Überwachung von Instacops und Co.

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Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kieler Sprotte » Di 23. Nov 2021, 18:26

Im Voraus soll gesagt sein: ICH persönlich habe keinerlei Abneigung gegenüber Instacops und Co., dies soll kein kritisierender Thread diesen Beamten gegenüber sein.
Nun zu meinen Fragen…
- Weiß man, inwiefern diese vom Dienstherrn überwacht werden?
- Gibt es etwas vergleichbares, wie den MAD bei der Bw?
- À propos Whatsapp, Facebook usw., wie wirkt sich das auf den Polizeiberuf aus, wenn man Profilbilder von sich in Uniform o.Ä. benutzt? -> sind diese Polizeibeamten automatisch von zukünftigen Verwendungen in z.B. Spezialeinheiten ausgeschlossen?


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Brot
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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Brot » Di 23. Nov 2021, 18:50

Ich kann zu dem Thema diese beiden Diskussionen empfehlen:
- Polizei in sozialen Medien
- Ausbildung mit YouTube begleiten?

Dort werden schon viele Dinge genannt.

Zum letzten Punkt: Ja, mit solchen so etwas kann man seine Zukunft in speziellen Bereichen bei der Polizei verbauen.

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kieler Sprotte » Di 23. Nov 2021, 18:57

Brot hat geschrieben:Ich kann zu dem Thema diese beiden Diskussionen empfehlen:
- Polizei in sozialen Medien
- Ausbildung mit YouTube begleiten?

Dort werden schon viele Dinge genannt.

Zum letzten Punkt: Ja, mit solchen so etwas kann man seine Zukunft in speziellen Bereichen bei der Polizei verbauen.
Also am besten sich in den sozialen Medien zu 0% als PVB zu erkennen geben?
Wie sieht es mit Symbolen wie "BildBildBild️" oder "Bild" in Profilbeschreibungen aus, ist sowas schon zu viel des Guten?


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1957
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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon 1957 » Di 23. Nov 2021, 19:08

Das ist doch immer davon abhängig, was du sonst noch in deinem Medium von dir offenbarst.

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 23. Nov 2021, 20:05

Diese Phase, dass man sich den GdP Stern ins Auto klebt, im Werbeshirt joggen geht und jedem erzählen will, dass man Polizist ist, geht sehr schnell vorüber. Meist nach dem ersten Praktikum - oder dem ersten Kratzer / platten Reifen.
:lah:

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kieler Sprotte » Di 23. Nov 2021, 20:13

Da sehe ich aber gerade die Gefahr für viele junge Polizeibeamte, welche in dieser "Phase" sind oder in Zukunft sein werden.. das Internet vergisst schließlich nie..
Ich stelle mir das extremst ärgerlich vor, wenn man eben eine Stelle in einem x-beliebigen sensiblen Bereich wegen solchen Gründen nicht bekommen kann.
Deshalb stellt sich für mich nunmal die Frage, wo da denn die Toleranzgrenzen sind und was Ihr als langerfahrene Polizeibeamte einem angehendem oder jungem Polizeibeamten empfehlen würdet?


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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Inspektor_GER » Di 23. Nov 2021, 20:21

Kieler Sprotte hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 20:13
Deshalb stellt sich für mich nunmal die Frage, wo da denn die Toleranzgrenzen sind und was Ihr als langerfahrene Polizeibeamte einem angehendem oder jungem Polizeibeamten empfehlen würdet?
1. Die Erlasslage kennen. Hessen z.B. verbietet es (außer auf dem Weg vom und zum Dienst) explizit, die Uniform privat zu tragen. Ausnahmen sind beim Landespolizeipräsidium einzuholen. Auch ist es in Hessen ausdrücklich verboten, Bilder von sich in Uniform in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Daran dürften also viele Insta-Ambitionen schon mal scheitern.

2. Das Bedürfnis auf Selbstdarstellung herunterschrauben, um sich alle Verwendungsmöglichkeiten offenzuhalten und um sich so manche unüberlegte Peinlichkeit zu sparen.

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Ghostrider1 » Do 25. Nov 2021, 05:56

Kieler Sprotte hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 20:13
Deshalb stellt sich für mich nunmal die Frage, wo da denn die Toleranzgrenzen sind und was Ihr als langerfahrene Polizeibeamte einem angehendem oder jungem Polizeibeamten empfehlen würdet?
Was ich empfehle? Ich empfehle den Spruch von meinem WhatsApp Profil:
Gehirn ist keine Seife, es wird nicht weniger wenn man es benutzt!

Einfach mal darüber nachdenken, wer der eigene Arbeitgeber ist und wie die Welt da draußen tickt. Gerade in dieser Zeit ( Coronakontrollen usw.) wird man schnell angefeindet.
Ich habe das Gefühl, dass der Drang der Selbstdarstellung bei einigen so groß ist, dass das Denkvermögen aussetzt.

Ich habe nie ein Foto von mir in Uniform irgendwo veröffentlicht, auch nicht vom Streifenwagen o.ä. Und? Hat mir das Nachteile eingebrachten, nein.

Ich gestehe ganz offen, dass ich dem eh kritisch gegenüber stehe, auch was die Behördenkanäle betrifft.

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon 1957 » Do 25. Nov 2021, 09:36

Also ich habe mich auch in Uniform etc. ablichten lassen. Kommt immer drauf an, was man macht und möchte. Meine Devise: Offenheit im Umgang mit den Menschen. Am Anfang des Berufs weiß man das aber eher nicht.
Auf private "Dienstbilder" etc. In eigenen Foren, Chats usw. hab ich verzichtet. Wozu soll das auch gut sein😁

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon DerLima » Do 25. Nov 2021, 12:10

Ich habe einen privaten Insta-Account aus dem klar hervorgeht, was ich beruflich mache. Auch mit Bildern von mir, in Uniform usw. Es ist an sich auch kein Problem. Wichtig ist, dass man bewusst mit solchen Sachen arbeitet.
Oft genug werde ich auch in der Presse in Uniform abgebildet, hatte schon ganzseitige Berichte mit mir im Dienst in der Zeitung, nachdem wir durch eine Journalistin begleitet wurden.
Ich bin Streifenbeamter, ich stehe in der Öffentlichkeit. Jeder kann mich dort sehen und wahrnehmen, wir tragen Namensbänder.
Von daher sehe ich kein grundsätzliches Problem darin.
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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 25. Nov 2021, 12:16

Du bist ja auch beruflich angekommen und Beamter auf Lebenszeit.
:lah:

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon DerLima » Do 25. Nov 2021, 12:35

Das ist wohl wahr. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass es sehr wohl möglich ist, aber eben nicht gedankenlos…


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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Habakuk2 » Do 25. Nov 2021, 13:06

Soweit man deine Fragen in einem öffentlichen Forum beantworten kann sei gesagt, dass sich diverse Dienststellen umfassend über die Darstellung der Bewerber in sozialen Medien informieren. Das machen sehr viele Dienstgruppen o.ä. selbstständig auch bei Praktikanten, das ist dann bereits ein erster Eindruck...

Seine Hingabe für den Beruf zeigt man als Polizist am Besten im Dienst und nicht in irgendwelchen sozialen Medien. Meiner Meinung verbieten sich also Bilder in Uniform , besonders für Berufsanfänger, die außer dem erfolgreichen Bewerbungsverfahren noch nichts geleistet haben.

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Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon Kieler Sprotte » Do 25. Nov 2021, 13:13

Aber z.B. die Situation, wie bei Lima, dass er sich in der Öffentlichkeit/Zeitung als Polizist zu erkennen gegeben hat, schließt ihn automatisch für z.B. eine Einheit, welche zivil fahndet, aus?


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Zuletzt geändert von Kieler Sprotte am Do 25. Nov 2021, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Überwachung von Instacops und Co.

Beitragvon 1957 » Do 25. Nov 2021, 13:41

Nein, nicht automatisch. Darüber muss aber im Fall nachgedacht werden. Gleichwohl gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste, die in Zivil operieren.


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