Einstellungsjahrgang 2017

Auswahlverfahren und Ausbildung

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PotionMaster
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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon PotionMaster » Fr 8. Mär 2019, 21:26

Ich behaupte nicht, dass es einfachere Studiengänge an der Uni gibt. Aber ich habe den Vergleich ebenfalls und nicht nur auf BA studiert. Ich hatte keine 20 Semesterwochenstunden. Nein, eine Anwesenheitspflicht gab es meist nicht. Was ja nichts heisst, da der Stoff so oder so da sein will :polizei2: Die Semesterferien bedeuteten lediglich, dass man nicht an der Uni war. Sonder z.B. Hausarbeiten machte während man im Praktikum war oder für die Seminare die praktischen Leistungen erbringen musste. Frei war da nicht.

Es ist in meinen Augen sogar eine Erleichterung keine Klausuren schieben zu können. Denn das führt dazu, dass sich kein Berg aufbaut. Das Studium bei der Polizei ist regelrecht verschult. Man sitzt im Klassenverband, hast seinen Stundenplan, seine abgesteckten Leistungen zu bestimmten Zeiten. Das alles erleichtert es doch enorm. Die Durchfallquoten sind moderat und nebenbei arbeiten muss keiner. 40 Stunden halte ich ebenfalls für arg übertrieben. Wir hatten Unterricht von morgens (ich glaube acht Uhr, bin mir aber nicht mehr sicher) bis meistens 13:30. Es gab Ausnahmen in den späteren Nachmittag. Die waren aber eben Ausnahmen. Da blieb reichlich Zeit für Selbststudium bis zur offiziell erlaubten Heimfahrzeit um 16 oder 17 Uhr.

Wie schwer/leicht ein BA in VWL oder Deutsch auf Lehramt ist kann ich nicht beurteilen, das studierte ich nie. Wenn du sagst, dass du das Studium bei der Polizei als schwerer empfindest, dann muss es schon arg leicht gewesen sein. Es gibt Studiengänge da ist der Stoff dreier Jahre bei der Polizei in zwei Semestern abgefrühstückt...in einer ganz anderen Tiefe. Da gibt es keine Anerkennung der großen Scheine, selbst wenn man fertiger PK ist. Dann denkt man, dass das schon läuft, sitzt in den Vorlesungen und die Lichter gehen aus :polizei3:

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon JL04 » Fr 8. Mär 2019, 21:29

Ja, 40 war vllt. etwas krass... Der Rest ist aber Fakt :polizei2: !

JL04

Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon JL04 » Fr 8. Mär 2019, 21:32

Was hast du denn studiert?

JL04

Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon JL04 » Fr 8. Mär 2019, 21:38

Wie schwer/leicht ein BA in VWL oder Deutsch auf Lehramt ist kann ich nicht beurteilen, das studierte ich nie. Wenn du sagst, dass du das Studium bei der Polizei als schwerer empfindest, dann muss es schon arg leicht gewesen sein. Es gibt Studiengänge da ist der Stoff dreier Jahre bei der Polizei in zwei Semestern abgefrühstückt...in einer ganz anderen Tiefe. Da gibt es keine Anerkennung der großen Scheine, selbst wenn man fertiger PK ist. Dann denkt man, dass das schon läuft, sitzt in den Vorlesungen und die Lichter gehen aus :polizei3:
[/quote]

Über die Anforderungen habe ich mich in keinster Weise beklagt, das liest du zwischen den Zeilen...

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Ale » Fr 8. Mär 2019, 21:51

PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 20:15
Ale hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 20:00

Kommt stellenweise ganz auf den beurteilenden Dozenten an. Ich habe in meinem Kurs auch jemanden der das Ding am Abend vorher angefangen hat und die Nacht durchgeballert hat. 1,0. Wir im Kurs wissen alle dass diese Person insgesamt nicht die Fülle an Kompetenz ist und wundern uns sehr. Ich habe mir eine Woche genommen, jeden Tag 3-4 Stunden investiert und auch eine 1,0. Aber ich wusste auch dass ich so nicht durchkomme.
Und du meinst jetzt es sei viel, wenn man eine Woche in eine Hausarbeit investiert? :polizei2:
Ja. Denn wie weiter oben das Problem erst angesprochen wurde: Es stehen in diesem Zeitbereich des GS noch Klausuren an und der FH-Lernbetrieb geht ungehindert weiter. Das bleibt währenddessen nicht links liegen. Jedenfalls sollte es das nicht.
PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 12:19

Wo habe ich das Gegenteil behauptet? Gerade weil man nicht kurz vor knapp anfangen sollte mit dem lernen sind es auch keine drei Tage die über Ach und Weh entscheiden.
Da hast du recht, 3 Tage sind nicht viel. Aber jeder der den Schul- Studien- und Lernalltag kennt weiss wie schnell aus 3 Tagen 3 Wochen werden. Und dann wird es eben doch kritisch. Und wenn es wie in der Fragestellung irgendwie auch darum geht Grenzen auszuloten, dann können drei Tage plötzlich auch ganz schnell zu wenig werden (Und ja, dann auch zurecht und selbst Schuld.).
Ale hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 20:00
Was denn genau? In der Regel studiert man dass, wo drauf man Bock hat. Wer Karriere will, hat was dafür zu tun, das ist wohl überall so. Dafür bekommt man irgendwann dann hoffentlich auch die entsprechende Entlohnung.
Mit einem freien Studium _sollte_ es genau so sein wie bei uns: Wer sich dafür entscheidet, der hat Bock drauf und macht`s nicht nur wegen des Geldes.
Summa summarum: Ich entscheide mich für einen Weg. Und wennn ich mich dazu entschließe, Biologie zu studieren, weil ich Wale total toll finde oder neue Heilmittel in den Giftmischungen irgendwelcher Frösche finden will, dann mache ich das. Unabhängig von dem Geld, was ich im Studium nicht kriege und später auch nicht übermäßig verdiene.
Und wenn ich Leuten helfen will, weil ich zB einen ausgeprägten Gerechtigkeitssin habe, dann sieht das doch genau so aus? Im Ernst, wer geht zur Polizei weil er fette Patte machen will?

Mitleid für Studenten habe ich schlicht nicht. Weder für die die Geld fürs Studieren bekommen noch für die die das Privilieg nicht haben. Denn beide Gruppen haben sich aus freien Stücken dafür entschieden das zu tun. Und die armen Studis mit Nebenjob verdienen allzuoft später schlicht deutlich mehr. Und?
PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 20:15
Eher Anerkennung statt Mitleid solltest du haben. Die schaffen ein größeres Pensum mit weniger Zeit :polizei2:
As i said, ich habe kein Mitleid. Ich verweise im Ergebnis auf meinen letzten Satz des Quotes. Von nix kommt nix. Hoffentlich. Und das ist auch ein Prinzip was mir gefällt. Da ist dann die Anerkennung auch drin. Egal ob FH-Studium oder Bachelor in Hassenichwoandersgesehn.

PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 12:19
Glaubt es mir....das ist kein stressiges Studium was ihr da absolviert.
Ale hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 20:00
Seh ich anders. Aber vielleicht hängt das davon ab, mit welchem Anspruch man an die Sache geht.
PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 12:19
Oder mit welcher Erfahrung über Anforderungen. :pfeif: Dieses FH-Studium ist nicht zu vergleichen mit dem Pensum, dass in so manch anderem, freien Fach erwartet wird. Weder in der Tiefe des Stoffes noch in der Menge.
Das mag sein. Aber auch da verweise ich auf meine obrigen Ausführungen zu Aufwand-Nutzen-Relation.
Und wenn wir das so weiterspinnen hinkt deine Argumentation spätestens da, wo der Student höherer Wissenschaften, der 18 Semester hart an seinem wirtschaftlichen Stand und dem extrem hohen Studium-Workload zu leiden hatte, im Ende im Optimalfall autark und relativ konsequenzlos wirken kann (und ne Menge Geld verdienen kann) und wir indes in unserer Profession jeden Grundrechtseingriff rechtfertigen können müssen (zurecht) und darob aber auch deutlich mehr stressrelevante Situationen zu "ertragen" haben und deutlich weniger Geld verdienen. Mit im Endeffekt teilweise deutlich einschneidenderen Konsequenzen.

Versteh mich nicht falsch, ich will anspruchsvolle Studiengänge nicht runterreden. Aber ich möchte nicht akzeptieren dass der PVD-Studiengang in NRW ein Kinderspiel ist, oder auch nur ansatzweise einfach.

Im Übrigen stelle ich fest, dass es nicht einfach ist, zitierte Zitate nochmal zu zitieren, seine eigenen Zitate noch einzubauen und dann noch was Sinnvolles dazu zu schreiben. Gute Nacht, schon spät. :)
Zuletzt geändert von Ale am Fr 8. Mär 2019, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon PotionMaster » Fr 8. Mär 2019, 21:54

Versteh du mich auch nicht falsch. Geschenkt bekommt man es nicht. Lernen muss man schon und sollte es auch. Tut man es aber in moderatem Umfang, dann besteht man es auch. Aber schwer ist wirklich was anderes.

Mir ist in keiner Weise daran gelegen jemandes Leistungen runterzuspielen. Aber ob man hier jammern muss bei diesem FH-Studium....ich sage mal nein.

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Rantanplan » Fr 8. Mär 2019, 22:18

Man kann ein Universitätsstudium auch nicht mit unserem Ausbildungsgang vergleichen. Da passt eher der Vergleich mit anderen dualen Studiengängen, bei denen sich praktische Phasen im Betrieb mit theoretischen Phasen an der FH abwechseln. Und da sind wir meiner Beobachtung nach im normalen Bereich, was den Aufwand betrifft.
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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Ale » Sa 9. Mär 2019, 14:09

Ich habe bereits eine duale Ausbildung hinter mir, und ich kann zumindest für mich sagen dass diese im Vergleich zum PVD nicht mal ansatzweise so anspruchsvoll war.
Aber damals war ich auch jünger. Es kommt ja auch immer auf die individuellen Gegebenheiten an. Vielleicht fällts dem ein oder anderen schlicht leichter.
PotionMaster hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 21:54
Mir ist in keiner Weise daran gelegen jemandes Leistungen runterzuspielen. Aber ob man hier jammern muss bei diesem FH-Studium....ich sage mal nein.
Ich hab jetzt hier auch kein Jammern gesehen. Im Gegenteil, ich empfinde es als Privileg dass wir das machen dürfen, viele andere wünschen sich das und es wird immer ein Wunsch bleiben.
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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Franconia » Sa 9. Mär 2019, 15:03

Naja, eine duale Ausbildung in der freien Wirtschaft mit einem FH-Studium zu vergleichen, in dem die Prüfung rechtlicher Gutachten abverlangt wird, funktioniert auch schlichtweg nicht. :zustimm:

Eine "normale" Ausbildung habe ich auch hinter mir und ich pflichte dir bei, dass das ein krasser Unterschied ist.

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Beitragvon Dada » So 10. Mär 2019, 20:11

Hallo zusammen,

ich habe den Verdacht eines Kreuzbandrisses und diesbezüglich eine Schiene zur Stabilisation bekommen. Heute habe ich die Rechnung bekommen, die beinhaltet, dass die Polizei den Betrag nicht zahlen werde und ich somit den Betrag selber zahlen solle. Da es eine nicht geringe Summe ist, wollte ich mal fragen, ob noch wer ähnliche Erfahrungen hat bzw. über das Leistungsspektrum der freien Heilfürsoge etwas genauer bescheid weiß.

Vielen Dank und einen schönen Abend!

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 10. Mär 2019, 20:16

Hast du dir das vorher vom PÄD absegnen lassen?
Hast du gefragt, ob das beihilfefähig ist?
:lah:

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Rantanplan » So 10. Mär 2019, 20:19

Wir haben ebenfalls jemanden mit Kreuzbandriss im Kurs und da hat die Heilfürsorge die Kosten für die Stabilisationsschiene übernommen - nach vorheriger Genehmigung. :verweis:
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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Dada » So 10. Mär 2019, 20:28

Danke für die schnellen Antworten.

Nein - keine Genehmigung vorher eingeholt, da ich da einfach nicht dran gedacht habe bzw. es auch einfach nicht gewusst habe.
Ist sowas noch nachträglich möglich?

Absatz 4 zu §10 Hilfsmittel besagt folgendes:

(4) Die Beschaffung, Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung ärztlich verordneter Hilfsmittel bedarf der vorherigen Anerkennung durch den Dienstvorgesetzten. Bis zu einem Betrag von 100 Euro entfällt die vorherige Anerkennung, wenn der Krankheitsfall eine unverzügliche Versorgung erfordert. Ist eine erforderliche vorherige Anerkennung ohne Verschulden des Heilfürsorgeberechtigten unterblieben, wird Heilfürsorge dennoch gewährt.

Was genau ist mit "ohne Verschulden des Heilfürsorgeberechtigten" gemeint?

Fazit, ich habe die Kosten höchstwahrscheinlich selbst zu tragen, richtig?

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 10. Mär 2019, 20:31

Naja....dafür wirst du in der ersten Woche irgendwo unterschrieben haben, dass dir das zur Kenntnis gegeben wurde.
Du kannst die AL ansprechen. Du kannst den PR ansprechen. Ggf kannst du deine Gewerkschaft, da den Rechtsschutzonkel anhauen....
Und du kannst fragen, ob es beihilfefähig ist.
:lah:

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Re: Einstellungsjahrgang 2017

Beitragvon Dada » So 10. Mär 2019, 21:06

okay, werde ich dann morgen in Angriff nehmen. Danke für die Hilfe!


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