BKA-Länderpraktikum

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BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Scriptar » Mi 23. Dez 2020, 00:16

Guten Abend,

mich hätte es mal interessiert, ob hier jmd. bereits Erfahrung mit BKA-KKAs gemacht hat, bzw. welche im eigenen Kommissariat hatte. Könntet ihr vielleicht kurz schildern, wie selbstständig diese in ihrem Länderpraktikum in den Kommissariaten arbeiten durften?

P.S.: Ich öffne den Thread bewusst im NRW-Forum, da mich dieses Bundesland für das Praktikum am meisten interessiert. Würde mich dennoch über Erfahrungen von anderen Kollegen freuen.

Liebe Grüße und schöne Feiertage!

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Lebboni » Mi 23. Dez 2020, 05:10

Scriptar hat geschrieben:
Mi 23. Dez 2020, 00:16
Guten Abend,

mich hätte es mal interessiert, ob hier jmd. bereits Erfahrung mit BKA-KKAs gemacht hat, bzw. welche im eigenen Kommissariat hatte. Könntet ihr vielleicht kurz schildern, wie selbstständig diese in ihrem Länderpraktikum in den Kommissariaten arbeiten durften?

P.S.: Ich öffne den Thread bewusst im NRW-Forum, da mich dieses Bundesland für das Praktikum am meisten interessiert. Würde mich dennoch über Erfahrungen von anderen Kollegen freuen.

Liebe Grüße und schöne Feiertage!
Könnte da wenn überhaupt über meine damalige, eigene Erfahrung als KA im K-Praktikum berichten. Falls das hilfreich für dich ist :)
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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Scriptar » Mi 23. Dez 2020, 09:54

Das wäre auch hilfreich.

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Trooperslicht » Mi 23. Dez 2020, 11:07

Wir hatten einen und der durfte genau wie die anderen Anwärter arbeiten

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Lebboni » Do 24. Dez 2020, 20:30

Wir wurden als KA vom ersten Tag voll eingespannt. Uns wurde direkt vom Leiter gesagt, dass er uns als Kollegen sieht und nicht KA. Daher haben wir auch alles im Rahmen wie jeder andere Kollege bearbeiten. Klar war ein Tutor dabei, der bei Fragen geholfen hat. Dennoch war sofort eigenständiges arbeiten und ermitteln gefragt.

Mein KK hat eine sehr umfangreiche Palette an Delikten bearbeitet, dazu kam der enorme Personalmangel im KK. Wir waren an manchen Tagen zu 4. - mit KA eingerechnet.

Ich hatte bereits nach 2 Tagen knapp 30 eigene Vorgänge, dazu kamen alle Akten die mein Tutor bearbeitet hat. Neben Vernehmungen und diversen anderen schriftlichen Arbeiten habe ich von ihm auch sehr viel übernommen. Mit einer Vorlaufsfrist von 2 Wochen habe ich dann meine eigenen Vernehmungen durchgeführt, Ermittlungsersuchen verfasst und Rotakten der StA bearbeitet.

Ich denke es kommt grundsätzlich auf das KK an, jedoch haben wir von Anfang an unsere Vorgänge selber bearbeitet. Wenn was Neues dazu kam, was man vorher nicht verschriftlicht hat (z.B. Vorladung zur ED-Behandlung mit Begründung) hat wie gesagt der Tutor geholfen. Ein Mal erklärt sollte da aber auch reichen. Ich habe mir ein Word-Dokument mit Bearbeitungshilfen für die entsprechende Schriftlage und Standardsätze erstellt. Das hat mir sehr geholfen und lief dann nach kurzer Eingewöhnungsphase auch sehr rund :)
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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Scriptar » Do 24. Dez 2020, 22:47

Ich erhoffe mir, dass es bei uns genauso sein wird. Kannst du mir vielleicht noch sagen, in welcher Direktion du warst?

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Schnulpe » Do 24. Dez 2020, 23:31

Scriptar hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 22:47
Ich erhoffe mir, dass es bei uns genauso sein wird. Kannst du mir vielleicht noch sagen, in welcher Direktion du warst?
Von einem kurzen Kennenlernen bei GE und V abgesehen, wirst du mit ziemlicher Sicherheit bei K eingesetzt. Und da Lebboni von sich als KA spricht, war er es wohl auch (von den Tätigkeiten einmal abgesehen).

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Scriptar » Fr 25. Dez 2020, 00:19

Ich habe mich leider falsch ausgedrückt. Ich wollte wissen, in welcher Stadt Lebboni war.
Und ja, außer die 2 Wochen bei GE und die einwöchige "freie" Kurzhospitation werde ich die restliche Zeit bei K (KDD, Maßen- und Straßenkriminalität und Kapitaldelikte) verbringen.

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon palmair » Fr 25. Dez 2020, 01:08

Lebboni hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 20:30
Wir wurden als KA vom ersten Tag voll eingespannt. Uns wurde direkt vom Leiter gesagt, dass er uns als Kollegen sieht und nicht KA. Daher haben wir auch alles im Rahmen wie jeder andere Kollege bearbeiten.
Das war bei mir genauso und wurde vom L/KK und Tutor auch direkt so kommuniziert. Aufgrund der Größe der Behörde (§ 4) sind die einzelnen Delikte sehr weit aufgefächert, sodass mit Ausnahme der Regio-KK‘s nur ein sehr limitierter Deliktsbereich in den Tätigkeitsbereich der Kommissariate fällt. Das ist mir dann etwas zum „Verhängnis“ geworden, da genau in meiner siebenwöchigen Praktikumszeit kaum was angefallen ist und schlichtweg nur sehr wenig zu tun war. Wenn aber mal was kam durfte und sollte ich alles selber bearbeiten (außer so Sachen wie TÜ etc) und dann im Anschluss durch den Tutor prüfen lassen. So konnte ich gut einfach drauf los arbeiten und für mich selbst rausfinden, wie man am effizientesten und besten arbeitet. Bezogen auf mein Praktikum kann ich aber sagen, dass sich die Kollegen sehr gut gekümmert und auch in den Leerlaufphasen geschaut haben, dass wir was sinnvolles mitnehmen können (Hineinschnuppern in andere Deliktsbereiche innerhalb der KI,Hospitation K-Wache, Obduktion, Obs, Durchsuchung , auch im Rahmen einer BAO uvm.)

Lange Rede, kurzer Sinn: Es steht und fällt mit deiner Behörde und dem jeweiligen KK. Denn auch bei uns gab es keine einige, die vor lauter Arbeit im Praktikum untergegangen sind. Davon waren die allermeisten aber in einem Regio.
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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Lebboni » Fr 25. Dez 2020, 05:27

Scriptar hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 00:19
Ich habe mich leider falsch ausgedrückt. Ich wollte wissen, in welcher Stadt Lebboni war.
Und ja, außer die 2 Wochen bei GE und die einwöchige "freie" Kurzhospitation werde ich die restliche Zeit bei K (KDD, Maßen- und Straßenkriminalität und Kapitaldelikte) verbringen.
In der Behörde, in der ich mein Praktikum versehen habe, gab es kein Regionalkommissariat. Die Delikte die in dem KK bearbeitet wurde waren folgende:

- HG, Stalking, Nachstellung
- alle KV-Delikte
- Bedrohungen
- Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede
- Widerstandsdelikte
- Sachbeschädigung (außer an Kfz)
- Erschleichen von Leistungen
- Aussagedelikte.

Da kam einiges zusammen - wobei mein Tutor und ich Schwerpunktmäßig die KV-Delikte, Widerstände, Bedrohungen, Beleidigungen, Sachbeschädigung und einige wenige Aussagedelikte zur Bearbeitung hatten.

Habe einiges mitbekommen und erlebt, war auch bei Wohnungsdurchsuchungen dabei. Hier auch in Zusammenarbeit mit einem anderen Kommissariat zwecks personeller Aushilfe.
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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 25. Dez 2020, 17:12

Klingt eigentlich nach dem Aufgabenkanon eines Regios... :polizei3:
:lah:

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Lebboni » Fr 25. Dez 2020, 21:49

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 17:12
Klingt eigentlich nach dem Aufgabenkanon eines Regios... :polizei3:
Eigentlich schon, ja :polizei10:

War aber tatsächlich ein reguläres KK, da in der Behörde keine Regios vorhanden sind. Aufgrund der Breite hat man aber einiges mitgenommen - gerade für die Vorgangsfertigung bei GE.
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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 25. Dez 2020, 21:52

Ich sehe eigentlich keinen Unterschied zwischen einem Regio und einem regulären KK. Gerade, wenn das "reguläre" auch ein Gemischtwarenladen ist.
Erinnert mich an früher, als bei der ZKB nur die geilen Ottos waren und der Ermittler im PI KK der dumme August.
Ich weiß, du meinst das nicht so, aber da sollte man wertschätzend im Sprachgebrauch sein. Ist so wie: Bist du bei der Kripo oder "normaler" Polizist. :polizei2:
:lah:

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Schnulpe » Sa 26. Dez 2020, 13:21

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 21:52
Ich weiß, du meinst das nicht so, aber da sollte man wertschätzend im Sprachgebrauch sein. Ist so wie: Bist du bei der Kripo oder "normaler" Polizist. :polizei2:
Das ewige Thema Kripo-Schupo ist auf jeden Fall geeignet, die ein oder andere Neurose auszubilden. Wobei ich das grundlegende Anliegen schon verstehen kann. Dass prominente Formate wie Tatort etc. das Bild des klugen Kriminalisten vermitteln, der vom "Büttel" der Schupo allenfalls unterstützt wird, führt in weiten Teilen der Bevölkerung zu einem völlig verzerrten Bild und es liegt an uns allen, es soweit es geht gerade zu rücken. Dennoch wirkt die Aufforderung nach einem "wertschätzenden Sprachgebrauch" etwas scheinheilig, wenn in jedem 2. Thread zum Thema Kripo (oder in Signaturen einzelner Nutzer) betont wird, wie unbefriedigend die Tätigkeit ist. Gegenseitiger Respekt ist unabdingbar, aber keine Einbahnstraße.

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Re: BKA-Länderpraktikum

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 26. Dez 2020, 13:26

Ich fordere gerade einen wertschätzenden Sprachgebrauch innerhalb der Kripo ein. Gelesen? Ich verdeutliche das mit dem Schutzmannsbeispiel. Verstanden?
:lah:


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