NRW - Gutes und Schlechtes

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1957
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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon 1957 » Sa 30. Mai 2020, 12:59

Das bezieht sich wohl auf den Beitrag von Yen.

"Mein Kenntnisstand ist, dass jeder frische PK in seiner ersten richtigen Beurteilung (nicht die nach einem Jahr) eine drei bekommt. Komplett unabhängig von der tatsächlichen Leistung und Fähigkeiten.
Bekommt man vom DGL eine bessere Beurteilung, dann setzt der WL die herab.
Soll wohl von den meisten Behörden so gehandhabt werden
"

Yen, ich versuch's mal einfach zu erklären: Berufsanfänger bekommen in NRW 2 Beurteilungen während der Probezeit, die nach 1em Jahr und die Probezeitbeurteilung zum Abschluß der Probezeit, die dann zur Anstellung auf Lebenszeit führt. In der Vergleichsgruppe befinden sich nur Probezeitkollegen. Diese Beurteilung ist nicht vergleichbar mit der "Regelbeurteilung" für nahezu alle anderen Kollegen und Kolleginnen. 9 Monate nach der Probezeitbeurteilung erhalten die Berufseinsteiger ihre erste "Regelbeurteilung". Mit dieser müssen sie sich mit allen anderen a9ern messen. Das sind viele, die i.d.R. längere Dienstzeiten aufweisen können, was wohl auch die Möglichkeit deutlich längerer kontinuierlicher und guter Leistung indiziert.
An jede Beurteilung ist ein strenger Maßstab anzulegen - für alle. Bei der Vergabe von 1-5 Punkten liegt der Durchschnitt bei 2,5 Punkten. Bei glatt 2 Punkten ist man so gesehen noch Durchschnitt. Es grds. gibt 7 Beurteilungsmerkmale, die für jeden zu gewichten sind. Die einzelnen Merkmale zusammen ergeben das Gesamtergebnis. 70 % aller Beurteilten finden sich bei 1 - 3 Punkten. 30 % ( 20 % 4 Punkte und 10% 5 Punkte sind streng quotiert)

Es wird keineswegs, wie du behauptest, unabhängig von den tatsächlichen Leistungen beurteilt.
Zunächst ist es eine Sache, wie man sich selbst einschätzt, gleichwohl ist "Leistung nicht individuell bestimmt, sondern durch die Organisationsziele. Mit Leistung sind auch nicht einzelne Aktionen gemeint, sondern ein langer ( hier drei Jahre) kontinuierlicher Prozess.
Es ist aber durchaus möglich, auch in dieser ersten beförderungsrelevanten Beurteilung, besser als mit einer Drei abzuschneiden. Die Konkurrenz aber ist sehr groß, was eben die Wahrscheinlichkeit stark reduziert.
Wenn eine Beurteilung herabgesetzt wird, dann deshalb, weil die vom Erstbeurteiler ( i.d.R. DGL) angeführten Argumente für eine bessere Beurteilung nicht ausreichen. Ein DGL muss seinen Kollegen und Kolleginnen erklären können, warum die Beurteilung so ist, wie sie dann ist.
Das Beurteilungssystem ist sehr komplex und hat viele Komponenten, ist sicher auch nicht frei von Fehlern. Ein optimales System gibt es nicht. M.E. ist es sehr wichtig, in diesem Metier Kenntnisse zu haben ( kann man sich verschaffen), dann kommt es auch nicht zu so platten Behauptungen wie der deinen.

Die Anzahl der Beförderungsstellen ist abhängig vom Finanzminister. In guten Zeiten gibt es meist mehr Stellen als überdurchschnittliche Beurteilungen. In schlechten Zeiten gibt es schon mal weniger Stellen als überdurchschnittliche Beurteilungen.

Ansonsten finde ich, dass NRW derzeit recht viel auf die Beine stellt. Es ist allerdings die gleiche Arbeit wie anderswo.
Wichtig ist, das man ein gutes Betriebsklima, gute Chefs und wenig Faulbeine dabei hat. Das hat viel mit der persönlichen Einstellung zu tun. Also daran kann jeder arbeiten.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Yen » Sa 30. Mai 2020, 13:55

Der Beitrag kann sich eigentlich nicht auf mich bezogen haben.
Weder fehlt mir der Stern, noch habe ich gemeckert.
Das waren meine Erfahrungen aus meiner Behörde.

Ich sage dir mal trotzdem was allen frisch ausgelernten Kollegen in meiner Behörde von unserem WL gesagt worden ist.

"Jeder bekommt mit der ersten Beurteilung eine 3. Dabei ist die persönliche Leistungsfähigkeit egal. Wer gut ist, der wird entsprechend schneller von A10 nach A11 befördert." (sinngemäß)

Dass es theoretisch anders geht weiß ich auch, aber der Plan meiner Behörde ist wie oben beschrieben.
Passt auch zu einer Aussage meines Tutors in meinem ersten Jahr :"Gute Leistung wird nicht belohnt und schlechte nicht bestraft." (Zitat)

Mittlerweile habe ich eine Zwischenbeurteilung erhalten und erfahren, dass frischen A9er wie mir sogar eine 2 gegeben werden soll, damit wir uns von den erfahrenen A9ern absetzen.
Spricht für den Beitrag vom Käptn, das ausreichend Beförderungsstellen vorhanden sind und diese nicht an die frischeren A9er gehen sollen, aber das vermute ich bloß.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon akp_20 » Sa 30. Mai 2020, 14:37

Ja war auf den Yen Beitrag bezogen! Dafür
muss ich mich entschuldigen - ich hab dich mit dem KA aus dem EJ 17 verwechselt!

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon 1957 » Sa 30. Mai 2020, 15:48

Yen, was Euch der Wachleiter sagte, ist zwar stark vereinfacht, aber richtig. Man könnte sich mehr Mühe geben, das zu erklären, damit es nachvollziehbarer wird. Leider interessiert es viele nicht.
Es wird aber kaum gelingen, alle zufrieden zu stellen. Von daher ok. Wirklich mal an die eigene Nase fassen und versuchen, das Ganze nachzuvollziehen. Grundsätzlich dürfte es richtig sein, dienstälteren im Eingangsamt A9 die besseren Berurteilungen zu geben. Mehr Erfahrung, mehr Belastung, bes. Aufgaben ( EB, Tutor, Streifenführer,Spezialisierungen, AG etc) wären die Gründe. In wenigen Jahren wirst du selbst in der Situation sein, dich mit weniger erfahrenen Kollegen und Kolleginnen messen lassen zu müssen.

ja, das mit der 2 stimmt auch. Wie ich schon schrieb, die 2 ist eine Durchschnittsbewertung und bedeutet nichts schlechtes ist aber bei ganz vielen noch mit einem Makel behaftet. Bislang wurden überwiegend bzw. fast ausschließlich die 3 - 5 Punkte vergeben. 2 und 1 Punkt so gut wie gar nicht. Zu unrecht. Dadurch drängten sich alle im drei Punkte Bereich und es gab kaum Möglichkeiten, das zu differenzieren. Mal ehrlich, wo es 4 + 5 Punkteleute gibt, gibt es auch 1 + 2 Punkte Leute.

Kollegen und Kolleginnen, die wirklich überdurchschnittliches über Jahre hinweg leisten, sind handverlesen. Die findet man nicht an jeder Ecke.

Im übrigen sind Beurteilungen in jedem Bundesland ein schwieriger Aspekt.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Kulinka » Mo 15. Jun 2020, 22:04

Hallo 1957,
Kollegen und Kolleginnen, die wirklich überdurchschnittliches über Jahre hinweg leisten, sind handverlesen. Die findet man nicht an jeder Ecke.
diese Erfahrung macht man in eigentlich allen Berufsfeldern. Wirklich konsequent überdurchschnittliches zu leisten, ist zudem erst ab einer gewissen Erfahrungsstufe überhaupt möglich. Als Externer finde ich daher, dass das NRW-System, so wie Du es beschreibst, an dieser Stelle gut konzipiert ist. Berufsanfänger, die durch gute Leistungen oder hohe Motivation auffallen, profitieren nach meiner Erfahrung (wiederum Erfahrung aus anderen Berufsfelder) in ihrer weiteren Arbeitsbiographie ohnehin eher nicht davon, zu früh offiziell "ausgezeichnet" worden zu sein. Den meisten wirklich guten Leuten ist außerdem klar, dass eine wirklich gute Bewertung erst nach längerer entsprechender Performance überhaupt angemessen ist.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Inspektor_GER » Di 16. Jun 2020, 00:37

1957 hat geschrieben:
Sa 30. Mai 2020, 15:48
Im übrigen sind Beurteilungen in jedem Bundesland ein schwieriger Aspekt.
Ein richtiger Hinweis. Und um auf die Frage nach den Pros und Contras NRWs einzugehen, zeige ich zum Vergleich jetzt mal auf, wie das mit den "Beurteilungen" in Hessen läuft (nur damit du weißt, wie gut du es in NRW hast):

Die Beurteilungen der A9er sind vollkommen irrelevant. JEDER (und ich meine wirklich JEDER) mit den formellen Voraussetzungen wird vier Jahre nach Studienende in die A10 befördert. JEDER. Da spielt die Beurteilung überhauptkeine Rolle! Selbst die allerletzten Abschoner, Krankfeierer und Nixkönner bekommen vier Jahre nach Studienende die A10. Das weiß auch jeder. Dementsprechend motiviert sind die Berufseinsteiger, da deren Leistung ohnehin keine Rolle spielt.

So, und nun zu den Beurteilungen der A10er: ALLE Stellen oberhalb der A10 sind Funktionsstellen, also i.d.R. Führungsstellen. Das heißt: Die meisten gehen mit der A10 in Rente. Man wird also vier Jahre nach dem Studium befördert und dann nie wieder, die meisten zumindest. Für Führungsfunktionen guckt sich der Chef in seinem Dunstkreis ein paar Leute aus (persönliche Sympathie hilft hierbei enorm, ist aber auch nur menschlich), die was werden sollen. Die bekommen dann die guten Beurteilungen, damit eine Beförderung nach A11 auch formell möglich wird. Alle Anderen treten unabhängig von ihrer Leistung beurteilungsmäßig auf der Stelle, weil die ja keine gute Beurteilung brauchen. Die guten Beurteilungen sind für die Auserwählten vorgesehen.

Wenn das in NRW anders läuft, ist das zumindest ein Pluspunkt für dieses Bundesland.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Enz74 » So 28. Jun 2020, 16:44

ger3k hat geschrieben:
Fr 1. Mai 2020, 18:06
Herzlichen Glückwunsch zunächst.

NRW ist im bundesvergleich meiner Meinung nach das beste Bundesland aus polizeilicher Sicht. Gründe hierfür sind
- zweigeteilte Laufbahn und somit gutes Einstiegsgehalt
- freie Heilfürsorge und keine Beihilfe wie in RLP oder Hessen
- gute Aufstiegsmöglichkeiten und breite Verwendungsmöglichkeit
- gute Beförderungssituation in den Präsidien.

Ich denke andere Bundesländer sollten sich ein Beispiel nehmen grade was die Thematik zweigeteilte Laufbahn (jeder PVB im gehobenen Dienst) angeht. Das ist aber meine persönliche Meinung. Im Endeffekt ist es natürlich eine Kostenfrage. Bei NRW hab ich zumindestens dass Gefühl, dass man in die Polizei investiert und diesen Beruf attraktiv machen möchte. Andere Bundesländer schlafen da m.M. nach zu sehr.
Was sind das bitte für sinnlose Aussagen?

1. Die zweigeteilte Laufbahn gibt es auch in anderen Bundesländern, NRW hat nachgezogen.
2. Wer sagt, dass die freie Heilfürsorge besser als die Beihilfe ist? In Niedersachsen wurde 2017 die freie Heilfürsorge mit Option des Rückwechsels in die Beihilfe eingeführt. Was glaubst du, wie aktuell die Verteilung ist? Stand 12/19: 70 Beihilfe, 30 Heilfürsorge. Die Heilfürsorge ist der größte Rotz im Vergleich zu den Leistungen und dazu noch das zusätzliche Abschließen von Versicherungen und der Anwartschaft, damit man annäherend an die Leistungen der PKV rankommt.
Die Kollegen von der BPOL sind genau so unzufrieden, obwohl die nicht mal einen Grundbetrag zahlen müssen. Jedoch immer bei Ärzten antanzen, die vom Dienstherrn festgelegt werden.
Ein Hoch auf die freie Heilfürsorge.
3. In Hessen kriegt man die A10 nach 3 Jahren! Wenn du in den größeren Behörden arbeitest, kriegst du als VDgl schon die A11. In RLP kriegt man die A10 auch viel schneller als in NRW.
4. Vergleich mal den DUZ mit den anderen Bundesländern. Da ist NRW gaaaanz weit unten. Selbst das ach so schlechte Bundesland Hessen bezahlt mehr als den doppelten Satz an Nachtschichtzulage.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Old Bill » So 28. Jun 2020, 16:59

Klasse Einstand für den ersten Beitrag. Ich würde dir anraten dich in deiner Wortwahl etwas zu mäßigen zumal der Beitrag nicht unbedingt von Sachverstand zeugt.
In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.
-Loriot-

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon 1957 » So 28. Jun 2020, 17:27

NRW begann mit der 2geteilten Laufbahn 1995.
NRW bietet die freie Heilfürsorge und die Beihilfe. Während der aktiven Berufszeit trägt die freie Heilfürsorge i.d.R. 100 %. Bestimmte Leistungen können über die Beihilfe ergänztbzw. beansprucht werden. Die Leistungen entsprechen grundsätzlich etwa denen der der gesetzlichen Krankenkassen.Die Aufteilung 30 PKV/70 Beihilfe gilt für die Kollegen, die in Pension gehen. Wer mehr braucht, kann dass über eine private Zusatzversicherung zu recht guten Beiträgen (je nach Leistungen) absichern.
Die kleine und grundsätzlich ausreichende Anwartschaft ist spottbillig.

Bei den Beförderungen nach A10 (Grundgehalt und Zulagen können ind den BL unterschiedlich sein) und dem Duz habe ich keinen aktuellen Überblick.

Beipflichten möchte ich Old Bill, denn deine Ausdrucksweise ist daneben.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Yen » So 28. Jun 2020, 19:23

Der DUZ im Nachtdienst ist wirklich mangelhaft, aber bis auf ein paar Ausnahmen ist das überall so...

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Controller » So 28. Jun 2020, 19:36

2 geteilte Laufbahn:

Kleine Anfrage
Drucksache 14/1872
07. 02. 2003

https://dokumente.landtag.rlp.de/landta ... 872-14.pdf

Nordrhein-Westfalen: Ab 2002 werden Bewerber/innen nur noch für den gehobenen Polizeidienst eingestellt; die Überleitung der noch vorhandenen Planstellen im mittleren Dienst soll in acht Jahresschritten bis 2009 erfolgen.

Rheinland-Pfalz: Mit der Einführung wurde 1992 begonnen; bei der Kriminalpolizei ist die Umsetzung vollzogen.
Mit den Stellenansätzen des Haushaltes 2003 wird bei der Schutzpolizei ein Umsetzungswert von 71,7 v. H. erreicht.

Hessen: Mit der Einführung wurde 1991 begonnen; die Umsetzung wurde zum 1. August 2002 vollzogen.

usw......
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Proud » So 28. Jun 2020, 19:58

Berlin
Sonn- und Feiertagszuschlag - 3,36 € je Stunde
Samstags zwischen 13:00 – 20:00 Uhr - 0,72€ je Stunde
Nachtdienst zwischen 20:00 – 06:00 Uhr 1,68 € je Stunde
Nachtdienst zwischen 00.00 – 06:00 Uhr im Dienst zu wechselnden Zeiten (Wechselschichtdienst) 2,68 € je Stunde

NRW
An Sonntagen und gesetzlichen Wochenfeiertagen - 3,58 EUR je Stunde
Anden übrigen Samstagen in der Zeit von 13 Uhr bis 20 Uhr - 0,64€ je Stunde
Nacht zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr - 1,28€ je Stunde

Bayern
an Sonntagen, gesetzlichen Wochenfeiertagen - 3,69€ je Stunde
an den übrigen Samstagen in der Zeit zwischen 13:00 Uhr und 20:00 Uhr - 0,91€ je Stunde
im Übrigen für die Zeit zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr - 5,00€ je Stunde

Mal als Überblick.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon ger3k » Di 30. Jun 2020, 13:12

Enz74 hat geschrieben:
So 28. Jun 2020, 16:44
ger3k hat geschrieben:
Fr 1. Mai 2020, 18:06
Herzlichen Glückwunsch zunächst.

NRW ist im bundesvergleich meiner Meinung nach das beste Bundesland aus polizeilicher Sicht. Gründe hierfür sind
- zweigeteilte Laufbahn und somit gutes Einstiegsgehalt
- freie Heilfürsorge und keine Beihilfe wie in RLP oder Hessen
- gute Aufstiegsmöglichkeiten und breite Verwendungsmöglichkeit
- gute Beförderungssituation in den Präsidien.

Ich denke andere Bundesländer sollten sich ein Beispiel nehmen grade was die Thematik zweigeteilte Laufbahn (jeder PVB im gehobenen Dienst) angeht. Das ist aber meine persönliche Meinung. Im Endeffekt ist es natürlich eine Kostenfrage. Bei NRW hab ich zumindestens dass Gefühl, dass man in die Polizei investiert und diesen Beruf attraktiv machen möchte. Andere Bundesländer schlafen da m.M. nach zu sehr.
Was sind das bitte für sinnlose Aussagen?

1. Die zweigeteilte Laufbahn gibt es auch in anderen Bundesländern, NRW hat nachgezogen.
2. Wer sagt, dass die freie Heilfürsorge besser als die Beihilfe ist? In Niedersachsen wurde 2017 die freie Heilfürsorge mit Option des Rückwechsels in die Beihilfe eingeführt. Was glaubst du, wie aktuell die Verteilung ist? Stand 12/19: 70 Beihilfe, 30 Heilfürsorge. Die Heilfürsorge ist der größte Rotz im Vergleich zu den Leistungen und dazu noch das zusätzliche Abschließen von Versicherungen und der Anwartschaft, damit man annäherend an die Leistungen der PKV rankommt.
Die Kollegen von der BPOL sind genau so unzufrieden, obwohl die nicht mal einen Grundbetrag zahlen müssen. Jedoch immer bei Ärzten antanzen, die vom Dienstherrn festgelegt werden.
Ein Hoch auf die freie Heilfürsorge.
3. In Hessen kriegt man die A10 nach 3 Jahren! Wenn du in den größeren Behörden arbeitest, kriegst du als VDgl schon die A11. In RLP kriegt man die A10 auch viel schneller als in NRW.
4. Vergleich mal den DUZ mit den anderen Bundesländern. Da ist NRW gaaaanz weit unten. Selbst das ach so schlechte Bundesland Hessen bezahlt mehr als den doppelten Satz an Nachtschichtzulage.


Ich gehe mal sachlich an die Aussage ran. Warum du mein Post als Schwachsinnig bezeichnest kann ich nicht nachvollziehen aber lassen wir dass so stehen .Zunächst habe ich ganz klar die Worte meiner Meinung nach bewusst genutzt, denn mir war klar dass diese nicht jeder teilen wird.
1. Ja die zweigeteilte Laufbahn gibt es auch in anderen Bundesländer und ja NRW hat nachgezogen. Das ist mir bekannt. Es gibt aber auch noch 10 andere Bundesländer wo es noch den mittleren Dienst gibt.
2. Die Heilfürsorge ist komplett kostenlos in NRW. Ich kenne Kollegen aus RLP die zahlen 100-150 Euro für ihre private Krankenversicherung. Andere Bundesländer haben diesen "kleinen" Bruttosatz eingeführt von 1.5% ( ich meine in Schleswig-Holstein und Niedersachsen) wo man auch an das Land zahlen muss. Bin mit der freien Heilfürsorge bisher sehr zufrieden aber naja du anscheinend nicht, kannst dich dann ja entsprechend mit X Zusatzversicherungen zudecken. :stupid:
3. Zu Hessen brauchst du nur auf die erste Seite zu gucken, der Kollege hat die aktuelle Situation perfekt beschrieben. In RLP ist die finanzielle Lage (Kurt Beck sei dank :motz: ) nicht so gut, dementsprechend ist die Beförderungssituation dort nicht besser wie NRW. Natürlich wird es dort auch Ausnahmen geben aber in NRW 6-7 Jahre Durchschnittszeit auf den POK toppt RLP auf keinen Fall.
4. Der DuZ ist halt so ne Sache. Ja die Sätze in NRW sind nicht so gut und brauchen meiner Meinung nach eine Erhöhung. Aber weil das Bundesland X 20 Cent mehr im Nachtdienst zahlt, würde ich das Bundesland nicht wechseln und bayrische Verhältnisse, wird sich NRW nie leisten können. Da gebe ich dir Recht, dass es dort Bundesländer gibt die besser bezahlen.

Es kann natürlich gerne darauf geantwortet werden aber bitte mit einer gewissen Nettiquette.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon Proud » Di 30. Jun 2020, 13:38

Was ist euer Meinung nach schlecht an der dreigeteilten Laufbahn? Hinsichtlich des mD.

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Re: NRW - Gutes und Schlechtes

Beitragvon 1957 » Di 30. Jun 2020, 15:45

Schlecht ist, daß die Kollegen schlechter bezahlt werden für eine schwierige Aufgabe.
Schlecht ist, daß der Stellenwert des md und seiner Ausbildung eben geringer Ist andere Verwaltungen stehen da besser da.
DIE Anforderungen an den Polizeidienst werden immer höher

Gut ist für den Steuerzahler, das der md weniger kostet. (vordergründig)


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