nicht mehr Kohle, du bekommst lediglich irgendwas in die 70 Euro pro Monat an Pflegepauschale für den Hund. Also für Futter, usw. Das ist in jedem BL gleich.
In der Regel wird von deiner DHST ein Hund ausgesucht. An der Auswahl kannst du dich teilweise beteiligen, bspw. ob Rüde oder Hündin. Kommt aber immer drauf an, wie geeignet der jeweilige Hund ist. Die "Chemie" zwischen Hund und Führer muss auch stimmen. In RLP ist es so, dass überwiegend Deutsche Schäferhunde oder Malinois angekauft werden, da diese am geeignetesten für die Ausbildung sind. Die Grundausbildung (Unterordnung, Schutzdienst, Fährte) dauert (zumindest in RLP) ca. 12 Wochen. Später wird eine Spezialausbildung durchgeführt. Rauschgift, Sprengstoff oder Leichen...das kommt immer mit auf die Veranlagung des Hundes an.

So...hab mal seit langem wieder einen sinnvollen Beitrag geleistet! :mrgreen:
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Beitragvon Fundi » Do 9. Apr 2009, 21:42

[quote=""lifeofmyown""]Also die private Hundehaltung unterscheidet sich nurunwesentlich von der dienstlichen Haltung eines Hundes. Ich kenne einige Kollegen, die so wohl einen privaten Hund zu Hause haben, so wie ihren Diensthund. Du musst deinem Dienstherren nachweisen, dass du den nötigen Platz, usw. für den Besitz eines Diensthundes hast. In der Regel bekommst du einen Zwinger gestellt. Ob du deinen DH dann in diesem oder in deiner Wohnung hältst, bleibt dir überlassen. Der Großteil der Diensthunde werden von den Kollegen in Zwingern untergebracht. So ist meine Erfahrung. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Du verdienst auch nicht mehr Kohle, du bekommst lediglich irgendwas in die 70 Euro pro Monat an Pflegepauschale für den Hund. Also für Futter, usw. Das ist in jedem BL gleich.
In der Regel wird von deiner DHST ein Hund ausgesucht. An der Auswahl kannst du dich teilweise beteiligen, bspw. ob Rüde oder Hündin. Kommt aber immer drauf an, wie geeignet der jeweilige Hund ist. Die "Chemie" zwischen Hund und Führer muss auch stimmen. In RLP ist es so, dass überwiegend Deutsche Schäferhunde oder Malinois angekauft werden, da diese am geeignetesten für die Ausbildung sind. Die Grundausbildung (Unterordnung, Schutzdienst, Fährte) dauert (zumindest in RLP) ca. 12 Wochen. Später wird eine Spezialausbildung durchgeführt. Rauschgift, Sprengstoff oder Leichen...das kommt immer mit auf die Veranlagung des Hundes an.

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Das kann sein, muss aber nicht. Beim Dh handelt es sich um einen Hund, der ausbebildet ist Menschen anzugreifen. Hier hat der Dhf eine bes. Sorgfaltspficht zu erfüllen.

Den Hund sorglos im Garten rumtoben zu lassen, auch wenn der Gartenzaun nicht so hoch ist.

Ihn in der Wohnung zu lassen, auch wenn Besuch da ist.

Entspannt Gassi gehen.

Nein!


Wer Glück hat, hat vielleicht einen "Sorgloshund" mit hohem Freizeitwert, der im Dienst sofort auf böse umschaltet. Das ist aber eher selten. Meist sind solche "Sorgloshunde" auch im Dienst sorglos.

Hinzu kommt noch die Haltung innerhalb des Dienstes. Überwiegend verbringt der Dh die Zeit in der Hundebox, direkt neben anderen Hunden. Das ist ziemlich stessig.

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Beitragvon lifeofmyown » Fr 10. Apr 2009, 14:36

[quote=""Fundi""][quote=""lifeofmyown""]Also die private Hundehaltung unterscheidet sich nurunwesentlich von der dienstlichen Haltung eines Hundes. Ich kenne einige Kollegen, die so wohl einen privaten Hund zu Hause haben, so wie ihren Diensthund. Du musst deinem Dienstherren nachweisen, dass du den nötigen Platz, usw. für den Besitz eines Diensthundes hast. In der Regel bekommst du einen Zwinger gestellt. Ob du deinen DH dann in diesem oder in deiner Wohnung hältst, bleibt dir überlassen. Der Großteil der Diensthunde werden von den Kollegen in Zwingern untergebracht. So ist meine Erfahrung. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Du verdienst auch nicht mehr Kohle, du bekommst lediglich irgendwas in die 70 Euro pro Monat an Pflegepauschale für den Hund. Also für Futter, usw. Das ist in jedem BL gleich.
In der Regel wird von deiner DHST ein Hund ausgesucht. An der Auswahl kannst du dich teilweise beteiligen, bspw. ob Rüde oder Hündin. Kommt aber immer drauf an, wie geeignet der jeweilige Hund ist. Die "Chemie" zwischen Hund und Führer muss auch stimmen. In RLP ist es so, dass überwiegend Deutsche Schäferhunde oder Malinois angekauft werden, da diese am geeignetesten für die Ausbildung sind. Die Grundausbildung (Unterordnung, Schutzdienst, Fährte) dauert (zumindest in RLP) ca. 12 Wochen. Später wird eine Spezialausbildung durchgeführt. Rauschgift, Sprengstoff oder Leichen...das kommt immer mit auf die Veranlagung des Hundes an.

So...hab mal seit langem wieder einen sinnvollen Beitrag geleistet! :mrgreen:[/quote]


Das kann sein, muss aber nicht. Beim Dh handelt es sich um einen Hund, der ausbebildet ist Menschen anzugreifen. Hier hat der Dhf eine bes. Sorgfaltspficht zu erfüllen.

Den Hund sorglos im Garten rumtoben zu lassen, auch wenn der Gartenzaun nicht so hoch ist.

Ihn in der Wohnung zu lassen, auch wenn Besuch da ist.

Entspannt Gassi gehen.

Nein!


Wer Glück hat, hat vielleicht einen "Sorgloshund" mit hohem Freizeitwert, der im Dienst sofort auf böse umschaltet. Das ist aber eher selten. Meist sind solche "Sorgloshunde" auch im Dienst sorglos.

Hinzu kommt noch die Haltung innerhalb des Dienstes. Überwiegend verbringt der Dh die Zeit in der Hundebox, direkt neben anderen Hunden. Das ist ziemlich stessig.[/quote]

Also entweder ist das Quatsch, was du schreibst oder ich hab überhaupt keine Ahnung...
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Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 10. Apr 2009, 15:12

Ich kenne beides... ;-D
:lah:

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Beitragvon stephan76 » Fr 10. Apr 2009, 15:31

Hallo,
Ich führe + trainiere Hunde auf einem Platz in BW, der fest in "Polizeihand" ist (Diensthundler) Daher meine Sicht der Dinge:
geht einfach mal vom "worst case" aus, d.h. der Hund wird auch privat Hundeführer und Halter verteidigen.
Ein besonderes Problem sehe ich darin,dass man als Privathundehalter und Hundesportler manche Dinge im Kopf hat, die so im Dienst anders sind. So sind z.b.Die Malinois und Hollandse Herder,die vorwiegend verwendet werden,sehr eigene Rassen, die nicht jedem liegen. Auch wird im Obedience und Agility sicherlich anders ausgebildet als im Hundesport VPG und der Diensthundeausbildung. Liegt einfach daran, dass die Hunde in einer anderen Trieblage sind und entsprechend konsequent gearbeitet werden müssen (nein, ich meine nicht unbedingt hart - erstmal nur konsequent ;-D ). Du solltest Dir mal auf einem Platz in Deiner Nähe VPG anschauen und Dir dann überlegen, ob das was für Dich ist.
Viele Grüsse,
Stephan

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Beitragvon Fundi » Mo 13. Apr 2009, 15:42

[quote=""lifeofmyown""][quote=""Fundi""][quote=""lifeofmyown""]Also die private Hundehaltung unterscheidet sich nurunwesentlich von der dienstlichen Haltung eines Hundes. Ich kenne einige Kollegen, die so wohl einen privaten Hund zu Hause haben, so wie ihren Diensthund. Du musst deinem Dienstherren nachweisen, dass du den nötigen Platz, usw. für den Besitz eines Diensthundes hast. In der Regel bekommst du einen Zwinger gestellt. Ob du deinen DH dann in diesem oder in deiner Wohnung hältst, bleibt dir überlassen. Der Großteil der Diensthunde werden von den Kollegen in Zwingern untergebracht. So ist meine Erfahrung. Aber wie gesagt, das ist Ansichtssache. Du verdienst auch nicht mehr Kohle, du bekommst lediglich irgendwas in die 70 Euro pro Monat an Pflegepauschale für den Hund. Also für Futter, usw. Das ist in jedem BL gleich.
In der Regel wird von deiner DHST ein Hund ausgesucht. An der Auswahl kannst du dich teilweise beteiligen, bspw. ob Rüde oder Hündin. Kommt aber immer drauf an, wie geeignet der jeweilige Hund ist. Die "Chemie" zwischen Hund und Führer muss auch stimmen. In RLP ist es so, dass überwiegend Deutsche Schäferhunde oder Malinois angekauft werden, da diese am geeignetesten für die Ausbildung sind. Die Grundausbildung (Unterordnung, Schutzdienst, Fährte) dauert (zumindest in RLP) ca. 12 Wochen. Später wird eine Spezialausbildung durchgeführt. Rauschgift, Sprengstoff oder Leichen...das kommt immer mit auf die Veranlagung des Hundes an.

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Das kann sein, muss aber nicht. Beim Dh handelt es sich um einen Hund, der ausbebildet ist Menschen anzugreifen. Hier hat der Dhf eine bes. Sorgfaltspficht zu erfüllen.

Den Hund sorglos im Garten rumtoben zu lassen, auch wenn der Gartenzaun nicht so hoch ist.

Ihn in der Wohnung zu lassen, auch wenn Besuch da ist.

Entspannt Gassi gehen.

Nein!


Wer Glück hat, hat vielleicht einen "Sorgloshund" mit hohem Freizeitwert, der im Dienst sofort auf böse umschaltet. Das ist aber eher selten. Meist sind solche "Sorgloshunde" auch im Dienst sorglos.

Hinzu kommt noch die Haltung innerhalb des Dienstes. Überwiegend verbringt der Dh die Zeit in der Hundebox, direkt neben anderen Hunden. Das ist ziemlich stessig.[/quote]

Also entweder ist das Quatsch, was du schreibst oder ich hab überhaupt keine Ahnung...[/quote]



Wenn 16 Jahre Dhf mit 4 Dh Quatsch sind, dann ja! :D

Mal ehrlich. Warum sollte ein fundierter Thread immer gleich Blödsinn sein. Wer saugt sich den sowas aus den Fingern.

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Beitragvon Wuppi » Mo 13. Apr 2009, 17:21

Hallo Francis 1,


ich hoffe bei Dir klappt es. Ich wollte auch mal zur Hundeführerstaffel. Nur dummerweise hatte ich damals, als die Staffeln von der Personalstärke fast verdoppelt wurden, eine Freundin die Angst vor Hunden hatte (und Du weißt ja, nach Dienstende nimmst Du deinen Hund im Regelfall nach Hause). Nachdem ich diese Freundin nicht mehr hatte, versuchte ich es nochmals bei der Staffel unterzukommen. Bei zwei ausgeschriebenen Stellen und 5 Bewerbern wurde ich nach meiner Meinung bereits im Vorfeld (und das ohne Grund) aussortiert. So kann es verlaufen, wenn sich dein Revierführer nicht für einen einsetzt. Aber was wollte ich auch erwarten, ich gehörte nie zu seinen besten Freunden (so nach dem Motto, nach Dienstende erst noch mit ihm einen Trinken gehen usw. und ein Schleimer war ich auch nie und werde auch nie).
Seitdem ist natürlich für mich der Revierführer überhaupt nicht mehr existent. Merkwürdigerweise schaffte einer seiner Freunde beim letzten zulässigen Versuch den Test für die Zulassung des gehobenen Dienstes (danach wäre dieser Freund für den Test zu alt gewesen).

Also Francis 1 ..hoffentlich geht es Dir nicht so wie mir.


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