Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderatoren: Polli, coco_loco, Polli, coco_loco

ClockworkOrange
Cadet
Cadet
Beiträge: 1
Registriert: Mi 27. Jan 2016, 19:01

Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon ClockworkOrange » Mi 27. Jan 2016, 19:13

Hallo liebe Forengemeinde,

ich wende mich hier einmal an die Kolleginnnen und Kollegen mit einer Frage bzgl. des höheren Dienstes.
Folgende Situation ist bei mir gegeben:
Ich bin derzeit seit 10 Jahren im gehobenen Dienst der Polizei Hessen und möchte nun gerne weiter in den höheren Dienst.
Leider lag meine Studiennote lediglich bei 8,9 Punkten und nicht bei den geforderten 10,5 Punkten.
Mir ist bekannt, dass die Möglichkeit besteht, auch mit 9,00 Punkten in den höheren Dienst aufzusteigen, vorausgesetzt, der Vorgesetzte sieht eine besondere Förderwürdigkeit.
Diese sieht mein Vorgesetzter auch und hat sich entsprechend an unsere Verwaltung gerichtet.
Leider sind die Regelungen hier strikt und aufgrund des mir fehlenden 0,1 Punkt werde ich auch mit Attestierung einer Förderwürdigkeit nicht zugelassen.

Mir ist von einigen Kollegen bekannt, dass sie aus dem Polizeidienst ausgeschieden sind und Rechtswissenschaften studierten und dann als Quereinsteiger in den höheren Dienst zurückkehrten.
Diesen Weg kann ich mir aufgrund meiner familiären Lage jedoch nicht leisten. Auch gibt es keine Garantie, danach tatsächlich wieder angenommen zu werden.

daher nun meine Fragen, ob hier jemand ein Bundesland kennt, in dem diese 10,5 bzw 9,00 Punkteregelung nicht gilt oder aber es andere Möglichkeiten gibt (z.B. ein Studium neben dem Beruf das für den höheren Dienst qualifiziert).

Ich danke Euch schon einmal für Eure Antworten!

Se7eneleven
Police Officer
Police Officer
Beiträge: 183
Registriert: Mo 1. Nov 2010, 11:37

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Se7eneleven » So 31. Jan 2016, 04:32

So wie ich die Dienstanweisung in Bremen verstanden habe, brauchst du hier keinen bestimmten Notenschnitt aus dem Studium gD zu haben.

sushi1902
Cadet
Cadet
Beiträge: 36
Registriert: So 7. Okt 2007, 00:00

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon sushi1902 » So 31. Jan 2016, 06:56

Ich würde deine Chancen, durch einen Wechsel des Bundeslandes in den höheren Dienst zu kommen als vollkommen aussichtslos einschätzen. Im neuen Bundesland kennt dich keiner, dein Notenschnitt ist nicht berauschend... wer soll dich denn da für den hD vorschlagen und entsprechend fördern?? Wenn man dich fragen wird und du angibst, das BL gewechselt zu haben, um ne Chance auf den hD zu haben, bist du eh sofort aus dem Rennen, so realistisch sollte man schon sein.

Wenn du es in deinem eigenen BL nicht in den hD schaffst, dann woanders schon dreimal nicht... sorry!

Eifelyeti
Cadet
Cadet
Beiträge: 12
Registriert: Mo 15. Feb 2016, 10:01

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Eifelyeti » Mo 15. Feb 2016, 10:13

Was für ein unqualifizierter und destruktiver Eintrag!
Wenn der BL-Wechsel für dich eine Option ist die Sperre für den Aufstieg in den HD zu umgehen, dann wünsche ich dir viel Erfolg dabei!

In NRW brauchst du das Votum deines BL, das bekommst du i.d.R nach einem Gespräch!

Ansonsten benötigst du 6 Jahre Wartezeit nach F2,die Altersgrenze ist für das diesjährige Verfahren sogar aufgehoben!

Viel Erfolg, Gruß ins Land!!!

sushi1902
Cadet
Cadet
Beiträge: 36
Registriert: So 7. Okt 2007, 00:00

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon sushi1902 » Mo 15. Feb 2016, 13:41

Liebe(r) eifelyeti

Augenscheinlich hast du vom Auswahlverfahren hD und den dahinter stehenden Spielchen wenig bis gar keine Ahnung! Ich halte es für völlig unqualifiziert einem absolut unbekannten Beamten mit mittelmäßigem Abschluss, der sich für den hD berufen fühlt und aufgrund Chancenlosigkeit im eigenen BL nur zum Zwecke des Aufstiegs in den hD das BL wechselt irgendwelche Hoffnungen zu machen! Das mag jetzt destruktiv für dich klingen, aber halte dich mal an die Realitäten... denke dass die auch in NRW gelten...

1957
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 6312
Registriert: Sa 2. Dez 2006, 00:00

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon 1957 » Mo 15. Feb 2016, 13:47

Eifelyeti,

auch in NRW werden ca. 90% der Bewerber nicht zugelassen.
Das fängt mit dem Verfahren in der eigenen Behörde an, nicht jedes Gespräch mit der Behördenleitung endet positiv.

Bei weitem nicht jeder, der sich zum Höheren Dienst berufen fühlt, ist auch geeignet.

Eifelyeti
Cadet
Cadet
Beiträge: 12
Registriert: Mo 15. Feb 2016, 10:01

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Eifelyeti » Mo 15. Feb 2016, 14:30

...wo hast Du denn bitte diese 90 % her :flehan:
Falls Du Zugang zum Intranet NRW haben solltest, kann Du Dir die Statistik ja nochmal ansehen...!

Das Votumsgespräch der Behördenleitung wird je nach Behörde mit unterschiedlicher Intensität durchgeführt.

Allerdings ist in NRW die Aktenlage, mit Ausnahme der Mindestverwendung im gD, kein Ausschlussgrund für das Gespräch mit dem BL.

Wer führt denn im November das Votumsgespräch mit einem Kollegen der im September in eine neue Behörde versetzt wurde? Richtig...der neue BL! Und dieser BL kennt den Mitarbeiter im besten Fall vom Kaffeklatsch am 01. September! Das Ergebnis seiner Entscheidung wird sich also aus dem Gesräch ergeben!

Im übrigen hat er/sie geschrieben, dass sein/seine aktueller Vorgesetzter eine Bewerbung befürworten würde.

Lasst die Leute doch mal "leben" und schlagt nicht vorschnell und unqualifiziert alles in den Wind!

Gruß ins Land...

Peppermintpete
Captain
Captain
Beiträge: 1587
Registriert: So 15. Jan 2012, 20:40
Wohnort: NRW 48xxx

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Peppermintpete » Mo 15. Feb 2016, 15:27

Und du meinst, dass sich die Behördenleitung vor einem solchen Gespräch nicht über den Aspiranten bei ehemaligen und aktuellen Vorgesetzten erkundigt?

Der Begriff mündliche Personalakte sollte dir geläufig sein...
:keks:

1957
Deputy Inspector
Deputy Inspector
Beiträge: 6312
Registriert: Sa 2. Dez 2006, 00:00

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon 1957 » Mo 15. Feb 2016, 16:41

Eifelyeti, deine Emotionalität kann ich jetzt gerade nicht verstehen.
Und da du ja sowieso alles zu wissen scheinst, andere hingegen unqualifiziert sind - nur zu.

DEA-HERO
Corporal
Corporal
Beiträge: 297
Registriert: Mi 14. Okt 2009, 16:38

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon DEA-HERO » Mo 15. Feb 2016, 16:49

Eifelyeti,

auf wie viel % kommst du denn, wenn von circa 300 Bewerbern 30 das Auswahlverfahren bestehen und zur Förderphase zugelassen werden?

Eifelyeti
Cadet
Cadet
Beiträge: 12
Registriert: Mo 15. Feb 2016, 10:01

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Eifelyeti » Mo 15. Feb 2016, 18:26

...wo soll ich denn da jetzt anfangen...Emotionaliät kann ich nur bei den Posts von Sushi1902 erkennen! Er oder sie stellt ohne Grund sowohl meine Kompetenz, wie auch die Kompetenz von ClockwerkOrange in Frage, stelle mir die Frage, warum er oder sie in so kurzer Zeit so unsachlich wird.

@1957
das sind 10%, das ist richtig...50 von 500 oder 100 von 1000 sind aber auch 10 %. Weder die Bewerberzahl, noch die Einstellungszahl von 300 bzw. 30 stimmen für die letzten Jahre!

@Peppermint
"mündliche Personalakte"...oha...ok, ich stelle mir gerade vor, dass mein neuer PP einer § 4 Behörde sich selber die Kompetenz abspricht den Mitarbeiter in einem einstündigen Gespräch daraufh zu testen, ob er für das dreitägige Auswahlverfahren (!!) geeignet erscheint. Also nimmt er den Höher in die Hand und ruft den ehemaligen direkten Vorgesetzten an, um sich die Leistung des MA beschreiben zu lassen. :flehan:

Bleiben wir mal in Deiner Welt...wenn er das machen würde und damit aufzeigt, dass er selbständig keine Entscheidung treffen kann, dann würde er im Falle von CO im Telefonat "bescheinigt" bekommen, dass es sich bei CO um einen förderungswürdigen MA handelt!
Der Aufwand würde also auch in Deiner Welt zum gewünschten Ergebnis der Zulassung führen!

Wieso sprecht ihr einem Kollegen der 10 Jahre Dienst versehen hat die Entscheidung ab sich qualifizieren zu wollen, ohne seine Leistung beurteilen zu können.

Seine Leistung würde, zumindest in NRW, in einem dreitägigen Auswahlverfahren ausreichend geprüft. Und wenn das MIK zu dem Ergebnis kommt...: "den nehmen wir", alles gut.

Wenn nicht, dann Bundeslandwechsel umsonst...das ist doch hier jedem klar...

Gruß ins Land

Peppermintpete
Captain
Captain
Beiträge: 1587
Registriert: So 15. Jan 2012, 20:40
Wohnort: NRW 48xxx

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Peppermintpete » Mo 15. Feb 2016, 19:12

Wo habe ich einer BL je die Fähigkeit abgesprochen, eigene Entscheidungen zu treffen?

Das ist doch ureigenste Polizeiarbeit:
Informationen sammeln, sich ein eigenes Bild verschaffen und dann zum wahrscheinlichsten Ergebnis kommen.

Ganz besonders, wenn man den Mitarbeiter "im besten Fall vom Kaffeklatsch am 01. September" kennt, sind 2-3 Monate Kenntnis des DGL vielleicht doch deutlich aufschlussreicher, als mal eben kurz eine Stunde.
:keks:

Hessen78
Corporal
Corporal
Beiträge: 596
Registriert: Mi 18. Jul 2012, 22:22

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Hessen78 » Mo 15. Feb 2016, 19:13

Mal zurück zur Ausgangsfrage:

Als weitere Option gab es in der Vergangenheit Kolleginnen, die sich über einen Fernstudium an der Ruhr Universität Bochum weitergebildet haben und im Anschluss in den hD beim BKA gewechselt sind. Die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte recht überschaubar sein, aber grundsätzlich könnte das ja auch interessant sein um sich neue Perspektiven zu eröffnen.

Eifelyeti
Cadet
Cadet
Beiträge: 12
Registriert: Mo 15. Feb 2016, 10:01

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon Eifelyeti » Mo 15. Feb 2016, 19:40

Endlich mal ein konstruktiver Beitrag,der sich auf den Ursprungspost bezieht...

Achja, Peppermint...du warst der Meinung der Bl braucht noch Infos zur Urteilsfindung...somit sprichst du ihm die alleinige Entscheidung ab...aber nochmal...es geht hier um eine Vorauswahl für das eigentlich Auswahlverfahren...!!!

sushi1902
Cadet
Cadet
Beiträge: 36
Registriert: So 7. Okt 2007, 00:00

Re: Vom gehobenen in den höheren Dienst wechseln

Beitragvon sushi1902 » Mo 15. Feb 2016, 20:21

Eifelyeti...

In deiner Realität ruft also dein Dienststellenleiter in einem fremden Bundesland an, um sich über die Leistungen des Kollegen zu erkundigen, der sich selbst für den hD vorgeschlagen hat, aktzeptiert diese, ohne den Kollegen jahrelang im eigenen Haus beobachtet zu haben, findet einen "Förderer" aus dem höheren Dienst, der diesen Kollegen an die Hand nimmt und bringt ihn freudig durchs Assesment-Center??!!! Denn es gibt ja in NRW nicht ausreichend Eigengewächse mit super Noten, ausreichender Führungs- und Verwendungsbreite etc, auf die man zurückgreifen könnte... Schon mal nachgefragt, was spätestens im Assesment-Center mit Aspiranten passiert, die sich selbst zu Höherem berufen fühlen wie der Threadersteller...

Völlig klar, dass man dem Kollegen angesichts derart guter Aussichten nur unbedingt ratensollte, alleine aus dem Wunsch in den hD zu kommen, das Bundenland zu wechseln...


Zurück zu „Der Polizeiberuf - Mitten im Beruf“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste



  • Neue Mitglieder

  • Top Poster

  • CopZone Spende