als bundespolizist bei der lapo

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

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el policía
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als bundespolizist bei der lapo

Beitragvon el policía » Mo 2. Sep 2019, 00:28

Moin Moin liebe Kollegen,

ich bin auf der Suche nach Kollegen der Bundespolizei die vor geraumer Zeit zu irgendeiner Landespolizei gewechselt sind und vielleicht einmal ganz subjektiv ihre Meinung zu Unterschieden deutlich machen wollen.

Ich weiß das es bereits die ein oder anderen Vergleiche von Kollegen gibt , dennoch dient dies nicht zu einer Entscheidung meinerseits, denn diese ist bereits getroffen.

Gleichwohl möchte ich als PVB des Bundes der ebenfalls in den nächsten Monaten einen Tausch zu einer LaPo anstrebt einfach wissen, was Kollegen die diesen Weg bereits bis zum Ende gegangen sind so an Erfahrungen zu berichten haben.

Sei es Vorgangsbearbeitung, Funk , Dienstabläufe generell oder sonstige Anmerkungen die dazu jemand los werden möchte.

Mir geht es dabei weder um Regularien , noch Bewertungen der jeweiligen Behörden.

Jeder PVB sollte aus meiner Sicht für sich selbst entscheiden ob und welche Polizei die richtige für ihn ist, ganz egal ob es die Behörde ist in der er gestartet ist.

Ich hoffe der Thread findet viele Interessenten und Leute die Lust haben dazu Ihren Senf abzugeben.


lg
LEO

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chrichie
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Re: als bundespolizist bei der lapo

Beitragvon chrichie » Mo 2. Sep 2019, 17:27

Hi, also ich bin 2008 von der BPol zur Lapo gewechselt. Allerdings habe ich damals gekündigt und habe dann in Hessen studiert, sodass ich alle Abläufe der Landespolizei von Anfang an lernen konnte. 2014 bin ich dann in meine Heimat, zur Landespolizei Baden-Württemberg gewechselt .
Grundsätzlich muss man sagen, dass die Schwerpunkte der Bundespolizei aufgrund der eingeschränkten Zuständigkeit anders gesetzt werden.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich erst nach meinem Wechsel zur Landespolizei als vollwertigen Polizisten gesehen. Ich würde niemals mehr zurück wechseln wollen.
Bei der BPol musste man die meisten Fälle immer abgeben und hatte meines Erachtens auch nicht die Bandbreite an Einsätzen, wie man sie bei der Landespolizei erleben kann.
In der Ausbildung bei der BPol lernten wir damals keine Vorgangsbearbeitung, in den Praktikas lief man quasi nur mit und bearbeitete nichts selbst, so war es jedenfalls bei meinen Dienststellen. In Hessen war ich von Anfang gut beschult und konnte die Bandbreite an Fällen bearbeiten. Auch in Bawü habe ich den Eindruck, dass die Kollegen von der Schule gut ausgerüstet auf die Dienststellen kommen. Die Motivation der Kollegen bei allen drei Behörden war wie überall unterschiedlich. Es gibt Kollegen, die sind sehr motiviert und manche verfluchen, dass sie zur Polizei gegangen sind.
Was mir aufgefallen ist, dass z.B. in Bawü im Vergleich zu Hessen alles sehr bürokratisch ist und vieles vereinfacht werden könnte. Dies haben mir auch mehrere Kollegen bestätigt, die ebenfalls getauscht haben.
Vielleicht kannst du ja mal schreiben, zu welcher Polizei du wechseln willst, dann können dir die Kollegen evtl. expliziter helfen.

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Re: als bundespolizist bei der lapo

Beitragvon el policía » Mo 2. Sep 2019, 18:58

Moin!

vielen dank für deinen Text!
Genauso hatte ich mir das vorgestellt.

Vorab gilt zu sagen, dass Vorgangsbearbeitung in der Ausbildung der BPOL seit Jahren schon deutlich mehr thematisiert wird, als du es noch erlebt hast.
Beim Rest kann ich, wenn auch nur mit wenig Dienstzeit aber so insgesamt, schon zustimmen.

Ne, ich brauche keine Hilfe oder sonstiges, genau die Art von Wahrnehmung und Beschreibung der unterschiedlichen Abläufe wie du sie geschrieben hast, hatte ich gehofft zu lesen :)

Ich hoffe, dass sich noch ein paar andere Kollegen einreihen werden.

lg
LEO

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Re: als bundespolizist bei der lapo

Beitragvon SW9 » Do 19. Sep 2019, 20:08

Hallo zusammen,

ich spiele ebenfalls schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, nach Beendigung meiner Ausbildung mD, zur Landespolizei BY zu wechseln.

Gibt es hier jemanden der mich über die Modalitäten eines Wechsels aufklären kann?
Brauche ich zwingend einen Tauschpartner oder gibt es andere Möglichkeiten?

Danke & liebe Grüße!

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Re: als bundespolizist bei der lapo

Beitragvon hennepe » Do 17. Okt 2019, 14:57

Die LaPo Bayern hat die strengsten Versetzungsregularien überhaupt. Viele Kollegen berichten aus Erfahrung, dass Bayern den Tauschversetzungen generell kritisch gegenüber steht und man merkt auch das es seitens des bayerischen IM nicht gewollt ist. Anstatt mit der Zeit mitzugehen, ist Bayern da sehr konservativ eingestellt.

Das sind die 3 wichtigsten Voraussetzungen:

Bei einer Tauschversetzung zur LaPo Bayern ist BaL zwingend erforderlich.
Des Weiteren sollte der TP möglichst den gleichen Dienstgrad, in Ausnahmefällen nur einen Dienstgrad mehr oder weniger haben. (PM - PHM nicht möglich) / (POM - PHM möglich).
Weiterhin musst du dich damit abfinden, dass du bei einem Wechsel nach Bayern deinen Dienst zunächst beim PP Mittelfranken/PP München/evtl. auch PP Oberbayern verrichten musst und eine 2-3 Jährige Mindestverweildauer aufgebrummt bekommst. Egal ob dein TP z.B. aus Oberfranken kommt.
Diese Regelung finde ich persönlich rechtlich gesehen sehr grenzwertig.

Weitere Voraussetzungen die zu erfüllen sind findest du im Extrapol.


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