Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

Hennessy
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Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Hennessy » Di 12. Nov 2019, 16:51

Guten Tag liebe CopeZone Mitglieder + Admins

Ich hoffe das man auch negative Erfahrungen während des Studiums/LAFP/Praktikums teilen kann!?


Ich bin zurzeit noch Studierender und bald fertig mit dem “Studium”.
Nun komme ich mal zu ein paar Punkten, die mich sehr bedrücken. Ihr könnt eure Gedanken und Meinungen dazu teilen und von eigenen berichten.


- ARROGANZ
Leider musste ich die Erfahrung machen, das die meisten Kollegen im laufe des Studiums arrogant werden & nicht wenige fertig ausgebildete arrogant sind. Jeder denkt er wäre der Beste und Geilste.

Kurz und knapp: nur weil du Polizist bist, macht dich das nicht wertvoller oder besser als jemand der in der freien Wirtschaft seine Brötchen verdient. Leider strahlen viele Kollegen genau diese Denkweise aus.

- GRUPPENBILDUNG
in der Fachhochschule sowie im Dienst war dies der Fall. Ein Paar wurden somit ausgegrenzt.
#teamfähigkeit :polizei13: Ja vllt innerhalb der besagten Gruppe

- MOBBING
ist leider ebenfalls ein Thema. Bei uns im
Kurs wurde jemand dauernd blöd angemacht, immer kam ein Spruch und er wurde ausgegrenzt. Es hat erst ein ende gefunden als ich mit der Ausbildungsleitung gedroht habe.

- TUTOR
Mein Tutor hat mir den Beruf zu guter letzt dann am meisten vermiest. Ich war schockiert über die Einstellung dem Bürger gegenüber. Wir haben den Bürger eher weniger geholfen, immer war der Bürger der Doofe und der Anstrengende.
Ich wette die Meisten haben damit argumentiert, wieso sie den Beruf eigentlich machen möchten, weil sie den Menschen helfen wollen.
Anzeichen für den Willen dafür suchte ich vergebens. Bestrafen war interessanter.

Die meisten Tutoren besitzen 1 Stern und wollen lieber befördert werden. Dementsprechend durfte ich die ekelhafte aufgesetzte Verhaltensänderung meines Tutors gegenüber den wechselnden Kollegen auf Streife beobachten, um gut bei denen anzukommen damit die Beurteilung hoffentlich auch gut ausfällt.

Außerdem hat mein Tutor jede Situation genutzt um dem Bürger gegenüber lauter zu werden. Da frage ich mich ob die sich privat auch so etablieren können oder ob es nur die Uniform ist, die zu so einem Selbstbewusstsein führt. :stupid:
Privat niemand & im Dienst das sagen haben ne?🤦🏻‍♂️

Man kann nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Wahrscheinlichkeit solche Verhaltensmuster anzutreffen ist leider sehr hoch :frown:


Wegen Zeitmangel war es das jetzt erstmal von mir. Ich hoffe das ich die Dienststelle wechseln kann wenn ich fertig bin und die humanen netten Kollegen woanders überwiegen. Der Lernstoff ist mega interessant, der Beruf auch, aber die Kollegen sind es leider nicht. Seit dem ich bei der Polizei bin habe ich wenig sympathie entwickelt, obwohl ich zuvor neutral eingestellt war.

Haltet den Ball flach und bleibt am Ball. Man wird schon früh genug sehen das ihr Polizisten seid. Das müsst ihr nicht mit eurem Status oder durch Taschen mit dick und fett „POLIZEI“ drauf beweisen. Ich weiss, viele müssen sich noch profilieren und etablieren.
Zuletzt geändert von Hennessy am Mi 13. Nov 2019, 11:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon 1957 » Di 12. Nov 2019, 19:14

Es ist sicher gut, sich mal hier auszukotzen. Persönliche schlechte Erfahrungen sollten aber nicht auf alles übertragen werden, denn so schlecht ist es im allgemeinen nicht - es sei denn, die KA sagen in den Rückmelderunden die Unwahrheit.
Ich war/bin Bärenführer/ Tutor/ Ausbilder/Prüfer. Habe dabei viele junge Menschen kennen und schätzen gelernt. Keiner hat derart negativ zurückgemeldet.



Mißstände müssen den richtigen Stellen gemeldet werden - sonst wird sich nichts ändern. Offenheit ist für jedes Team ein Muss. Funktioniert natürlich nur, wenn der/die "Köpfe" da mitmachen.

Aufgrund der Personalnöte und Einstellungsquoten werden nicht mehr nur die Besten zum Tutor/Tutorin.
Fehlverhalten muss angesprochen werden .
Ein wenig Selbstkritik muss natürlich auch sein. Nicht immer geht eine bestimmte Tonlage mit einem entsprechenden Menschenbild einher.

Überall dort, wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es Probleme. Gegenseitige Wertschätzung, sich hin und wieder mal zurücknehmen und Mißliebigkeiten anzusprechen sind der Schlüssel.

Ansonsten, herzlich willkommen im echten Leben. :polizei2:

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Hennessy » Di 12. Nov 2019, 19:49

Schöne und wahre worte. Kann ich nur annehmen und mir gedanken drüber machen.
Natürlich war dies alles kein dauerzustand aber irgendwie immer present, jedoch auch erfahrungen die ich tatsächlich gemacht habe.

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 12. Nov 2019, 20:10

Und ist im Kontext mit deinen Beiträgen unmittelbar zuvor sicherlich auch in Relation zu bringen, oder?
:lah:

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Miss Marple 2017 » Di 12. Nov 2019, 20:55

@Hennessy
Danke,
für einen weiteren "informativen Beitrag".
EJ 2017

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Officer André » Di 12. Nov 2019, 22:19

Es wird immer Kollegen geben, mit denen man sich ganz und gar nicht grün ist.

Bei der Polizei gibt es alles Mögliche an Charakteren.

Ich kann nicht behaupten, dass die Mehrheit meiner Kollegen arrogant und streitlustig sei.

Zur Dummheit vom Gegenüber:
Dumm ist der, der Dummes tut
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Ale » Di 12. Nov 2019, 23:02

Du bist EJ 18, da frage ich mich doch wie du darauf kommst, bald "fertig" zu sein... Der Spaß des Studiums beginnt für dich doch gerade erst? :o

Ansonsten stimme ich dir sogar ein einigen Punkten zu, insbesondere was die Arbeitseinstellung und das Gebahren einiger fertiger Kollegen betrifft. Insbesondere im Einsatztraining macht sich das an Lehrenden bemerkbar, die vielleicht 5 Jahre auf der Straße waren und es dann es "geschafft" haben, ihr Verwendungskonzept in Selm 10 Jahre aufrecht zu erhalten und sich da aufführen, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gegessen. Abwertendes Verhalten inklusive.
Das beruht aber vielleicht auch ein bisschen auf Gegenseitigkeit, denn auch auf Studierenden-Seite gibt es Vertreter, mit denen man sich nicht rumplagen will, weder als KA-Kollege, noch als Lehrender. Da muss man durch, irgendeiner sagte ja schon, Schule des Lebens. Da wirst du auch nicht viel dran ändern können, außer es selbst besser zu machen und vor allem dir dieses Bewusstsein zu bewahren.

Gleiches gilt für die Tutoren und die Kollegen die du auf der Straße erlebst. Jeder hat da eine andere Motivation, und hier und da kann man einiges auch hinterfragen. Aber es sind bei weitem nicht alle so. Und wenn du mit deinem Tutor so garnicht konform gehst und das auch valide belegen kannst, kannst du das immer noch ansprechen; i.d.R. geht man im Verbund der entscheidenden und betroffenen Instanzen damit sehr gut um und schaut, was möglich ist.

Das Verhalten untereinander.. da ist jeder Kurs etwas anders gestrickt. Wir haben keinerlei Probleme mit Mobbing. Klar, es wird sich mal geneckt, und es ist auch nicht jeder gleich beliebt. Aber wenns drauf ankommt funktioniert der Kurs. Vielleicht auch ein Grund, warum wir leistungsbedingt bisher "nur" einen verloren haben. Andere Kurse sind da anders. Ich kann aber nicht beurteilen, woran das liegt. In unserem Kurs sind wir auch 4-5 Leute die über 25 bzw. über 30 sind - da merkt man schon wo die Reise hingeht wenn einer mal querschlägt, dieser Personenkreis steuert dann nämlich auch oft mal die moralische Richtung. Man muss bedenken, dass viele von uns / euch ja direkt nach dem Abi anfangen, oder nach dem mittlerweile ja scheinbar obligatorischen Auslandsjahr, wonach kaum einer reifer ist als vorher, wie mir scheint. :polizei4: Wenn ich bedenke was ich mit 18-22 Jahren für Flausen im Kopf hatte...

So weit. Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit würde ich dir noch ans Herz legen, die Groß- und Kleinschreibung in Betracht zu ziehen. Nobody is perfect, ich hab sicher auch hier und da Fehler, aber das Ganze komplett zu ignorieren, stört irgendwie den Lesefluss und kann damit indirekt auch eine ablehnendere Haltung hinsichtlich des Inhaltes auslösen.
EJ 17 NRW

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon 1957 » Mi 13. Nov 2019, 07:38

Korrekt. :zustimm:

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Hennessy » Mi 13. Nov 2019, 11:06

Danke auch dir Ale!
Ich hab den text mit dem Handy verfasst, war einfach schneller den text so zu verfassen.
Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 20:10
Und ist im Kontext mit deinen Beiträgen unmittelbar zuvor sicherlich auch in Relation zu bringen, oder?
Was genau meinst du Kaeptn?

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Hennessy » Mi 13. Nov 2019, 11:46

Miss Marple 2017 hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 20:55
@Hennessy
Danke,
für einen weiteren "informativen Beitrag".
Hallo Frau Marple 2017, ist das Ironie?

Ich finde, dass man auch negative Sachen ansprechen muss. Andere trauen sich nicht sowas anzusprechen oder haben keine Lust.

Ich habe hier auch nicht von Einzelfällen berichtet, das wird ja immer so schön als Einzelfall runtergespielt.

Ich bin mir auch sicher, dass so eine Thematik an den jüngeren Kollegen noch viel mehr am Mittelpunkt des Popos vorbeigeht.
Du hast direkt nach der 12ten Klasse das Studium begonnen.
Ich bin 31 Jahre alt, berufserfahren und auch bereit unerwünschte Kritik zu äußern. Ich habe mich in der CopZone totgelesen und wäre damals für kritische Erfahrungsberichte dankbar gewesen :) :) :)

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Officer André » Mi 13. Nov 2019, 16:43

Hennessy, du hast bisher das erste Praktikum hinter dir und das Zweite steht noch aus, korrekt?

Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon 1957 » Mi 13. Nov 2019, 17:45

Hennessy,

wenn du das nur hier ansprichst, ist das keine besondere Sache. Viel wichtiger ist, dass du die entsprechenden Stellen informierst.

Außerdem kannst du nur von Einzelfällen sprechen, denn dass kann nur deine persönliche Beobachtung/en gewesen sein. Anderes zählt i.d.R. nciht. Das dann zu verallgemeinern, wäre falsch.

Und falls du wirklich erst das erste Praktikum absolviert hast, dann solltest du nur den "Dienstweg" beschreiten und einfach mal nachdenken.


Ich hatte geglaubt, du wärst schon fertig. Bei EJ 2017 sollte das auch so sein. Falls nicht, ist deine Position ein wenig schwach. Zunächst mal durch deinen Status und schließlich durch deine außerordentlich geringe Praxiszeit. Hast du mit deinem Tutor schon mal gesprochen? Hast du mit deinem DGl schon mal gesprochen? Hast du die Studienbegleitung, Ausbildungsleitung mit einbezogen?
Zuletzt geändert von 1957 am Mi 13. Nov 2019, 17:58, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Miss Marple 2017 » Mi 13. Nov 2019, 17:53

Hennessy hat geschrieben:
Mi 13. Nov 2019, 11:06
Danke auch dir Ale!
Ich hab den text mit dem Handy verfasst, war einfach schneller den text so zu verfassen.
Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Di 12. Nov 2019, 20:10
Und ist im Kontext mit deinen Beiträgen unmittelbar zuvor sicherlich auch in Relation zu bringen, oder?
Was genau meinst du Kaeptn?
Hallo Hennessy,
ich glaube der Kaeptn meint deine letzten Beiträge die du im EJ 17 und EJ 18 verfasst hast.


Und jetzt zumachen.
EJ 2017

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon 1957 » Mi 13. Nov 2019, 17:56

Miss Marple,

wozu soll diese Aufforderung gut sein? Bischen voreilig, oder?

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Re: Negative Erfahrungen - Studium/LAFP/Praktikum

Beitragvon Miss Marple 2017 » Mi 13. Nov 2019, 18:19

1957 hat geschrieben:
Mi 13. Nov 2019, 17:56
Miss Marple,

wozu soll diese Aufforderung gut sein? Bischen voreilig, oder?
1957 hat geschrieben: ↑
Mi 13. Nov 2019, 17:45
Ich hatte geglaubt, du wärst schon fertig. Bei EJ 2017 sollte das auch so sein. Falls nicht, ist deine Position ein wenig schwach. Zunächst mal durch deinen Status und schließlich durch deine außerordentlich geringe Praxiszeit. Hast du mit deinem Tutor schon mal gesprochen? Hast du mit deinem DGl schon mal gesprochen? Hast du die Studienbegleitung, Ausbildungsleitung mit einbezogen?

Hallo 1957,
du hast doch die perfekte Empfehlung gegeben. Damit ist doch alles gesagt.

Warum "Zumachen"?
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