Polizeikommissar und dann?

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderatoren: Polli, coco_loco

Benutzeravatar
Trooper
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 13303
Registriert: Sa 2. Okt 2004, 00:00
Wohnort: Niedersachsen

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon Trooper » Mo 9. Sep 2013, 19:26

Da ich nun aber noch verhältnismäßig jung bin und einen gewissen "Hunger" verspüre, möchte ich nicht nur auf der Wissensstufe des Kommissars stehenbleiben, sondern denke über nichtpolizeiliche Weiterbildungen etc. nach, welche aber auch im normalen Alltag eines Polizisten positive Auswirkungen hätten.
Kurioserweise lerne ich jeden Tag irgendwas neues, wenn ich mit dem Streifenwagen losfahren... auch nach all den Jahren noch. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn einer auf seiner Wissensstufe stehenbleibt, hat das nix mit irgendeinem Dienstgrad zu tun. Und falls das bei dir der Fall sein sollte, spricht das dafür, daß du die Möglichkeiten deiner persönlichen Entwicklung im Job nicht so wirklich ausgelotet hast.

Im übrigen... mach, was dir Spaß bereitet und du für sinnvoll hältst. Tu ich auch. Geh nur nicht davon aus, daß der Dienstherr sich dafür besonders interessiert, geschweige denn Unterstützung bietet. Dein Arbeitgeber möchte nämlich in erster Linie, daß du für dein Geld arbeitest, sprich die Inhalte deiner Stellenbeschreibung ausfüllst. Und da steht nix von "soll zu NLP-Seminaren, Life-Coachings und Kommunikationstrainings gehen" drin.
Dear Kids,
There is no Santa. Those presents are from your parents.
Sincerely, Wikileaks

Hessen78
Corporal
Corporal
Beiträge: 596
Registriert: Mi 18. Jul 2012, 22:22

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon Hessen78 » Mo 9. Sep 2013, 19:46

MPap, Dein Interesse an Weiterbildung ist gut, lass Dir das hier nicht ausreden. Wie Du bereits vermutet hast, ist die Unterstützung hinsichtlich außerdienstlicher Fortbildung kaum vorhanden. Das hat natürlich seine Gründe, schließlich hat die dienstliche Verwendung im Vordergrund zu stehen. Auch wenn Dir ein solches Engagement nicht direkt Vorteile in der Beurteilung bringt, so kann sich nützliche Weiterbildung indirekt auswirken. Abgesehen davon geht es ja nicht zuletzt auch um den eigenen Anspruch und die damit verbundene Berufszufriedenheit.

Gerade in Deiner Anfangszeit bei der BePo dürfte es auch aufgrund der kaum planbaren Dienstzeiten jedoch schwierig werden, sich privat fortzubilden. Insbesondere Wochenendseminare oder gar ein Studium so nebenbei ist da kaum zu realisieren.

Ich habe keine Ahnung wie es in anderen Ländern aussieht... in Hessen braucht man sich in den ersten 1-2 Jahren übrigens gar nicht nach internen Seminaren und Lehrgängen umschauen. Das dient dann allenfalls der Information, was theoretisch im Angebot ist. Interne Fortbildungswünsche werden in der Anfangszeit grundsätzlich abgelehnt, es sei denn es dient der unmittelbaren Verwendung (zB. BeSi bei der BePo oder dienstliche Fahrerlaubnis Klasse A beim Verkehrsdienst). Auch diese Praxis hat natürlich Gründe, das Angebot ist nun einmal begrenzt. Ein Großteil der begehrteren Lehrgänge ist da zunächst den dienstälteren Kollegen vorbehalten.

Benutzeravatar
PotionMaster
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 2721
Registriert: Di 1. Aug 2006, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon PotionMaster » Mo 9. Sep 2013, 20:01

Hessen78 hat geschrieben:Gerade in Deiner Anfangszeit bei der BePo dürfte es auch aufgrund der kaum planbaren Dienstzeiten jedoch schwierig werden, sich privat fortzubilden. Insbesondere Wochenendseminare oder gar ein Studium so nebenbei ist da kaum zu realisieren.
Da muss ich widersprechen, gerade in der BePo-Zeit fand ich viel Zeit für mein Studium. Da störten die Einsätze am WE wenig, unter der Woche war doch viel Leerlauf und somit Zeit, um auf dem Zimmer zu lernen. Frei zu nehmen wenn mal eine Klausur anstand war auch einfacher als auf der Dienststelle. So in RLP. Auf der Schicht zu lernen ist nicht drin und nach den Nachtschichten eine Vorlesung zu hören oder zu lernen war auch nicht so einfach möglich. Bei uns verlängerte ein Kollege sogar deshalb die BePo-Zeit :)

Benutzeravatar
very
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 8048
Registriert: Di 25. Apr 2006, 00:00
Wohnort: da, wos laut challenger am schönsten ist.....

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon very » Mo 9. Sep 2013, 20:17

@Potion Master: Wie lang ist das denn her? In Hessen wird massiv umgebaut, die BePo ist mittlerweile mehr auf den Revieren, als bei geschlossenen Einsätzen. Dienste, bei denen man 12 Stunden aufpasst, dass keiner die Straßensperre wegträgt (oder anders ausgedrückt Dienste, die man zum Lernen nutzen kann), sind auch eher selten.

Wenn ich mir die Schlagzahlen der Einheiten angucke, dann wüsste ich nicht, wie man da noch ein Studium "nebenbei" machen sollte.

Edit sagt: Unabhängig von der Zeit (Kollegen berichten noch von Wochenendbereitschaften, die mit Kartenspielen verbracht wurden) könnte es also auch eine Frage des Bundeslandes sein.
"In den Krimis wird aber nicht gezeigt, dass man vielen Schutzpolizisten die Arbeit bei der Kripo als Sanktion androhen könnte.
Für weitere Fragen diesbezüglich bitte auch die Suchfunktion nutzen."

Kaeptn_Chaos, Juli 2008

Benutzeravatar
coco_loco
Moderator
Moderator
Beiträge: 4403
Registriert: Sa 5. Sep 2009, 00:00
Wohnort: Niedersachsen

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon coco_loco » Mo 9. Sep 2013, 21:17

MPap hat geschrieben: Besonderes Interesse hege im psychologischen Bereich.
So gehen meine Vorstellungen von Seminaren über Körpersprache (Gestik, Mimik), eine NLP Ausbildung bis zu einem Zusatzstudium der Psychologie.
Aaaalso. Ich finde es toll, wenn sich jemand engagiert und neues lernen will. Die Frage ist nur: willst du irgendwas machen, oder auch was, was dir im Dienst vielleicht hilft?

Psychologie studiert man nicht mal eben so. Psychologie besteht vor allem aus Statistik. Die Frage ist, was du dir als Psychologe bei der Polizei erhoffst, oder sind das Pläne für später, um mal auszusteigen?

Bei uns an der PA sind einige Dozenten, die nebenbei Sozialwissenschaften oder Kriminologie studiert haben. Wäre das ne Alternative? Damit könntest du auch an der Polizeischule/Polizeiakademie/FHöV/sonst irgendwo in der Fortbildung arbeiten.

Wie sowas aufgenommen wird... naja, kommt auf die Kollegen an und wie du dich gibst, schätze ich. Aber unterschätz den Aufwand nicht.



Bei Berufsinformationstagen wollen viele Bewerber folgendes Werten: Forensiker, Forensische Psychologen, Polizeipsychologen, Profiler, zur berittenen Polizei, zum SEK/MEK.
Aber es braucht vor allem Polizisten, die auch Streife fahren wollen. :gaga:
"Every fairy tale needs a good old-fashioned villain" - Moriarty.

Benutzeravatar
PotionMaster
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 2721
Registriert: Di 1. Aug 2006, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon PotionMaster » Mo 9. Sep 2013, 21:20

Das war 2010/2011 und nicht in Hessen sondern in RLP, also noch nicht soo lange her :) Auch damals waren wir schon in Rotation auf den Dienststellen. Zwei Monate BePo, zwei Monate Dienststelle, ein Monat Raumschutz bzw. BePo. Und in der Zeit auf der Dienststelle war das Studieren wesentlich schwieriger als in der BePo.

Bei der BePo kann ich von vielen "Rumsitztagen" berichten an denen nichts los war oder eben auf dem Auto sitzen angesagt war. Ich kann also nur sagen, dass mein Studium in diesen Zeiten sehr gut möglich war und wesentlich einfacher als auf der Dienststelle. Die Schichten waren so schwach, dass an flexible freie Tage oder Stundenabbau nicht zu denken war. Der Schichtdienst hilft nicht gerade dabei, die freie Zeit als Lernzeit zu nutzen und auf der Schicht konnte ich nie lernen bzw. wollte es auch nicht.

MPap
Cadet
Cadet
Beiträge: 4
Registriert: So 8. Sep 2013, 18:56

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon MPap » Di 10. Sep 2013, 12:44

Vielen Dank für die vielen verschiedenen Meinungen.

@coco loco
Mit dieser Vorstellung bin ich Gott sei dank nicht zur Polizei gegangen.

Reaper
Police Officer
Police Officer
Beiträge: 137
Registriert: Di 15. Nov 2005, 00:00
Wohnort: Oberschwaben

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon Reaper » Mi 18. Sep 2013, 18:31

Grundsätzlich lobenswert, wenn Du Dir mehr aufhalsen willst - aber: Der Dienst geht immer vor. Wie einige Vorredner schon geschrieben haben, kommen wohl hauptsächlich Fern-Unis in Frage. Da spielt nicht nur die Balance zwischen Studiums-, Arbeits- und Freizeitstress eine Rolle sondern auch das Finanzielle. Ein Master per Fern-Studium kostet schnell mal 15.000 EUR mit Präsenzseminaren an Wochenenden...

Nichts desto trotz ist eine Förderung durch deine Dienststelle nicht ausgeschlossen - aber sehr unwahrscheinlich. Das kommt extrem darauf an, wie viel Potential man in Dir sieht - dafür müsstest schon einen guten gD-Abschluss haben und auch in der Praxis durch "Können" glänzen...

Ein Beispiel, mit dem der Karriereweg derzeit "vorprogrammiert" ist, findest Du hier:
http://www.hs-albsig.de/studium/Master_ ... epage.aspx

In vielen Bundesländern werden Kollegen finanziell unterstützt und sogar freigestellt, die ein Digitales Forensik-Studium absolvieren - ich war da erst vor einigen Monaten.... gut die Hälfte aller Studierenden sind gesponsorte Kollegen - Allerdings erfahrene SB Krim oder ITB, was sie über Jahre im Beruf nachgewiesen haben und bei denen sich der Dienstherr einen Nutzen verspricht. Die Kollegen werden sogar freigestellt.

In einigen Bundesländern - ich meine z.B. RLP? - ist es gar so, dass Absolventen der FH Albstadt in den hD überführt werden sollen, da alle Polizeien zwischenzeitlich die Notwendigkeit erkannt haben, Spezialisten auf diesem Feld an sich zu binden...

Damit entscheidest Dich aber im Umkehrschluss für ne klare "Fachkarriere" - der Cybercop wird nicht mehr was anderes machen, dafür war der Studiengang dem Land dann doch zu teuer...

Meine persönliche Meinung:
Erst mal im Beruf Gas geben - auf der Straße gibt´s genug zum lernen - und was die von Dir angesprochenen "Hobby-Lehrer" betrifft - da haben einige mehr drauf als die meisten jungen Psycho-Absolventen...

Kilkenny
Corporal
Corporal
Beiträge: 248
Registriert: Sa 23. Feb 2008, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon Kilkenny » So 22. Sep 2013, 16:00

PotionMaster hat geschrieben:
Hessen78 hat geschrieben:Gerade in Deiner Anfangszeit bei der BePo dürfte es auch aufgrund der kaum planbaren Dienstzeiten jedoch schwierig werden, sich privat fortzubilden. Insbesondere Wochenendseminare oder gar ein Studium so nebenbei ist da kaum zu realisieren.
Da muss ich widersprechen, gerade in der BePo-Zeit fand ich viel Zeit für mein Studium. Da störten die Einsätze am WE wenig, unter der Woche war doch viel Leerlauf und somit Zeit, um auf dem Zimmer zu lernen. Frei zu nehmen wenn mal eine Klausur anstand war auch einfacher als auf der Dienststelle. So in RLP. Auf der Schicht zu lernen ist nicht drin und nach den Nachtschichten eine Vorlesung zu hören oder zu lernen war auch nicht so einfach möglich. Bei uns verlängerte ein Kollege sogar deshalb die BePo-Zeit :)
Solche Kollegen bzw. Kolleginnen hatten wir damals auch im Zug. Die haben sich dann auch auf wundersame Wiese erstaunlich oft aus Einsätzen herausgehalten... das kam zwar bei der Führung nicht wirklich an, ist dem Rest vom Zug aber sehr negativ aufgestoßen. Präsenzseminare und Klausuren fielen dann häufig auf größeren Einsätze (wofür der Kollege/die Kollegin allerdings nichts konnte, die Termine kamen von der Uni), aber es war schon auffällig. Wobei das wohl kein Fernstudium oder sowas war, sondern Vollzeit, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

Ein Kollege meiner alten (Einzel-)Dienststelle hat neben dem Schichtdienst erfolgreich Kriminologie studiert, das klappt also auch. Und der hat sich dienstlich nicht zurückgehalten...

dete
Lieutenant
Lieutenant
Beiträge: 1392
Registriert: Di 23. Aug 2005, 00:00
Wohnort: Osnabrück Rtg. Osten

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon dete » Do 10. Okt 2013, 18:21

MPap,

ich wundere mich immer ( eher wunderte ) über Kollegen die in/grad aus der Ausbildung standen und Leitungspotential ohne Ende in sich vermuteten.

Mein Tipp: Erst einmal den Job "sehr gut" machen ( incl. Fortbildung ) und dann weiterkommen. Was spricht eigentlich gegen den Kommissar? Du bist nicht mal einer und schon besser?

dete

mercedes19
Constable
Constable
Beiträge: 92
Registriert: Di 28. Nov 2006, 00:00
Wohnort: Niedersachsen

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon mercedes19 » So 13. Okt 2013, 22:15

Du startest also in der BePo....Einsätze, Schießen etc., vermutlich wenig Einzeldienst. Da kann ich schon verstehen, daß man sich auf kein Gebiet, was den späteren polizeilichen Einzeldienst betrifft, festlegt. Die Themengebiete sind einfach zu vielfältig und auch erfahrungsabhängig. Da hat man dann in der BePo sicherlich Zeit zum Studieren, aber wie schon zuvor gesagt, sollte der Dienst nicht unter dem Studium leiden.

Du hast die Möglichkeit, etwas zu studieren, was Dir liegt und was Du später verwenden möchtest. Wenn Du Dir zielgerichtet Psychologie ausgesucht hast, fällt mir nur ( so heißt es in Nds.) die regionale Beratungsstelle ein, wo Kollegen Hilfe bei der Bewältigung außergewöhnlicher Situationen bekommen können.

Wenn Du Dir aber im Klaren bist, was für Dich DIE spätere Stelle bei der Polizei ist, dann könntest Du vlt. jetzt schon zielgerichtet studieren. Ich denke schon, daß Dir ein zielgerichtetes Studium später auf die von Dir angestrebte Stelle verhilft zzgl. der Erfahrungen als jemand, der kein Studium hat.

Benutzeravatar
PotionMaster
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 2721
Registriert: Di 1. Aug 2006, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon PotionMaster » So 13. Okt 2013, 22:37

Kilkenny hat geschrieben:Solche Kollegen bzw. Kolleginnen hatten wir damals auch im Zug. Die haben sich dann auch auf wundersame Wiese erstaunlich oft aus Einsätzen herausgehalten... das kam zwar bei der Führung nicht wirklich an, ist dem Rest vom Zug aber sehr negativ aufgestoßen. Präsenzseminare und Klausuren fielen dann häufig auf größeren Einsätze (wofür der Kollege/die Kollegin allerdings nichts konnte, die Termine kamen von der Uni), aber es war schon auffällig. Wobei das wohl kein Fernstudium oder sowas war, sondern Vollzeit, wenn ich es richtig in Erinnerung habe.

Ein Kollege meiner alten (Einzel-)Dienststelle hat neben dem Schichtdienst erfolgreich Kriminologie studiert, das klappt also auch. Und der hat sich dienstlich nicht zurückgehalten...
Solche Kollegen?

Kilkenny
Corporal
Corporal
Beiträge: 248
Registriert: Sa 23. Feb 2008, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon Kilkenny » Mo 14. Okt 2013, 17:13

Störst du dich an dem Wort "solche"? Das habe ich nicht ohne Grund so geschrieben. Und ich meine damit "solche" wie den TE, die noch nicht wirklich was geleistet haben und bereits von ganz anderen Weihen träumen...

Wenn einem der Tellerrand nicht ausreicht, kann man ja nebenbei studieren was man will. Aber wenn dann andere darunter leiden, während man selbst immer betont, dass man doch was besseres will bzw. werden will, als mit Helm und KSA Nazis zu beschützen, nervt das halt irgendwann. Es geht um die latente Überheblichkeit mit der das hier rüberkommt.

Ich will niemandem absprechen, dass er/sie nebenbei noch studieren gehen kann oder das so darstellen, dass das nur geht, wenn man dann den Verdrücker macht. Bitte nicht falsch verstehen.

Benutzeravatar
PotionMaster
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 2721
Registriert: Di 1. Aug 2006, 00:00

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon PotionMaster » Mo 14. Okt 2013, 17:37

Kilkenny hat geschrieben:Ich will niemandem absprechen, dass er/sie nebenbei noch studieren gehen kann oder das so darstellen, dass das nur geht, wenn man dann den Verdrücker macht. Bitte nicht falsch verstehen.
Darum ging es mir, da hatte ich dich dann nicht richtig verstanden. Danke für die Klarstellung :zustimm:

-Quincy-
Constable
Constable
Beiträge: 60
Registriert: Do 4. Jan 2007, 00:00
Wohnort: NRW

Re: Polizeikommissar und dann?

Beitragvon -Quincy- » Do 17. Okt 2013, 15:41

MPap hat geschrieben: ich werde demnächst zum Polizeikommissar ernannt und starte in der Bereitschaftspolizei.
Da ich nun aber noch verhältnismäßig jung bin und einen gewissen "Hunger" verspüre, möchte ich nicht nur auf der Wissensstufe des Kommissars stehenbleiben, sondern denke über nichtpolizeiliche Weiterbildungen etc. nach
Keine Sorge, das vergeht.
Wie werden rein erfahrungsmäßig solche Pläne aufgenommen?
Nachdem was ich bisher gehört habe rechne ich nicht mit großer bzw. überhaupt Unterstützung.
Von dir wird in erster Linie erwartet, dass du deinen Dienst machst (dafür wirst du ja auch bezahlt). Unterstützung wirst du für private Fortbildungen daher von oben nicht bekommen.

Innerhalb deiner Dienstgruppe werden die etwas gesetzteren Kollegen vermutlich den Kopf schütteln, während die jüngeren Kollegen dich für einen Streber halten oder neidisch sein werden.

Mein Rat: Lass es sein oder tu es im stillen Kämmerlein. Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass du durch besondere Leistungen oder Zusatzausbildung irgendetwas an deiner beruflichen Situation änderst - das erspart dir viel Frust.

Viele Grüße


Zurück zu „Der Polizeiberuf - Mitten im Beruf“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast



  • Neue Mitglieder

  • Top Poster

  • CopZone Spende