Situation NDS

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Re: Situation NDS

Beitragvon 1957 » Do 7. Sep 2017, 16:25

Ach Käpt'n,

die Details würden mich mal interessieren.

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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Do 7. Sep 2017, 16:28

Sofern es sich dabei um rein NRW-spezifische Dinge handelt, aber bitte in einem anderen Thread. :polizei2:
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Re: Situation NDS

Beitragvon 1957 » Do 7. Sep 2017, 19:08

Na Logo :polizei1:

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Re: Situation NDS

Beitragvon twid » Fr 8. Sep 2017, 12:53

IkannWas hat geschrieben:Naja das Auswahlverfahren sehe ich nicht als Hürde die speziell für Realschüler ist, das ist ja für jeden das gleiche.
Und es gibt ja auch gewisse Maßstäbe für die Bewerbung (Mathe und Deutsch mindestens eine 3 und ein Durchschnitt von mindestens 3,3).
Ja, dass es gewisse Maßstäbe gibt, weiß ich auch. Wie gesagt, ich war auch mal in deiner Situation als Fossi.
Das Auswahlverfahren ist eine Hürde, die für jedermann zu nehmen ist. Egal ob Abiturient oder Realschüler.
Der Zugang für Realschüler zur Polizei ist momentan doch sehr gut geregelt, über den Erwerb der Fachhochschulreife.
Sollte ein Realschüler, deiner Meinung nach, noch mehr Hürden aufnehmen, damit er dann im angehenden Bewerbungsverfahren auf einer Stufe mit dem Abiturienten ist, oder wie stellst du dir das vor ? :polizei13:
Ich denke nicht, dass das in irgendeiner Weise zu händeln ist. :polizei10:


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Re: Situation NDS

Beitragvon IkannWas » Fr 8. Sep 2017, 18:53

twid hat geschrieben: Ja, dass es gewisse Maßstäbe gibt, weiß ich auch. Wie gesagt, ich war auch mal in deiner Situation als Fossi.
Das Auswahlverfahren ist eine Hürde, die für jedermann zu nehmen ist. Egal ob Abiturient oder Realschüler.
Der Zugang für Realschüler zur Polizei ist momentan doch sehr gut geregelt, über den Erwerb der Fachhochschulreife.
Sollte ein Realschüler, deiner Meinung nach, noch mehr Hürden aufnehmen, damit er dann im angehenden Bewerbungsverfahren auf einer Stufe mit dem Abiturienten ist, oder wie stellst du dir das vor ? :polizei13:
Ich denke nicht, dass das in irgendeiner Weise zu händeln ist. :polizei10:


-Zitat kenntlich gemacht von schutzmann_schneidig - bitte keine Texte fremder Urheberschaft ohne Kennzeichnung als Zitat in den eigenen Beitrag einfügen-
Nein ich denke nicht dass es extra Hürden braucht. Ich finde es so wie es jetzt ist voll in Ordnung. Auch wenn ich natürlich lieber gleich PKA wäre und nicht erst in zwei Jahren.
Meine Frage war nur wie man es denn erleichtern soll. Ich sehe da einfach keine Möglichkeit.

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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 9. Sep 2017, 10:23

Man könnte die Zugangsmöglichkeiten auch durch z.B. eine Berufsausbildung und anschließender Mindestdauer der Berufsausübung unabhängig vom Schulabschluss erweitern. So wie es z.B. NRW macht.
Das würde zwar für manche den Zugang erleichtern, aber das wären dann eben Lebensältere und es wäre im Ergebnis auch nicht die Masse, die wir perspektivisch benötigen.
Letztlich muss es das Ziel sein, die möglichst jungen Schulabgänger in einer größeren Zahl als potenzielle Bewerber zu erschließen. Und da sehe ich uns mit unserem derzeitigen System schon sehr gut aufgestellt. Wie man hier einen merklichen Zuwachs generieren möchte, ohne "Qualitätsstandards" zu senken, würde mich auch interessieren.

Edit: Wir haben die Zugangsmöglichkeit über bestimmte Berufsausbildungen ebenfalls bereits. In NRW scheint es aber nicht auf bestimmte Berufsfelder beschränkt zu sein und wäre somit weiter gefasst.
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Re: Situation NDS

Beitragvon twid » Sa 9. Sep 2017, 12:49

Das sehe ich genauso..

Naja, der Qualitätsstandard ist schon zurück gegangen. Wenn ich bedenke, was die Bewerber damals leisten mussten, insbesondere im Studium, wurden die Zügel schon gelockert. Auch alleine schon bei der Bewerbung. Eine 3 war in Mathe und Deutsch erforderlich, ansonsten brauchte man sich erst gar nicht bewerben. Heute reichen schon 4 Punkte, was einer 4- entsprechen würde. Das ist teilweise schon etwas Mau, wie ich finde. :/

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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 9. Sep 2017, 13:17

Eine echte 3 in Deutsch (8 Punkte) auch bei den (Fach)Abiturienten halte ich z.B. für eine erforderliche Zugangsvoraussetzung, auch wenn das den momentanen Bestrebungen, den Bewerberpool möglichst zu vergrößern, zuwider liefe. Da sollte man dann, wenn denn unbedingt erforderlich, lieber an anderer Stelle "sparen", auch wenn das ebenfalls problembehaftet wäre.
Oder alternativ den Einstellungstest im Hinblick das Abprüfen einer ordentlichen Rechtschreibung und eines vernünftigen Satzbaus kräftig modifizieren.

Polizei ist in weiten Teilen ein schreibender Beruf. Und die Schriftstücke, die von uns verfasst werden, sind nicht selten Aushängeschilder und prägen das Ansehen der Polizei im Guten wie im Schlechten.
Die Auszubildenden stellen inzwischen leider regelmäßig unter Beweis, dass weder die momentan geforderte 4 in Deutsch, noch dass der dann folgende Einstellungstest tatsächlich geeignet sind, spätere z.T. haarsträubende grammatikalische Fehlleistungen auszuschließen.
Das darf aber einfach nicht sein, denn weder die PA noch die Anleiter oder DAL haben den Auftrag oder die Zeit, Deutschunterricht zu erteilen und solche Defizite aufzuarbeiten. Hier bleibt nur die Feststellung, dass das, was in der Schule offenbar mittlerweile als ausreichend betrachtet wird, für unseren Beruf oft genug eben nicht mehr ausreichend ist.
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Re: Situation NDS

Beitragvon twid » Sa 9. Sep 2017, 14:08

Das ist leider so. In meinem EAV wurde die Rechtschreibung, soweit ich mich erinnere, auch nicht wirklich auf den Prüfstand gestellt. Es wurden ca 30 Wörter vorgesagt, welche man richtig schreiben musste. Auch ein Bericht musste in einer vorgegeben Zeit geschrieben werden. Das war aber auch nicht wirklich schwierig...
Um den Bewerberpool zu vergrößern, darf man meiner Meinung nach, nicht die Voraussetzungen zur Bewerbung mindern, weil wie auch schon beschrieben, ist der schriftliche Teil eine große Aufgabe in der Polizei, und somit auch ein Aushängeschild.
Ich glaube, dass man eher die Rahmenbedingungen verbessern muss, wie Ausstattung, Gehalt, mehr Rückhalt der Politik etc.. damit man wieder genug Bewerber hat, die auch qualitativ was drauf haben.
Aber das wurde ja auch schon häufig genug erwähnt.
Wie ein "Kunde" im Einsatz letzte Woche sagte : Ich habe die Bedenken, dass sich die Polizei immer mehr selbst abschafft ..

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Re: Situation NDS

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 9. Sep 2017, 16:22

Ich weiß nicht, in welcher Jahrgangsstufe der Lehrplan für das Fach Deutsch letztmalig seinen Fokus auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, Textarten und sonstige essentielle Bestandteile der Anwendung von Sprache legt. Meiner Erinnerung nach wurde das in der Oberstufe als selbstverständlich vorausgesetzt und nicht mehr besprochen. Interpretationen klassischer und zeitgenössischer Literatur lagen mir nie, weshalb ich in Deutsch nicht so dolle war. Trotzdem halte ich mich für sprachlich sicher und habe in dieser Hinsicht noch keinen Grund zur Beanstandung geliefert.

Wer die Inhalte der Oberstufe in den Klausuren adäquat reproduziert, dürfte trotz sprachlicher Schwäche Noten erreichen, aus denen unsererseits falsche Schlüsse gezogen werden. Insofern halte ich die Deutschnote für unsere Zwecke für wenig aussagekräftig.

In meinem ersten erlernten Beruf gab es an der Berufsschule das Fach Deutsch mit den o. g. Inhalten. Soetwas muss Teil des FH-Studiums werden. Da können wir zehnmal den Anspruch an Fachhochschulzugangsberechtigte haben, dass sie diese Fähigkeiten mitbringen. Die Praxis zeigt, dass das vielfach nicht der Fall ist, und darum ist es die Aufgabe unserer Fachleute, einen Baustein des Curriculums zu entwickeln, der auch entsprechend geprüft werden kann.

Die Beamtenlaufbahn wird hinsichtlich theoretisch zu erreichender Bedingungen niemals mit den Versprechungen der Wirtschaft konkurrieren können. Darum führt es zu keinem Erfolg, sich noch und nöcher den Kopf über Attraktivitätssteigerung für Bewerber zu zerbrechen.
Wenn mal wieder der "gesunde Menschenverstand" als Beurteilungsgrundlage herangezogen wird:
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Re: Situation NDS

Beitragvon schutzmann_schneidig » Sa 9. Sep 2017, 17:58

Buford T. Justice hat geschrieben:Meiner Erinnerung nach wurde das in der Oberstufe als selbstverständlich vorausgesetzt und nicht mehr besprochen.
Das habe ich auch so in Erinnerung. Dennoch gab es in allen verfassten Arbeiten (Interpretationen usw.) bei entsprechend schlechter Rechtschreibung Punktabzüge, die auch zu einer Verschlechterung der Gesamtnote führen konnten.
Letztlich kann eine Deutschnote natürlich nicht einen Einstellungstest ersetzen, der die Grundvoraussetzungen für die Erfordernisse unseres Berufs abprüft. Leider gibt es bei dem momentan angewandten Test ganz offensichtlich einigen Optimierungsbedarf.
In meinem ersten erlernten Beruf gab es an der Berufsschule das Fach Deutsch mit den o. g. Inhalten. Soetwas muss Teil des FH-Studiums werden. Da können wir zehnmal den Anspruch an Fachhochschulzugangsberechtigte haben, dass sie diese Fähigkeiten mitbringen. Die Praxis zeigt, dass das vielfach nicht der Fall ist, und darum ist es die Aufgabe unserer Fachleute, einen Baustein des Curriculums zu entwickeln, der auch entsprechend geprüft werden kann.
Da bin ich grds. anderer Auffassung. Es gäbe sicher vielfältige Ansatzpunkte zur Überarbeitung des Curriculums... die zusätzliche Aufnahme von Deutschunterricht gehört nach meinem Verständnis aber nicht dazu.
Mal ehrlich... letztlich reden wir hier von absoluten Basics, die man, Entschuldigung, verdammt nochmal von einem Anwärter für den Polizeiberuf, der über einen ordentlichen Schulabschluss verfügt, erwarten darf. Da kann es nicht der Anspruch eines Bachelorstudiums sein, Dinge zu vermitteln, die z.T. in der Grundschule auf dem Lehrplan stehen.
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Re: Situation NDS

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 9. Sep 2017, 19:24

schutzmann_schneidig hat geschrieben:Da bin ich grds. anderer Auffassung. Es gäbe sicher vielfältige Ansatzpunkte zur Überarbeitung des Curriculums... die zusätzliche Aufnahme von Deutschunterricht gehört nach meinem Verständnis aber nicht dazu.
Mal ehrlich... letztlich reden wir hier von absoluten Basics, die man, Entschuldigung, verdammt nochmal von einem Anwärter für den Polizeiberuf, der über einen ordentlichen Schulabschluss verfügt, erwarten darf. Da kann es nicht der Anspruch eines Bachelorstudiums sein, Dinge zu vermitteln, die z.T. in der Grundschule auf dem Lehrplan stehen.
Erwarten darf man alles - ist ja nicht verboten. :)
Ob man es noch erwarten kann (nicht können sollte), ist die Frage. Pragmatisch wäre, die Eigenschaften, die man wünscht, selbst herzustellen. Alles andere sind theoretische Überlegungen.
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Re: Situation NDS

Beitragvon twid » Sa 9. Sep 2017, 19:34

@Buford T. Justice, während meiner Oberstufenzeit, welche noch sehr frisch in Erinnerung ist, wurde sehr viel Wert auf Rechtschreibung und Grammatik gelegt. Einmal im Halbjahr wird etwas aus der Literatur besprochen. Sobald Grammatik und Rechtschreibung qualitativ schlecht waren, konnte man sich alles über 9 Punkte abschminken.. Den Rest des Halbjahres wurden immer wieder Zeitformen, Rechtschreibung und Grammatik wiederholt. Natürlich wurden gewisse Sachen in der Oberstufe vorausgesetzt, dennoch aber wiederholt.
Ich bin der gleichen Auffassung vom schutzmann, dass ein Anwärter der Polizei die Grundvoraussetzung haben muss, die deutsche Sprache sprachlich und schriftlich zu beherrschen. Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass sowas nochmal in einem Bachelorstudium durchgekaut werden muss.

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Re: Situation NDS

Beitragvon Buford T. Justice » Sa 9. Sep 2017, 19:47

Wenn das in der Oberstufe so, wie von Dir beschrieben, die Regel ist, ist doch alles gut. Dann ist allenfalls zu prüfen, wie sich einzelne trotz gewisser Schwächen in die Polizeiausbildung hineinmogeln konnten. :polizei1:
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Re: Situation NDS

Beitragvon llllllllllllllll » Di 19. Sep 2017, 18:05

Ich musste heute laut auf lachen, als ich gelesen habe, dass die Akademie insgesamt drei Stellen nach a10 bekommt. 😂

Das ist mal eine Politik an der Basis.
Ich weiß wo ich hingehe und ich kenne die Wahrheit und ich muss nicht das sein was ihr wollt. Ich kann das sein was ich sein will.
Muhammad Ali

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
Niccoló Machiavelli


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