Bodybuilding bei der Polizei

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citehtsea
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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon citehtsea » Sa 23. Aug 2014, 15:25

1,76cm und 83kg bei 11-12% ist aber noch nicht so überpackt, wie es sich viele bei Bodybuildern vorstellen. Der Junge ist gut trainiert, wird aber immer noch in der Lage sein, bei entsprechendem Training beweglich, schnell und ausdauernd zu sein.

Wenn man sich übrigens die Definition von Bodybuilding anschaut, wird klar, dass schon weitaus früher von "Bodybuilding" gesprochen werden kann. Der Großteil unserer Gesellschaft versteht jedoch unter dem Begriff "Bodybuilding" die Profis, die 95kg bei 1,75cm auf die Waage bringen.
Beim Bodybuilding gibt es übrigens verschiedene Competitions.

Und wenn die Ausdauer eines Marathonläufers aus Krafttraining resultieren würde, würden diese eben Krafttraining machen. Den Vergleich kann ich auch umdrehen.

Und verantwortungsvolles Bodybuilding ist in jeglicher Hinsicht gesund, sofern man nicht den Mr. Olympia Titel 2016 im Visier hat und andere Bereiche vernachlässigt.

1957
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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon 1957 » Sa 23. Aug 2014, 15:33

richtig. es geht aber nicht darum.
der te hat mit dem derzeitigem gewicht einen bmi von 26,8. bei 27,5 zieht die pdv 300
die grenze, gleich ob speck oder muckies. fragt sich nur, ob der polizeiarzt hier ein ermessen hat. jedenfalls wäre auf dieser grundlage die verlängerung der probezeit möglich. der te hat schon angekündigt, sich entsprechend zu informieren. meinen segen hat er.

JJD
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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon JJD » Sa 23. Aug 2014, 16:10

Dear All :)


Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Um den Sachverhalt mal aufzuklären: Ich würde mich selbst nicht als "Bodybuilder" bezeichnen, habe den Betreff nur verwendet, um den Kern der Thematik besser hervorzuheben!

Ich bin allerdings mit Trainingsmethoden/Ernährung/Supplementierung etc. bestens vertraut, da ich wie zuvor beschrieben seit meiner Jugend dabei bin.

Ferner bin ich auch vollkommen in der Lage 10 km in angemessenen Zeiten zu laufen und bin nicht eingeschränkt in meinen Bewegungsabläufen. Und es geht mir beim Ausüben des Sportes auch nicht um das Aussehen, sondern die Anstrengung, der objektive Teil ist ein nettes Nebenprodukt :)

Ob und wie gesund das ganze ist kann man ohnehin nicht zu 100% sicher sagen, aber ob ich mir die Leber und Nieren durch Alkohol und Zigaretten zerstöre, oder meine Muskeln "ausreize" macht dann doch keinen Unterschied mehr -da beides PDU zur Folge hat.

Ich werde also einfach darauf achten die Grenze von 82kg nicht zu überschreiten und denke ich fahre damit auch weiterhin gut, solange ich mich bewegen kann und mit den anderen Kollegen ab dem 01.09 mithalten kann.


Vielen Dank euch allen! Vlt. findet sich der ein oder andere Trainingspartner ja ab September :)


MfG
JJD
Erfahrungsbericht EAV mD Bundespolizei hier: http://www.copzone.de/phpbbforum/viewto ... 34&t=73104
Erfahrungsbericht EAV mD LaPo Berlin hier: http://www.copzone.de/phpbbforum/viewto ... 8#p1173988

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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon Aldous » Sa 23. Aug 2014, 20:16

citehtsea hat geschrieben:Ich bezweifel sehr stark, dass jemand mit der Masse eines Jay Cutlers zur Polizei geht.
Ronnie Coleman - der sogar 10 kg mehr wiegt und fast konsequent mehr Umfang hat - ist dir kein Begriff?

@ JJD
Du hast es, meiner Meinung nach, schon richtig erkannt. Wenn deine Leistung in den anderen polizeirelevanten Bereichen nicht weit unter den Durchschnitt fällt und du dich gut in das Leistungsgefüge einreihst, wirst du durch so einen Körperbau wenigstens Wunschkandidat für BFE und Streifenpartner. Im schlimmsten Falle haben sie so einen durchschnittlich guten, aber kräftigen Streifenpartner, im besten Falle einen sehr guten Polizist, der auch noch körperlich fit ist. :zustimm:

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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon citehtsea » Sa 23. Aug 2014, 21:03

Aldous hat geschrieben:
citehtsea hat geschrieben:Ich bezweifel sehr stark, dass jemand mit der Masse eines Jay Cutlers zur Polizei geht.
Ronnie Coleman - der sogar 10 kg mehr wiegt und fast konsequent mehr Umfang hat - ist dir kein Begriff?
Der war aber noch lange kein Profi, als er zur Polizei gegangen ist.

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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon dk2k7 » So 24. Aug 2014, 17:45

Also ich betreibe auch schon seit einigen Jahren Bodybuilding, aber eher in die Richtung Fitnessbodybuilding. Bin auch kein Fan von der sogenannten Massephase wo man sehr viel zunimmt und aussieht wie ein Schwein ( sorry für den Ausdruck ) :polizei2: Ich bevorzuge liebe die lean mass wem das ein Begriff ist. So aber nun uum Thema. Ich finde es totalen Schwachsinn mit dem BMI, vor allem da es ab dem Bal niemanden mehr interessiert wie man rumläuft. Und wo ist da der Sinn! :stupid: habe schon einige Beamte gesehen, wo ich mir gedacht habe, wie haben die denn die Ausbildung damals geschafft. Naja also ich kann es nur gut heißen, wenn jemand auf seinen Körper achtet und sich mit ihm befasst. Es gehört auch viel Disziplin dazu. Ich weiß wovon ich rede und diese Disziplin überträgt sich auch auf andere Bereiche im Leben und vorallem in der Ausbildung kann es nicht Schaden. Und dieses Vorurteil, Bodybuilder seien Dumm, existiert leider noch immer, aber es gibt sogar Ärzte die diesen Sport betreiben und sogar auf die Bühne gehen. Ich kann nur sagen, was nützen 1000 Watt, wenn die Birne nicht brennt :polizei3: :polizei2: in diesem Sinne, alles gute und es wäre ja schlimm wenn wir alle gleich wären :hallo:
Zusage September 14 :-) Würzburg ich komme.

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Re: Bodybuilding bei der Polizei

Beitragvon Flashtogo » Mo 25. Aug 2014, 05:24

Also ich habe vor geraumer Zeit einen Behördenwechsel von Landespolizei zur Bundespolizei hinter mich gebracht.
Ich bin mit 190cm und 108kg Körpergewicht zur polizeiärztlichen Untersuchung. BMI war 32 oder so glaube ich, also deutlich zu hoch, und ich würde mich als Bodybuilder bezeichnen, da ich auch Wettkämpfe (Bühnenauftritte) in dem Sport absolviere.
Nachdem ich das Belastungs-EKG ohne wirkliche nennenswerte Belastung hinter mich gebracht hatte, wurde durch die Arzthelferin der BMI errechnet und sie verdrehte die Augen. Sie meinte, dass das zu einem Problem werden könnte, ich müsse mit der Ärztin sprechen, sie hätte das letzte Wort.
Ich habe der Ärztin dann in einer halben Stunde erklärt, wie mein Sport so aussieht, insbesondere die Ernährung, Training, Diät und Gesundheitsprävention.
Ich sagte ihr, dass ich, wenn sie es wolle, in acht Wochen mit 93kg da stehen würde.
Tja, dann habe ich ihr noch meinen Physiotherapeuten empfohlen und ich war (wieder/immer noch) polizeidiensttauglich...will sagen: Auch wenn in der PDV die besagte BMI-Grenze bei 27 oder so liegt, das letzte Wort hat letzendlich der Doc...sicher gucken die bei jungen Neueinstellungen anders drauf als bei "älteren" Wechslern wie mich...aber es ist eben kein Dogma!


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