Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

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Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Beitragvon 31/31 » Sa 17. Okt 2015, 18:29

Moin zusammen,
in diesem Thread beschreibe ich meine Ausbildung in NRW. Jedes Mal, wenn ein neuer Beitrag dazukommt wird dieser hier verlinkt (Blau)
Über mich
Die Orientierungswoche
TSK 1
Die ersten Wochen FH

Polli ist so nett, diesen Thread immer wieder zu öffnen und zu schließen, so bald ich was neues habe.
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Ej '15 Hagen

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Re: Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Beitragvon 31/31 » Sa 17. Okt 2015, 18:30

Zu mir:
Mein Studium begann am DI, 01.09.2015. Polizist ist schon immer mein Traumberuf. Schon im Kindergarten! Also hab ich 2014 die Chance genutzt und mich für eine Einstellung direkt nach dem Abi beworben. Die Einstellungstests waren für mich kein Problem.
Mein Studium beginne ich mit 17, also gehöre ich zu den Jüngsten, die am 1.9. ihren Dienst antreten. Ich glaube aber, dass es ein Vorteil ist, noch nicht zu lange aus dem Lernen raus zu sein. Mal sehen.

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Re: Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Beitragvon 31/31 » Sa 17. Okt 2015, 18:31

Die Orientierungswoche

DI 01.09.2015
"Bitte finden Sie sich am 1. September um 07:15 im PP Hagen zum Dienstantritt ein."
Also kamen am frühen Morgen 138 junge Menschen zum Präsidium um Polizist/in zu werden. Am Eingang bekamen wir unsere "vorläufigen Dienstausweise" (Namensschilder) und die Anwesenheit wurde kontrolliert. Als nächstes wurden wir von der Ausbildungsleitung begrüßt und anhand unserer Namensschilder in drei Gruppen eingeteilt. Meine Gruppe ging zu erst zum Fotografen: Kurzarm-Uniformhemd anziehen, Foto, Hemd ausziehen (leider), fertig. Warten.
Als nächstes folgte für meine Gruppe der Teil "Belehrungen, allgemeine dienstrechtliche Informationen". Heißt: was darf ein KA und was nicht, was ist bei einer Krankheit zu tun...
Mittagspause mit abschließendem Gemeinschaftsfoto.
Dann: PÄD. Zuerst anmelden, Einverständnis zur Blutprobe unterschreiben, warten. Blut zapfen lassen und für den Arzt anmelden. Warten. Besuch beim Arzt: Auskleiden bis auf Unterwäsche, tief atmen, abhören, Luft anhalten, abhören, anziehen, fertig.
Wer Auflagen hatte, wurde natürlich genauer geprüft.
An diesem Tag musste eine Person die Gruppe leider verlassen. Also nur noch 137 Personen.
Nun bekamen die restlichen Anwesenden ihre Ernennungsurkunden zum Kommissaranwärter/Kommissaranwärterin.
Feierabend gegen 15:30

MI 02.09.2015
Am zweiten Tag wurde uns das Studium vorgestellt, dazu die Kooperationsbehörden des PP Hagen, in denen wir unsere Streifen-Praktika während der Ausbildung machen werden. Nach der kurzen Vorstellung konnten wir dann mit einzelnen Vertretern der Behörden sprechen, unsere Chancen ausloten und uns in eine Liste eintragen, wo wir denn gerne Streife fahren möchten. Natürlich gibt es keine Garantie, aber Erst- und Zweitwunsch lassen sich normalerweise berücksichtigen.
Nun mussten aus 137 Leuten fünf Fachhochschulkurse gebildet werden. Gelobt seien vorherige Absprachen!
Pause 11:00-11:45
Es folgt die Vorstellung innerhalb der Kurse und die Wahl eines vorläufigen Ansprechpartners.
Nach dieser kleinen Vorstellung gab es einen Vortrag zum Thema Werte, Rechte und Pflichten, der uns vor Augen führen sollte, dass wir uns nun an unseren Beruf anpassen müssen. (Trunkenheitsfahrt...)
Dann stellte sich der Personalrat und die Jugendauszubildendenvertretung (JAV) vor. Das sind die Ansprechpartner bei Problemen und Fragen.
Der offizielle Teil war beendet, auf freiwilliger Basis konnte man sich nun bei den Gewerkschaften erkundigen, wo und ob man Mitglied werden möchte.

DO 03.09.2015
Treffen: Sportplatz. Leider hat uns schon wieder jemand verlassen, diesmal aus eigenem Interesse. Also nur noch 136 dabei.
Die fünf Kurse durchliefen nach einem Aufwärmprogramm die folgenden Stationen:
Theraband-Training
Treppenlauf
Hindernisparcours mit Hindernissen aus den Kurskameraden erbaut
Coopertest
Baseball
Dann folgte das Abschluss-Programm:
Erst Crunches, dann "bring Sally up bring Sally down". Ich glaube, keiner außer unserer Trainerin hat durchgehalten.
Dann duschen und ab zum Präsidium. Der polizeiärztliche Dienst stellte sich und die Freie Heilfürsorge vor, dann gab es noch Informationen zu den Impfungen, die am Freitag folgten (dafür auch die Blutentnahme).
Als Tagesabschluss stellte sich der Polizeipfarrer und Dozent für Ethik vor und gab uns einen kleinen Einblick in seine Tätigkeit.

FR 04.09.2015
Zurück in den drei Gruppen vom Dienstag. Meine Gruppe bekam zuerst ihren Zugang zum polizeilichen Netzwerk, also eine einmalige Kennung und ein Passwort. Jeder hat nun eine E-Mail-Adresse und von geeigneten Rechnern auch Zugriff auf das Intranet der Polizei, sowie auf die "Rechercheprogramme", die in den Praktika benötigt werden.
Dann: Warten. Danach: Erklärungen zum Dienstsport, an dem auch KA's teilnehmen dürfen und eine Führung durchs Präsidium.
Dann: Mittagspause.
Jetzt geht es wieder zum PÄD, die Blutwerte und teilweise notwendige Impfungen abholen. Alles halb so wild, wäre da nicht wieder das WARTEN. (Gewöhnt euch dran!)
Nachdem dann alle fertig waren, ob mit Impfung oder ohne, gab es eine Fragerunde mit KA's und KA'innen aus dem Jahrgang 2014.
Dann verabschiedete uns die Ausbildungsleitung noch vom Präsidium und die erste Woche ist fast geschafft.

WOCHENENDE

MO 07.09.2015
Einführungsveranstaltung an der FHÖV Hagen
Beginn 11:00, Ende ca. 13:45
Alle angehenden Polizisten, die der FHöV Hagen zugewiesen wurden, wurden von der Studienleitung und den Fachleiterinnen und Fachleitern begrüßt. Ein paar Grundlegende Worte, wie immer die Aufforderung, rechtzeitig zu lernen und ein paar Worte zur Organisation an der FH. Dann ging es nach ca. 45 Minuten in die am zweiten Tag gebildeten Kurse. Jeder Kurs hat einen Kursdozenten und einen Kursraum. Dort wurden wir mit weiteren Infos versorgt und irgendwann war dann auch schon Feierabend. Ab morgen geht's dann endlich richtig los!

DI 08.09.2015
Studienbeginn: Ab sofort wird nach Stundenplan studiert. Die ersten Stunden bestehen zumeist aus Vorstellungsrunden, damit wir die Dozenten und die Dozenten uns kennen lernen. Also: erzählen ohne Ende.
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Re: Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Beitragvon 31/31 » Sa 17. Okt 2015, 18:32

TSK 1
Im ersten Training sozialer Kompetenzen geht es hauptsächlich um Vortrags- und Ausdrucksweisen. Dazu hat mein Kurs noch das Feedback besprochen.
Jeder musste einen Kurzvortrag halten, dieser wurde dann, im Hinblick auf die Art der Präsentation, bewertet. Dazu gab es diverse Gruppenvorträge, welche auch wieder bewertet wurden. Warum das alles wichtig ist? "Ihr müsst dem Bürger erklären, was er falsch gemacht hat" sagte unser Ausbilder. Und er hat Recht. Unser Auftreten muss gekonnt sein. Das wird hier trainiert. Daneben gibt es noch einen kleinen Block zur Stressbewältigung, denn der Job ist nunmal mit so einigem Stress verbunden.
Zuletzt geändert von 31/31 am Sa 17. Okt 2015, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das Studium in NRW - Erfahrungsberichte

Beitragvon 31/31 » Sa 17. Okt 2015, 18:32

Die ersten Wochen FH
Mittlerweile haben wir Mitte Oktober, schon 6 Wochen FH, die wie im Flug vergehen. Der Stoff ist für die Meisten im Kurs Neuland, einigen liegt Strafrecht, anderen Eingriffsrecht und wieder anderen liegt halt der Rest. Die Studierenden tauschen sich natürlich untereinander aus, so hat jeder 15er Kurs Paten aus dem 14er Jahrgang. Auch die Unterlagen werden zum Lernen weitergegeben.
Die Wochen an der FH sehen im Allgemeinen zwar ziemlich gleich aus, dennoch gibt es kleine Unterschiede, da immer mal ein Dozent krank oder auf Fortbildung ist, dann fällt Unterricht aus und wird an anderer Stelle nachgeholt. Die Tage sind teilweise recht kurz, manchmal aber auch ganz schön voll. Die Fächer finden einmal in der Woche und immer in größeren Blöcken von 2-4 Stunden statt.
Die Stunden finden im Kursverband statt, jeder Kurs hat einen eigenen Kursraum, für den er verantwortlich ist. Je nach Kurs gibt es ein oder mehrere Kurstreffen, Sportnachmittage und so weiter. Mein Kurs ist, Gott sei Dank, ein sehr guter, alle verstehen sich. Einer hilft dem Anderen, wenn jemand mal was nicht versteht. So sollte es eigentlich in allen Kursen sein, aber leider gibt es manchmal einige Leute, die da nicht mitspielen.
In den ersten Wochen erlebt man leider auch, dass einige Kollegen und Kolleginnen aus dem vorherigen Jahrgang entlassen werden, da sie die Klausuren auch nach der Wiederholungsprüfung nicht bestanden haben. Dieses Jahr war es extrem, das sagen auch die Ausbilder. Ziemlich viele weinende Gesichter, als die Ergebnisse bekanntgegeben wurden.
Naja, für uns 15er Ansporn, nicht selber in diese Situation zu kommen!
Also: Lernen, Lernen, Lernen!


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