Orientierungswoche EJ 2017 - PP Dortmund

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Jake21
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Orientierungswoche EJ 2017 - PP Dortmund

Beitragvon Jake21 » So 10. Sep 2017, 12:39

Hallo zusammen,

Hiermit melde ich mich mal wieder zurück - mit einem weiteren Erfahrungsbericht.
Einem Erfahrungsbericht zur berühmt, berüchtigten Orientierungswoche. :polizei4:

Jepp, ich hab es geschafft! Mit meinem ROW von 10X,XX habe ich es geschafft, in die Auslese der 2000 (2300) Kommissaranwärter für das EJ 2017 zu kommen. Die Auswahlverfahren wurden gemeistert und auch der Polizeiarzt hat mich diensttauglich erklärt. :onceldoc:
Es ist ein unglaubliches Gefühl, den Dienstantrittsbescheid in seinem Briefkasten zu finden. :verweis:

Meine Orientierungswoche begann am 01.09. im Polizeipräsidium (PP) Dortmund - genauer gesagt im Regionalen Trainingszentrum (RTZ) Dortmund.

Vorweg kurz, die Orientierungswoche sind in den Einstellungsbehörden unterschiedlich. Auch kann der Ablauf von Einstellungsjahrgang zu Einstellungsjahrgang variieren - also nagelt mich bitte nicht auf verschiedene Abläufe fest. :apfel:

Bevor der erste Tag der Orientierungswoche begann, mussten wir uns im PP Dortmund beim Polizeiarzt einfinden, um die Einstellungsuntersuchung hinter uns zu bringen

Und jetzt ACHTUNG! :!:
Die Einstellungsuntersuchung ist nicht mit der Untersuchung im Auswahlverfahren in Münster zu vergleichen! :!:

Der Untersuchungstag begann mit Organisatorischem. :vielposten:
Wir fanden uns in einem Seminarraum mit ca. 20 anderen Personen ein. Dort wurden wir kurz begrüßt und beglückwünscht, es bis hierhin geschafft zu haben.
Alle Unterlagen, die uns in den letzten Tagen zugeschickt worden sind und für unsere Einstellung wichtig sind, wurden ausgefüllt an unsere Ansprechpartner übergeben. Dort wurde kurz die Vollständigkeit geprüft und wir wurden über den Verlauf der Orientierungswoche informiert.
Weiterhin bekamen wir eine Mappe mit unzähligen Belehrungen und Infos über unsere Fachhochschule (FH) und unsere Ausbildungsleitung. :vielposten:

Danach ging es runter zum Polizeiärztlichen Dienst. :onceldoc: Kurz angemeldet, Impfpass abgegeben und los gehts zur Blutabnahme (hierdurch wird der Impfstatus geprüft und evtl. Nachimpfungen verordnet).

Dann ging es zur Ärztin. Kurz rein - Oberkörper frei, abhorchen, wiegen, Auflagen prüfen.
„Hat sich etwas verändert seit der letzten Untersuchung?“ - „Nein“ - „Ok, schönen Tag noch“

:!: Sollte natürlich etwas gewesen sein, musst Du das selbstverständlich anmelden. :!:

Ok, Arzt - check. :zustimm:

Dann ging es weiter ins Fotolabor. Fotolabor? 
Genau richtig! Wir konnten uns schon einmal in Schale werfen - in ein Uniformhemd und wurden fotografiert. Für den Dienstausweis und unsere Vereidigung im nächsten Jahr.

Obwohl wir das Hemd am liebsten nicht mehr ausgezogen hätten, mussten wir es trotzdem vorerst wieder abgeben.

Der Tag beim Polizeiarzt war dann auch schon wieder beendet. Alles in allem 1,5h und viele neue Leute kennengelernt.

Einige haben es leider nicht geschafft. Die Zahl war jedoch gering, zwischen 5-10 Personen von 255 Einzustellenden im PP Dortmund.


Tag 1 - Beginn 11:30 Uhr

Es war endlich so weit. Der 1. Tag. Der 01.09. auf den wir alle gewartet haben.
Wir fanden uns im RTZ Dortmund in einer großen Halle ein, um zunächst von unserer Ausbildungsleitung begrüßt zu werden und über viele verschiedene Dinge informiert zu werden.

Unter anderem über unsere Zuteilung zu den Fachhochschulen, die noch nicht genau feststand…
Ein kleiner Wermutstropfen. Ein kleiner Teil wird an der FH in Dortmund studieren, der große Teil an der FH in Münster. Mehr gab es zunächst nicht zu den FH Standorten zu sagen.

Wir erhielten wichtige Infos zu unseren Ansprechpartnern und unserer Behörde, dem PP Dortmund.

Langsam trafen alle Ehrengäste ein. Direktionsleiter, Vertreter der Behörden, der Polizeipräsident Gregor Lange, uvm.

Jetzt ging es für uns erst richtig los. Der Polizeipräsident hielt eine kurze Begrüßungsrede und danach wurden (fast) alle zum/zur Kommissaranwärter/in (Beamter/in) auf Widerruf ernannt.
Jeder wurde aufgerufen uns einzeln nach vorne gebeten. Dort erhielten wir unsere Einstellungsurkunde.

Dementsprechend lange hat es natürlich auch gedauert, bis jeder neue Kollege ernannt wurde.

Jetzt die kleine Anmerkung:
Da die zusätzlichen 300 Einstellungsplätze noch nicht abschließend vom Landtag in den Haushalt aufgenommen worden sind, wurden einige Kollegen zunächst mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet und müssen nun noch auf ihre Ernennung warten.

Alle hoffen, dass dies bis spätesten November geschehen ist und die anderen Kollegen auch die abschließende Gewissheit haben, dabei zu sein.

Nachdem sich die Polizeiseelsorge vorgestellt hat, wurden wir in unser erstes Wochenende als Beamte entlassen.


Tag 2 - Beginn 07:30 Uhr

Der zweite Tag begann schon total spannenden. Wir besuchten das Zentrale Polizeigewahrsam in Dortmund. Der Ort, wo die Streifenwagen, die Festgenommen abliefern und wo sie in der Zelle verschlossen werden.
Wir haben viel über den Arbeitsablauf erfahren und wie die Zellen aussehen, welche Unterschiede es gibt und wo die Gefangenen registriert und fotografiert werden, wo die Sachbearbeiter arbeiten und welche Besonderheiten es gibt.

Danach ging es ins PP Dortmund, wo wir uns eine sehr spannende Ausstellung zum Polizeiberuf anschauen konnten (Diese Ausstellung ist übrigens öffentlich und kann auch von Dir besucht werden)

Mit Bussen, Streifenwagen und Bullis fuhren wir in das Landesamt für Ausbildung - Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) Stukenbrock, unser Ausbildungsort für die praktische Ausbildung.
Und dort konnten wir wirklich viel sehen. Die Sporthalle und das Schwimmbad, Seminarräume, das Fahrsicherheitstraining, die Unfallaufnahme, den Schießstand, Die Mensa, Tatortwohnungen, uvm.

Es war ein total spannender Tag und wir haben eine Menge gesehen.
Am Ende des Tages haben wir auch endlich die Einteilung zu unserer FH erfahren.
Ich bin übrigens in Münster. :zustimm:


Tag 3 - Beginn 07:30 Uhr

Viele Fragen oft - macht man in der O-Woche Sport? Muss man Laufen? CooperTest? Schwimmen? - Jap, Du musst. Zumindest in diesem Jahr und beim PP Dortmund.

Aber dazu später.

Begonnen haben wir mit einem Vortrag des Leitungsstabs. Es ging über unsere Ausbildungsbehörde, unsere Ausbildung, wo wir starten werden und was uns in unserer Ausbildung erwarten wird. Wie wir uns als Polizeibeamte verhalten müssen und was wir in unserer Freizeit zu beachten haben.
Danach stellte sich der Personalrat und die Jugenausbildungsvertretung vor. 
Der Personalrat unterstützt bei rechtlichen Fragen, Regressforderungen und Problemen mit Kollegen und Vorgesetzten.
Die Jugendausbildungsvertretung ist das Bindeglied zwischen Studierenden und Ausbildungsleitung und steht ebenfalls für alle Fragen und Probleme mit Rat und Tat zur Seite.

Der Sportbeauftragte informierte uns zum Thema Dienstsport, wie wir uns fit halten und welche Sportangebote uns zur Verfügung stehen. Welche Sportstätten wir nutzen können und wer uns unterstützt, wenn wir Hilfe brauchen.

Die Sozialen Ansprechpartner stehen ebenfalls für Probleme im privaten, beruflichen und finanziellen Bereich zur Verfügung.

Nach den Vorträgen hieß es nun (endlich) Sport.
Auf dem Plan stand ein Lauf - Weite unbestimmt. Also - umziehen und auf gehts.
Wir trafen uns vor dem RTZ und liefen im Verbund von ca. 20-35 Personen.

Pro Kilometer und am Anfang wurden 10 Liegestütze gemacht. Insgesamt liefen wir eine Strecke zwischen 6 und 8 Kilometer um das RTZ.

Diese 6-8 Kilometer verliefen durchwachsen. Einige von uns mussten feststellen, dass sie noch nicht ausreichend getan haben und das Laufen noch etwas üben müssen. Auch die Ausbildungsleitung machte uns darauf aufmerksam, dass noch viel Sport auf uns zukommen wird und wir weiter trainieren sollten, um diese drei Jahre zu überstehen.

Anmerkung von mir:
Es ist nicht das Schlimmste, wenn Du bei einem solchen Lauf nicht so gut abschneidest, Du solltest Dir aber dennoch bewusst sein, da nicht als letzter Mensch aufzulaufen und zumindest eine Großteil der Kilometer überstehen.
Wir haben alle mal einen guten und einen schlechten Tag. Wichtig ist nur, zu trainieren und seine Defizite weg zu machen.

Die Ausbildungsleitung wird Dir in der Orientierungswoche mehrfach sagen, dass es schwere Jahre werden, dass Du lernen musst, um es zu schaffen, dass Du trainieren musst und machen Dir vielleicht ein wenig Angst, doch sie wollen einfach nur, dass Du weisst, was auf dem Spiel steht.
Jedes Mitglied der Ausbildungsleitung will, dass Du das Studium packst, die Ausbildung gut überstehst und letztendlich Polizist wirst. Du musst es aber wollen und bereit sein, dafür alles zu geben.
Alle Mitglieder der Ausbildungsleitung und viele Menschen bei der Polizei wollen und werden Dich unterstützen, wenn Du Hilfe benötigst und danach fragst.

Das Wichtigste ist es, es mit jeder Faser seines Herzens zu wollen.

Die Polizei braucht alle, aber nicht jeden.


Tag 4 - Beginn 07:30 Uhr

Nachdem der letzte Tag im Zeichen des Sports stand, war der vierte Tag eher ein Tag, wo das Zuhören und die Aufmerksamkeit gefragt war.

Wir wurden über unzählige Pflichte und Rechten belehrt und mussten diese natürlich auch mit unserer Unterschrift quittieren.

Wir erhielten Infos über die Geschichte der Polizei und schlussendlich über den Bachelorstudiengang Polizeivollzugsdienst.

Wie die drei Jahre ablaufen werden und was uns erwartet.

Danach kamen Kollegen aus dem EJ 2016 und standen uns für Fragen zur Verfügung.
So lernten wir auch das erste Mal die Leute kennen, die zusammen mit uns in einem Kurs sind.

Durch die vielen Informationen verlängerte sich unser Dienstschluss auf 16:00 Uhr. Dies war aber nicht schlimm, da wir wichtige Informationen für unsere berufliche Zukunft erhielten.


Tag 5 - Beginn 09:00 Uhr

Der letzte Tag der O-Woche begann in der FH.
Begrüßt wurden wir in der Mensa der FH, die zugegebenermaßen etwas zu klein für rund 200 Studierenden ist.

Nach der herzlichen Begrüßung fanden wir uns in den neuen Kursräumen mit einem unsere neuen Dozenten ein. Dieser gab uns einen kurzen Überblick über sein Fach und die Räumlichkeiten der FH.

Nachdem wir uns alle etwas beschnuppert hatten erkundeten wir die FH.
Es wurden einige Vorträge gehalten, die Gewerkschaften stellten sich vor und es gab
Vorträge zu Themenschwerpunkten des Studiums.

Ein recht kurzer, spannender Tag, der uns auf die Arbeit in der FH vorbereitete.

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Ja, das war meine Orientierungswoche. Ich habe viele Eindrücke mitnehmen können. Es wird eine sicherlich tolle aber anstrengende Zeit werden und wir werden von unseren Dozenten, die alle sehr bemüht sind, gut auf den weiteren Lebensabschnitt vorbereitet.
Auch unsere sehr gute Ausbildungsleitung steht uns immer hilfreich zur Seite. :zustimm:

Ich wünsche Dir viel Erfolg im Auswahlverfahren und alles Gute für
Deine berufliche Zukunft.

Solltest Du Fragen haben, kannst Du dich gerne melden.

Liebe Grüße
PC Test - check
AC - check
ROW 10x,xx
PDT

Einstellungszusagen 19.04.

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Re: Orientierungswoche EJ 2017 - PP Dortmund

Beitragvon Polli » So 10. Sep 2017, 15:04

Hi Jake21,

herzlichen Dank für deinen Erfahrungsbericht.

Damit dieser übersichtlich bleibt, schließe ich diesen.

Viel Erfolg bei deinem Studium. :zustimm:

Gruß :polizei2:
Polli (NRW)


--> Hier gibt´s Beratung - bitte mal draufklicken :!:



http://polizeistiftung-nrw.de/


Wählen ist wie zähneputzen, wenn mans nicht macht, wirds braun!


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