Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Auswahlverfahren und Ausbildung

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coco_loco
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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon coco_loco » Do 16. Feb 2017, 18:15

Criss_mitchel, das war auch kein Vorwurf oder so. Leute erzählen halt viel... Es wäre sicherlich so gelaufen wie beim TE.

Möglicherweise gibt's ja Einzelfallentscheidungen, aus was für Gründen auch immer.
Aus meinem Studienjahrgang haben viele “Durchfaller“ anschließend im mD beim Bund oder in einem anderen BL angefangen.

Edit: Rechtschreibung
Zuletzt geändert von coco_loco am Do 16. Feb 2017, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon Criss_mitchel » Do 16. Feb 2017, 18:47

Habe ich auch nicht so aufgefasst Coco.
Alles gut.

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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon SheriffKK » Mi 22. Feb 2017, 10:58

sowas hat geschrieben:§50 Hochschulgesetz NRW :)

Das müsste es eigentlich sein ;) Die Ausbildung im Mittleren Dienst steht dir aber noch offen :)


Um nochmal auf § 50 (1) 2. zurückkommen:


"2. wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber in dem gewählten Studiengang an einer Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden hat; dies gilt entsprechend für Studiengänge, die eine erhebliche inhaltliche Nähe zu dem bisherigen Studiengang aufweisen, soweit dies in Prüfungsordnungen bestimmt ist."

Ok, aber im letzten Satz des § 1 (Geltungsbereich) steht "Dieses Gesetz gilt nicht für Fachhochschulen des Landes, die ausschließlich Ausbildungsgänge für den öffentlichen Dienst anbieten." Also dürfte dieses Gesetz eigentlich allgemein nicht für die Polizeiausbildung gelten oder?

Freundliche Grüße

Kai

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coco_loco
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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon coco_loco » Mi 22. Feb 2017, 16:10

Ist ja Studium und keine Ausbildung. Der mD steht dir offen.
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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon Rantanplan » Do 23. Feb 2017, 10:57

Hast du denn schon die schriftliche Ablehnung bekommen? Da müsste doch der Grund genannt werden, ggfs. auch mit Nennung der entsprechenden Norm.
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Re: Bewerbungsverfahren nach AC beendet trotz ausreichender Punkte

Beitragvon Exclusiv » So 26. Feb 2017, 17:36

coco_loco hat geschrieben:Bei einer Zwangsexmatrikulation kann der selbst Studiengang nicht erneut aufgenommen werden.

Daher zweifle ich auch, dass das Hessen-Beispiel tatsächlich so stattgefunden hätte. Alles Spekulatius.
Bones65 hat geschrieben:Aber nicht in unserem Studiengang.
Rantanplan hat geschrieben:
sowas hat geschrieben:§50 Hochschulgesetz NRW :)

Das müsste es eigentlich sein ;)
:zustimm: Wer einmal in einem Studiengang in Deutschland durchgefallen ist, kann diesen nicht wieder studieren.
Durch Zufall bin ich hier reingestolpert und gebe auch mal meinen Senf dazu, welcher vielleicht die ganze Sache etwas aufhellt:

Ich bin nach dem Ende des Studiums auch "rausgeflogen" - nach Verletzung und OP hab ich die Wiederholung meiner letzte Prüfung nicht bestanden. Aufgrund dessen ist es offiziell auch ein Ausscheiden a la Bachelorprüfung endgültig nicht bestanden. - was manche Länder als Ungeeignetheit für den Beruf sehen - ganz egal ob man wie ich nur eine Prüfung nicht bestanden hat und der Nc des Studiums eigentlich 1,x ist oder man nach den ersten Klausuren schon ausscheidet. Ungeeignet bleibt auf dem Papier ungeeignet - so sehen es beispielsweise Berlin, Rheinland-Pfalz, Brandenburg etc.

ABER es gibt offensichtlich auch Länder die es nicht so sehen. Beispielsweise Sachsen-Anhalt. Dort kann man trotz "Nicht-Bestehen" des Studiums in einem anderen Bundesland, im g.D in ST anfangen. Vorausgesetzt natürlich man durchläuft erfolgreich das Auswahlverfahren.
Das weiß ich, weil es bei mir so ist. Jedoch bin ich auch von Anfang an offen mit meiner Situation und meiner Vergangenheit umgegangen und habe in jeder Etappe meiner Bewerbung mich rückversichert, dass mein Vorhaben auch so möglich ist.

Das Beste ist jedoch, dass ST die "Zeiten eines Vorbereitungsdienstes einer gleichwertigen oder entsprechenden Laufbahn oder eines für die Laufbahn qualifizierenden Studienganges" anrechnet. (Entsprechende Zeiten sind für die Laufbahn qualifizierend, wenn sie geeignet sind, die Ausbildung in einzelnen Abschnitten ganz oder teilweise zu ersetzen. )
Daraus resultierend kann man das Studium sogar um bis zu 30 Monate auf 6 verkürzen!

Darüberhinaus schreckt auch ein laufendes verwaltungsgerichtliches Verfahren ST nicht ab "so jemanden" (in Bezug auf chriss-mitchel und die Betitelung Risikofaktor) einzustellen. "Vielleicht gefällt es Ihnen so gut hier und sie wollen dann gar nicht mehr zurück."


Was bleibt also unterm Strich zu sagen? Der O-Ton hier im Thread "wenn du im g.D. der Polizei des Landes A während des Studiums aufgrund einer Prüfung ausscheidest, kannst du nicht mehr ein Studium im g.D. der Polizei des Landes B aufnehmen" ist falsch.
Welche Länder genau hier jedoch einen Zugang gewähren, kann ich nicht abschließend sagen. Definitiv nicht tun es Berlin, Rheinland-Pfalz, Hessen, Brandenburg.
Sachsen und Sachsen-Anhalt lassen einen am Auswahlverfahren für den g.D. teilnehmen. BuPo übrigens auch.

Warum ist das so und nicht wie bei einem Studium wie beispielsweise Jura, Medizin oder BWL? Keine Ahnung. Meine Vermutung ist, dass die Ausbildung und Zulassung zu einem Studium im öffentlichen Dienst grundsätzlich dem ausbildenden Land obliegt.

Sachsen-Anhalt geht da für mich mit der Zeit. Warum sollte ich, wenn ich selbst entscheiden kann, Leuten die bereits Erfahrungen im Beruf haben und bereits ganz oder teilweise ausgebildet wurden den Zugang zu meiner behördlichen Einrichtung verweigern. Gerade wenn ich so viel Bedarf habe und auch nur wenig geeignete Bewerber finde, so dass ich teilweise sogar die Einstellungszahlen nur schwer erfüllen kann. Wenn sich dann diese "Gescheiterten" auch noch positiv im Auswahlverfahren beweisen, hätte ich keine Bedenken. Zumal der Vergleich zwischen Studium im g.D. und einem "normalen" Studium hinkt.
Mit Sicherheit haben so auch Graupen eine höhere Chance in den Beruf zu rutschen als es ohnehin schon der Fall ist und vielleicht sehe ich es auch so positiv weil ich selbst betroffen bin - mag sein, aber Sachsen-Anhalt bietet diese Möglichkeit (hat sie sogar in der Laufbahnverordnung seit letztem Jahr verankert - siehe Zitat oben) - und mir hilft sie persönlich unwahrscheinlich weiter.

Edit: Ergänzung, Rechtschreibung


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