Pensonierter Beamte, auch Familie abgesichert?!

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderatoren: Polli, coco_loco

Ben86
Police Officer
Police Officer
Beiträge: 196
Registriert: Sa 23. Okt 2004, 00:00
Kontaktdaten:

Pensonierter Beamte, auch Familie abgesichert?!

Beitragvon Ben86 » Fr 29. Okt 2004, 09:14

Hi,

hab mir gedacht bevor ich die NRW Seiten durchforste frag ich direkt nach. Wenn man als Polizeibeamter pensoniert wird und verstirbt und die Frau einen überlebt, bezieht sie dann weiter das Geld/Rente?!

Oder lohnt es sich dennoch ne Lebensversicherung abzuschließen?!
Ciao Ben
:arrow: Jeder hat ein Recht auf Dummheit,
nur manche mißbrauchen ihr Recht :!:

Ben86
Police Officer
Police Officer
Beiträge: 196
Registriert: Sa 23. Okt 2004, 00:00
Kontaktdaten:

Pensonierter Beamte, auch Familie abgesichert?!

Beitragvon Ben86 » Sa 30. Okt 2004, 13:13

Ich denk hier sind soviele Beamte, wisst ihr das denn nicht?!
:arrow: Jeder hat ein Recht auf Dummheit,
nur manche mißbrauchen ihr Recht :!:

Polizeifreund
Corporal
Corporal
Beiträge: 318
Registriert: Di 4. Mai 2004, 00:00
Wohnort: München

Pensonierter Beamte, auch Familie abgesichert?!

Beitragvon Polizeifreund » Sa 30. Okt 2004, 13:18

Ich versuche es einmal:

Verstirbt der Beamte, dann bekommt die Witwe einen Anteil von ca. 2/3 der Pension des Mannes. Die Ehe muß jedoch 5 Jahre bestehen, dass ein Anspruch abgeleitet werden kann. Es gibt aber Ausnahmen.

Ein LV sollte man immer zusätzlich abschließen, jedoch zuerst gut informieren.

Ich werde mich mal einlesen und es ggfs. korrigieren.
In der Ruhe liegt die Kraft!

Highwayman

Pensonierter Beamte, auch Familie abgesichert?!

Beitragvon Highwayman » Sa 30. Okt 2004, 15:50

§19 Beamtenversorgungsgesetz

1) Die Witwe eines Beamten auf Lebenszeit, der die Voraussetzungen des § 4 Abs. 1 erfüllt hat, oder eines Ruhestandsbeamten erhält Witwengeld.

Dies gilt nicht, wenn
1. die Ehe mit dem Verstorbenen nicht mindestens ein Jahr gedauert hat, es sei denn, daß nach den besonderen Umständen des Falles die Annahme nicht gerechtfertigt ist, daß es der alleinige oder überwiegende Zweck der Heirat war, der Witwe eine Versorgung zu verschaffen, oder
2. die Ehe erst nach dem Eintritt des Beamten in den Ruhestand geschlossen worden ist und der Ruhestandsbeamte zur Zeit der Eheschließung das fünfundsechzigste Lebensjahr bereits vollendet hatte.

(2) Absatz 1 gilt auch für die Witwe eines Beamten auf Probe, der an den Folgen einer Dienstbeschädigung (§ 46 Abs. 1 des Bundesbeamtengesetzes oder entsprechendes Landesrecht) verstorben ist oder dem die Entscheidung nach § 46 Abs. 2 des Bundesbeamtengesetzes oder dem entsprechenden Landesrecht zugestellt war.

§20 Beamtenversorgungsgesetz

(1) Das Witwengeld beträgt 55 vom Hundert des Ruhegehalts, das der Verstorbene erhalten hat oder hätte erhalten können, wenn er am Todestage in den Ruhestand getreten wäre. Das Witwengeld beträgt nach Anwendung des § 50c mindestens 60 vom Hundert des Ruhegehaltes nach § 14 Abs. 4 Satz 2; § 14 Abs. 4 Satz 3 ist anzuwenden. § 14 Abs. 6 und § 14a finden keine Anwendung. Änderungen des Mindestruhegehalts (§ 14 Abs. 4) sind zu berücksichtigen.

(2) War die Witwe mehr als zwanzig Jahre jünger als der Verstorbene und ist aus der Ehe ein Kind nicht hervorgegangen, so wird das Witwengeld (Absatz 1) für jedes angefangene Jahr des Altersunterschiedes über zwanzig Jahre um fünf vom Hundert gekürzt, jedoch höchstens um fünfzig vom Hundert. Nach fünfjähriger Dauer der Ehe werden für jedes angefangene Jahr ihrer weiteren Dauer dem gekürzten Betrag fünf vom Hundert des Witwengeldes hinzugesetzt, bis der volle Betrag wieder erreicht ist. Das nach Satz 1 errechnete Witwengeld darf nicht hinter dem Mindestwitwengeld (Absatz 1 in Verbindung mit § 14 Abs. 4) zurückbleiben.

(3) Von dem nach Absatz 2 gekürzten Witwengeld ist auch bei der Anwendung des § 25 auszugehen.


§22 Beamtenversorgungsgesetz

(1) In den Fällen des § 19 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 ist, sofern die besonderen Umstände des Falles keine volle oder teilweise Versagung rechtfertigen, ein Unterhaltsbeitrag in Höhe des Witwengeldes zu gewähren. Erwerbseinkommen und Erwerbsersatzeinkommen sind in angemessenem Umfang anzurechnen. Wird ein Erwerbsersatzeinkommen nicht beantragt oder wird auf ein Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen verzichtet oder wird an deren Stelle eine Kapitalleistung, Abfindung oder Beitragserstattung gezahlt, ist der Betrag zu berücksichtigen, der ansonsten zu zahlen wäre.

(2) Der geschiedenen Ehefrau eines verstorbenen Beamten oder Ruhestandsbeamten, die im Falle des Fortbestehens der Ehe Witwengeld erhalten hätte, ist auf Antrag ein Unterhaltsbeitrag insoweit zu gewähren, als sie im Zeitpunkt des Todes des Beamten oder Ruhestandsbeamten gegen diesen einen Anspruch auf schuldrechtlichen Versorgungsausgleich nach § 1587f Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs wegen einer Anwartschaft oder eines Anspruchs nach § 1587a Abs. 2 Nr. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs hatte. Der Unterhaltsbeitrag wird jedoch nur gewährt,

1. solange die geschiedene Ehefrau erwerbsgemindert im Sinne des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch ist oder mindestens ein waisengeldberechtigtes Kind erzieht oder
2. wenn sie das sechzigste Lebensjahr vollendet hat.

Der Erziehung eines waisengeldberechtigten Kindes steht die Sorge für ein waisengeldberechtigtes Kind mit körperlichen oder geistigen Gebrechen gleich. Der nach Satz 1 festgestellte Betrag ist in einem Vomhundertsatz des Witwengeldes festzusetzen; der Unterhaltsbeitrag darf fünf Sechstel des entsprechend § 57 gekürzten Witwengeldes nicht übersteigen. § 21 gilt entsprechend.

(3) Absatz 2 gilt entsprechend für die frühere Ehefrau eines verstorbenen Beamten oder Ruhestandsbeamten, deren Ehe mit diesem aufgehoben oder für nichtig erklärt war.


----------------------------------------------------------------

Das Beamtenversorgungsgesetz ist ein Bundesgesetz und gilt für alle Beamten!
Deine Frage kann, ohne deine persöhnliche Verhältnisse zu kenne, nicht beantwortet werden.
Wenn du jung bist und Beamter auf Probe solltest du Maßnahmen treffen, ob hierzu eine Lebensversicherung geeignet ist, oder eine Unfallversicherung mit Todesfallschutz, oder eine andere Versicherung, mußst du selbst herausfinden.

Grüssle

Highwayman

8)


Zurück zu „Der Polizeiberuf - Mitten im Beruf“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste



  • Neue Mitglieder

  • Top Poster

  • CopZone Spende