Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Auswahlverfahren und Ausbildung
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Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Controller » Do 23. Jun 2016, 22:14

Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 23. Jun 2016, 22:19

Mit Glück könnte man das Ding binnen fünf Jahren bundesweit habe. :zustimm:

(Brauchen wir nur noch eine vernünftige Langwaffe)
:lah:

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Controller » Do 23. Jun 2016, 22:29

das "Eis" scheint zumindest gebrochen; ein Fortschritt !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Freeman12349 » Do 23. Jun 2016, 22:32

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:(Brauchen wir nur noch eine vernünftige Langwaffe)
Ist in NRW nicht in die Richtung was angedacht? Ich müsste es raussuchen, glaube aber so etwas gelesen zu haben.
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon MICHI » Fr 24. Jun 2016, 06:22

Geprüft haben seit Jahren schon mehrere, wenn nicht gar alle BL. Bisher geht die Tendenz in Richtung, wird nicht eingeführt, was ich auch für richtig halte.

Und jetzt dann hier nicht das 35. Langwaffenthema und den 762. Taserthread.
Gruß
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Controller » Fr 24. Jun 2016, 14:40

Geprüft haben seit Jahren schon mehrere, wenn nicht gar alle BL
"geprüft" während des Toilettengangs im Parlament :polizei10:

ok, das mag sein, da hast du wohl Recht.

In dieser Intensität mit Test in einem Präsidialbereich und Einigkeit aller Landtagsfraktionen.....
das habe ich das bislang aber noch nicht erlebt !

Mal zur rechtlichen Seite:

im 58(4) POG RLP steht:

§ 58
Begriffsbestimmung

(4) Als Waffen sind Schlagstock, Distanz-Elektroimpulsgerät, Pistole, Revolver, Gewehr und Maschinenpistole zugelassen.

der Satz hier ist, hm .... aus meiner Sicht eher unglücklich/missverständich
Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte, die Elektroschock-Pistole könnte die Lücke füllen zwischen Pfefferspray und Schlagstock.
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon MICHI » So 26. Jun 2016, 09:05

- Es werde wohl nicht darum gehen, jedem Streifenbeamten eine solche Waffe in die Hand zu geben. Eher werde daran gedacht, die Dienststellen damit auszustatten.-

Was sich dann mit meiner Meinung zur Ausstattung mit Taser decken würde.
Dazu dann speziell geschulte und regelmäßig fortgebildete Beamte in den Dienstgruppen .
Gruß
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Ghostrider1 » So 26. Jun 2016, 09:46

Ist doch Quark Michi. Was nützt mir ein geschulten Beamter in der Schicht? Ist der immer vor Ort?

Das Ding gehört in den Dienst. Es schließt nicht Lücke zwischen Pfeffer und Stock, sondern zwischen Naheinsatz und Schusswaffe.
Ein aggressiven Täter, mit abgeschlagener Bierflasche muss ja nicht erschossen werden. Taser und zack...
Die Amis setzen den X26 ein. Wenn die so unnütz wären, würden die den wohl nicht einsetzen

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon vladdi » So 26. Jun 2016, 10:10

Ich muss Ghosti da Recht geben.
(Lebens-)gefährlicher Gegenstand = Taser. Schutz für PVB und Täter

Wir brauchen Waffen, die eine sofortige Wirkung erzielen. So kann der Schusswaffeneinsatz noch mehr zum allerletzten Mittel werden - also noch seltener als jetzt schon - und ein Angriff, der schwerste Verletzungen befürchten lässt, kann schnell und unkompliziert gestoppt werden. Das Pfefferspray erfüllt diese Stoppwirkung leider nicht, kann jedoch gegen mehrere oder einzelne aggressive Personen / Angreifer gut genutzt werden, wenn das Verletzungsrisiko der Polizisten das zu lässt.

Neben dem Taser braucht die Polizei noch weitere Distanzwaffen für unfriedliche demonstrative Anlässe und unfriedliche Sport- /Großveranstalltung

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon schutzmann_schneidig » So 26. Jun 2016, 11:32

Ich gebe MICHI hier recht. Selbst wenn durch die Initiative in RLP der Einsatz in D nun tatsächlich konkreter werden sollte, sind neue Argumente pro/contra, die nicht schon x-Mal hinreichend ausgetauscht worden wären, zunächst nicht zu erwarten.

Vielleicht ergeben sich solche ja dann im Zuge der kommenden Erprobungsphase.
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon MICHI » So 26. Jun 2016, 12:21

Ihr solltet euch einmal bei Dienststellen, z. B. euren SEK genau über den Gebrauch und die Problematiken Tasers informieren. Da ist ein Großteil der "normalen" Beamten überhaupt nicht zu geeignet. Es fehlt den meisten z. B. an der nötigen Stressresistenz.
Es geht auch nicht um einen Beamten in der DG, sondern um eine ausreichende Anzahl.
Gruß
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon Ghostrider1 » So 26. Jun 2016, 12:48

Zum Führen einer Schusswaffe sind die Leute genug stressresistent, aber für einen Taser nicht?
Ausbildung ist wie immer das A & O.

Es wäre nicht Deutschland, wenn die Sache nicht so ablaufen würde. Bei der Einführung des RSG gab es auch Geschrei. Bodycam genau so....
Schade das so ein Einsatz vernünftiger FEM verzögert wird. Dann doch den aggressiven, besoffenen erschießen

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon vladdi » So 26. Jun 2016, 12:51

Dein Beitrag klingt logisch.

Wundere ich mich auf der anderen Seite nur, dass die amerikanischen Polizisten so viel stressresistenter sind als wir und das deutschen Polizisten der Umgang mit der Schusswaffe unter Stress zugetraut wird, der Umgang mit einem Taser jedoch nicht.

Kurz und gut, dein Standpunkt respektiere ich und er erscheint als eine vertretbare Ansicht, ich komme jedoch nicht mit dir überein. Wobei natürlich der Umgang mit dem Taser trainiert gehört (wie vieles andere auch)

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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon MICHI » So 26. Jun 2016, 13:20

vladdi hat geschrieben:Dein Beitrag klingt logisch.

Wundere ich mich auf der anderen Seite nur, dass die amerikanischen Polizisten so viel stressresistenter sind als wir und das deutschen Polizisten der Umgang mit der Schusswaffe unter Stress zugetraut wird, der Umgang mit einem Taser jedoch nicht.
Der Taser hat in den USA einen ganz anderen Stellenwert und ein viel niederschwelligere Einstufung. Der darf dort z. B. bereits eingesetzt werden, wenn das Gegenüber bestimmte Anweisungen nicht befolgt.

Und wie gesagt, erkundigt euch vielleicht mal bei Kollegen der SE.

Da nun einmal jeder Beamte bei uns mit einer Schusswaffe ausgestattet ist, sagt dieses nicht über vorhandene oder nicht vorhandene Stressresistenz aus. Die zeigt sich täglich in viel banaleren Situationen.
Gruß
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Re: Taser in den Einzeldienst / Testlauf in Trier

Beitragvon artjom24 » So 26. Jun 2016, 13:57

vladdi hat geschrieben:Dein Beitrag klingt logisch.

Wundere ich mich auf der anderen Seite nur, dass die amerikanischen Polizisten so viel stressresistenter sind als wir und das deutschen Polizisten der Umgang mit der Schusswaffe unter Stress zugetraut wird, der Umgang mit einem Taser jedoch nicht.

Kurz und gut, dein Standpunkt respektiere ich und er erscheint als eine vertretbare Ansicht, ich komme jedoch nicht mit dir überein. Wobei natürlich der Umgang mit dem Taser trainiert gehört (wie vieles andere auch)
Die amerikanischen Polizisten trainieren den Umgang mit dem Taser beinahe jeden Tag. Ich bezweifle, dass dies in Deutschland ohne weiteres so möglich ist.


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