Einspruch PÄU 2020

Auswahlverfahren und Ausbildung

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Dima141
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Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Dima141 » Mo 20. Jul 2020, 09:57

Hallo und guten Morgen,

nach einem erfolgreichen PC Test und AC hab ich einen ROW von 110,xxx erreicht und mich schon
fast auf die Einstellung im September freuen dürfen, da ich relativ sportlich bin, keine
gesundheitlichen Beschwerden habe und mir somit eigentlich keine Sorgen machen brauchte.

Jetzt der Schock, ich wurde aussortiert, weil ich Anfang diesen Jahres das erste mal in meinem Leben eine Migräne mit Aura hatte.
Auf dem PDV 300 habe ich nichts dazu gefunden. Aber naja, das ändert jetzt auch nichts mehr an der Sache.
Meine Frage ist eigentlich wie ich am besten einen Einspruch einlege. Formulierungen, was sollte ich
nicht vergessen zu erwähnen und was sollte ich nicht erwähnen?
Hat jemand von euch vielleicht den ein oder anderen Hinweis?

Vielen Dank im Voraus und beste Grüße
Dima

Trooperslicht
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Trooperslicht » Mo 20. Jul 2020, 11:22

Da du eigentlich Polizeibeamter werden solltest fang nicht mit solchen Sachen an welche Lüge sage ich am besten und welche Wahrheit soll ich verschweigen. Finde dich mit dem Ergebnis ab. Das Klagen nervt. Das zieht sich dann durch deine Karriere. Bei nicht bestandenen Klausuren und sobald jemand vor dir befördert wird klagst du auch.

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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Holter-Bube » Mo 20. Jul 2020, 11:35

Wenn ich mich recht erinnere steht in der PDV 300 etwas von wiederkehrenden Kopfschmerzen, sowie Migräne als absolutes Ausschlusskriterium drin. Insofern macht Klagen also wenig Sinn...

Ansonsten schließe ich mich Trooperslicht an und bin der Meinung, dass der Klageweg nervt. Es wird wegen jeden Mist geklagt, statt den Fehler mal bei sich selbst zu suchen...

Alles Gute für deinen weiteren Weg.
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon mimote » Mo 20. Jul 2020, 11:37

Migräne mit Aura ,ist schon eine ernste Sache.
Finde dich mit der Entscheidung ab, als Polizist muss du körperlich funktionieren und bei einer erneuten Attacke im Dienst könnte es gefährlich werden.
Deswegen würdest du auch aussortiert

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Versuch #1
TAG 1 :. : 99/99 :zustimm:
TAG 2 : PÄU ohne auflage :zustimm:
TAG 3: :polizei13:

Dima141
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Dima141 » Mo 20. Jul 2020, 11:51

Von Lügen hat hier niemand etwas gesagt und von Klagen hat auch niemand gesprochen.
Ich habe lediglich nach Hilfe bei der Formulierung des Schreibens gefragt.
Aber naja, vielen Dank für die netten Antworten und Hilfestellungen...

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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon MICHI » Mo 20. Jul 2020, 12:19

Was würde dir ein Einspruch nutzen, wenn es einen absoluten Ausschlussgrund gibt, der keine Einzelfallbewertung zulässt?
Gruß
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon fusie » Mo 20. Jul 2020, 13:32

Hallo Dima,

wie ist es denn zur Diagnose "Migräne" gekommen und wer hat diese Diagnose gestellt? Sofern dein Hausarzt einfach etwas vorschnell eine vermeintlich passende ICD Nummer auf den Behandlungsschein gebracht hat gibt es ja vielleicht noch Hoffnung.

Hier findest du Diagnosekriterien für Migräne mit und ohne Aura. Wenn diese bei dir erfüllt sind, dann besteht wahrscheinlich keine Chance auf einen erfolgreichen Einspruch.
Sind die Diagnosekriterien nicht erfüllt, dann solltest du einen Neurologen aufsuchen, ein entsprechendes medizinisches Gutachten erstellen lassen und dieses dann als Anlage zu deinem Einspruch beifügen.

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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon colge » Mo 20. Jul 2020, 15:28

Seit wann fühlen sich Außenstehende genervt von Klagen, die einen selbst nicht betreffen? :D
Was sind das für Antworten?
Habe Anfang des Studiums mich in dem Forum eingelesen. Aber drei Jahre erfolgreich unterbunden, hier wieder im Forum etwas zu lesen.
Und jetzt schaut man wieder rein und liest die Antworten, weshalb man es unterbindet, hier im Forum aktiv zu sein.
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon MICHI » Mo 20. Jul 2020, 16:45

colge hat geschrieben:Seit wann fühlen sich Außenstehende genervt von Klagen, die einen selbst nicht betreffen? :D
Was sind das für Antworten?
Habe Anfang des Studiums mich in dem Forum eingelesen. Aber drei Jahre erfolgreich unterbunden, hier wieder im Forum etwas zu lesen.
Und jetzt schaut man wieder rein und liest die Antworten, weshalb man es unterbindet, hier im Forum aktiv zu sein.
Fast 90% nur Besserwisser.
Was hat dein Betrag nun mit dem Thema zu tun?
Gruß
MICHI


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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon 1957 » Mo 20. Jul 2020, 19:09

Ganz ehrlich, Dima,

welche Antworten hast du erwartet?
Schreiben und formulieren wirst du ja wohl selbst drauf haben. Nebenbei kannst du ja auch mal ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt führen, die in solchen Dingen wesentlich kompetenter sind als Foristen. Gleichwohl musst eine untermauerte Diagnose als Grundlage her.

Colge, liegt doch ganz bei dir, hast ja schon 3 Jahre geschafft, ohne hier mitzulesen. Demnach kannst du auch nicht wissen, was hier so für ein Klima herrscht. Dein Beitrag hilft auch niemandem.

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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Polli » Mo 20. Jul 2020, 22:22

Hi Dima141,

die Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) ist Grundlage der Polizeiärzte :onceldoc: für die Bestimmung der Polizeidiensttauglichkeit, sowie Polizeidienstfähigkeit.
Sie sind an die Inhalte gebunden.

Hier weitere Inhalte zum Thema Gesundheit und PDV 300:
viewtopic.php?f=16&t=5327

Unter Punkt 11.3.1 der PDV 300 steht:


Merkmale, die die Polizeidiensttauglichkeit ausschließen:
- häufige Kopfschmerzen
- Migräne

Den Polizeiärzten blieb daher nichts anderes übrig, als dich abzulehnen.
Sie haben die Aufgabe, eine Gesundheitsprognose für deine zukünftige (Dienst)zeit zu wagen.

Migräne ist eine immer wiederkehrende Krankheit, die plötzlich auftreten kann.
Das wäre im Einsatzgeschehen prekär und könnte für dich und anderen Beteiligten gefährlich werden. :flehan:

Ein Widerspruch würde nur dann Sinn machen, wenn die Diagnose "Migräne" eine Fehldiagnose gewesen ist.

Inwieweit sich das (im Nachhinein) durch einen Facharzt bestätigen ließe, kann ich als medizinischer Laie nicht beurteilen.

Von daher würde ein Widerspruch - ohne Gegenbeweis - erneut zu einer Ablehnung führen.

Es tut mir Leid, keine besseren Nachrichten für dich zu haben.

Gruß :polizei2:


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Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Supreme90 » Di 21. Jul 2020, 21:36

Ich an deiner Stelle würde mich mit dem Ergebnis nicht zufrieden geben, wenn du gewillt bist, deinen Traumjob auszuüben, wenn du weißt, dass du an keiner Migräne leidest.

Dass einige hier direkt raten, sich mit dem Ergebnis zufrieden zu geben, ohne genau die Diagnose zu kennen, ist ziemlich voreilig entschieden.

Wie Polli es richtig gesagt hat: sollte die Migräne eine Fehldiagnose sein und ein einmaliges Ereignis sein, ohne dass man dich diesbezüglich medikamentös behandelt hat, würde ein Widerspruch durchaus Sinn machen. Solltest du tatsächlich Migräne haben und diese ist dir bekannt, dann bist du definitiv polizeidienstuntauglich.

Mir ist nämlich ein Fall für das aktuelle Auswahlverfahren ebenfalls bekannt. Der Hausarzt hat dem Mitbewerber bei einem Arztbesuch Migräne diagnostiziert, weil dieser aufgrund von Kopfschmerzen vorstellig war. Der Mitbewerber hat sich gewundert, nachdem man ihn aufgrund der Migräne aus dem Auswahlverfahren ausgeschlossen hat. Ihm war natürlich bewusst, dass diese Kopfschmerzen einmalig waren und er diesbezüglich nicht mehr beim Arzt vorgesprochen hat.

Also suchte er den Hausarzt auf, der ihm diese Krankheit diagnostiziert hat. Der Arzt hat ihn kontrolliert, ihm einpaar Fragen gestellt und das Ergebnis: Fehleinschätzung der Diagnose, welche sich nicht bestätigen ließ. Dies ließ sich der Bewerber natürlich schriftlich bescheinigen.

Anschließend verfasste er den Widerspruch, dass diese Kopfschmerzen einmalig waren, er diesbezüglich nie medizinisch behandelt werden musste und diese traten nicht mehr auf. Zum Widerspruch legte er die Bescheinigung des Hausarztes mit der Fehleinschätzung der Diagnose, welche sich nicht bestätigen ließ, hinzu.

Ergebnis: Widerspruch erfolgreich, Zulassung zur PÄU, kurz vom Polizeiarzt das Problem angesprochen und Tadda; Polizeidiensttauglich ohne Auflage. Nun wartet er auf den Dienstantrittsbescheid.

Dieser Fall zeigt das Ergebnis einer Fehldiagnose. Wie bereits erwähnt; Sollte an der Migräne jedoch tatsächlich trotzdem was dran sein, dann wars das leider.

Solltest du Fragen bei der Formulierung haben, kannst du dich gerne via PN an mich wenden.

Das Forum ist immerhin unter anderem dafür da, sich gegenseitig zu unterstützen.
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 21. Jul 2020, 22:25

Wenn ich Streit suchen würde, würde ich nun darum bitten, den Qualitätsgehalt der DPolG Antwort mit der GdP Antwort zu vergleichen. ;D
Wenn ich Migräne hätte, würde ich nicht bei uns arbeiten wollen. Egal, wo. Selbst bei K, mit Kap Bereitschaft, frühmorgendlichen Durchsuchungen etc., viel zu unsicheres Umfeld, um damit für sich und seine Kollegen eine Basis zu bieten.
Wenn ich keine hätte, werden hier Lösungsmöglichkeiten beschrieben.
Wenn ich Polizist werden wollen würde, würde ich bereits jetzt schriftliche Arbeiten, die das tägliche Brot darstellen, selber fertigen.
:lah:

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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Trooperslicht » Di 21. Jul 2020, 23:11

Auch wenn es dein aller größter Traum ist ein Polizist zu werden, Tu nicht alles dafür. Es gibt 40.000 Kollegen dessen größter Traum es ist gesund nach Hause zu kommen. Ein Kollege der dauerhaft an Migräne leidet verhindert dies vielleicht. Bei all dem Spaß den dieser Beruf mit sich bringt, ist die Gesundheit aller das Wichtigste.

Criss_mitchel
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Re: Einspruch PÄU 2020

Beitragvon Criss_mitchel » Mi 22. Jul 2020, 00:54

@Trooperslicht

Und diese Einschätzung nimmst du woher?


Du bist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen mit Beiträgen in denen du einfach nur irgendeinen Bullshit möchtegern cool daher schreibst.

Soll der TE doch die Diagnose beim Facharzt prüfen lassen, ob es sich tatsâchlich um eine
Fehldiagnose handelt.
Wieso sollte Sie sich damit abfinden wenn es sich um eine Fehldiagnose handeln sollte?

Weil dich so etwas nervt? Oder du dir deswegen ins Hemd machst, dass du deshalb nicht gesund nach Hause kommst?

Kann dir auch mit dem Kollegen neben dir passieren, der vll irgendwelche Krankengeschichten verheimlicht hat oder 50kg zu viel drauf hat oder bisher noch nie Probleme hatte und dem aufeinmal schwarz vor Augen wird und zusammenklappt (das habe ich beim Kollegen sogar erlebt und siehe da ich lebe immer noch)


Es ist doch ihr gutes Recht es prüfen zu lassen, Widerspruch ggf. Klage usw.
Ob es Aussicht auf Erfolg hat steht auf einem anderen Blatt.

Wie Chaos oben schon schrieb, sollte es sich wirklich um eine dauerhafte Migräne handeln, wären andere Berufe empfehlenswerter.


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