NRW - Gutes und Schlechtes

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NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon FeuerBlitz » Do 30. Apr 2020, 19:55

Hallo Allerseits,

Ich haben schon viel in diesem Forum gestöbert, dabei tolle Themen gelesen und viel neues gelernt. :lupe:

Wie z.B., dass (dem Föderalismus sei Dank) nicht jede Lapo gleich ist. Zumindest was Mittel, Aufgabengesetzt Und Und Und angeht. Zu vielen Bundesländer habe ich bereits Themen gelesen, in denen es um die positiven aber auch nicht so positiven Seiten ihres BL geht. Da ich mich erfolgreich für mein Traumbundesland NRW beworben habe und voller Vorfreude auf den 01.09 warte, interessiert mich die Situation hier besonders. Auch gerne mit Vergleichen zu anderen LaPos. :mukkies:

Falls es einen solchen Thread schon gibt, dann habe ich in leider mit der SuFu nicht gefunden ;-(

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Controller » Do 30. Apr 2020, 20:50

dein Text ist nicht einfach zu lesen :polizei4:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon ger3k » Fr 1. Mai 2020, 18:06

Herzlichen Glückwunsch zunächst.

NRW ist im bundesvergleich meiner Meinung nach das beste Bundesland aus polizeilicher Sicht. Gründe hierfür sind
- zweigeteilte Laufbahn und somit gutes Einstiegsgehalt
- freie Heilfürsorge und keine Beihilfe wie in RLP oder Hessen
- gute Aufstiegsmöglichkeiten und breite Verwendungsmöglichkeit
- gute Beförderungssituation in den Präsidien.

Ich denke andere Bundesländer sollten sich ein Beispiel nehmen grade was die Thematik zweigeteilte Laufbahn (jeder PVB im gehobenen Dienst) angeht. Das ist aber meine persönliche Meinung. Im Endeffekt ist es natürlich eine Kostenfrage. Bei NRW hab ich zumindestens dass Gefühl, dass man in die Polizei investiert und diesen Beruf attraktiv machen möchte. Andere Bundesländer schlafen da m.M. nach zu sehr.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Controller » Fr 1. Mai 2020, 18:29

Ich denke andere Bundesländer sollten sich ein Beispiel nehmen grade was die Thematik zweigeteilte Laufbahn (jeder PVB im gehobenen Dienst) angeht.
https://www.polizei.de/Polizei/DE/Home/home_node.html

alle zusammengefasst, schau dich um, welche Länder die zweigeteilte Laufbahn schon seit zig Jahren haben !
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Yen » Sa 2. Mai 2020, 04:24

Wegen der guten Aufsiegtsmöglichkeiten weiß ich das grad nicht zu bestätigen.
Aber bin ja noch frisch.

Mein Kenntnisstand ist, dass jeder frische PK in seiner ersten richtigen Beurteilung (nicht die nach einem Jahr) eine drei bekommt. Komplett unabhängig von der tatsächlichen Leistung und Fähigkeiten.
Bekommt man vom DGL eine bessere Beurteilung, dann setzt der WL die herab.
Soll wohl von den meisten Behörden so gehandhabt werden.

Ich weiß nicht, wie es danach wirklich aussieht.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 2. Mai 2020, 07:19

Und wird aktuell trotzdem damit befördert. Und wenn der DGL gut ist und das schlüssig begründet oder aber weiß, dass er oberhalb des Wachleiters ansetzen muss, dann wird auch nicht herabgesetzt. (Ich glaube, wir hatten 180 Regelbeurteilungen in A9, aber knapp 200 Beförderungsstellen, oh Schreck.)

In NRW wird aktuell so gut befördert, wie selten zuvor. Und auch, wenn das nie jemand hören mag, wegen der konsequenten Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn - an der nur eine Gewerkschaft solide mitgearbeitet hat. In den großen Behörden sind Standzeiten nach A10 nach Ausbildung fünf Jahre und A11 nach weiteren drei Jahren keine Seltenheit. Wenn jetzt wieder ein Bayer kommt: Evtl. geht es bei euch noch schneller, aber wir fangen alle direkt bei A9 an.
IT Ausstattung ist gut, Ausrüstung ist gut, Fuhrpark streiten wir uns drüber, aber zumindest kommt immer was neues und wir habem keine km Stände über 100.000. Baulich tun wir aktuell auch viel.

Durch Einrichtung BFH ist nun auch unsere BP Familie komplett und man kann überall landen, wo man will. Wenn ich meine Stationen und Karriere so betrachte, hätte es nirgends als in NRW so gut laufen können - wenn man offen ist und sich bewegt.

Aber: Das ist eine Momentaufnahme. Es ging uns auch schon schlechter. Und wenn du zB nicht aus NRW kommst und A10 oder freie Heilfürsorge zwischen Zweitwohnsitzmiete und Fahrtkosten aufreibst, dann nützt dir das auch nicht viel.
:lah:

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon BennyderHund » Sa 2. Mai 2020, 08:53

Nunja, das mit der Dreier-Beurteilung, das stimmt so weitestgehend. Aber wie Kaeptn schon schrieb: auch damit kann man aktuell befördert werden. Selbst in meiner Behörde, die eigentlich keine Großbehörde ist, ist das die letzten Male immer so gewesen. Da war das Entscheidungskriterium lediglich die Verweildauer im akutellen statusrechtlichen Amt. Sprich: wer am längstem Beamter auf Lebzeit war, der war dran. Im Schnitt waren die Leute ca. sieben Jahre aus der Ausbildung raus. Tendenz fallend in Richtung sechs Jahre.

Aktuell sieht das in NRW also eigentlich ganz ordentlich aus. Natürlich kann es woanders wieder noch besser aussehen. Ich bin jetzt zum Beispiel ca. 5,5 Jahre aus der Ausbildung raus und "noch" PK. Eine ehemalige Kollegin, welche 1 oder 2 Jahre nach mir mit der Ausbildung fertig wurde, und von NRW nach Hessen wechselte, wurde vor ein paar Monaten nach A10 befördert.

Aber will man wirklich aus seinem gewohnten sozialen Umfeld raus, nur damit man ein Jahr eher beförder wird? Mir wäre es nich wert.

Ein Pluspunkt an NRW für mich ist auch, dass man selbst innerhalb NRWs nicht groß umhergeschickt wird und in aller Regel heimatnah, sowohl in der Ausbildung als auch danach, verwendet wird.

Wenn NRW doch dein Traumbundesland ist, dann fang doch auch hier an. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass du auch aus NRW kommst?!

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon FeuerBlitz » Sa 2. Mai 2020, 09:21

Ich komme aus NRW und habe auch nicht vor wo anders hin zu gehen, da ich mich dieses Jahr auch nur hier beworben habe. Ich wollte einfach Mal aus Neugier wissen wie NRW so abschneidet. Vlt hilft dieser Thread später auch Jemanden der sich bezüglich NRW noch nicht so sicher ist :polizei10:

Daher schon Mal vielen Dank für die bisher doch so positiven Antworten.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon BennyderHund » Sa 2. Mai 2020, 09:54

Achso. Kam jetzt so rüber, als hättest du auch noch in anderen BL Bewerbungen laufen. Na dann guten Start und gutes Gelingen! :zustimm:

Auch du wirst schnell feststellen: es ist nicht alles Gold was glänzt. Ich weiß, das sind jetzt doofe Phrasen. Aber im Prinzip ist es so. Und wie heißt es ebenfalls so schön: alles hat seine Vor- und Nachteile. Aber im Großen und Ganzen bin ich damit zufrieden, wie alles gelaufen ist.

Da fällt mir noch ein weiterer positiver Aspekt für NRW ein: ich finde, dass man aktuell auch recht schnell die Möglichkeit bekommt, neben dem Streifendienst noch andere Dienststellen kennenzulernen. Ich konnte zum Beispiel nach vier Jahren im Wach- und Wechseldienst auf eine neue Stelle wechseln. Andere Kollegen in meiner Behörde haben es sogar noch schneller geschafft. Zudem werden auch häufig bei uns Kollegen von den Wachen gezogen, die die Kommissariate in Ermittlungskommissionen unterstützen.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 2. Mai 2020, 09:56

Wobei man eingestellt wird, um Funkwagen zu fahren. Was nach meiner Bewertung nach wie vor die Königsdisziplin ist und am meisten Bock macht.
:lah:

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon BennyderHund » Sa 2. Mai 2020, 10:25

Natürlich. Ich hab ja nicht gewechselt, weil ich keinen Bock mehr auf Straße hatte. Sondern weil ich im Vorfeld beim Aushelfen festgestellt habe: das macht auch Spaß und bei der nächsten Ausschreibung bewirbst du dich darauf. Ich weiß aber auch, dass ich meine jetztige Tätigkeit nicht ewig machen kann und werde. Mittelfristig seh ich mich auch wieder aufm Bock. :polizei2:

Aber wie du ja auch schon sagtest: das ist ja auch nur eine Momentaufnahme. In ein paar Jahren, wenn die Pensionswellen nachgelassen haben, sieht das auch wieder anders aus.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Rennschnecke » Sa 2. Mai 2020, 11:58

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Sa 2. Mai 2020, 07:19
Und wird aktuell trotzdem damit befördert. Und wenn der DGL gut ist und das schlüssig begründet oder aber weiß, dass er oberhalb des Wachleiters ansetzen muss, dann wird auch nicht herabgesetzt. (Ich glaube, wir hatten 180 Regelbeurteilungen in A9, aber knapp 200 Beförderungsstellen, oh Schreck.)

In NRW wird aktuell so gut befördert, wie selten zuvor. Und auch, wenn das nie jemand hören mag, wegen der konsequenten Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn - an der nur eine Gewerkschaft solide mitgearbeitet hat. In den großen Behörden sind Standzeiten nach A10 nach Ausbildung fünf Jahre und A11 nach weiteren drei Jahren keine Seltenheit. Wenn jetzt wieder ein Bayer kommt: Evtl. geht es bei euch noch schneller, aber wir fangen alle direkt bei A9 an.
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Aber: Das ist eine Momentaufnahme. Es ging uns auch schon schlechter. Und wenn du zB nicht aus NRW kommst und A10 oder freie Heilfürsorge zwischen Zweitwohnsitzmiete und Fahrtkosten aufreibst, dann nützt dir das auch nicht viel.
Wenn man das als „Niedersachse“ liest, 5 Jahre nach Beendigung des Studiums A10. In Hessen ist es ähnlich, ggf. sogar noch schneller. In Niedersachsen darf man gerne doppelt so lange warten. 10-13 Jahre sind keine Seltenheit.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 2. Mai 2020, 11:59

Aber dafür bist du in Niedersachsen.
:lah:

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon akp_20 » Sa 30. Mai 2020, 10:14

Nichtmal einen Stern auf der Schulter und dann hier über Beurteilungen und Beförderungen meckern... da hab ich echt keine weiteren Fragen mehr!

Ein hoch auf den Nachwuchs!

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 30. Mai 2020, 11:04

Wo liest du das?
:lah:


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