Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Zeus » Do 5. Feb 2015, 23:02

Ich würde auch auf die Zähne beißen an deiner Stelle.
Bist doch nicht aus der Welt.
Und über kurz oder lang stehen die Chancen zum Wechsel ja nicht schlecht.
Oder eben ins Grenzgebiet...

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coco_loco
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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon coco_loco » Do 5. Feb 2015, 23:42

Also, sich für das gleiche Fach nochmal bewerben und quasi im 1. Semester neu beginnen, geht meines Wissens nicht - zumindest auch nicht, nachdem ich mal im Internet ein bisschen quergelesen habe. Das unsere FHs was besonderes sind, ja, klar, aber eben auch nur in einem begrenzten Rahmen.

Eine Verwaltungs-FH kann nicht machen was sie will, auch sie ist an Recht und Gesetz gebunden.

Ich möchte dem TE weder Mut noch schlechte Prognosen machen, aber deine Situation ist eben schwierig und so einfach, wie du dir das vorstellst, wird es nicht klappen.
Übrigens: Auch wenn du für OS eingestellt wirst, kann es sein, dass du am Ende an der Nordsee in der PI Aurich/Wittmund landest.

Gruß, coco
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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Cox » Fr 6. Feb 2015, 01:38

Naja, ich stelle mir das überhaupt nich einfach vor und grüble viel, daher kam dieser Thread ja überhaupt erst zustande... Aber selbst NRWler können ja auch nach Olpe oder Höxter in diese mini Behörden kommen - ich schätze, es gibt überall auch "Risiken". Und dass das mit münster/Bielefeld/Osnabrück irgendwie klappen könnte ist ja zunächst einmal ein recht krasser Wunschtraum, das weiß ich auch ;)

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Gast » Fr 6. Feb 2015, 06:54

Moin!

Mein (unerfragter) Tip: das Studium beenden und dann den Wechsel angehen. Du verlierst kein Geld, keine Standzeiten im statusrechtlichen Amt und bei der Menge der Azubis in NRW sollte es sicher eine Tauschmöglichkeit geben.

Wenn Du abbrechen willst und die Rückzahlung verhindern möchtest kannst Du nach Beendigung des Studiums einfach die Ernennungsurkunde verweigern. Da das Land am Vortag um 24.00 Uhr das Beamtenverhältnis beendet hat (oder exakt vor dem neuen Verwaltungsakt) und mit der Ernennung zum PK ein neues begründen will, hast Du den Antrag auf Beendigung nicht zu verantworten.
Eine Verpflichtung zur Annahme der Urkunde gibt es nicht.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Du dann in NRW mit Kusshand genommen wirst...und ein wenig unfair ist es auch.

Gruß :polizei4:

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 6. Feb 2015, 07:19

Ich vermute, dass die Chancen mit Beendigung des Studiums in NI weitaus größer sind.

a) bestehen mehrere Optionen, ins "Grenzgebiet" zu kommen, b) kommen Länderwechsler meist am regulären Versetzungsverfahren vorbei und landen in der Regel zielgenau in der Wunschgegend.

Dass man sich darüber natürlich vorher im Klaren hätte sein sollen, sollte Mahnung an jeden Bewerber sein, der lieber den Spatz in der Hand nimmt oder sich von monetären Überlegungen oder gar der schöneren Uniform leiten lässt: Heimat ist durch nichts zu ersetzen.

Dann lieber glücklicher Bankkaufmann in Bielefeld als unglücklicher Polizist in Göttingen.
:lah:

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Controller » Fr 6. Feb 2015, 08:32

Heimat ist durch nichts zu ersetzen.
:zustimm:

Heimat ist da,

wo ich mich automatisch mit dem Wlan verbinde :lach:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon andi2011 » Fr 6. Feb 2015, 10:17

Problematisch ist die Situation schon. Zu berücksichtigen ist zudem, dass man im Schichtdienst und am Wochenende arbeitet. Es gibt nicht viele Wochenenden, sodass man mal eben nach Hause fahren kann.
Auf Dauer ist so ein Zustand schon anstrengend und kann über einen längeren Zeitraum sogar krank. machen. Die Pendelei nimmt viel Zeit, Nerven und Geld. Ich finde, wenn es die Möglichkeit gibt, sollte man alles tuen, um an seinen Wunschort zu kommen. Familie gibt auch Rückhalt.

Ich habe auch schon einen Dutzend Bewerber kennen gelernt, die die Ausbildung in einem Bundesland erstmal angefangen haben, mit der Absicht später in das Heimatland zurückzukehren. Die meisten waren ziemlich zuversichtlich.

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Cox » Fr 6. Feb 2015, 13:39

Es ist ja nicht so, dass ich wieder bei meiner Mutter einziehen will, dafür bin ich dann doch zu alt. Mich zieht es einfach in diese Region, für mich ist da einfach der perfekte Ort zum Leben. Natürlich ist das nicht zwingend, ich würde auch anderswo hinziehen, sollte es gar nicht funktionieren. Über kurz oder lang würde ich nur gern dorthin - wenn der Wechsel viele Jahre dauern sollte, wäre das eben so. Primär ging es mir ja um die Chancen und Möglichkeiten, das hört sich ja alles in allem nicht so negativ an, wie ich erwartet habe. Ich bin da doch recht realistisch und erwarte keine Wunder. Aber theoretisch ist es ja dann doch möglich und warum sollte man nicht auch mal Glück haben?

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon jay82 » Di 25. Apr 2017, 16:24

Ich habe diesen Thread öffnen lassen da ich in einer ähnlichen, wenn auch nicht gleichen Situation bin.

Ich bin fertig studierter Pk in Hessen und will unbedingt zurück in die Heimat nach Ostwestfalen. Jetzt ist es aber so dass ich bei meiner Stammdienststelle in Nordhessen ebenfalls nicht mehr ewig bleiben kann, um den verblieben 2 Jahren Kraft Südhessenerlass genüge zu tun. Die Suche nach Tauschpartnern verlief während der 3 Jahre Studium und den nunmehr 3 Jahren als Beamter auf Probe negativ.

Meine Optionen, um in NH zu bleiben, habe ich alle schon ausgeschöpft, bis auf die Bewerbung bei SEn, welche aufgrund meiner Wechselabsichten ja ohnehin nicht vielversprechend wären.

Daher betrachte ich meine Situation als ziemlich ausweglos und komme immer wieder zum Gedanken Kündigung mit Ziel Bewerbung in der Heimat bzw Niedersachsen (ich vermute in Hannover kann man bis zum Eintritt in den Ruhestand verweilen ohne verjagt zu werden). Mir ist auch klar, dass man möglicherweise in NRW erstmal weit weg arbeitet, dort aber weiß, nach geraumer Zeit Heimatnähe zu erreichen.

Am Ende bleiben Fragen, ob und wie hoch Rückzahlungen an Hessen anfallen.
Oder wie die Chancen auf Übernahme im anderen Bundesländern zurzeit sind...

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 25. Apr 2017, 16:34

Rückzahlungen m. W. n. fünf Jahre nach Ausbildungsende.
NRW nimmt dich nur nach einjähriger Sperrfrist - und der Doc ja sagt.
:lah:

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon jay82 » Di 2. Mai 2017, 16:38

Weiß jemand, ob dann noch Daten vom bestandenen Einstellungsverfahren in NRW hinzugezogen werden oder ob bei einer Einstellung diese Informationen in Gänze neu erhoben werden?

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Bones65 » Di 2. Mai 2017, 16:49

Wie lange ist denn deine Bewerbung her?
Aber grundsätzlich muss bei einem Länderwechsel eine komplette PÄU durchlaufen werden.
:snoopy:

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon jay82 » Mi 3. Mai 2017, 14:23

Die müsste Ende 10 oder Anfang 11 erfolgt sein. Auch bestanden. Anders herum wäre es ja denkbar ungünstig.

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Cox » Mo 18. Sep 2017, 12:54

Hallo,
Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich hier in dem Beitrag noch posten kann, versuche ich einfach mal.
Tja es ist zwar schon ne Ecke her seid ich diesen Thread erstellt habe, aber mal die aktuelle Lage: die Versetzungen in NI dieses Jahr waren "dramatisch" und ich bin natürlich einer von vielen, bei denen kein Wunsch berücksichtigt worden ist. Da diesem ganzen Theater vor ein paar Tagen auch meine Beziehung zum Opfer gefallen ist, nun an der Stelle nochmal die Frage: wie realistisch ist es, aus dem normalen streifendienst zeitnahe versetzt zu werden? Klappt das überhaupt, oder sind da nun wieder 3 Jahre Überbrückung notwendig, bis vielleicht ein Versetzungsgesuch genehmigt wird? Ich weiß dass mir hier pauschal keiner eine Antwort geben kann, aber vielleicht gibt es ja Erfahrungsberichte. Der ein oder andere wird sich natürlich wieder einmal denken "selber schuld, wusste man vorher.". Tja so ist es aber nun einmal, daher bitte ich um vornehme Zurückhaltung, vielen Dank.

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Re: Studium Abbruch oder auf Wechsel "hoffen"?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 18. Sep 2017, 15:37

Wenn ich dich recht verstehe, bist du jetzt mit dem Versetzungssystem in NI unzufrieden. Hier bist du aber im Unterforum NRW, wo wenige User mit diesem vertraut sein dürften.
Dass deine Beziehung alleine an dem Theater gescheitert sein soll, wundert mich. Geht mich aber ja auch nix an.
:lah:


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