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Verhaltensregel

Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 19:43
von bluebarett
Folgendes war passiert:
Nach einen reinen zufälligen Kontakt mit einem Polizeibeamten, kam es im Laufe von telefonischen privaten Themen dazu, dass der Beamte sich nebenher zu einer Tatsache aus meinem Leben äußerte, welche in eine Polizeiakte zu meiner Person erwähnt ist. Diese Erwähnung ist dem damaligen Polizeibeamten bei welchem ich die Anzeige aufgegeben habe bekannt und nur mir selbst.

Nun frage ich mich wie dieser Mensch an diese Info gekommen ist. Unser Kontakt ist rein privater und nur privater Natur so dass er als Beamter keinen Grund hat Daten aus dem Polizeicomputer über mich abzufragen oder Kenntnis zu nehem.
Da ich es nicht zu 100 Prozent weis , ich keine Pferde scheu machen will frage ich ob der Weg zum Datenschutzbeauftragten der richtige wäre, denn jeder Beamte wird ja beim einloggen in den Computer registriert. Oder gibt es noch einen anderen Weg ?

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Do 25. Feb 2016, 10:02
von Riker69
bluebarett hat geschrieben:Folgendes war passiert:
Nach einen reinen zufälligen Kontakt mit einem Polizeibeamten, kam es im Laufe von telefonischen privaten Themen dazu, dass der Beamte sich nebenher zu einer Tatsache aus meinem Leben äußerte, welche in eine Polizeiakte zu meiner Person erwähnt ist. Diese Erwähnung ist dem damaligen Polizeibeamten bei welchem ich die Anzeige aufgegeben habe bekannt und nur mir selbst.

Nun frage ich mich wie dieser Mensch an diese Info gekommen ist. Unser Kontakt ist rein privater und nur privater Natur so dass er als Beamter keinen Grund hat Daten aus dem Polizeicomputer über mich abzufragen oder Kenntnis zu nehem.
Da ich es nicht zu 100 Prozent weis , ich keine Pferde scheu machen will frage ich ob der Weg zum Datenschutzbeauftragten der richtige wäre, denn jeder Beamte wird ja beim einloggen in den Computer registriert. Oder gibt es noch einen anderen Weg ?
Wie wäre es, ihn mal persönlich darauf anzusprechen?
Ich wage zu bezweifeln, dass Du hier eine fundierte Antwort bekommen wirst :hallo:

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Do 25. Feb 2016, 23:59
von vladdi
Wenn dem so ist, dann hat der Beamte falsch und rechtswidrig gehandelt.
Du kannst entweder den Weg über Datenschutzbeauftragte gehen oder dich bei seinem Vorgesetzten beschweren.

Bei uns würde eine solche Beschwerde sehr ernst genommen werden.
So muss der Beamte seinem Vorgesetzten erklären woher er die Daten / Information hat.

Dein Vorwurf ist jedoch ein harter; der Vorgesetzte versteht bei Datenmissbrauch keinen Spaß. Also sei dir ganz bewusst, dass diese Information nur über illegale Weise beschafft worden sein kann.

Der beste Weg ist vermutlich zunächst das Gespräch mit ihm zu suchen!
Vielleicht ist deine beste Freundin auch ein Plappermaul?

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Fr 26. Feb 2016, 03:51
von malfragen
Die Antwort hierzu hast du dir im Prinzip selbst gegeben, woher kämmen Informationen und Sachverhalte sonst, die nur du kennen kannst.

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Fr 26. Feb 2016, 09:20
von 1957
Von einem Sachverhalt nehmen nicht nur Anzeigenerstatter und der aufnehmende Kollege Kenntnis. Insbesondere dem Sachbearbeiter sind Einzelheiten ganz sicher geläufig.
Bei einem rein zufälligen Kontakt mit dem Kollegen erscheint das wahrscheinlich. Bei Fragen einfach fragen.

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Fr 26. Feb 2016, 19:20
von Steffen767
Hallo bluebarett.

Du hast in dieser Situation 2 Möglichkeiten.

1.) Welche erstmal nicht so hart ist, du machst eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Kollegen in seiner oder vorgesetzten Dienststelle oder gar im Innenministerium. Ich glaube Sachsen-Anhalt verfügt über eine zentrale Beschwerdestelle.

oder

2.) Du holst gleich die grosse Kelle raus und stellst eine Strafanzeige gegen den Kollegen, wegen Verstoss gegen Dienstgeheimnisse bzw Vertraulichkeitspflicht. Hierbei kann dich am besten ein Anwalt beraten.

Wir können dir weder in der einen noch in der anderen Sache helfen.

Gruß
Steffen

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Sa 27. Feb 2016, 00:49
von vladdi
Steffen, du ergänzt was ich schrieb. Vergisst jedoch PUNKT 3: erstmal das Gespräch suchen!!
Auch die Beschwerde ist kein 'kleines Ding' und man sollte sich mit seinem Vorwurf schon sehr sicher sein! Es wird peinlich, wenn die beste Freundin ein Plappermaul wäre.

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Sa 27. Feb 2016, 10:22
von very
vladdi hat geschrieben:Es wird peinlich, wenn die beste Freundin ein Plappermaul wäre.
Mir ist immer noch nicht so ganz klar, wo die plappermäulige beste Freundin herkommt.
bluebarett hat geschrieben:Diese Erwähnung ist dem damaligen Polizeibeamten bei welchem ich die Anzeige aufgegeben habe bekannt und nur mir selbst.

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Sa 27. Feb 2016, 15:59
von mistam
very hat geschrieben: Mir ist immer noch nicht so ganz klar, wo die plappermäulige beste Freundin herkommt.
Irgendeine beste Freundin, einen Zeugen oder Täter oder weiterbearbeitenden Beamten oder ... gibt es doch immer. Ich jedenfalls habe noch nicht erlebt, dass ein Sachverhalt wirklich nur zwei Menschen bekannt gewesen wäre.

Selbstverständlich kann der erste Weg nur die Aussprache mit dem Beamten sein. Für eine Beschwerde, Strafanzeige oder was auch immer sonst, ist doch danach immer noch Gelegenheit

Re: Verhaltensregel

Verfasst: Sa 27. Feb 2016, 18:39
von vladdi
@Very,

stimmt die TE hat davon nichts geschrieben.
Bevor jedoch solche Vorwürfe in Form einer Beschwerde oder Anzeige rausgehauen werden, sollte man sich jedoch sicher sein, dass der Vorwurf (Datenmissbrauch ) tatsächlich stattfand.
Mein Vorschlag war, dass die TE das Gespräch sucht.
Peinlich wäre es nämlich wirklich, wenn es kein Datenmissbrauch wäre, sondern besagt Freundin - und das gilt es zunächst (vor der Beschwerde / Anzeige) herauszufinden. Sonst wird's nämlich peinlich.