Rüstzeiten-neues Urteil

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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon MasterEd » Fr 5. Okt 2012, 14:59

Mainzelmann2001 hat geschrieben:Also bei uns gibt es eine Überlappungszeit der Dienstschichten von 30 Minuten. Was heißt, der Beamte kommt pünktlich, zieht sich um und die Schicht kann sich auch noch was besprechen.
Lt. Dienstvereinbarung sind diese 30 Minuten dafür vorgesehen.

Da gibts also nix zu klagen.
Super Lösung! Hätten wir auch gerne, aber aufgrund der Überlappung für unsere Behörde wohl zu teuer, da du ja für jeweils eine halbe Stunde drei Mal am Tag immer jeweils zwei Schichten bezahlen musst. Mit einer viertel Stunde wäre ich schon vollkommen zufrieden. Das wäre angemessen. Aber mal sehen, was da so kommt...oder nicht kommt.
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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Tinker » Fr 5. Okt 2012, 16:53

dann wäre auch noch zu klären, wie mit den beamten zu verfahren ist, die bereits voll aufgerödelt auf der dienststelle erscheinen, weil sie bus und bahn kostenlos nutzen......

ich bin auch der meinung, daß man sich mit der klagerei irgendwann selbst ins bein schiesst und irgendwann alles bis aufs kleinste reglementiert und nachgehalten wird. ich fand es immer sehr angenehm etwas früher rausgelöst zu werden, vor allem nach nachtdiensten.
ich sehe aber die gefahr, daß irgendwann die kollegen um punkt kommen und um punkt gehen. das kanns nicht sein

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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Mainzelmann2001 » Fr 5. Okt 2012, 17:08

Tinker hat geschrieben: ich sehe aber die gefahr, daß irgendwann die kollegen um punkt kommen und um punkt gehen. das kanns nicht sein
Trotz unserer Regelung sind die meisten Beamten 10 Minuten früher da, weil sie selbst ja auch entsprechend früher abgelöst werden wollen.

Diese Klagerei bringt doch nichts. Dann beginnt die offizielle Dienstzeit eben 15 Minuten früher und die Beamten sind dann wieder 10 min. früher da, weil sie eben pünktlich, also frühzeitig ablösen, um selbst früh abgelöst zu werden.

Also...........Blödsinn.
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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon MasterEd » Fr 5. Okt 2012, 18:03

Diese Klagerei bringt doch nichts. Dann beginnt die offizielle Dienstzeit eben 15 Minuten früher und die Beamten sind dann wieder 10 min. früher da, weil sie eben pünktlich, also frühzeitig ablösen, um selbst früh abgelöst zu werden.

Also...........Blödsinn.

Aber darum gehts doch gar nicht. Wer früher kommen will, soll früher kommen. Es geht einfach darum dass die momentane Regelung nicht gerecht ist! Ich bin auch meistens früher da als ich muss. Mir gehts es einfach ums Prinzip...dass ich in der Woche eine gute Stunde für lau mache....die nicht im WuW eingesetzten Beamten aber eben nicht!

Und der Unterschied ist einfach der, dass du jede Schicht 15 Minuten länger angerechnet bekommst....da spielt es keine Rolle, ob du tatsächlich vielleicht noch 10 Minuten vorher kommst oder nicht. Also als Blödsinn würde ich das nicht abhaken!

dann wäre auch noch zu klären, wie mit den beamten zu verfahren ist, die bereits voll aufgerödelt auf der dienststelle erscheinen, weil sie bus und bahn kostenlos nutzen......
Wie soll denn mit ihnen verfahren werden? Es gibt einen Zeitpunkt, an dem jeder Beamte einsatzbereit sein muss und zu diesem Zeitpunkt muss er voll aufgerödelt auf der Wache sein. Verstehe die Problematik jetzt nicht so ganz. Das hat ja nichts damit zu tun, dass die Viertelstunde davor Rüstzeit wäre. Er hätte halt seine Rüstzeit zu Hause erledigt. Solange er nicht voll aufgerödelt nach Hause fährt, dort voll aufgerödelt ins Bett geht und morgens wieder so aufsteht und zum Dienst fährt, muss er sich doch genauso anziehen bzw. seine FEM anlegen wie der Beamte, der in zivil zum Dienst kommt und sich auf der Wache umzieht.


Tante Edit sagt: Ergänzungen hinzugefügt
Zuletzt geändert von MasterEd am Fr 5. Okt 2012, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon RafaelGomez » Fr 5. Okt 2012, 18:08

Mainzelmann2001 hat geschrieben:Also bei uns gibt es eine Überlappungszeit der Dienstschichten von 30 Minuten. Was heißt, der Beamte kommt pünktlich, zieht sich um und die Schicht kann sich auch noch was besprechen.
Lt. Dienstvereinbarung sind diese 30 Minuten dafür vorgesehen.

Da gibts also nix zu klagen.
Das lass mal nicht den Rechnungshof hören. Die sehen nicht nach dem Sinn, sondern nur in Controlling-Manier nach Einsparpotential. X Beamte mal Y Überlappungszeit = Z Einsparbare Stellen. Besprechung kannste zwischendurch machen, außerdem was interessiert den gemeinen Straßenbeamten die Gesamtlage...

Willkommen in der neuen Steuerung... Einfach nur Bäähh

Gruß

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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon MasterEd » Fr 5. Okt 2012, 18:14

RafaelGomez hat geschrieben:
Mainzelmann2001 hat geschrieben:Also bei uns gibt es eine Überlappungszeit der Dienstschichten von 30 Minuten. Was heißt, der Beamte kommt pünktlich, zieht sich um und die Schicht kann sich auch noch was besprechen.
Lt. Dienstvereinbarung sind diese 30 Minuten dafür vorgesehen.

Da gibts also nix zu klagen.
Das lass mal nicht den Rechnungshof hören. Die sehen nicht nach dem Sinn, sondern nur in Controlling-Manier nach Einsparpotential. X Beamte mal Y Überlappungszeit = Z Einsparbare Stellen. Besprechung kannste zwischendurch machen, außerdem was interessiert den gemeinen Straßenbeamten die Gesamtlage...

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Genauso ist es. Bei uns bekommt auch nur der DGL und WDF eine gewisse Zeitgutschrift für die Übergabe-/Übernahmegeschäfte....die Indianer werden dann von den Häuptlingen auf den aktuellen Sachstand gebracht. Finde ich auch in Ordnung, nur hat das nichts mit der Rüstzeit zu tun.
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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Mainzelmann2001 » Fr 5. Okt 2012, 18:15

Andere Länder andere Sitten. Bei uns mekkert da seit Jahrzehnten keiner. Die Überlappungszeit gab es schon als ich 1977 in den Einzeldienst kam.

Als richtig und wichtig anerkannt wurde es beibehalten.
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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Mainzelmann2001 » Fr 5. Okt 2012, 18:17

MasterEd hat geschrieben: Finde ich auch in Ordnung, nur hat das nichts mit der Rüstzeit zu tun.
Hat vielleicht damit was zu tun. Bei uns war das eben nie in Ordnung, dass es keine Überlappungszeit gibt. Wenn Besprechung, dann für alle. Das geht nicht, wenn die vorgänger Schicht bereits weg ist.

PS: bei uns galt schon seit jeher der Grundsatz, die Dienstzeit beginnt mit Betreten der Dienststelle, und nicht mit umgezogen sein.
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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon MasterEd » Fr 5. Okt 2012, 18:31

Mainzelmann2001 hat geschrieben:
MasterEd hat geschrieben: Finde ich auch in Ordnung, nur hat das nichts mit der Rüstzeit zu tun.
Hat vielleicht damit was zu tun. Bei uns war das eben nie in Ordnung, dass es keine Überlappungszeit gibt. Wenn Besprechung, dann für alle. Das geht nicht, wenn die vorgänger Schicht bereits weg ist.
Das wird auch bei uns gewährleistet, indem der DGL und WDF früher da sind, um die Dienstgeschäfte zu übernehmen. Dafür bekommen sie ja auch Zeit gutgeschrieben. Die Notwendigkeit, dass alle bei der Besprechung dabei sind, sehe ich persönlich nicht, denn ich als Indianer kann auch genauso gut von meinem DGL in die Lage eingewiesen werden. So ist es auch vorgesehen. Da kann ich den Dienstherren verstehen, dass er nicht jedem Beamten diese Zeit gutschreibt, weil es nicht notwendig ist. Dass ich alle meine Klamotten einsatzbereit mache, tangiert aber sehr wohl jeden Beamten im WuW.


PS: bei uns galt schon seit jeher der Grundsatz, die Dienstzeit beginnt mit Betreten der Dienststelle, und nicht mit umgezogen sein.
Das ist sehr löblich von deinem Dienstherrn!
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Beitragvon RafaelGomez » Fr 5. Okt 2012, 18:45

Mainzelmann2001 hat geschrieben:Andere Länder andere Sitten. Bei uns mekkert da seit Jahrzehnten keiner. Die Überlappungszeit gab es schon als ich 1977 in den Einzeldienst kam.

Als richtig und wichtig anerkannt wurde es beibehalten.
Bei uns hats auch lange keinen interessiert. Weil als richtig und wichtig anerkannt. Leider sind die Rechner keine Praktiker, und daher auf jede Viertelstunde fixiert. Denen kann ich (indirekt) tausendmal erzählen, wie viele wichtige Infos ich 'meinen' Jungs in 15 Minuten -neben der Rüstzeit- vermitteln kann und muss, auch und gerade aus Eigensicherungsgründen, die juckt nur die tatsächliche Zahl daraus resultierender Problematiken.
Ich wünsch Euch anderes, aber fürchte, dass es in absehbarer Zeit bei Euch ähnlich laufen wird. Der Nürburgring will schließlich an anderer Stelle kompensiert werden ;-)
Mit der Elektronischen Zeiterfassung wird auch dies Problem obsolet sein. Allerdings bezweifle ich, dass dem Zahler dadurch ein Vorteil entsteht. Wenn bei uns jede Minute berechnet wird, dürfte in der Motivations-Qualitäts-Relation ein immenser Schaden entstanden sein.

Gruß

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Beitragvon RafaelGomez » Fr 5. Okt 2012, 18:52

MasterEd hat geschrieben: ...Das wird auch bei uns gewährleistet, indem der DGL und WDF früher da sind, um die Dienstgeschäfte zu übernehmen. Dafür bekommen sie ja auch Zeit gutgeschrieben. Die Notwendigkeit, dass alle bei der Besprechung dabei sind, sehe ich persönlich nicht, denn ich als Indianer kann auch genauso gut von meinem DGL in die Lage eingewiesen werden...
Wenn bei Dir der DGL die Zeit hat, während des laufenden Betriebes alle Indianer zu sammeln und einzuweisen, schätze Dich glücklich. Kenne ich so nicht. Daher eben einheitlich ausreichend Überlappung, während DGL/WH oder wie auch immer es heißt übernimmt, kann 'Truppe' aufrüsten, anschließend Einweisung und rausfahren. Wird aber überall anders sein.

Gruß

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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon MICHI » Fr 5. Okt 2012, 19:06

RafaelGomez hat geschrieben:
MasterEd hat geschrieben: ...Das wird auch bei uns gewährleistet, indem der DGL und WDF früher da sind, um die Dienstgeschäfte zu übernehmen. Dafür bekommen sie ja auch Zeit gutgeschrieben. Die Notwendigkeit, dass alle bei der Besprechung dabei sind, sehe ich persönlich nicht, denn ich als Indianer kann auch genauso gut von meinem DGL in die Lage eingewiesen werden...
Wenn bei Dir der DGL die Zeit hat, während des laufenden Betriebes alle Indianer zu sammeln und einzuweisen, schätze Dich glücklich. Kenne ich so nicht. Daher eben einheitlich ausreichend Überlappung, während DGL/WH oder wie auch immer es heißt übernimmt, kann 'Truppe' aufrüsten, anschließend Einweisung und rausfahren. Wird aber überall anders sein.

Gruß
Auch bei uns erfolgt zu Beginn eines jeden Dienstes ein Briefing durch den DGL/DGLV. Sollte es aufgrund der Einsatzlage bei Dienstanfang nicht möglich sein, die gesamte Dienstgruppe zu versammeln, werden die gebrieften Dinge den Mitarbeitern zwischendurch kundgetan.
Gruß
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Beitragvon RafaelGomez » Fr 5. Okt 2012, 19:32

MICHI hat geschrieben:
Auch bei uns erfolgt zu Beginn eines jeden Dienstes ein Briefing durch den DGL/DGLV. Sollte es aufgrund der Einsatzlage bei Dienstanfang nicht möglich sein, die gesamte Dienstgruppe zu versammeln, werden die gebrieften Dinge den Mitarbeitern zwischendurch kundgetan.
Wobei 'zwischendurch' ja sicherlich die Ausnahme darstellt, wenn ich Dich richtig verstehe. So soll es ja auch sein, nach meinem Dafürhalten. As Dauerzustand, 'Wissen bei Gelegenheit', fände ich es bedenklich.

Gruß

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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Polli » Fr 5. Okt 2012, 23:36

McClane hat geschrieben:Das Verwaltungsgericht Köln hat mit Entscheidung vom 21.09.2012 – 19 K 2090/10 – in einem Musterverfahren das
Land Nordrhein- Westfalen verurteilt, den Kläger

die Zeiten für das Versehen mit den persönlichen Ausrüstungsgegenständen und für die Übernahme
der sonstigen Arbeitsmittel vor Schichtbeginn 15 Minuten pro Dienstschicht als Arbeitszeit anzuerkennen.


Das Verwaltungsgericht hat die Zeit, die vor Schichtbeginn für das
Anlegen der Ausrüstungsgegenstände aufzuwenden ist, als Arbeitszeit angesehen.
Das Gericht hat in diesem Zusammenhang Zeugen gehört. Diese haben bestätigt, dass es „seit jeher üblich ist, sich mindestens 15 Minuten vor dem Schichtbeginn einzufinden, um pünktlich zum Schichtbeginn uneingeschränkt einsatzfähig zu sein“.

Richtungsweisend und richtig.
Hi Leute,

da ich selbst aus NRW komme und ich die Problematik nur zu gut kenne, mische ich mich jetzt mal ein. :yau:


Bei dem Urteil des Verwaltungsgericht Köln geht es nicht darum,
dass zwei Dienstschichten/Dienstgruppen entsprechend überlappen, um einen ordnungsgemäßen Dienst
- womöglich ohne informelle :gossip: Reibungsverluste - zu gewährleisten. :nein:

Das ist ein ganz anderes (interessantes) Thema.

Es geht einfach nur darum, dass insbesondere die Kollegen des Wach- und Wechseldienstes (WWD = Streifendienst) die Zeit,

die sie für das Umziehen (in irgend einem Kellerraum dieser Republik) und das Anlegen ihrer "Klempnergarnitur" benötigen,

also im Fachjargon - die sogenannte Rüstzeit - als Dienstzeit anerkannt bekommen.




Viele Kollegen, die in einer anderen Funktion als die des WWD bei der Polizei sind, kennen dieses Problem gar nicht.
Sie fahren auf den Präsidiumshof. Stellen ihre Karre ab.

"Dongeln" am Eingangsbereich ihres Arbeitsplatzes und schont fängt die "Dienstuhr" :time: der Dienstzeit zu ticken - so, wie es für alle sein sollte...

In dieser Zeit befindet sich der Kollege des WWD im Keller
und zieht gerade das Kleid der Ehre an. :polizei14:

Da er nicht "Mitglied" des Dongelsystems, sondern Mitglied des
DSM-Systems ist, tickt seine Dienstuhr noch (lange) nicht...

(DSM -> Dezentrales Schichtdienst Management)

Und genau darum geht es bei dem Urteil des Verwaltungsgerichtes Köln... um Gleichbehandlung....


In diesem Sinne...

Gruß :polizei2:



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Re: Rüstzeiten-neues Urteil

Beitragvon Tinker » Sa 6. Okt 2012, 00:28

Das müsste sich doch eingependelt haben. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es da keine elektronische Zeiterfassung im WWD. War bei mir so. Da ist man halt gegangen, wenn die Ablösung kam. War ein Geben und Nehmen, hatte sich aber gut eingespielt. Wenn nix zu tun war, bist du halt mal eine halbe Stunde früher raus gekommen.
Wenn nicht, hat man halt mal eine halbe Stunde für "Umme" gemacht.
Ich konnte gut mit leben. Kollegen die zwar früher da waren, erstmal Kaffee getrunken haben und dann um Punkt oder später raus gelöst haben, waren entsprechend beliebt.
Mit der elektronischen Zeiterfassung kam halt auch die "Rumhängerei" auf der Dienststelle auf, um die Stunden voll zu kriegen, wenn nix los war.
Da sitzt dann mal eine 3/4 Schicht unnötigerweise im Aufenthaltsraum rum. Hat auch keinen Mehrwert.


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