Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums?

Auswahlverfahren und Ausbildung

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springer
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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon springer » So 19. Jun 2016, 18:25

Soul22 hat geschrieben:man kann auch so tun, als ob dieses Studium für Hochbegabte ist...der Rücktritt vom Versuch...ja ne ist klar, elementares Grundwissen für den WWD...Notwehr, Notstand...entscheidet ihr alles bei der Anzeigenfertigung, richtig?
Es ist aber wichtig für so Fragen wie Entlasse ich den vor Ort? oder Geht der in U-Haft?.

Klar kann man da zB die StA anrufen, aber dann stellt eben der StA diese Fragen. Und wenn man dann bei jeder Frage des StA sagen muss "Moment mal - ich frag nach" dann kommt man ziemlich dämlich rüber. Und das lassen die einen spüren - gewohnt sind sie nämlich was anderes.

Und es wird dann auch vor Gericht interessant, wenn man einen konfliktbereiten Verteidiger hat, der Maßnahmen hinterfragt. Da kennt man sich entweder einigermaßen aus oder wird in aller Öffentlichkeit, vielleicht sogar mit Zuschauern, als Idiot vorgeführt. Und wenn man da inkompetent auftritt, dann fragt sich auch das Gericht was von den sonstigen Maßnahmen zu halten ist.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Cäsar » So 19. Jun 2016, 18:28

hmm ich fand öffentliches DIenstrecht schwierig und langweilig.. wobei es sehr wichtig für uns ist. Wir wissen, was wir bei anderen dürfen und was wir tun sollen.. aber betrifft es uns selber als Beamter, haben wir keine Ahnung mehr, so mein Gefühl...

Psychologie ist interessant, aber langweilig. Hassfächer habe ich keine. Alle sind auf ihre Art und Weise ganz cool. ;-)
KA

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Soul22 » So 19. Jun 2016, 18:30

vanymo hat geschrieben:
Soul22 hat geschrieben:man kann auch so tun, als ob dieses Studium für Hochbegabte ist...der Rücktritt vom Versuch...ja ne ist klar, elementares Grundwissen für den WWD...Notwehr, Notstand...entscheidet ihr alles bei der Anzeigenfertigung, richtig?
Nö, is ja überhaupt nicht wichtig. In der Vernehmung muss man ja keine Fragen stellen, die aufklären können, wie der Rücktrittshorizont war.
Wenn mir einer beim Einsatz sagt, er hat in Notwehr zugeschlagen, spielt es ja auch keine Rolle, ob er die Notwehrsituation provoziert hat oder ob er absichtlich überzogen hat. Das hat ja auch keinerlei Auswirkungen auf meine schriftlichen Arbeiten oder Folgemaßnahmen. :stupid:
Du schreibst wahrscheinlich nur genau das auf, was dir erzählt wird und wunderst dich dann, was es alles für tolle Wendungen vor Gericht gibt. :nein:
Dann bring mir mal ein Beispiel, wo ich als WWD Beamter den Rücktritt vom Versuch bewerten muss, und um welche Folgemaßnahmen es sich da handelt?

Ich rede vom WWD, nicht vom KK.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Soul22 » So 19. Jun 2016, 18:31

springer hat geschrieben:
Soul22 hat geschrieben:man kann auch so tun, als ob dieses Studium für Hochbegabte ist...der Rücktritt vom Versuch...ja ne ist klar, elementares Grundwissen für den WWD...Notwehr, Notstand...entscheidet ihr alles bei der Anzeigenfertigung, richtig?
Es ist aber wichtig für so Fragen wie Entlasse ich den vor Ort? oder Geht der in U-Haft?.

Klar kann man da zB die StA anrufen, aber dann stellt eben der StA diese Fragen. Und wenn man dann bei jeder Frage des StA sagen muss "Moment mal - ich frag nach" dann kommt man ziemlich dämlich rüber. Und das lassen die einen spüren - gewohnt sind sie nämlich was anderes.

Und es wird dann auch vor Gericht interessant, wenn man einen konfliktbereiten Verteidiger hat, der Maßnahmen hinterfragt. Da kennt man sich entweder einigermaßen aus oder wird in aller Öffentlichkeit, vielleicht sogar mit Zuschauern, als Idiot vorgeführt. Und wenn man da inkompetent auftritt, dann fragt sich auch das Gericht was von den sonstigen Maßnahmen zu halten ist.
Haftsachen macht bei uns nicht der WWD.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon coco_loco » So 19. Jun 2016, 18:34

Dann schreib doch das Kolloquium neu. Du bist ja hier nur am meckern. Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen, dass du so unzufrieden bist?
"Every fairy tale needs a good old-fashioned villain" - Moriarty.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Polli » So 19. Jun 2016, 18:35

Hi Leute,

wenn man in seinem Beruf glücklich und zufrieden sein möchte,
braucht man eine Handlungssicherheit.

Diese Handlungssicherheit erreicht man durch ein fundiertes Fachwissen - egal
in welchem Fach.

-springer- hat es mit praktischen Beispielen sehr gut beschrieben.

Von daher sollte man sich durch jedes Fach durchkämpfen, auch wenn einem
das eine oder Fach nicht so sehr liegt.

Gruß :polizei2:

Polli (NRW)

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon vanymo » So 19. Jun 2016, 19:20

Soul22 hat geschrieben:Dann bring mir mal ein Beispiel, wo ich als WWD Beamter den Rücktritt vom Versuch bewerten muss, und um welche Folgemaßnahmen es sich da handelt?

Ich rede vom WWD, nicht vom KK.
Anruf bei 110 wegen verdächtiger Geräusche im Treppenhaus. Beim Eintreffen Hebelspuren an der Tür. Nach Personenbeschreibung und Absuche stelle ich einen Tatverdächtigen fest.
Und dann? Sachbeschädigung oder versuchter Einbruch? Warum hat er die Tür nicht aufgemacht? Haben die Nachbarn gestört? Hat er's nicht geschafft? Hat er aufgegeben, weil die Freundin angerufen hat? Für dich alles unwichtig, oder?! Rufst du jedesmal die Kripo und übergibst dann die Personen mit dem Hinweis, dass du noch nicht mit denen gesprochen hast, weil du sowieso nicht weißt, welche Fragen du stellen musst? Wenn der Typ dann noch sagt, er wollte die Tür aus Notwehr aufbrechen, weil er von drinnen beleidigt wurde, dann lässt du den wahrscheinlich auch noch laufen. :zustimm:
Ich frag mal lieber nicht, wie du deine Anzeigen so aussehen... :banned:

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 19. Jun 2016, 20:30

Leute schickt das Amt...
:lah:

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon R.M.L. » So 19. Jun 2016, 21:12

Also ich empfand damals sowohl Ethik als auch Verfassungsrecht als sehr interessante Fächer. Mag am Dozenten gelegen haben.

In jedem Fall bin ich heilfroh, dass mir der Rücktritt vom Versuch, Notwehr & Co., die feinen Unterschiede bei Branddelikten oder Versicherungsbetrug beigebracht wurden.
Natürlich brauche ich die nicht täglich. Aber ich habe einfach gerne Ahnung von der Materie, in der ich arbeite.
Und ich glaube nicht, dass meine Einstellung da die absolute Ausnahme darstellt. Vielmehr hoffe ich, dass die von Soul22 es tut.
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 19. Jun 2016, 21:16

Das wäre nicht sein erstes Mal in der Mindermeinung. Dass die deliktische Einordnung alleine existenziell sein kann, wäre nicht nur im worst case SWG so...
:lah:

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon vladdi » Mo 20. Jun 2016, 06:06

Naja, wenn man sein Handwerkzeug beherrschen will, dann kann es notwendig sein, dass man in der Ausbildung / Studium 'tiefer' eintaucht.
Der Polizist prüft tatsächlich nicht unbedingt die Strafbarkeit beim Rücktritt vom Versuch. Der Polizist ist aber Rechtsanwender und muss seine Maßnahmen begründen und dazu gehört eben ein tiferer Rechtswissen in der Ausbildung.

Nebenbei kann die Frage Rücktritt vom Versuch schon interessant werden, wenn du vor Ort wissen willst, ob du den Menschen mit erhobenem Fingern entlassen kannst oder eine Anzeige schreiben musst.

BWL und VWL fand ich persönlich nicht so erfreulich. Wobei das Fach Controlling viel stärker hätte unterrichtet werden müssen. Nicht weil ich es mag, sondern weil man es braucht.

Ansonsten gibt es Fächer, die man mag und welche die man nicht mag.
Was man alles braucht, zeigt sich später. Genauso wie sich dann zeigt, wer was nicht verstanden hat.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Soul22 » Mo 20. Jun 2016, 15:53

herrlich dieses Forum, vom Rücktritt vom Versuch zum SWG.


Bei der geschilderten Situation von vyanmo bin ich nach der vorl. Festnahme verpflichtet den KDD bzw. zu Tageszeit das zuständige KK anzurufen, die vernehmen den Beschuldigten dann und machen alles weitere.

Die meisten Branddelikte gehen sogar direkt an die 11er...

Aber das ist halt das Forum, einmal auch nur leicht die kritische Stimme erheben, kriegst du es direkt 3 mal zurück.

Im Endeffekt habe ich nichts anderes geschrieben, außer dass man den FH Anteil deutlich verkürzen kann und dafür die Praktika ausbauen sollte.

Was bringt euch Azubi XY der euch drei Kommentare zum Rücktritt vom Versuch erzählen kann, dafür bei ner VK mit südländischem Klientel nicht den Mund aufkriegt?

:stupid:

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon Peppermintpete » Mo 20. Jun 2016, 16:06

Nicht alle Geschäftsabläufe sind wie in deiner Praktikumsbehörde.
Es gibt Behörden, da werden Festnahme und Strafanzeige von der selben - uniformierten - Person verschriftlicht.
Spusi wird von einer/m KTA übernommen und K-Wache hat dann die Anzeige, den Spusibericht und den BES vor sich. Wenn da wichtige Infos in der Anzeige fehlen haben die nicht viel in den Händen...

Gesundes Selbstbewusstsein, das passende Mundwerkund ein ausreichend dickes Fell legt man sich mit der Zeit von alleine zu. Daneben ist es geradezu eine Rarität, wenn ein Kollege mal aus eigener Motivation den einen oder anderen Kommentar durchliest.

Und so nebenbei:
Es laufen etliche Kollegen auf der Straße rum, die während der Ausbildung (praktisch) keine Zeiten auf der Straße hatten. Überraschenderweise sind es dennoch fähige Polizisten und viele sogar Tutor :o
:keks:

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon vladdi » Di 21. Jun 2016, 06:14

@Soul
Das Praktikum ist nicht das Erlernen des Berufs
Die Unterrichte bilden die Grundlage! Die Praktika füllen die Theorie mit Bildern.

Schutzmann lernen tut man, wenn man seine ersten Sterne hat und anfängt zu arbeiten.

Und wenn der Praktikant etwas vom Rücktritt vom Versuch erklärt, dann lernt der Schutzmann, dass er vielleicht bestimmte Handlungsverpflichtung hat, wenn jemand vom Versuch zurück tritt und dieses strafbar ist bzw wann der Täter eben noch kein Straftäter ist und nicht in das Strafverfahren gebracht werden muss.

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Re: Welches war euer absolutes Hassfach während des Studiums

Beitragvon MICHI » Di 21. Jun 2016, 07:19

Ist man hier eigentlich noch beim Thema?
Über d en Thread selbst, lasse ich mich lieber nicht aus.
Gruß
MICHI


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