Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

volofan
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Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon volofan » Di 11. Feb 2014, 15:37

Servus! Bei mir liegen die 3 Testtage nun schon ein ganzes Weilchen zurück, Anfang Dezember war ich im Assesmentcenter und habe bereits seit Mitte Dezember 2013 meinen Weißbescheid.
Trotzallem möchte ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten, denn auch ich habe von den Berichten hier im Forum stark profitiert. Da ich zur Zeit noch ein anderes sehr zeitaufwändiges Fach studiere, bin ich erst jetzt dazu gekommen mich in Ruhe vor den PC zu setzten.

Meine Bewerbung für das EJ 2014 ging relativ früh raus, sodass ich bereits August die erste Einladung zu den Testtagen 1&2 ins Haus flatterte. Leider hatte ich ausgerechnet an diesen Tagen Anfang September, zwei äußerst wichtige Termine an meiner Uni, sodass meine erste Amtshandlung eine Absage beim LAFP war. 4 Wochen später kam dann die nächste Einladung und ich stellte fest, dass eine erneute Absage (auch krankheitsbedingt) zu einem Ausschluss aus dem Testverfahren führt. Von da an wurde der Ernährungsplan konsequent auf viel Obst und Gemüse, sowie wenig Bier getrimmt. Und siehe da, die erste Unigrippewelle hat mich nicht erwischt :flehan:

Tag 1 in Münster

Nun stand Tag 1 vor der Tür, in den Wochen zuvor hatte ich mich mit dem altbekannten Buch von Hesse/Schrader und einigen weiteren Bewerbungshelfern vorbereitet. Mein Fokus lag dabei ganz klar auf den Themen Symbolrechnen und Figurensequenzen. Mein Tipp: Lernt wirklich nur das, was hier http://www.copzone.de/phpbbforum/viewto ... 25&t=22350 beschrieben wird. Es nützt nichts das ganze Hesse/Schrader rauf und runter zu lesen, sondern lernt gezielt und intensiv das, was gefragt wird. Ich habe es mit dem lernen ehrlich gesagt nicht übertrieben, sondern das ganze eher als Freizeitbeschäftigung angesehen. Wenn ich Abends nach der Uni mal Zeit hatte, habe ich anstatts Fernsehen zu gucken einfach mal ein wenig Symbolrechnen geübt.
Ohne diesen Druck und durch das quasi "spielerische" lernen, fühlte ich mich gut vorbereitet und ging relativ entspannt an die Sache ran.

Nun war der Tag gekommen. Nach langem hin und her entschied ich mich für die morgendliche
Anreise mit dem PKW, da mir eine Nacht in meinem eigenen Bett doch sehr wichtig war :polizei3: . Es sollte Montags um 8:30 Uhr losgehen. Ich plante für meine 100km weite Anreise so ca. 2 Stunden ein und machte mich um 6.30 Uhr auf den Weg in Richtung Münster. Spätestens beim Superstau von der A30 bis zum LAFP, wurde mir klar, dass das keine gute Idee war. Die Uhr tickte und tickte und so langsam ging mir dann doch etwas die Pumpe. Laut Einladung sollte ich über die Bonhoefferstraße und den Eingang A anreisen. Doch irgendwie passte das meinem Navi nicht. Um 20 nach stellte ich mein Auto dann in einer Sackgasse ab und machte mich im Dauerlauf und mit geöffnetem Google Maps auf den Weg zum LAFP. Dort angekommen hieß es erstmal noch durchfragen zum Raum 23 und um 8.25 Uhr saß ich dann auch endlich im Warteraum (leider etwas am schwitzen). Nun war ich zwar wenigstens vollkommen wach und mein Kreislauf war so richtig in Fahrt, ich würde euch aber trotzdem empfehlen euch nicht auf diesen Stress einzulassen. Das Verkehrschaos morgens ins Münster ist wirklich nicht zu unterschätzen.

Kurz darauf ging es auch mit dem Programm los. Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und in die beiden Prüfungsräume geführt. Ich suchte mir einen gemütlichen Platz relativ weit hinten und kalibrierte mir erst einmal meinen Stuhl anständig ein. Die Einführungen dauerten ziemlich lange und es wurde alles intensiv und ausführlich erklärt. Dann ging es endlich los, wir durften das Testprogramm starten. Sehr gut fand ich, dass man seinen Testablauf selber planen kann und immer wieder kurze Verschnauf- oder Toilettenpausen einlegen kann. Die meisten von uns haben den Test einfach durchgezogen und waren deutlich früher fertig als manch andere. Ich habe nach etwas anstregenderen Teilen in den z.B viel Merkfähigkeit geprüft wude, lieber eine Pause eingelegt und habe draußen am Flurfenster einmal kräftig frische Luft geholt (im Raum wird es durch die PC's und den Angstschweiß ziemlich stickig :zustimm: )

Über den Testinhalt war ich echt positiv überrascht. Mit meiner Vorbereitung hatte ich genau ins schwarze getroffen, vor allem die Symbolrechenaufgaben hatte ich fast alle vorher schon einmal gesehen und konnte die Ergebnisse ohne zu überlegen hinschreiben (hier empfehle ich noch das Buch: der große Testknacker, hier sind nocheinmal viele Symbolrechenaufgaben drin)
Wichtig ist einfach wirklich, dass man alle Aufgabentypen kennt und sich vorher mit ihnen beschäftigt hat. Wer hier z.B Flussdiagramme zum ersten mal sieht und das Prinzip erst verstehen muss, ist ganz klar im Nachteil. Also bereitet euch gezielt vor!

Beim Thema Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit braucht man sich wirklich keinen Stress zu machen. Ihr müsst jetzt vorher kein Gehirnjogging machen oder Vitamin-B Kapseln futtern. Die Leute in den Steckbriefen haben so bescheuerte Namen, Berufe usw., dass kann man gar nicht vergessen. Hier waren teilweise echt Sachen dabei, bei denen ich schmunzeln musste.
Also keine Panik davor.

Der Deutschtest war dagegen ziemlich anspruchsvoll. Ich hatte Deutsch LK in der Oberstufe und muss sagen, dass ich desöfteren mal völlig auf dem Schlauch stand und einfach nach Gefühl geraten habe. Die Vorbereitung auf diesen Testteil ist meiner Meinung nach auch ziemlich schwierig, guckt euch vielleicht noch einmal die Regeln zur Zeichensetzung an und googlet mal nach "Fremdwörtertest".

Nachdem alle von uns durch waren, hatten wir erst einmal Pause. Es wurde sich draußen vor dem Gebäude versammelt und es entstand die typische "ich bin sowieso durchgefallen, dass ging ja gar nicht" Stimmung. Es wurde wie wild spekuliert und diskutiert. Die Warterei auf das Ergebnis dauerte und dauerte, dann durften wir endlich wieder in unsere Räume. Uns wurde mitgeteilt das wir einen Zettel mit zwei Werten bekommen, wenn einer davon unter 85 liegt, wäre das Testverfahren für uns beendet.
Endlich bekam ich auch meinen Zettel und war mit den Werten 125/112 wohl ganz gut dabei.
Zwei von unserer Truppe hatten es wohl nicht geschafft und mussten leider Mittags schon wieder nach Hause.

Als nächstes wurden wir in Kleingrüppchen von 5 Leuten für den Wienertest eingeteilt. Meine Gruppe war als letztes dran, somit hatte ich erstmal Zeit mich um ein Zimmer für die Nacht zu kümmern. Da ich bereits erste Bekanntschaften geschlossen hatte, organisierte ich mir ein Zimmer zusammen mit einem Mitstreiter. Wir hatten Glück und bekamen ein 4 Bett Zimmer zu Zweit, was ziemlich entspannt war. Wir legten uns eine Runde hin bis wir auch endlich dran waren. Zunächst mussten wir ans andere Ende des Geländes, da der Wienertest im Haus des medizinischen Dienstes durchgeführt wird.

Zum Wienertest, wie hier auch schon desöfteren Beschrieben wurde: Macht euch keinen Stress, es ist wirklich nicht schwer. Den Wienertest müssen auch die Leute machen die ihren Führeschein verloren haben (genau der sog. Idiotentest). Also schafft man das als angehender Polizist/in auch. Wer dennoch vorher etwas üben möchte, um sich das ganze besser vorstellen zu können, dem sei das Programm MPU 2012 ans Herz gelegt. Hier könnt ihr genau die Reaktionstest üben, die beim Wienertest geprüft werden.
Aus unserem Grüppchen haben es an diesem Tag auch alle geschafft, ich glaube auch von den anderen ist hier keiner rausgeflogen.

Nachdem wir alles hinter uns gebracht hatten, waren wir echt froh und beschlossen erstmal etwas zu unternehmen. Viele verschanzten sich schon aus Panik auf ihren Zimmern, oder sind wieder nach Hause gefahren. Mein Zimmergenosse und ich fuhren erstmal mit dem Bus in die Stadt, kauften uns etwas anständiges zu Essen und bummelten etwas durch die Einkaufspassagen. Abends guckten wir im Aufenthaltsraum mit ein paar Anderen noch etas Fernsehen und spielten Karten. Ich fand es etwas schade, dass so viele schon ab 18 Uhr komplett auf ihren Zimmern verschwunden waren, ich denke ein wenig geselliges Beisammen sein nimmt ein wenig den Druck für den nächsten Tag raus.
Um 10 Uhr Abends fiel ich dann auch tot in meine Koje, denn am nächsten Morgen sollte es ja um 7 Uhr früh losgehen.


Tag 2 in Münster

Nach einer unerwartet erholsamen Nacht ging es morgens früh raus (sehr interessante Bettlektüre sind die ganzen Schmierereien auf den Stockbetten, hier stehen wirklich die wildesten Geschichten über das Testverfahren. Sehr lesenswert :applaus: )

Wir folgten den Tipps hier aus dem Forum und ging in der Kantine erstmal ausgiebig frühstücken, bevor es zum Doc ging. Das Frühstücksbuffet war wirklich gut und der Preis war auch i.O. Danach ging es als erstes zu einer Vorbesprechung unter dem Dach des ärztlichen Dienstes. Hier wurden wir über alles mögliche aufgeklärt und hatten nochmal die Möglichkeit unseren medizinischen Fragebogen zu vervollständigen, falls uns seit dem Versand der Bewerbung irgendwas wiederfahren war. Auch mussten wir unseren Medikamentenkonsum der letzten Wochen aufschreiben und einige weitere Unterschriften tätigen.
Dann wurden wir wiederum in 2 Gruppen aufgeteilt, eine gelbe und eine blaue Gruppe. Jeder bekommt eine Mappe mit Laufzetteln und verschiedenen Dokumenten, die im Laufe des Morgens abgearbeitet werden müssen.

Als nächstes musste jede Gruppe in "ihr" Wartezimmer. Der Reihe nach wurden wir in das Arztzimmer gerufen, wo eine Voruntersuchung durchgeführt wurde. Dabei wird man gewogen, vermessen, muss einen rot-grün Schwächetest machen und einige Fragen beantworten.
Danach ist man auf sich selbst gestellt und muss versuchen die Stationen seines Laufzettels abzuarbeiten. Hier hängt jetzt alles von eurer körperlichen Verfassung ab, viele Sachen wie Augen, Ohren usw. kann man nicht trainieren und es ist einfach Pech wenn man hier rausfliegt (ist bei mehreren passiert).
Anders sieht es beim EKG aus. Hier wurden einige wirklich bis ans Limit gequält und waren danach kaum noch zu gebrauchen. Deswegen, beherzigt die Tipps hier im Forum und fangt rechtzeitig an zu laufen und Fahrrad zu fahren. Ich bin vorher regelmäßig gelaufen und fahre Mountainbike. Das ist mir sehr zu gute gekommen, auch wenn ich sonst nicht die ultimative Sportskanone bin. Aber das Radfahren viel mir sehr leicht, sodass das EKG bei mir nach einigen Minuten abgebrochen wurde, weil mein Puls nicht hochgegangen ist.

Was hier wirklich extrem nervig war, waren die unendlich langen Wartezeiten. Mal machten die Helferinnen Kaffepause, mal funkionierte irgendein Gerät nicht. Auch die beiden Ärzte trudelten erst sehr spät ein. Ich war aus irgendeinem Grund auch noch einer der letztens, sodass ich erst um 13 Uhr zur Hauptuntersuchung aufgerufen wurde (also ihr seht Frühstück ist seehr wichtig!!). Das war der Teil vor dem ich am meisten Bammel hatte. Aber es war alles halb so wild. Der Arzt bei uns war ein ruhiger, gelassener Typ. Etwas wortkarg aber das macht in der Situation ganz und gar nichts. Erste Überraschung, wir mussten uns nicht komplett ausziehen. Die komplette Untersuchung fand in Boxershorts statt. Auch auf Fingernägel wurde zumindest nicht offensichtlich geachtet. Dafür achtete unser Arzt besonders Gründlich auf den Knochenbau. Die Wirbelsäule und die Hüfte wurden mehrmals gründlich abgetastet.
Meine Angst war, dass ich mit meinen "Plattfüßen" ausgemustert werde, aber der Doc meinte das sei kein Problem :zustimm:
Was ihr vorher üben könnt ist, die Dehnung eurer Bänder. Auch wir mussten mit durchgestreckten Beinen und unseren Händen soweit wie möglich nach unten kommen. Da hat es mir sehr geholfen, dass ich diese Dehnung die Monate zuvor nach dem Lauftraining immer wieder gemacht habe.

Dann hatten wir es endlich geschafft. Noch eine kurze Wartezeit und ich hielt endlich meine Mappe mit Aufschrift, tauglich ohne Auflagen in den Händen.
Leider mussten einige von uns an diesem Tag gehen. Auffällig war das einige top trainierte Typen wegen einem S in der Wirbelsäule ausgemustert wurde. Also übertreibt es nicht mit dem Pumpen und trainiert wenn auch immer schön euren Rücken :polizei2:
Glücklich und geschafft ging es nach Haus!

Tag 3

Knappe 3 Wochen nach meinem ärztlichen Test in Münster, stand nun das sagenumwobene Assesmentcenter auf dem Programm. An meinem Prüfungstag war außer mir noch ein weiter Mitbewerber auf dem Polizeirevier, den ich lustigerweise noch von den beiden Tagen in Münster kannte. Als erstes gab es eine kleine Vorstellungsrunde mit den drei Prüfern. Einer der Prüfer war unser Rollenspieler für den Tag, die anderen beiden waren zuerst stille Beobachter und später für das Interview zuständig.

Zuerst einmal möchte ich die lockere Stimmung betonen. Klar es ist eine Prüfungssituation aber man sollte sich hier nicht verrückt machen. Bei uns waren die Prüfer sehr freundlich und gelassen und man hatte auch nicht das Gefühl, dass jedes Wort und jede Handlung auf die Goldwage gelegt wurde.

Mein Kollege und ich waren immer Abwechselnd an der Reihe. Als erstes musste ich zusammen mit dem Rollenspieler eine Konfliktsituation aus dem Alltag durchspielen. Ich habe einfach die Tipps hier aus dem Forum beherzigt und mich nich verstellt. Macht euch klar, dass da vorne vor euch Polizeipsychologen sitzen, die sich fleißig Notizen machen und genau merken wenn ihr versucht euch zu verstellen. Wichtig ist das ihr nicht die ganze Zeit sinnlos hin und her diskutiert. Egal was ihr sagt, der Rollenspieler bringt immer ein Gegenargument und versucht euch aus dem Konzept zu bringen. Wenn ihr den Kern des Konflikts am Anfang erkennt und euch nicht aus der Ruhe bringen lasst, ist das eine einfache Kiste.

Als nächstes kamen bei uns die Vorträge dran. Wir hatten einen ganzen Stapel an Themen zur Auswahl und nur relative kurze Auswahlzeit. Also ich muss sagen bei den Themen war für jeden was dabei. Um darüber einen 5 Minütigen Vortrag zu halten muss man nicht jeden Tag die SZ lesen, ein ausgeprägtes Interesse an der Umwelt sollte hier ausreichen. Ich habe mir ein Thema vorher unglaublich gewünscht und hatte einfach das Glück, dass genau das unter den Auswahlmöglichkeiten war :flehan: :o ( es hatte etwas mit dem Thema Automobil zu tun). Also wenn einen Themen rund um die Polizei interessieren, ist die Chance das man bei der Auswahl etwas wieder findet relativ groß.
Der Vortrag hat demnach auch super geklappt.

Nach einer kurzen Pause, wurde ich dann zur Postkorbübung aufgerufen. Über den genauen Ablauf wurde hier ja auch schon eine Menge gesagt und ich hatte mich auch versucht darauf vorzubereiten. So viel sei gesagt: alles was mit im Internet an Postkorbaufgaben findet, unterscheidet sich grundlegend von dem was im Assesment geprüft wird.
Leider habe ich dann am Anfang auch noch etwas falsch verstanden. Denn der Rollenspieler ist in diesem Fall ein Kollege, den man bei Problemen um Hilfe bitten soll. Gleichzeitig soll man keine kompletten Aufgaben an ihn degradieren.
Als es dann losging war bei mir im Kopf nur noch : Den Rollenspieler bloß nicht mit einbinden und so selbständig wie möglich arbeiten.

Dieser Schuss ging dann dermaßen nach hinten los, weil es unmöglich ist die Fülle an Aufgaben die auf einen einprasselt ohne Hilfe zu erledigen. Also habe ich mich völlig in meinen Aufgaben verstrickt und am Ende fast gar nichts geschafft.
Wenn euch sowas auch passiert: Bleibt cool. Fangt nicht das Zittern an oder ruft irgendwie "Scheiße" oder sowas. Versucht euer Ding ruhig bis zum Ende durch zu ziehen, auch wenn ihr merkt, dass ihr die Karre voll vor die Wand gefahren habt.

Der letzte Teil war das Interview. Ich wurde als erstes gefragt, wie der Tag denn bei mir gelaufen ist. Ich habe ehrlich geantwortet und meinen Fehler bei der Postkorbübung erkannt. Da wurde erst einmal drauf rumgeritten und ich musste erklären warum Multitasking enorm wichtig bei der Polizei ist. Der Rest des Interviews verlief dann super. Es war ein lockeres nettes Gespräch. Hier ist es natürlich immer sehr von Vorteil wenn man in seinem Leben schon einiges erlebt und gemacht hat (Auslandsjahr, interessante Jobs usw.). Glaubt mir, ist man einmal drin und blendet diesen Faktor "Prüfung" aus, ist das Interview problemlos zu bewältigen. Wichtig ist das ihr euch vorher gut über die Polizei NRW informiert, es werden einige spezifische Fragen zur Ausbildung und der Karriere gestellt.
Zwischendurch musste ich noch einige alltägliche Situationen beurteilen, auch kein Problem denkt nicht " was wollen die hören", sondern sagt was ihr selber denkt!
Ich wurde auch gefragt ob ich denn meinen Einstellungsberater besucht hätte. Ich habe auch dabei ehrlich mit "Nein" geantwortet, auch wenn es überall empfohlen wird. Wenn ihr eure Entscheidung begründen könnte (ich habe z.B das Copzoneforum erwähnt und das ich Polizisten im Freundeskreis habe), ist auch das gar kein Problem.

Nach dem Interview beratschlagten sich die 3 Prüfer noch eine Weile und dann wurden wir aufgerufen um unser Ergebnis zu erfahren. Das war somit der spannendste Moment, da ich doch Bange wegen der komplett versiebten Postkorbübung hatte.
Doch die Prüfer waren sehr angetan, sie meinten der einer Schnitzer wäre gar kein Problem, ich konnte im Interview und bei dem Vortrag voll und ganz überzeugen und es würde sicher für einen Platz ganz vorne reichen :)

Bereits 2 Tage danach kam der Weißbescheid und ich erhielt auf Nachfrage meinen ROW1. :polizei2:

Als Fazit würde ich sagen: bereitet euch gut und vor allem gezielt mit den Unmengen an Tipps hier aus dem Forum vor. Außerdem würde ich mir immer einen Plan B zurrecht legen, entweder eine Bewerbung in einem anderen Bundesland oder ein Studium. So steht man falls es nicht klappt, nicht mit leeren Händen da und kann mit erheblich weniger Druck an das Assesmentcenter herangehen. Ich finde es immer kontrapoduktiv sich komplett auf seinen Traum zu beschränken und keine Alternativen ins Auge zu fassen. Ich habe viele erlebt vor allem am 1. Tag in Münster, die extrem nervös waren. Und sorgt dafür, dass ihr einen lückenlosen Lebenslauf habt, ich wurde sehr intensiv über meine Zeit nach dem Abitur befragt und was ich bis zu Beginn der Ausbildung noch vor habe ( das Studium kam in diesem Fall sehr gut an).

Ich fange Anfang März mit dem Rettungsschwimmzeichen an und habe dann bis zum 1.6 hoffentlich alles im Sack :lupe:

Jetzt genug der langen Worte, wenn noch jemand Fragen hat: immer her damit!
Zuletzt geändert von volofan am Di 11. Feb 2014, 22:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon KB190392 » Di 11. Feb 2014, 18:38

Hallo liebe Copzone User,

vielen Dank für den tollen Erfahrungsbericht. Glückwunsch natürlich auch zu deinem tollen ROW.

Ich wollte nur auf eine Sache hinaus. Ich sehe es keineswegs so, dass man sich einen anderen Job suchen soll wenn man nervös ist und keine 100 % geben kann. Vielleicht hat man dann ein etwas schlechteres Ergebnis, aber sicher kann man anderes den Ratern zeigen was man kann und das man geeignet ist.

Schönen Abend

Gruß

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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon beni » Di 11. Feb 2014, 19:09

Auch von mir ein Dank für den ausführichen Erfahrungsbericht

diese Aussage zum AC Macht euch klar, dass da vorne vor euch Polizeipsychologen sitzen, die sich fleißig Notizen machen und genau merken wenn ihr versucht euch zu verstellen. muss ich aber leider korriegieren.

Bei den Ratern und Rollenspielern handelt es sich nicht um "Polizeipsychologen" sondern um ganz normale Kollegen der unterschiedlichsten Abteilungen bei der Polizei. Sie haben jedoch, um die AC zu betreuen, ausführliche Schulungen genossen.

Ich schliesse und wir verpacken deinen Bericht in die 99.... von Polli
Schenke ein Lächeln und es kommt zu dir zurück

Gruß
beni aus NRW

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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon beni » Di 11. Feb 2014, 20:35

auf wunsch des TE nochmals kurz geöffnet
Schenke ein Lächeln und es kommt zu dir zurück

Gruß
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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon volofan » Di 11. Feb 2014, 22:04

Danke KB190392 für deine Rückmeldung. Nachdem ich lange an dem Text geschrieben habe, war mein Schluss vllt. etwas holprig und ungünstig formuliert.
Habe das jetzt nochmal geändert. Denn so wie du meinen Fazitteil interpretiert hast, war es nicht gemeint ;)

Hoffe ich hab meine Intention jetzt etwas besser getroffen :polizei3:

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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon KB190392 » Di 11. Feb 2014, 22:12

Hay volofan,
Das dachte ich mir schon. War auch keineswegs böse gemeint. Ich stehe selber vor dem AC und natürlich ist es wichtig sich om Hroff zu haben in Sachen Nervosität und und und. Du kannst ja gerne deine Sichtweise hier darstellen und ich wollte nicht deine Meinung hier schlecht reden. Denke das jetzt der Fred geschlossen werden kann. Wenn du nichts dagegen hast kontaktiere ich dich nochmal per Pn.
Schönen Abend

Gruß Kevin

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Re: Erfahrungsbericht Tag 1+2+3

Beitragvon Polli » Di 11. Feb 2014, 23:18

Hi volofan,


vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. :blume:

Selbstverständlich kommt auch dein Bericht in die Hall of Fame, ähm
in den Thread 99 Antworten von A - Z - wollte ich schreiben. :polizei1:


Gruß :polizei2:
Polli (NRW)

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Polli is wech - vom 04.06.19 - 23.06.19



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