Erfahrungsbericht - Einstellungstest NRW

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

Jake21
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Erfahrungsbericht - Einstellungstest NRW

Beitragvon Jake21 » Do 6. Jul 2017, 13:34

Hallo zusammen,


die Bewerbungszeit ist gestartet und da wollte ich mal einen Erfahrungsbericht posten, um euch - dem EJ18 - alle Infos über die Einstellungstests mit auf den Weg zu geben! Hatte anfangs wirklich sehr muffensausen vor den Tests und den Untersuchungen, was viele Leute hier auf Copzone ja mit mir teilen.
Das zu erst: Vor keinem einzigen Test muss man Angst haben, WENN man sich vorbereitet.

Computer Test
Der vielfach angesprochene Computertest. Ist er schwer? Sind viele durchgefallen? Haben sie dir den Kopf abgerissen, als du eine Frage nicht konntest?
Zunächst ist es der obligatorische Ablauf, der uns überall im Auswahlverfahren verfolgen wird. Wir kommen in Münster an, ca. 08:30 Uhr, finden uns mit ca. 20-30 weiteren Leuten in einem Raum wieder. Nach kurzer Wartezeit kommt ein Polizeibeamter und fragt zunächst die anwesenden Personen ab. Dann geht es weiter damit, dass man in zwei Gruppen aufgeteilt wird (dies hat keinen anderen Hintergrund, als das nur begrenzte PC Plätze in zwei verschiedenen Räumen zur Verfügungen stehen). Nun geht man in den zugewiesenen PC Raum und darf sich einen Platz aussuchen. Man hört dann nochmals von einem Polizeibeamten eine Erklärung, eine Belehrung über Täuschungsversuche und das damit verbundene Ende des Auswahlverfahrens (täuschen muss man natürlich nicht, da man ja gut vorbereitet ist und es ohnehin nichts bringt, da es für die Aufgaben keine vorgegebene Lösung gibt), dann unterschreibt noch, dass man die Belehrung verstanden hat und man sich gesundheitlich im Stande fühlt, den Tag zu meistern. Dann geht es mit dem PC Test los. Es werden verschiedene Aufgaben aus dem Bereich Intelligenz - Rechnen mit Symbolen, Schlussfolgerungen (ja, genau die mit Würmern und behaarten Stühlen – wer sich jetzt fragt was das heißen soll, bereitet sich besser noch etwas auf den PC Test vor), Merkfähigkeit, Flussdiagramme und Rechtschreibung (wie wird das Wort geschrieben, Satzbausteine korrigieren, Zeichensetzung). Auch wenn einige Sachen aus dem Buch nicht vorkommen, empfehle ich dringend, sich mit dem Hesse/Schrader Buch fit zu machen. Ohne diverse Vorkenntnisse können einige Aufgaben schwierig werden, auch wenn man vor Beginn einige Beispiele bekommt. Der ganze Test umfasst einige Aufgaben, nehmt euch genug zu essen und zu trinken mit, wird ein langer Tag. Nach dem Test wird man wieder zurück in das Wartezimmer geschickt und dann heißt es erstmal waaaaarrrtteeenn. Auch das ist obligatorisch in allen Phasen des Auswahlverfahrens. Wenn ihr etwas mitbringen müsst, dann ist es Geduld. Nach der (scheinbar unendlichen) Wartezeit wurden wir zurück in den PC-Raum gerufen, wo uns unser Ergebnis mitgeteilt wurde (Jeder bekommt seinen Zettel ausgeteilt und man muss mind. einen Wert von 85 oder höher in beiden Bereichen Intelligenz und Rechtschreibung haben, um nicht durchgefallen zu sein). Es steht also keiner da und ruft durch den Raum: Müller – bestanden, Meyer – durchgefallen… usw. Alle die bestanden haben, werden zurück in den Warteraum geschickt, wo der Name dem Raum wieder alle Ehre macht. Nach einiger Zeit kommt eine Dame vom polizeiärztlichen Dienst und teilt die Gruppe nochmals auf. Gruppe 1 geht mit und absolviert den Wiener Test, Gruppe 2 und 3 warten. Und wie es kommen musste, war ich natürlich in Gruppe 3, die letzte Gruppe… 30 min vergingen, wieder 30 min und nach 1,5 h wurden wir dann endlich zum Wiener Test geholt.
Und Leute, egal was irgendjemand anderes sagt, der Wiener Test ist überhaupt nicht schwer, in keiner Form sollte man sich da auch nur ansatzweise verrückt machen. ABER und jetzt kommt die zweite wichtige Sache im Auswahlverfahren: AUGEN AUF und LESEN, am besten zwei Mal. Es wird immer wieder gepredigt und doch vergisst man es im Glücksrausch über die zuvor bestandene Prüfung manchmal – zuerst lesen, dann bearbeiten. Das gilt nicht nur für die Tests, auch alle Gespräche oder Instruktionen, die man von den Polizeibeamten bekommt. Gut zuhören, dann bearbeiten oder Fragen stellen (oder Threads aufmachen - Gruß an Polli)
Zum Wiener Test und den genauen Aufgaben verlinke ich mal Polis 99 Fragen und Antworten.
99 Antworten von A - Z
Dann hat man Tag 1 auch schon fast hinter sich. Abmelden, Ergebnisse abgeben, auf nach Hause.
Zeitraum ca. von 08:30 Uhr – 15:00 Uhr


Tag 2 Assessment Center
Mein AC hatte ich in einer kleinen Polizeibehörde bei Dortmund. 12:00 Uhr da sein und das altbekannte Spiel – anmelden, Platz nehmen, warten. Das AC wird immer zu zweit durchlaufen, also einer macht die Aufgabe und der andere …. richtig! Wartet. Zunächst kommt man in einem Warteraum, wo man sich aufhalten soll. Danach wurden wir von unserem Ansprechpartner, der uns durch den Tag begleitet (dieser war gleichzeitig auch der Rollenspieler) ganz herzlich begrüßt, wir mussten uns kurz vorstellen und wurden in dieser Zeit über den Ablauf informiert, haben wieder die Belehrung erhalten, nicht zu schummeln und die Nachfrage, ob wir uns im Stande fühlen, das AC zu absolvieren. Mussten dies wieder schriftlich festhalten und wurden dann gemeinsam in den Konferenzraum gebeten, wo wir auf die zwei Polizeibeamten trafen, die das AC durchführten und bewerten mussten. Zunächst eine ganz lockere Vorstellungsrunde, was wir z.Zt. machen und was unsere Hobbys usw. sind. Danach folgt das Rollenspiel. Mein Mitstreiter wurde derweilen wieder unten in den Warteraum geschickt und ich musste aus einer Reihe von verdeckten Karten, eine Karte ziehen. Auf dieser Karte war die Konfliktsituation beschrieben. Man konnte sich nun vor dem Konferenzraum auf diese Situation vorbereiten. Der Rollenspieler erklärte mir nochmal den Ablauf und ich wurde nach kurzer Zeit hineingeholt. So ein Rollenspiel ist natürlich schwer hier zu beschreiben, wichtig ist nur, seid authentisch, handelt dieses Rollenspiel nicht nach einem Muster der Konfliktlösung ab, das ihr im Internet gefunden habt, geht auf euren gegenüber und seine Probleme ein und lasst euch nicht aus dem Konzept bringen, egal wie ungewöhnlich die Situation und die Umgebung (zwei Polizeibeamte, die sich über jede Aussage Gedanken machen und diese bewerten) ist. Klar, es ist ein RollenSPIEL aber tut so als sei es das echte Leben. Euer gegenüber wird es euch nicht einfach machen, es ist aber in jedem Fall machbar, mit ihm eine Lösung zu finden.
Danach ist die erste Hürde geschafft. Man bekommt zwar kein aktuelles Feedback, dafür aber ein Zettel für die nächste Aufgabe, den Vortrag. Mit diesem Zettel darf man nun einen anderen Raum betreten und sich in einer vorgegeben Zeit in das Thema einarbeiten und sich Stichpunkte machen.
Nach der Zeit wird man wieder in den Konferenzraum geholt und man hält diesen Vortrag mithilfe der Stichpunktkarten, frei stehend vor den Polizeibeamten. Egal was für einen Vortrag ihr halten müsst, achtet darauf, immer nah an dem Thema zu sein, eine sauber Struktur zu haben (Einleitung, Hauptteil, Schluss), eine angemessene Körpersprache zu haben und die max. Zeit von 5 min einzuhalten.
Als das geschafft war, durfte ich wieder warten bis mein Mitstreiter fertig war. Danach ging es in die Postkorbübung. Da war was los :D Nach einer kurzen Erläuterung zu dem Ablauf und dem „aufbereiten“ meines „persönlichen Schreibtisches“ konnten wir starten. Der Rollenspieler übernimmt bei der Postkorbübung die Funktion des „allwissenden“ Kollegen (dies soll nicht abwertende verstanden werden, man kann ihn wirklich Fragen, wenn man nicht weiter weiß. Nur manchmal sind die Antworten nicht zielführend) und jedes Telefonanrufers. Außerdem bekommt man noch ein Heft mit Logikaufgaben, die abgearbeitet werden sollen (mach dir aber keine Sorgen, wenn du wenige bis gar keine Aufgaben daraus machen kannst).
Dann ging es los. 15 min Telefon- und Arbeitsstress. Es war unnormal, was in kurzer Zeit für Aufgaben und Anrufe kamen. Gerichtstermin hier, verschieben eines anderen Termins dort, Mitteilung an den betreffenden Kommissar, Besuchergruppentermin koordinieren, Aufgaben vom Chef, Störung der Faxgeräte melden… Es werden die längsten und evtl. auch die konfusesten 15 min die man bisher telefoniert und gearbeitet hat. Nach den 15min ging ich mit dem Gefühl daraus, dass mir diese Übung das Genick gebrochen hat, ich mich schon auf den neuen Bewerbungszeitraum für das EJ 2018 konzentrieren könnte… eine Aufgabe aus dem Aufgabenheft fertig, eine andere angefangen. Einen Telefonanruf vergessen, zwei weitere mittelmäßig koordiniert...
Wie immer, kein direktes Feedback, warten und auf die letzte Übung vorbereiten – das Interview.
Das Interview ist nicht kompliziert. Man möchte lediglich etwas über dich erfahren. Schulbildung, Hobbys, ehrenamtliche Arbeit, Beruf, und weitere persönliche Angaben, die man über sich machen möchte. Erzähl hier nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. Finde ein geeignetes Mittelmaß.
Danach werden einem Fragen rund um den Polizeiberuf gestellt. Aber jetzt nicht zum Beispiel, welche Farbe hat die Uniform oder was trägt ein Polizeibeamter am Gürtel, welche Pistole bekommt man oder von welcher Firma das Pfefferspray ist.
Eher Fragen wie: Was erwartet Sie in der Ausbildung, wie läuft das Studium ab? Was sind Einsatzgebiete der Polizei? Wenn wir jetzt auf der Wache XY sitzen würden, was könnten für Einsätze auf uns zukommen? Usw. Bereite dich am besten gut darauf vor, es kann sein, dass die Beamten schon etwas in die Tiefe gehen, bei ihren Fragen.
Danach kommt noch ein strukturiertes Interview. Man bekommt Karteikarten mit unterschiedlichen Fragen, muss diese laut vorlesen und zu ihnen Stellung beziehen. Das sind u.a. Fragen wie z.B., Wie gehen Sie mit Rückschlägen um? Oder wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Also nix großes, hier ist wieder die persönliche Meinung gefragt.

Danach war der Tag so gut wie beendet. Es heißt wieder warten bis der Kollege fertig ist. Danach wird man wieder in den Konferenzraum gebeten, wo einem dann das Ergebnis mittgeteilt wird. Auch diesen Testtag habe ich erfolgreich bestanden und den ROW 10x.xx erhalten. Mir wurde dann noch ein ausführliches Feedback über die Tests gegeben und ich hab direkt meine miesen Gefühle zu der Postkorbübung geschildert. Ein Polizeibeamter sagte mir dann, dass dieser Test bei mir sehr gut verlaufen wäre. Der Test wäre dazu da, um die Bewerber in eine Stresssituation zu bringen.
Also, mach dir keine Gedanken, gib dein bestes und das wird schon klappen.
Mit meinem recht guten ROW bin ich dann vollkommen fertig aber überglücklich nach Hause gefahren.
Zeitraum ca. von 12:00 Uhr – 17:00 Uhr

Tag 3 polizeiärztliche Untersuchung
Der alles entscheidende Tag. Mit meinem ROW wäre ich sicher dabei und jetzt fehlt nur noch das GO vom Doc. Und schon vorab muss ich Pollis Aussage zum polizeiärztlichen Dienst dick und fett unterstreichen, rot einkringeln und mit vielen Ausrufezeichen versehen – „hier arbeiten Menschen, keine Monster“. Dazu sogar noch wirklich nette und durchweg freundliche Menschen. Jeder der erzählt, die wollten einen nicht dabei haben und haben dann extra solange gesucht, bis sie was gefunden haben, lügt! Gerade die Menschen beim polizeiärztl. Dienst sind die, die alles dafür geben, einem die Angst vor und während den Untersuchungen zu nehmen und auch der Arzt ist äußerst kompetent und freundlich.
Aber nun genug davon.
Der Termin beim Doc. beginnt sehr früh. 07:15 Uhr da sein – Ab ins Wartezimmer, warten. Wieder zusammen mit 30 anderen Teilnehmern (am besten du kommst direkt in Sportkleidung, musst dich eh oft an und wieder ausziehen und wenn man sich beim Hemd beim zuknöpfen das dritte Mal verknöpft, kann das schon recht nervig werden). Man wird vom PÄD (polizeiärztlichen Dienst) abgeholt, bekommt diverse Laufzettel (Sehen, Hören, Deckblatt) und seine Angaben, die man bei der Bewerbung zum Gesundheitszustand gemacht hat zurück und kann diese nochmals überarbeiten.
Weiterhin sind wieder einige Unterschriften für Belehrungen und Angaben zu Gewichtsveränderung oder zu aktuell eingenommen Medikamenten nötig.
Man wird wieder aufgeteilt und geht dann in das Gebäude des PÄD wo man auf einem langen Flur Platz nehmen darf. Die Stationen auf dem Laufzettel können nun abgearbeitet werden.

- Sehtest
- Gesichtsfelduntersuchung
- Hörtest
- Voruntersuchung
- Ruhe EKG
- Lungenfunktionstet
- Hauptuntersuchung
- Belastung EKG

Womit du letztendlich beginnst ist egal. Wichtig ist nur, bis spätestens 10 Uhr Urinprobe abgeben und auch die Stationen zügig durchlaufen. Hauptuntersuchung kann erst gemacht werden, wenn alle anderen Stationen durchlaufen worden sind. Zum Belastungs EKG kommt man erst nach der Hauptuntersuchung.

Zum Sehtest
Beim Sehtest kommt man in den Raum vor ein Gerät in dem Landoltringe* in verschiedenen Größen angezeigt werden. Wichtig! Es müssen keine Zahlen erkannt werden. Landoltringe sind wesentlich genauer. Die Werte können sich erheblich unterscheiden, sofern der Augenarzt mit Buchstaben oder Zahlen gemessen hat. Für die Brillenträger zunächst ohne Brille, dann mit Brille. Der Test wird nur an dem Gerät durchgeführt. Danach wird noch die Blendempfindlichkeit getestet. Man muss wieder die Landoltringe erkennen, allerdings wird man von einer kleinen Lampe geblendet.

*Landoltringe sind Ringe, die in eine Richtung geöffnet sind (oben, unten, rechts, links, links oben, links unten, rechts oben, rechts unten). Man muss die Richtung angeben, in welche der Ring geöffnet ist.


Zur Gesichtsfelduntersuchung
Man schaut mit einem Auge in ein Gerät hinein, wo in der Mitte vier Punkte sind. Dies soll man mit dem Auge über den gesamten Zeitraum der Messung anvisieren. Es werden im Verlauf der Messung helle Punkte links, rechts, oben und unten angezeigt. Die Position ändert sich dabei. Immer wenn man einen Punkt wahrnimmt, drückt man einen Buzzer. Dann ist das zweite Auge dran und wenn das geschafft ist, geht es weiter.


Zum Hörtest
Man sitzt in einem schalldichten Raum und bekommt einen Kopfhörer auf. Beginnend mit dem rechten und dann dem linken Ohr werden Töne verschiedener Frequenz eingespielt. Sobald man diesen Ton wahrnimmt, drückt man auf einen Buzzer. Nix großes, dauert 3 min.

Zur Voruntersuchung
Die Voruntersuchung findet noch ohne den eigentlichen Polizeiarzt statt. Man geht in eine Kabine, zieht sich bis auf die Unterhose aus und wartet bis man hineingeholt wird. Keine Angst, dich kann keiner sehen, bis auf die freundlichen Damen vom PÄD. Dann heißt es Rot-Grün Sehen, Stereo-Sehen, Wiegen, Messen (Größe, Brustumfang, Taillenumfang), es werden die Zähne begutachtet, Fieber gemessen und man bekommt seinen BMI und die zu strampelnde Wattzahl auf dem EKG gesagt. Wieder anziehen, nächster Test.

Zum Ruhe-EKG
In einem weiteren Behandlungszimmer legt man sich oberkörperfrei auf eine Liege. Es werden an Füßen, Brust und Armen Saugnäpfe angeschlossen, die dazu dienen, die Herzfrequenz einwandfrei bestimmen zu können. Da liegt man dann zwei Minuten und ist danach auch schon wieder erlöst.

Lungenfunktionstest
Der Lungenfunktionstest findet im selben Raum und meist auch direkt im Anschluss an das Ruhe EKG statt. Man bekommt einen Mundstutzen in den Mund und eine Nasenklammer auf die Nase, sodass nur noch das Atmen durch den Mund möglich ist. Danach atmet man einige Mal ganz normal aus und wieder ein. Zum Abschluss wird einmal stark eingeatmet und stark ausgeatmet. Das wars. Man bekommt noch einen Zettel, auf dem man als Leihe sowieso nichts erkennt und darf weitermachen.

Zur Hauptuntersuchung
Dann geht es zur Hauptuntersuchung. Wieder ausziehen bis auf die Unterhosen und hinein geht’s. Der Doc stellt sich kurz vor, fragt einen, ob man physisch und psychisch in der Lage ist, eine Person festzunehmen, dann folgen verschiedene Techniken, wo der Arzt Armbewegung und Kraft feststellen kann. Natürlich begutachtet er auch das restliche Erscheinungsbild und macht auf vorhandene Fettpölsterchen aufmerksam, wie es um den BMI steht, ob man eine Auflage bezüglich des Gewichts bekommt (abnehmen, halten, zunehmen) und dann werden einem noch Augen und Ohren durchleuchtet. Dann heißt es die Hüllen fallen lassen. Der Arzt tastet alles ab und schaut sich die Körperöffnung an (keine Panik, nix schlimmes). Dann werden die Gelenke, Hände und Füße begutachtet. Ist dann alles für gut befunden worden kann man sich wieder anziehen und ab aufs EKG.

Zum EKG
Ein ganz normales Ergorad, wie man es aus dem Fitnessstudio kennt. Vielleicht die etwas ältere Version und ohne Feststellungen über den Füßen. Man bekommt ein Blutdruckmessgerät an den linken Arm und die bekannten Saugnäpfe wieder auf Brust, Bauch und Rücken.
Dann geht es los. Wie viel man trampeln muss, kommt auf das Gewicht und die Leistungsfähigkeit ab. Dazu verlinke ich mal wieder Pollis 99 Fragen und Antworten.

Belastungs-EKG

Ich persönlich musste bis 250 Watt treten. Nicht ganz einfach aber wenn man weiß wofür man es macht, gibt man auch gerne mal 150% Leistung und übersteht so auch diesen Test. Trainiert aber trotzdem früh genug, trinkt und esst auch vor dem Radeln, ein leerer Magen mag es nicht, wenn bis an die Grenzen gegangen werden soll.

Wenn ihr das bestanden habt, müsst ihr noch auf die anderen Kandidaten warten und dann wird euch euer Ergebnis mitgeteilt. Polizeidiensttauglich, polizeidiensttauglich mit Auflage oder polizeidienstuntauglich. In jedem Fall muss man sich noch bei der Verwaltung melden und besprechen, wie es nun mit einem weitergeht. Man bekommt wieder einige Unterlagen zum Unterschreiben und ist danach auch mit dem 3. Tag des Auswahlverfahrens fertig. Je nach Rangordnungswert bekommt man so in den nächsten Tagen entsprechende Unterlagen zugesandt.

Zeitraum ca. von 07:00 Uhr - 16:00 Uhr

Hier nochmal alles Wichtige auf einen Blick
- Nicht verrückt machen vor irgendwelchen Prüfungen
- Es arbeiten dort Menschen, keine Monster!! -> danke Polli :flehan:
- ERST lesen/zuhören, dann bearbeiten
- Üben/Lernen und Trainieren
- Sei freundlich und aufgeschlossen
- Bring dir genug zu essen und zu trinken mit
- Wartezeit ist nicht immer angenehm, unterhalte dich mit den anderen Bewerbern, ihr werdet beide lockerer werden.

Ich warte jetzt noch in aller Seelenruhe auf meinen Dienstantrittsbescheid - und drücke euch allen die Daumen, auch demnächst eure Einstellungszusage und den Dienstantrittsbescheid in den Händen halten zu können!
"Polizeinotruf" :?:
"Bin ich bei der Polizei?" :lupe:
"Nein, ich bin bei der Polizei. Sie sind irgendwo da draußen und telefonieren" :mrgreen:

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Re: Erfahrungsbericht - Einstellungstest NRW

Beitragvon Polli » Do 6. Jul 2017, 14:28

Hi Jake21,


herzlichen Dank für deinen sehr ausführlichen und authentischen Erfahrungsbericht. :blume:

Ich habe den Thread geschlossen, damit er nicht zerredet wird.
Er wird von mir in den 99 Antworten von A - Z aufgenommen. :zustimm:

Gruß und einen guten Einstieg am 1.9.2017. :musik:
Polli (NRW)

--> Hier gibt´s Beratung - bitte mal draufklicken :!:



http://polizeistiftung-nrw.de/


Wählen ist wie zähneputzen, wenn mans nicht macht, wirds braun!


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