"Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 2. Nov 2016, 21:00

Das haben wohl die meisten in dem Fred hier.
:lah:

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zoellner
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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon zoellner » Mi 2. Nov 2016, 21:08

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Ändert ja nix am Bezug.
Na ändert aber was am Sinn..

Wenn Salutieren mit "Visier zuklappen" zu tun hätte, würde der Gruß ja so aussehen:
Bild

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 2. Nov 2016, 21:12

Wenn du so dein Visier runterklappst...Kradgruppe und BP machen das anders. Wegen der Sicht. Ist aber OT.
:lah:

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon vladdi » Mi 2. Nov 2016, 21:54

@zoellner

Zum Gruß wurde das Visier aufgeklappt!
Wegen Gesicht zeigen, Offenheit und so...

.... vielleicht wird desswegen auch nicht mehr militärisch gegrüßt? Wegen Vollverschleierung, weil Offenheit, Gesicht zeigen in der Gesellschaft an Wert verliert?

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon zoellner » Mi 2. Nov 2016, 22:12

vladdi hat geschrieben:@zoellner

Zum Gruß wurde das Visier aufgeklappt!
Wegen Gesicht zeigen, Offenheit und so...
Sach ich doch die ganze Zeit!!!! :polizei10:

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Knaecke77 » Do 3. Nov 2016, 06:33

In den Staaten Nordamerikas oder anderen europäischen Staaten wird durch die jeweiligen Polizeibehörden eine durchaus militärisch wirkende Traditionspflege betrieben.

Nach '45 hat man diese "Zöpfe" bei der Polizei aus verständlichen Gründen abgelegt.
Als Fan pompöser historischer Uniformen bedauere ich es allerdings, dass man bei den Polizeibehörden oder auch bei Zolls keinerlei Traditionspflege betreibt.
Die Zeit zwischen '33 und '45 sollte man hierbei natürlich ausklammern.

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 3. Nov 2016, 06:55

Betreibt man bei der Polizei keine Traditionspflege?
:lah:

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon DerLima » Do 3. Nov 2016, 07:16

Traditionspflege bei der Polizei in Brandenburg ist eher weiter unten angesiedelt. Ich denke, dass diese im Teil der Bundesrepublik, welcher bereits vor 1990 auch BRD hiess, deutlich anders ist.

In Brandenburg befindet sich die FHPol auf dem Gelände einer ehemaligen SS-Kaserne, welche die Mannschaften des KZ Sachsenhausen beherbergte und grentzt Zaun an Zaun an die Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort wird alles an Ausbildung und Traditionspflege unterlassen, was auch nur im Entferntesten an Militär erinnern könnte.
Lediglich ein wenig Hundertschaftsausbildung wird betrieben.

Als ehemaliger Ausbilder (Gruppen- und Zugführer) im Wachbataillon beim Bundesministerium der Verteidigung habe ich mich sehr stark mit Traditionen, aber entsprechend auch mit Formaldienst und Protokolldienst (besondere Form des Formaldienstes für das Wachbataillon).

Ich bin ein Befürworter von Formaldienst auch bei der Polizei, zumindest in der Ausbildung - es bringt Disziplin mit in die Polizei. Bestimmte Dinge könnten auch einfacher Um- und Durchgesetzt werden und ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Uniform und dem Zweck einer Uniform, aber auch der Tradition einer Uniform und des Verhaltens eines uniformierten Beamten in die jungen Kollegen bringen.
ICH denke, dass im polizeilichen Rahmen ein formeller Gruß durchaus auch zweckdienlich wäre um bei bestimmten Anlässen die besondere Bedeutung zu unterstreichen.
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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon 1957 » Do 3. Nov 2016, 09:14

Das wiederum, Lima, wäre mir zuviel.

Zumindest im polizeilichen EInzeldienst braucht es weder einen Gruß in diesem Sinne noch
Formale, da braucht es "Köpfchen" .

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Holger73 » Do 3. Nov 2016, 09:56

1957 hat geschrieben:Das wiederum, Lima, wäre mir zuviel.

Zumindest im polizeilichen EInzeldienst braucht es weder einen Gruß in diesem Sinne noch
Formale, da braucht es "Köpfchen" .
Bevor die Jungs und Mädels nach der Ausbildung in den Einzeldienst marschieren, landen sie in der Regel aber bei BP.
Somit macht Limas Ansatz wieder Sinn.
Wenn den Jungen in der Ausbildung der Gleichschritt und Schwenkungen beigebracht werden,
ist es später im Verband bedeutend einfacher und immens schneller diese in den Zug zu integrieren, um als Einheit ordentlich agieren zu können... es sprechen dann alle die gleiche Sprache.
Dahingegen kommt immer Diskussion auf (so wie hier) über Sinn und Unsinn des Ganzen, wenn ich das Hintergrundwissen nicht habe.

Davon ab, auch der Einzeldienst kommt regelmäßig in den Genuss sich mit "Helm und Schild" eingegliedert in besonderen Lagen wieder zufinden... aber OT.

Zum Gruß selber... zu meiner Verbandszeit habe ich diesen öfter benutzt/ benutzen müssen.
Im Einzeldienst ist diese Form des Grußes eher selten geworden.

Grüße
"Das Problem, ob Denken ohne Sprache möglich sei, ist immer noch umstritten. Dagegen wird die Tatsache, daß Sprache ohne Denken durchaus möglich ist, täglich tausendfach bewiesen."

(Kohlmayer)

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Diag » Do 3. Nov 2016, 10:03

1957 hat geschrieben:Das wiederum, Lima, wäre mir zuviel.

Zumindest im polizeilichen EInzeldienst braucht es weder einen Gruß in diesem Sinne noch
Formale, da braucht es "Köpfchen" .
Die Einzeldienstler, die in Alarmhundertschaften eingesetzt werden, sehen "formal" besser aus als im Gewuselhaufen...

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon 1957 » Do 3. Nov 2016, 10:04

Die Alarmzugmitglieder trainieren ja auch.

Bei uns landen die jungen Kollegen und Kolleginnen auch nicht erst in der Hundertschaft, sondern im Einzeldienst. Und längst nicht alle kommen in die Hundertschaft.
Die Hu trainieren ihre Leute, am Anfang sogar in einer mehrwöchigen Einführungsausbildung.

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon Controller » Do 3. Nov 2016, 10:19

BRD

hieß das nur in der DDR,
oder bei Flachpfeifen!
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon 1957 » Do 3. Nov 2016, 10:34

Ja, so war das.

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Re: "Grüßen" neuerdings befremdlich oder gar verpönt?

Beitragvon der kanadier » Do 3. Nov 2016, 11:27

1957 hat geschrieben:Die Alarmzugmitglieder trainieren ja auch.

Bei uns landen die jungen Kollegen und Kolleginnen auch nicht erst in der Hundertschaft, sondern im Einzeldienst. Und längst nicht alle kommen in die Hundertschaft.
Die Hu trainieren ihre Leute, am Anfang sogar in einer mehrwöchigen Einführungsausbildung.
Nichts gegen die AH, aber bei der letzten Vollübung mussten die Begriffe Reihe und Linie nach dem ersten Durchgang erklärt werden weil es eben nicht bekannt war. Die AHen haben idR nicht sehr viele Fortbildungstermine weil der normale Dienst es nicht hergibt.

Ein einheitlicher Sprachgebrauch und ein gewisser Drill macht es deutlich einfacher, Gruppen und Züge im Ernstfall zu führen


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