Situation NDS

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Re: Situation NDS

Beitragvon Controller » Mo 18. Feb 2013, 10:35

freed

ich kann 1957 schon verstehen.

Aus der Sicht des
für ein solches verfahren verantwortlichen( stichwort dienstweg)

sieht das anders aus.

Wenn du auch mal so was gemacht hast ...... :ja: :pfeif:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Situation NDS

Beitragvon homer » Mo 18. Feb 2013, 11:13

1957 hat geschrieben:die für ein solches verfahren verantwortlichen( stichwort dienstweg) prüfen die umstände des falls und entscheiden: weiter oder raus.
das macht sich niemand einfach. die gründe der entscheidung werden dokumentiert. sie müssen verwaltungsrechtlich hieb und stichfest sein. die einzelheiten gehen außenstehende nichts, aber auch gar nichts an.
manchmal ist es einfach besser, eine entscheidung zu aktzeptieren bzw. zu tolerieren. nicht alles kann jedem transparent gemacht werden.
Keine Frage. Da geh ich (gedanklich) mit. ;D Und ich kenne es auch aus eigener Anschauung, wie schwierig diese Geschichten mit ungeeigneten Berufsanfängern sind. Aber die Beteiligten in z.B. meiner Behörde sind da sehr offen und aktiv, ohne unfair zu werden. Da bin ich immer wieder begeistert.

Aber wir kennen auch Vorgesetzte und Institutionen, die zu feige sind, schwierige Entscheidungen zu treffen. Und die Ergebnisse solcher Entscheidungsschwächen bekommen wir ja nunmal auch auf die Funkwagen, Züge, Ermittlungseinheiten, oder?
Diese Seite der Medaille sollte man bei der Diskussion hier nicht verleugnen oder unterschlagen. :polizei1:
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"Eeecht jetzt? Sie sind auuuuuch Steuerzahler? Booaah!"

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Re: Situation NDS

Beitragvon freed » Mo 18. Feb 2013, 11:14

Controller hat geschrieben: Wenn du auch mal so was gemacht hast ...... :ja: :pfeif:
Ich habe sowas noch nicht gemacht.

Nachvollziehbar ist das Ganze für mich dadurch aber immer noch nicht.

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Re: Situation NDS

Beitragvon rekruter » Mo 18. Feb 2013, 12:07

Mensch freed,

Transparenz ist gut und wichtig, endet aber da, wo Persönlichkeitsrechte entgegenstehen. Und insofern werden wir dieses Thema, soweit es mich angeht, nicht weiter vertiefen.

:hallo:

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Re: Situation NDS

Beitragvon 1957 » Mo 18. Feb 2013, 17:33

freed, auch wenn du die kollegin persönlich kennst. du kennst nicht die hintergründe, die zu der entscheidung geführt haben.
die gehen dich gar nichts an. für dich möglicherweise unbefriedigend, aber nicht zu ändern.
nimm die entscheidung so hin und mach es anders, wenn du mal entscheider bist.

und ernsthaft: so viele sind es dann doch nicht, die die sportlichen anforderungen nicht schaffen - oder?

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Re: Situation NDS

Beitragvon Brutus14 » Di 19. Feb 2013, 17:15

Das ist nun die offizielle Regierungsmannschaft:

http://www.ndr.de/regional/niedersachse ... tt163.html

sowie

erste Baustellen des Innenministers:

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/U ... er-V-Leute

Viel Erfolg !
„Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.“

René Descartes

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Re: Situation NDS

Beitragvon kakaem » Mi 20. Feb 2013, 10:37

" "Unsere Aufgabe wird es sein, durch maßvolle und der finanziellen Situation des Landes angepasste Stellenhebungen dafür Sorge zu tragen, dass es wieder bessere Perspektiven gibt", betonte Pistorius. "

Hört sich an sich ja ganz gut an.
Was politisch folgt steht jedoch auf einem anderen Blatt....

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Re: Situation NDS

Beitragvon Brutus14 » Sa 23. Feb 2013, 13:46

Erstes Interview des neuen nds. Innenministers Boris Pistorius v. 22.02.2013:

http://www.bdk.de/fileadmin/LV_Niedersa ... erview.pdf

Der neue Innenminister und die Polizei

Nach dem Regierungswechsel in Niedersachsen ist Osnabrücks ehemaliger Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD) neuer Innenminister des Landes. NDR.de hat mit ihm über die hohen Erwartungen bei der Polizei in zukünftige Veränderungen gesprochen.

Polizeibeamte haben Sorge, dass Sie sich - aus der Kommunalpolitik kommend - mehr für den Bereich Kommunen interessieren als für die Polizei. Auf einer Skala von 1 bis10: Wie gut kennen Sie sich aus?

Boris Pistorius: Ich würde sagen irgendwo zwischen sechs und acht. Ich bin mit der Polizei immer verbandelt gewesen, ich habe viele Bekannte auf allen Ebenen der Polizei, habe hier im Innenministerium zum Thema gearbeitet. Da kann ich alle beruhigen: Ich weiß, dass bei der Polizei der Schuh ordentlich drückt und darum werden wir uns kümmern.

Beim Thema Kennzeichnungspflicht wurde ein Kompromiss mit den Grünen gefunden: Angestrebt wird eine individualisierte, anonymisierte Kennzeichnung von Polizisten bei geschlossenen Einsätzen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Bundespolizeigewerkschaft (DPolG) wollen keine Änderung, sprechen von Misstrauen und Kontrollwahn. Wie wollen Sie den Polizeibeamten verkaufen, dass Sie diesen Kompromiss mit den Grünen gemacht haben?

Pistorius: Das ist ja erst mal ein Kompromiss, der vor allem deutlich macht, dass wir nicht einfach etwas einführen, ohne vorher mit den Betroffenen zu reden. Das war mir immer sehr wichtig! Antreten, ohne darüber zu reden, das entspricht nicht meinem Arbeitsstil. Es wird jetzt darum gehen, mit den Personalvertretungen und den Gewerkschaften in aller Ruhe das Gespräch zu suchen: Wie das aussehen kann, warum wir das wollen, wie wir das verstehen und wie wir es nicht verstanden wissen wollen. Ich bin mir sehr sicher, dass es am Ende eine vernünftige Gesprächsebene geben wird.

Die Basis erwartet aber von Ihnen, dass Sie die Polizei an dieser Stelle in Schutz nehmen. Die wissen ja nicht, ob und was mit den Gewerkschaften bisher besprochen worden ist. Da wird die Enttäuschung schon groß sein.

Pistorius: Da bin ich mir nicht so sicher. Hier geht es nicht um Misstrauen gegenüber der Polizei. Eine gute Polizei ist ja nicht nur die, die gut arbeitet, sondern auch eine, die eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hat. Und in der Bevölkerung heißt nicht nur im jeweiligen Stadtteilbezirk, sondern auch bei denjenigen, die im Straßenverkehr, bei einer Demonstration oder in Gorleben auf Polizei treffen. Jeder Teilnehmer einer Demonstration ist über die Videokameras identifizierbar, weil er sich ja auch nicht vermummen darf. Auch wenn sich 99,9 Prozent der Polizeibeamten korrekt verhalten: Polizisten laufen mit Helm und mit Schutzausrüstung durch den Einsatz und sind nicht so einfach erkennbar. Es ist vorstellbar, dass das dem Bürger ein mulmiges Gefühl macht. Da finde ich es nicht so ganz furchtbar, eine anonymisierte Zahl auf dem Rücken zu tragen, die von Einsatz zu Einsatz wechselt und nur in "geschlossenen Einsätzen" genutzt wird. Die Argumente gegen konkrete Namensschilder habe ich gut verstanden und immer geteilt.

In der Polizei herrscht Unmut über das Drängen nach einer guten Aufklärungsquote. Das Argument für solche Zielvereinbarungen ist ja aber, dass es schon modernem Management entspricht, Ziele zu formulieren. Die Opposition wird sie an solchen Zahlen künftig messen. Wie wollen Sie die Leistung der Polizei nach außen dokumentieren?

Pistorius:
Ich habe nie gesagt, dass die Aufklärungsquote überflüssig ist. Sie ist ein Messinstrument für polizeiliche Arbeit, aber eben nicht das einzige. Wir alle wissen, dass eine Aufklärungsquote auch verändert werden kann - durch eine gezielte Razzia in der Drogenszene zum Beispiel. Da kann man mit wenig Aufwand viele Straftaten feststellen, die gleich aufgeklärt sind. Bei Wohnungseinbrüchen aber ist die Aufklärungsquote naturgemäß gering - bei hohen Fallzahlen. Also muss man sich überlegen, welches die richtigen Maßkriterien sind. Die Aufklärungsquote wird sicher eines sein, aber es darf sich nicht alles darauf fokussieren. Es darf nicht darum gehen, in welchem Polizeidirektionsbereich sie nun 0,5 Prozent höher oder niedriger ist. Das verengt den Blick auf etwas, das Menschen in ihrem Sicherheitsempfinden nicht hilft.

Die Kritik des Richterbunds an der Ermittlungsarbeit der Polizei und der Polizei-Ausbildung hat auch im Innenministerium für viel Empörung gesorgt. Die Kritik wurde rigoros zurückgewiesen. Wie finden Sie so ein Verhalten?

Pistorius: Ich habe die Gespräche mit den Polizeifachleuten noch nicht führen können, das kommt jetzt erst nach und nach. Das wird ein Thema sein, denn es berührt ja auch das Thema Fachkarrieren. Ich wäre unvorsichtig voreilig, jetzt eine Stellungnahme abzugeben. Aber es ist ebenso wenig geschickt und diplomatisch, die Vorwürfe zurückzuweisen, wie es auch ungeschickt und undiplomatisch ist, solche Behauptungen als Richterbund auf den Tisch zu legen. Vieles von dem ist nicht objektivierbar und nicht zurückzuführen auf einfache Ursachen. Von daher sind wir alle gut beraten, uns die Fakten anzugucken und zu schauen, was man verbessern kann und muss.

Der Fall hat gezeigt, dass dies ein sehr emotionales Thema bei der Polizei ist. Es gibt sehr tiefe Gräben zwischen den verschiedenen Interessenvertretungen und ihren Anhängern. Wie wollen Sie als Minister wirken und zusammenführen?

Pistorius: Das ist traditionell eine der schwierigsten Aufgaben im Polizeibereich. Ich kann mich an heftige Konflikte in den 90er-Jahren nach der Polizeireform erinnern. Die habe ich hautnah miterlebt! Da wurden Särge auf Demonstrationszügen durch die Straßen getragen. Ich wünsche mir eine Polizei, die diese internen Gräben überwindet. Es ist ja nicht ungewöhnliche, dass es unterschiedliche gewerkschaftliche Vertretungen gibt. Aber in der Polizei sind mir die Gräben eindeutig zu tief. Weil alle das gleiche Ziel verfolgen müssten: optimal zusammenzuarbeiten im Interesse der Sicherheit der Menschen. Ich werde daran arbeiten, dass diese Gräben an Tiefe verlieren.

Und wie?

Pistorius: Durch viel Dialog. Durch viel Sprechen. Durch Vertrauensbildung.

Ein großes Thema gerade der Kriminalpolizei ist die Überalterung der Belegschaft. Wie wollen Sie das Problem angehen?

Pistorius: Auch das gehört in die Frage "Wie organisieren wir Karrieren in der Polizei?". Das Thema Fachkarrieren liegt auf dem Tisch. Ich habe dafür keine einfachen Antworten. Ich werde darüber mit den Fachleuten sprechen, mich auf den aktuellen Stand bringen lassen, werde verschiedene Meinungen einholen, auch von außerhalb. Man muss das ernst nehmen, weil gute Arbeit natürlich davon abhängt, dass die Menschen dem jeweiligen Deliktsbereich auch altersmäßig entsprechen. Auf der anderen Seite können wir nicht nur 30-Jährige Jugenddelikte ermitteln lassen. Da muss man vernünftige Wege finden.

Es gibt Unmut, dass Polizeibeamte sich vermehrt um Großtransporte auf den Straßen kümmern müssen - und kostbare Schichtdienste für solche Aufgaben verplant werden. Wie wollen Sie dem Problem begegnen?

Pistorius: Ich stelle auch fest, dass dieser Teil an Aufgaben zunimmt. Man muss sich in der Tat die Frage stellen: Sind das eigentlich Aufgaben, die zwingend von der Polizei gemacht werden müssen? Ich weiß die Antwort heute noch nicht.

Der sogenannte A11-Erlass von 2010, der die Beförderungschancen von Polizisten zum Beispiel zum Hauptkommissar und damit eine A11-Vergütung reglementiert, hat für viel Unmut bei der Polizei gesorgt. Im Koalitionsvertrag finden sich dazu keine konkreten Aussagen. Was wollen Sie konkret ändern?

Pistorius: Im Koalitionsvertrag steht: Wir wollen den A11er-Erlass zu modifizieren, sogar die Restriktionen des Erlasses abschaffen. Wir wollten bewusst nicht sagen: Die Abschaffung ist die einzige Alternative zur heutigen Existenz des Erlasses. Auch da gilt, dass man im Gespräch miteinander einen vernünftigen Weg finden muss. Schwarz und Weiß hilft da keinem weiter.

Aber es ist doch ganz richtig, dass Beförderungen nur denen zustehen, die fachliche oder personelle Verantwortung mit bestimmten Dienstposten übernehmen?

Pistorius: Es ist im Kern richtig, muss aber für alles gelten. In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil der A11er- Dienstposten deutlich höher als bei uns. Wir müssen die Beförderungen so gestalten, dass nicht jeder, aber möglichst viele in den Genuss einer solchen kommen können. Für mich ist einleuchtend, dass es für bestimmte fachliche Anforderungen natürlich eine entsprechend leichtere Zugangsmöglichkeit zu einer A11- Beförderung geben muss. Gleichzeitig kann man aber nicht hingehen und alle anderen davon ausschließen. Da einen Weg zu finden, ist eigentlich die Aufgabe.

Jede zusätzliche Beförderung nach A11 kostet laut Landespräsidium insgesamt 10.000 Euro pro Jahr mehr im Haushalt. Hat Ihnen der Finanzminister da schon Geld zugesagt?

Pistorius: Nein, wir haben noch nicht dadrüber gesprochen. Wir gucken uns jetzt erst mal die Haushaltsituation im Detail an. Der Kassensturz steht an. Und danach werden wir wissen, was wir für den Haushalt 2014 planen können.

Sie selbst haben gesagt, Wartezeiten von mehr als zehn Jahren, bis man als junger Polizeibeamter zum ersten Mal befördert wird, sind unzumutbar. Das heißt doch aber auch, dass auch hier Geld in die Hand genommen werden muss.

Pistorius: Auch da haben wir in der Koalitionsvereinbarung ein Signal gesetzt, an diese Ungerechtigkeit ran zu gehen. Wie schnell wir das können und in welchem Umfang, wissen wir nicht. Wir haben einen riesigen Strauß an Aufgaben in der Landesregierung zu erfüllen. Viele Aufgaben haben hohe Priorität: Das Thema Bildung kostet schon an sich sehr viel Geld. Und wir werden nicht jeden Wunsch in der Polizei erfüllen können. Die Aufgabe wird sein, das zu machen, was möglich ist, und zu kommunizieren, warum nicht mehr geht. Ich glaube, die Polizisten und Polizistinnen wissen, dass wir nicht von jetzt auf gleich 1.500 Beförderungsstellen schaffen können. Unsere Aufgabe wird sein, dass wir die Attraktivität des Polizeiberufs trotzdem so gestalten, dass wir unsere Nachwuchsprobleme in den Griff kriegen.

Und wie?

Pistorius: Durch andere attraktivitätssteigernde Maßnahmen. Durch ein anderes Klima der Wertschätzung, durch Delegation von Aufgaben, durch eine Konzentration auf polizeiliche Aufgaben. Da gibt es sehr viel, das wir tun können. Und auch da gilt: Das geht nur dann, wenn man miteinander redet. Man muss die Ursachen klar benennen und dann sagen, was man tun kann. Da hilft es nichts, Augenwischerei zu betreiben.

Das Gespräch führte Angelika Henkel, NDR.de.
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Re: Situation NDS

Beitragvon homer » Sa 23. Feb 2013, 14:54

Brutus14 hat geschrieben:E...

Der sogenannte A11-Erlass von 2010, der die Beförderungschancen von Polizisten zum Beispiel zum Hauptkommissar und damit eine A11-Vergütung reglementiert, hat für viel Unmut bei der Polizei gesorgt. Im Koalitionsvertrag finden sich dazu keine konkreten Aussagen. Was wollen Sie konkret ändern?

Pistorius: Im Koalitionsvertrag steht: Wir wollen den A11er-Erlass zu modifizieren, sogar die Restriktionen des Erlasses abschaffen. Wir wollten bewusst nicht sagen: Die Abschaffung ist die einzige Alternative zur heutigen Existenz des Erlasses. Auch da gilt, dass man im Gespräch miteinander einen vernünftigen Weg finden muss. Schwarz und Weiß hilft da keinem weiter.

Aber es ist doch ganz richtig, dass Beförderungen nur denen zustehen, die fachliche oder personelle Verantwortung mit bestimmten Dienstposten übernehmen?

Pistorius: Es ist im Kern richtig, muss aber für alles gelten. In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil der A11er- Dienstposten deutlich höher als bei uns. Wir müssen die Beförderungen so gestalten, dass nicht jeder, aber möglichst viele in den Genuss einer solchen kommen können. Für mich ist einleuchtend, dass es für bestimmte fachliche Anforderungen natürlich eine entsprechend leichtere Zugangsmöglichkeit zu einer A11- Beförderung geben muss. ...
Danke fürs Einstellen, Brutus! :hallo:

Da muss man wohl nicht mal zwischen den Zeilen lesen können, um zu erkennen, dass das, was sich so mancher da erhofft hat, nämlich mit "Aufgabenerfüllung schlicht hab ich schließlich auch A11 verdient, also her mit der alten Opposition, die tut was gegen den bösen Erlass", schlicht falsch gelegen hat.
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Re: Situation NDS

Beitragvon anschu » Sa 23. Feb 2013, 21:01

Deine Meinung!

Meine:

Wenn nur ein einziger Kollege auf nem SB-Posten A11 werden kann, ists schon einer mehr als beim Schünman...

Werden natürlich die beiden Gewerkschaften die das Konzept mit befürwortet haben gaaaanz anders darstellen... ;D

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Re: Situation NDS

Beitragvon K-Zecke » Sa 23. Feb 2013, 22:15

Falsche Meinung...


Hunderte von SB die zu WGL oder Ermittlungsführern gemacht werden konnten und die den identischen Job wie vorher weiter gemacht haben konnten unter schwarz/gelb plötzlich A11 werden.

1500 Beförderungen gesamt in 2012.

So eine Bilanz hat es unter rot/grün nie gegeben, und wird es, wenn ich Herrn Pistorius richtig verstanden habe, auch zukünftig nicht geben.

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Re: Situation NDS

Beitragvon anschu » So 24. Feb 2013, 09:10

Ob falsch oder richtig kann und darf ja jeder für sich selbst entscheiden :hallo:

Eindeutig falsch ist deine Aussage es gäbe in 2012 1500 Beförderungsmöglicheiten nach A11! Einfach nochmal die Mitteilung der Gewerkschaft auf die du dich vermutlich beziehst lesen... :polizei2:

Und wenn du hunderte von beförderten Koll. nach A11 kennst, die nicht auf einem DGL-Posten sitzen: Glückwunsch!!!
Ich kenne keinen. In meiner PI gab es nicht eine einzige Beförderung A11 durch das Konzept!

Vieleicht bei K, als Dank für die Unterstützung bei der Einführung des Konzepts? :zunge:

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Re: Situation NDS

Beitragvon rekruter » So 24. Feb 2013, 09:54

Ich kenne so einige. Nennt sich qualifizierte Sachbearbeitung. Und damit ist nicht gemeint, dass ansonsten unqualifiziert gearbeitet wird, sondern einfach, dass die Anforderungen an die relevante Aufgabe noch etwas höher sind als auf "normalen" Dienstposten. Und dass es soetwas gibt sollten wir alle wissen - tote Vögel und Serientaten (nur so als Beispiel) sind nun mal nicht das Gleiche.

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Re: Situation NDS

Beitragvon kakaem » So 24. Feb 2013, 11:24

Nur mal so nebenbei eine Frage.
Gibt es in Niedersachsen, hinsichtlich der schwachen finanziellen Situation, Überlegungen den mD wieder einzuführen. Würde ich sicherlich nicht befürworten, aber ist ja ne ganze Ecke billiger.
Ich kann mich erinnern, bei uns in Hessen vor einigen Jahren in dem Programm einer der beiden großen Gewerkschaften gelesen zu haben, dass die Wiedereinführung des mD abgelehnt werden muss. Folglich muss es Überlegungen gegeben haben diesen wiedereinzuführen. Wie ist es in Nds.?

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Re: Situation NDS

Beitragvon llllllllllllllll » So 24. Feb 2013, 11:48

Nur mal so nebenbei eine Frage.
Gibt es in Niedersachsen, hinsichtlich der schwachen finanziellen Situation, Überlegungen den mD wieder einzuführen. Würde ich sicherlich nicht befürworten, aber ist ja ne ganze Ecke billiger.
Ich kann mich erinnern, bei uns in Hessen vor einigen Jahren in dem Programm einer der beiden großen Gewerkschaften gelesen zu haben, dass die Wiedereinführung des mD abgelehnt werden muss. Folglich muss es Überlegungen gegeben haben diesen wiedereinzuführen. Wie ist es in Nds.?
Anderswo hast du nämlich als Polizeimeister mehr raus, als hier.
Ziehen wir mal 2 Dinge ab:
Keine freie Heilfürsorge (50% muss man über ne PKV versichern, das kostet richtig Asche)
Nicht vorhandene Sonderzahlungen

Da hast du in Bundesländern mit dreigeteilter Laufbahn als PM in etwa genauso viel raus, wenn du als PM Weihnachtsgeld bekommst und freie Heilfürsorge hast.


Warum sollte es hier also allen Ernstes eingeführt werden ? Lässt sich imagemäßig ja auch besser verkaufen. Polizeiarbeit ist bei uns A9 wert usw.

Wobei mir das eigentlich nicht so wichtig ist. Ich möchte beispielsweise zurück nach Hessen und da ist es ja in etwa so, wie hier.
Zuletzt geändert von llllllllllllllll am So 24. Feb 2013, 12:04, insgesamt 2-mal geändert.
Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.
Muhammad Ali

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Niccoló Machiavelli


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