Situation NDS

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Mi 30. Aug 2017, 18:20

llllllllllllllll hat geschrieben:CDU:
Polizeizulage i.H.v. 200,00 Euro für jeden PVB (pensionswirksam),

A10 soll nicht länger als 10 Jahre dauern (mit oder ohne Studium / Probezeit wird allerdings nicht genannt).
[...]
Ferner sollen alle Tarifabschlüsse (TV-L) 1:1 auf uns übertragen werden.

DUZ soll linear jedes Jahr ansteigen.
Ergänzend zu den bereits bekannten, obigen Positionen aus dem jetzt verabschiedeten Wahlprogramm der CDU:

- Erhöhung der Gesamtzahl an PVB um 3.000 bis zum Jahr 2022
- Erhaltung der Polizeidienststellen in der Fläche
- Reduzierung der Standzeit von A10 nach A11 durch zusätzliche Stellenhebungsprogramme
- Sofortige Abschaffung der Beschwerdestelle im Innenministerium
- Erhöhung der DUZ-Sätze
- Einführung einer Zulage für die Bereitschaftspolizei, um belastenden Einsätzen Rechnung zu tragen
- Verbesserung des Zugangs für Bewerber mit Realschulabschluss
- Aufstellung weiterer Einheiten des SEK
- Beschaffung von Schutzausrüstung "höchster Kategorie" für Streifenwagen in jeder PD
- Anschaffung gepanzerter Fahrzeuge und von Gewehren --> besserer Schutz und bessere Bewaffnung als potenzielle Angreifer
- "Optimierung" der Stäbe für mehr Personal "vor Ort"
- Null Toleranz ggü. jeglicher Form extremistischer oder autonomer Gewalt gegen Polizeibeamte
- Einführung von Tasern
- Ermöglichung des Einsatzes von Gummigeschossen
- Beteiligung der PVB bei der Auswahl der Ausrüstung
- gesetzliche Grundlage für den Einsatz der Bodycams
- landesweiter Modellversuch für die Ausstattung der FuStW mit Kameras
- Videoüberwachung in den Gewahrsamseinrichtungen
- Sukzessive Ausrüstung aller FuStW mit Tablet-Computern für u.a. Personenabfragen in Echtzeit
- Einführung eines sozialen Netzwerks innerhalb der Polizei sowie eines dienstlichen Messengerdienstes
- Verbesserung des länderübergreifenden Datenaustauschs
- Ausdehnung grenzpolizeilicher Kontrollen in Kooperation mit der Bundespolizei auch über den 30 km-Bereich hinaus
- Ausbau "intelligenter" Videoüberwachung, die auch Gesichter und Kennzeichen erkennt
- Schaffung von Rechtsgrundlagen, damit neben dem ÖPNV auch an öffentl. Plätzen Alkoholverbote ausgesprochen werden können
- Korrektur der "Fehlentwicklungen" im Versammlungsrecht, die polizeiliche Befugnisse einschränken. Wiedereinführung der Bannmeile um den Landtag, Vermummung soll wieder als Straftat geahndet werden
- Verstärkte DNA-Analyse im Bereich TWE/WED
- Verstärkte Kommunikationsüberwachung von Einbrecherbanden
- flächendeckender Einsatz des "Predictive Policing"
- mehr Kontrollen auf den "Kriminalitätsrouten" auf der BAB; auch unter Nutzung der sog. Mautdaten
- Einführung der Schleierfahndung
- Schaffung eines Kompetenzzentrums für Netz- und Cyberkriminalität
- Einstellung von Fachleuten zur Bekämpfung von Cyberkriminalität außerhalb der Tarifstrukturen des ÖD; Einführung entsprechender Fachlaufbahnen und Fachkarrieren
- Ausbau des gemeinsamen Analysezentrums von Verfassungsschutz und LKA
- Novellierung des Nds. Verfassungsschutzgesetzes mit dem Ziel der Effektivitätssteigerung (Frühwarnkompetenz, Analysefähigkeit, Zusammenarbeit mit anderen Behörden)
- Aufnahme der akkustischen Wohnraumüberwachung und Online-Durchsuchung ins Nds. Verfassungsschutzgesetz
- Erhöhung der Sicherheitszulage für Mitarbeiter des Verfassungsschutzes auf 200 Euro
- Unterstützung der Polizei durch die Bundeswehr im Fall von Terrorismus
- Verbesserung der Rechtsgrundlagen für die Telekommunikationsüberwachung gewaltbereiter Islamisten
- Verstärkte Nutzung von Meldeauflagen bei Gefährdern, sowie Einführung von Kontaktverboten
- Nutzung der elektronischen Fußfessel bei Gefährdern
- Nutzung aller rechtlichen Instrumente, um Gefährder mit ausländischer Staatsangehörigkeit schnell und konsequent abzuschieben
- Aufstockung der Plätze in der Abschiebehaft
- Präventivhaft von bis zu 18 Monaten für Gefährder mit deutscher Staatsangehörigkeit oder solche, die nicht kurzfristig abgeschoben werden können (Hausarreste als Vorstufe)
- Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit für Doppelstaatler, die im Ausland für eine Terrormiliz gekämpft haben
- Unterbindung der Finanzierung von Moscheevereinen durch extremistische Organisationen; Zuwiderhandlungen sollen als "schwere Straftat" eingestuft werden
- Sympathiewerbung für kriminelle oder terroristische Vereinigungen soll unter Strafe gestellt werden

http://cdu-niedersachsen.de/regierungsprogramm/


Es werden viele vernünftige Ansätze genannt, die so allerdings noch viel zu unkonkret erscheinen (was jedoch allen Parteien gemein ist).
Bei der Fülle an kostenintensiven Punkten, kann man nur hoffen, dass die Partei, die so etwas vorschlägt, nicht nur den Innen- sondern auch den Finanzminister stellt.
Zudem dürfte insbesondere in den Bereichen, in denen es um Gesetzesänderungen bzw. -anpassungen mit Eingriffscharakter geht, fraglich sein, inwieweit ein potenzieller Koalitionspartner da überhaupt mitgeht.
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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Mi 30. Aug 2017, 18:34

llllllllllllllll hat geschrieben:SPD Niedersachen:
[...]

Mehr Polizei: Wir werden in der nächsten Legislaturperiode zusätzliche 1.000 Einstellungsmöglichkeiten schaffen. Es werden sowohl Polizeibeamte für den Einsatz- und Streifendienst als auch Experten für Cybercrime, Islamismus und Terrorismus angeworben.
Echte Aufstiegschancen: Jede Polizeibeamtin und jeder -beamte erhält von uns die Perspektive auf eine Beförderung mindestens nach Besoldungsstufe A11. Die Grundlage dafür ist ein Stellenhebungsprogramm von 1.500 Stellen von A9 nach A11, welches zusätzliche 3.000 Beförderungsmöglichkeiten schafft.
Höhere Zulagen: Für die Sonn- und Feiertagsarbeit werden wir die Zulage um 25 Prozent auf 4,00 Euro pro Stunde, für Samstagsarbeit um 50 Prozent auf 1,20 Euro pro Stunde und für sonstige Arbeit zur Nachtzeit um rund 33 Prozent auf 2,40 Euro pro Stunde anheben.
Quelle:
https://www.spdnds.de/mehr-polizistinne ... olizisten/

Ergänzend dazu aus dem Wahlprogramm der SPD:
- Bessere Ausstattung der SEK: Im Rahmen eines weiteren Antiterrorpaketes werden wir sondergeschützte Fahrzeuge und größere Hubschrauber für den schnellen Einsatz des SEK im Flächenland Niedersachen beschaffen. Den zweiten SEK-Standort in Oldenburg werden wir ausbauen.
- Stärkung der Terrorismusprävention: Wir werden einen „Analyse-Service-Verbund“ mit dem Schwerpunkt Terrorismus einführen, den Einsatz der Fußfessel ermöglichen, die Auswerte- und Analysekompetenzen der Sicherheitsbehörden stärken und eine Taskforce für den Bereich Cyberterrorismus einrichten.
- Einsatz von Videoüberwachung: Wir werden die rechtlichen und finanziellen Grundlagen für den Einsatz von Bodycams schaffen sowie die gezielte Videoüberwachung an Verbrechensschwerpunkten einführen.
- Leistungsfähige Sicherheitsbehörden: Wir werden den Verfassungsschutz personell und finanziell dauerhaft und gezielt weiter mit wissenschaftlicher Expertise und im Bereich der Observationsgruppen verstärken.
- Höhere Zulagen: Die Zulagen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsschutzes werden an die Zulagen der Polizei angepasst.
- Gezielte Überwachung: Die Überwachung von sogenannten Gefährdern aus dem islamistisch-terroristischen Spektrum werden wir durch den Einsatz von elektronischen Fußfesseln nach dem neuen Gefahrenabwehrgesetz verbessern.
https://www.spdnds.de/moderne-polizeiar ... sruestung/
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Re: Situation NDS

Beitragvon llllllllllllllll » Fr 1. Sep 2017, 06:41

Das was die CDU da auf den Weg bringen will, gefällt mir.


Jedoch frage ich mich, wieso sie dann in Regierungsverantwortung genau das Gegenteil gemacht haben ?

Stellen eingespart
Karriere blockiert

usw.

Das klingt jetzt nicht sonderlich glaubwürdig.

Das SCHLIMMSTE aber:
Der Schünemann ist wieder sehr aktiv innerhalb der CDU ... wenn wir Pech haben..... ;)
Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.
Muhammad Ali

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » So 3. Sep 2017, 11:22

Aus dem Wahlprogramm der AfD:

- Wiederherstellung einer bundeseinheitlichen Besoldungstabelle für Polizeibeamte
- Bundeseinheitliche Regelung von Zulagen und Absicherung (z.B. Heilfürsorge)
- Anhebung der Besoldung der nds. Polizei auf den Bundesdurchschnitt in einem ersten Schritt
- Deutliche Erhöhung der Schichtdienst- und Außendienstzulagen
- Erleichterter Zugang für Realschüler
- Beförderungen und Spezialisierungen nur über dienstliche Leistung
- Auflösung der Mittelinstanz der Polizeidirektionen und Ersatz durch eine effektivere Organisationsform; ersatzlose Auflösung der Flächendirektionen (Ausnahme PD Hannover) und Zusammenlegung von PI'en (mindestens 600 Mitarbeiter)
- Stärkung der Kriminalpolizei; gründliche kriminalistische Fachausbildung für Bewerber zur Kriminalpolizei
- Kein einfacher Übertritt von S zu K ohne diese Qualifikation
- Vorgesetzter von Kriminalpolizisten kann nur derjenige sein, der selbst ausgebildeter Kriminalbeamter mit kriminalistischer Erfahrung ist
- Umbenennung der Polizeiakademie in Polizeischule; Wegfall vieler akademischer Elemente, Ausbildung "klassischer" Polizisten
- Zusätzliche Lehrkräfte, mehr Unterbringungsmöglichkeiten, bessere Sachmittelausstattung
- Rückgängigmachung der Absenkungen der Zugangsvoraussetzungen für den Polizeidienst
- Beibehaltung des Begriffs "öffentliche Ordnung" im Polizeirecht
- Abschaffung von Beschwerdestelle und Kennzeichnungspflicht
- Abschiebung von Gefährdern und radikalen Muslimen ohne Aufschub
- Verhinderung der Wiedereinreise durch wirksame Grenzkontrollen
- Verdachtsunabhängige Personenkontrollen nach Herkunft; Kontrolle von Moscheen
- Sympathiewerbung für islamistische oder terroristische Organisationen soll unter Strafe gestellt werden
- Anpassung der Trennung zwischen Polizei und Nachrichtendiensten an die Erfordernisse der Zeit
- Bundesweit einheitliche IT-Infrastruktur aller Sicherheitsbehörden
- Umfassende Telekommunikationsüberwachung verdächtiger Personen
- Verstärkung der zielgerichteten Videoüberwachung des öffentlichen Raums
- Landesämter für Verfassungsschutz sollen als eigenständige Behörden aufgelöst und dem Bundesamt unterstellt werden
- Beschlagnahme des Vermögens von Mitgliedern krimineller Vereinigungen (auch Angehörige, Strohmänner und Vermögensverwalter) wenn Herkunft nicht nachgewiesen werden kann (Beweislastumkehr)
- Verschärfung des Strafrechts; keine Bewährungs- und Geldstrafen bei schweren Straftaten wie z.B. Raub, Einbruch, schwere Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch, Bildung terroristischer/Mitgliedschaft in krimineller Vereinigung
- Deutliche Erhöhung des Strafrahmens bei Tötungs-, Gewalt-, Sexual- und Drogendelikten
- Religions-, Rechts- und Ehrauffassungen, die nicht durch die fdGO gedeckt sind, sollen Mordmerkmal "niederer Beweggrund" sein
- Einführung von Mindeststrafen bei Wiederholungstätern
- "Besondere Schwere der Schuld" bei gewerbs- oder bandenmäßiger Begehung schwerer Delikte, auch bei spontanen Zusammenrottungen oder Clan-Kriminalität; ggf. anschließende - auch unbefristete- Sicherheitsverwahrung
- künftig auch Verhängung kurzer Freiheitsstrafen, da Bewährungs- oder Geldauflagen nicht ernst genommen werden
- umfassende Anwendung der Untersuchungshaft; ausnahmslose Anordnung bei Wiederholungstätern
- Deutliche Erhöhung der Zahl der Haftplätze
- Deutliche Verschärfung des Maßregelvollzugs, um ein Entweichen zu unterbinden; Schutz der Allgemeinheit hat Vorrang vor Resozialisierung
- Isolierung von Bandenmitgliedern kriminell-religiöser Vereinigungen zum Schutz anderer Strafgefangener
- Präzisierung des Versammlungsrechts; keine Gegendemonstrationen in Sicht- und Rufweite
- Empfindliche Bestrafung der Teilnahme an Blockaden oder gewalttätigen Demonstrationen
- Aufhebung der Weisungsgebundenheit der Staatsanwälte
- Schnelles Handeln der Justiz im Jugendstrafrecht
- Schaffung neuer Richterstellen
- Sofortige Bestrafung auch kleinerer Delikte; "Broken Window Theorie"
- Keine falsche Rücksichtnahme oder Toleranz ggü. Tätern, die versuchen, ihre Grenzen auszutesten
- Nachhaltige Resozialisierung jugendlicher Täter
- Einsatz von Fußfesseln und Kurzarrest
- Außergerichtliche Streitschlichtung nur durch Juristen
- Keine Duldung einer Paralleljustiz, auch nicht bei kleineren Konflikten

http://afd-niedersachsen.de/politik/lei ... dersachsen


Hier wird offenbar eine erneute, große Polizeireform ins Auge gefasst. Da wir alle wissen, welche Unwägbarkeiten die letzten großen Strukturreformen mit sich gebracht haben, wäre es unabdingbar, wesentlich konkretere Inhalte zu kennen.
Teilweise widerspricht man sich hier auch selbst. Einerseits sollen die Polizeidirektionen als Mittelinstanz durch eine andere Organisationsform ersetzt werden, dann wiederum ist von der ersatzlosen Auflösung der Flächendirektionen die Rede. Das wirkt insgesamt wenig durchdacht.
Die Vorschläge zur Distanz von Gegendemonstrationen im Versammlungsrecht dürften verfassungsrechtlichen Bedenken begegnen.
Auch soll eine Kennzeichnungspflicht abgeschafft werden, die gar nicht besteht...
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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » So 3. Sep 2017, 12:08

Aus dem Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen:

- Evaluierung der "Beschwerdestelle für Bürger*innen und Polizeibeamt*innen" und Stärkung von deren Unabhängigkeit
- Implementierung eines Konzepts für eine Treuhandstelle für Einsatzprotokolle und Videos
- Verstärkte Sensibilisierung für Antidiskriminierung innerhalb der Polizei
- Neue Fehler- und Diskurskultur, um Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und falsch verstandenem Korpsgeist entschieden entgegenzutreten
- Verankerung der Sensibilisierung für Rassismus, Sexismus und Racial Profiling in der Ausbildung, Ausbau der diesbezüglichen Fortbildungsmaßnahmen
- Weitere Stärkung der Versammlungsfreiheit
- Alternative Einsatzstrategien der Polizei um Bürger*innenrechte zu schützen, deeskalierend zu wirken und sowohl Demonstrant*innen als auch Polizeibeamt*innen vor Gewalt zu schützen (insbesondere bezogen auf den Einsatz von Pferdestaffeln und Polizeihunden)
- Kritische Überarbeitung der Einsatzkonzepte und Strukturen der BFE'en
- Sicherstellung der Identifizierung von Polizist*innen bei Einsätzen, damit Bürger*innen ihre Rechte durchsetzen können
- Gesetzliche Grundlage für individialisierte und anonymisierte Kennzeichnung aller in geschlossenen Einheiten in Niedersachsen eingesetzten Polizist*innen
- Effizientere Zusammenarbeit mit europäischen Nachbarländern im Kampf gegen organisierte Banden im Bereich TWE/WED
- Evaluierung der jüngsten Änderungen des Polizeigesetzes im Hinblick auf zielgenauere Bekämpfung terroristischer Straftaten einerseits und den Schutz der Grundrechte der Büger*innen andererseits
* Anmerkung: Diese Änderungen sind durch den Verlust der rot-grünen Mehrheit im Niedersächsischen Landtag nicht mehr in Kraft getreten
- Fortführung des begonnenen Reformprozesses des Verfassungsschutzes
- Langfristiges Ziel bleibt die Abschaffung des Verfassungsschutzes
- Weiterhin klare Aufgabenzuordnung und Trennung zwischen Geheimdienst- und Polizeiarbeit
- Konsequente Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung in nationales Recht
- Nutzung von Umsetzungsspielräumen, um das Datenschutzniveau noch weiter anzuheben
- Beschränkung der Überwachung der elektronischen Kommunikation auf das sicherheitspolitisch Notwendige; im Zweifel muss die informationelle Integrität des Einzelnen Vorrang haben
- Ablehnung von ausufernden Massenüberwachungen und anlasslosen, geheimen Onlinedurchsuchungen
- Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung
- Ablehnung anlassloser und massenhafter Videoüberwachung
- Videoüberwachung kann einen Beitrag zu mehr Sicherheit oder effektiverer Strafverfolgung leisten, der Einsatz muss aber immer gegen die Freiheitsrechte der Bürger*innen abgewogen und evaluiert werden
- Einführung eines verpflichtenden, öffentlichen Videokatasters, in das sämtliche Überwachungskameras und überwachte öffentliche Räume eingetragen werden müssen
- Bürgerrechte (hier hat man die *innen mal vergessen :polizei3: ) im Netz stärken und Bekämpfung der Internetkriminalität verbessern
- Elektronische Registrierung sämtlicher Schusswaffen in einem bundesweiten Register
- Verbannung großkalibriger Waffen aus dem Schießsport
- Verbot von halbautomatischen Waffen in Privatbesitz
- Kein weiterer erlaubnisfreier Verkauf von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen
- Regelmäßige Waffenkontrollen durch Kommunen
- Grundsätzliches Verbot der Lagerung von Schusswaffen in Privathaushalten (Ausnahme Jäger*innen bei besonderem öffentlichen Interesse und getrennter Verwahrung von Waffen und Munition)
- Schaffung eines Polizeientsendegesetzes, um eine gesetzliche Grundlage und mehr Transparenz bei der Entsendung von Polizeibeamt*innen in Auslandseinsätze zu schaffen

https://www.gruene-niedersachsen.de/gru ... icherheit/
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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » So 3. Sep 2017, 12:17

Nun müssten eigentlich die Positionen aller Parteien, die eine realistische Chance haben, in den Landtag einzuziehen, hier abgebildet sein.
Sollte es noch weitere Punkte geben, die im engeren oder weiteren Sinn einen Bezug zum Polizei- oder Justizvollzug aufweisen bzw. eine Bedeutung für deren Aufgabenwahrnehmung entfalten können, bitte ich um Ergänzung.
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Re: Situation NDS

Beitragvon rekruter » So 3. Sep 2017, 18:52

Hm - irgendwie sind die demnach alle unwählbar.

Die SPD sympathisiert mit einer Gewerkschaft, die Führungsaufgaben für wertlos hält und diese deshalb besebenso bewertet wie nachgeordnete Sachbearbeitung.

Die CDU beschert uns einen Innenminister, der seine Unerträglichkeit hinreichend bewiesen hat.

Die FDP? Äh ja - da müssen wir im Sinne globaler Liberalität ja alle Schmutzfüße machen lassen...

Die Grünen kommentiere ich als Ex-Grünen-Wähler nicht mehr. Dürfte aber auch nicht erforderlich sein.

Die Linken? :stupid:

Tja, und dass hier überhaupt ein Wahlprogramm der AFD gepostet wird schockiert mich echt. Was dazu führt, dass ich diesem Forum nach vielen Jahren endgültig Goodbye sage.

:hallo:

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Re: Situation NDS

Beitragvon anschu » Mo 4. Sep 2017, 07:39

Also spätestens jetzt sollten hier bei den Moderatoren die Alarmglocken angehen... :lupe:

Das ist kein Infopool für unentschlossene Wähler

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Re: Situation NDS

Beitragvon Rennschnecke » Mo 4. Sep 2017, 11:01

rekruter hat geschrieben:Hm - irgendwie sind die demnach alle unwählbar.

Die SPD sympathisiert mit einer Gewerkschaft, die Führungsaufgaben für wertlos hält und diese deshalb besebenso bewertet wie nachgeordnete Sachbearbeitung.

Die CDU beschert uns einen Innenminister, der seine Unerträglichkeit hinreichend bewiesen hat.

Die FDP? Äh ja - da müssen wir im Sinne globaler Liberalität ja alle Schmutzfüße machen lassen...

Die Grünen kommentiere ich als Ex-Grünen-Wähler nicht mehr. Dürfte aber auch nicht erforderlich sein.

Die Linken? :stupid:

Tja, und dass hier überhaupt ein Wahlprogramm der AFD gepostet wird schockiert mich echt. Was dazu führt, dass ich diesem Forum nach vielen Jahren endgültig Goodbye sage.

:hallo:
Darf man hier also nicht das Wahlprogramm der jeweiligen Parteien darstellen, die in den Landtag einziehen werden, gerade in Bezug auf die Polizei? Ist die AFD also viel schlimmer als die rechtmäßige Nachfolgepartei der SED? Wir sollten uns langsam mal davon trennen, Parteien und deren Wähler zu diffamieren. Das Wahlprogramm der Grünen und der Linken hier ist aber ok? Deren polizeifeindliches Handeln ist natürlich viel besser und erfreut sicher jeden Polizeibeamten.

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Re: Situation NDS

Beitragvon anschu » Mo 4. Sep 2017, 11:32

Und schon gehts los... :gaga:

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Re: Situation NDS

Beitragvon Rennschnecke » Mo 4. Sep 2017, 11:39

Darf ich als CDU-Wähler und Funktionär nicht meine Meinung kundtun? So viel zum Thema Toleranz.

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Re: Situation NDS

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 4. Sep 2017, 13:05

Hauptsache, du warst auch in der Kirche...oder einer Kapelle.
:lah:

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Re: Situation NDS

Beitragvon 1957 » Mo 4. Sep 2017, 13:15

Rekruter,

natürlich darfst du deine Meinung sagen. Allerdings solltest du vorher auf lesen, was da so geschrieben steht. Dem AFD Programm hat der Poster nämlich auch einen Hinweis auf dessen Widersprüchlichkeit zugefügt.

Differenzierung? Fehlanzeige. Deine Meinung ist also, dass aufgrund dieser Darstellung des AFD Programms deine Mitgliedschaft in diesem Forum beendet ist. Schade, denn es braucht Menschen, die ihre Meinung gegen solche politischen Tendenzen erheben. Überall.

Und damit klar ist: Die AFD ist keine wählbare Partei, insbesondere für staatsbürgerlich gebildete Polizeibeamte nicht.Deshalb besteht hier auch unmittelbarer Polizeibezug. Sich deshalb aber nicht mit ihr (AFD) zu beschäfigten, ist ein Fehler.

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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Mo 4. Sep 2017, 16:39

Ich verweise noch einmal auf diesen Beitrag:
schutzmann_schneidig hat geschrieben:Es kann hier gerne über für die Polizei relevante "Ankündigungen" von Parteien diskutiert werden, insbesondere über solche, die unmittelbare Auswirkungen auf die Kollegen haben.

Es wird hier aber keine politische Grundsatzdiskussion mit dem Tenor "welche Partei ist glaubwürdiger" o.ä. geführt.
Es dürfen und sollen hier gerne die Polizei oder den Justizvollzug betreffende Ankündigungen von politischen Vorhaben einzelner Parteien genannt und bei Bedarf in der Sache diskutiert werden.

Da bereits damit begonnen worden war, einzelne Aspekte aus diversen Wahlprogrammen zu nennen, erschien es im Sinne der Neutralität der sinnvollste Weg zu sein, die entsprechenden Ankündigungen aller Parteien zu nennen.

Ausdrücklich nicht erwünscht sind politische Diskussionen über einzelne Parteien als solche, ohne konkreten Bezug zu ihren die Polizei oder den Justizvollzug betreffenden Positionen.
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Re: Situation NDS

Beitragvon IkannWas » Mi 6. Sep 2017, 10:50

Die meisten Parteien reden davon den Zugang für Realschüler zu erleichtern, aber hat irgendjemand eine Vorstellung wie das aussehen soll? Bzw. gibt es von den Parteien konkrete Vorstellungen?

Ich bin selbst Fossi und die einzige "Hürde" sind die zwei Jahre FOS. Zumindest in meiner Warnehmung. Die einzige Erleichterung die ich mir dabei vorstellen könnte wäre die Wiedereinführung vom mittleren Dienst. Dies würde die Polizei für Realschüler aber wieder weniger attraktiv machen ..
Bayern 2. QE September 2019
Note 2,47 :polizei7:
PDT :zustimm:
SuRo :polizei3:


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