Kündigung PVD

Auswahlverfahren und Ausbildung

Moderator: Polli

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Kündigung PVD

Beitragvon franziskaner300 » So 10. Okt 2021, 23:08

Hallo :)

Kurz und Knapp:
Ich bin PK aus NRW und Angehöriger des Wach- und Wechseldienstes. Zum 01.09 wurde ich BAL.
Seit geraumer Zeit spiele ich mit dem Gedanken bei der Polizei zu kündigen und in das Familienunternehmen meiner Eltern mit einzusteigen.
Der Gedanke, das Familienunternehmen zunächst gemeinschaftlich und später alleine weiterzuführen reizt mich schon sehr lange. Bei der Polizei selbst gefällt es mir jedoch auch gut und ich denke, dass ich auch hier meinen Weg finden könnte.

Für den Falle einer Kündigung würde ich eine entsprechende Berufsausbildung absolvieren um mir die entsprechenden Skills in der Branche des Unternehmens anzueignen.

Über das Thema Kündigung habe ich mich bereits informiert. Ist ja letzendlich nichts wildes. Kurze Bitte auf dem Dienstweg und das wars. Über die Rückzahlungspflicht von Anwärterbezügen bis 5 Jahre nach Abschluss der Ausbildung bin ich mir bewusst. Die Höhe der Rückzahlung reduziert sich ja meines Wissens pro abgeleistetes Jahr um 1/5. Weiß jemand ob das Landesamt für Besoldung dabei mit vollen Jahren rechnet?
Die Berufsausbildung würde nächstes Jahr klassisch zum 01.08 starten. So lange würde ich dann auch noch bei der Polizei arbeiten. Die 4 Jahre nach Ausbildung wären ja erst zum 01.09 voll abeleistet. Müsste ich dann für das Jahr noch komplett zurück zahlen obwohl ich ja real 11 Monate davon gearbeitet habe?!

Da man letzendlich sowieso nicht weiß wie das Schicksal spielt könnte ich natürlich auch eine (zumindestens beabsichtigte) Widereinstellung in den PVD nicht gänzlich ausschließen. Im Intranet habe ich mich über die Voraussetzungen einer Widereinstellung informiert... Hab jedoch nur veraltete Erlasslagen gefunden. Hat bezüglich Widereinstellung jemand Erfahrungen und weiß wie die Progonose da aktuell liegen? Und kann mir jemand die aktuellen Voraussetzungen nennen?

Über eure Gedanken zu dem Thema würde ich mich sehr freuen :)

VG!

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 11. Okt 2021, 08:49

Gab es das Familienunternehmen vor sechs Jahren noch nicht?

Ich würde mich direkt an das LBV wenden, die haben die genauen Stichtage und Fristen.

Bezüglich der Wiedereinstellung wird die gesundheitliche Überprüfung spannend werden. Der Bedarf, sowas zu machen, wäre aktuell da. Aber wer weiß, wie nächstes Jahr eine neue Landesregierung innere Sicherheit bewertet.
:lah:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon franziskaner300 » Mo 11. Okt 2021, 16:04

Vielen Dank! :)

doch gab es, jedoch konnte ich mir diesen Weg damals nicht vorstellen. In 6 Jahren kann sich viel verändern.
Mir ist bewusst, dass die Polizei die Leute braucht, allerdings muss auch die Polizei damit leben das ihr Mitarbeiter sich mal beruflich umorientieren wollen und mitunter kündigen. Das muss jede andere Firma in der Wirtschaft auch mit einkalkulieren und im Zweifel Über-Soll einstellen.
Das hat die Polizei die letzten Jahre nicht geschafft, aber das ist ein anderes Thema :polizei4:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 11. Okt 2021, 16:17

'Der Polizei' ist doch egal, wenn du den Dienst quittierst. Nur dein Vollkaskoanspruch mit Wiedereinstellung scheint unstimmig.
Ansonsten, wenn du bei mir die Kündigung aus privaten Gründen einreichen würdest, würde ich dir pro und contra aufzählen, ansonsten: Gute Reise.
:lah:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Criss_mitchel » Mo 11. Okt 2021, 19:27

Ja sehe ich genauso.
Kann sich doch jeder umorientieren wie er möchte nur wenn die Firma platt geht oder was auch immer passiert. Dann wieder auf der Matte stehen usw. als sicheres Auffangbecken finde ich geht gar nicht.
Dann muss man halt auch alles riskieren und hat im Endeffekt Pech wenns nicht läuft.
Das sollte man dann auch einkalkulieren.

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Old Bill » Di 12. Okt 2021, 07:06

Bezüglich der Wiedereinstellung kenne ich einen Fall, da war die Wiedereinstellung nicht möglich, da länger als ein Jahr außer Dienst. Das war in Baden-Württemberg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in NRW großartig anders ist.

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon franziskaner300 » Di 12. Okt 2021, 16:39

Vielen Dank für die Antworten!

Das ich jederzeit gehen kann aber dann nicht auf Garantie der Wiedereinstellung pochen kann ist mir auf jeden Fall klar.
Alles andere wäre Wunschdenken. Für den Fall einer Kündigung würde ich das Risiko dann mit allen Konsequenzen tragen.

Eine Möglichkeit die ich noch in Erwägung gezogen habe wäre ein Sabbatjahr. Wobei es wahrscheinlich schwierig wird dieses genehmigt zu bekommen geschweige denn während des Sabbatjahres ein neues Ausbildungsverhältniss zu begründen oder?

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 12. Okt 2021, 16:52

Angesichts der derzeitigen Personallage ist mir keine Behörde bekannt, die derzeit sabbaticals genehmigen würde. Deren Sinn und Zweck unterlaufen auch dein Ansinnen. Du wirst schon Farbe bekennen müssen.
:lah:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kulinka » Di 12. Okt 2021, 18:29

Hallo zusammen,

nur am Rande: Ich finde es völlig legitim, sich nach einem Berufswechsel die Option offenhalten zu wollen, zu einem späteren Zeitpunkt in den ursprünglich erlernten Beruf zurückzukehren. Das hat mit Vollkasko oder Auffangbecken aus meiner Sicht nichts zu tun.

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 12. Okt 2021, 18:32

In jedem anderen Beruf bestimmt. Bei Berufsbeamten beurteile ich das anders.
:lah:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Criss_mitchel » Di 12. Okt 2021, 18:40

Sehe ich anders Kulinka, weil nichts anderes ist es.

Bzgl. Sabbatjahr ist mir ein Kollege bekannt der drauf geklagt hat und die Behörde genau die von Chaos genannten Punkte angeführt hat und der Kollege hat vor Gericht dann leider verloren.

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kulinka » Di 12. Okt 2021, 23:49

Hallo Criss,

ein Sabbatjahr, um mal beruflich etwas neues auszuprobieren, ist daneben, da sind wir uns einig. Das ist ja auch in Zeiten, in denen die Personaldecke dicker und ein solches Jahr möglich wäre, nicht der Sinn der Sache.

Aber mal gesetzt den Fall, der TE merkt in fünf Jahren: Firma läuft jetzt Bombe, ich bin jedoch kreuzunglücklich. Ich möchte zurück zur Polizei. Was spräche dagegen, sofern er Auflagen und Bedingungen für eine Wiedereinstellung erfüllt?

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mi 13. Okt 2021, 07:47

Schau dir den Diskussionsverlauf doch nochmal an, woran wir Anstoß nehmen und wer den Mißton reinbringt.

In meiner freien Wirtschaftszeit hat man auch keinen mehr zurückgenommen. Wie in einer guten on off Beziehung: Wer sich einmal trennte, trennt sich wieder. Und man wird mit Pause keinen Job besser beherrschen. Warum soll ich meinem Team zu seinem ganzjährigen Ausbildungsauftrag noch einen mehr zumuten, der dafür sogar mehr Kohle kriegt?
:lah:

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon Kulinka » Mi 13. Okt 2021, 17:22

Hallo Kaeptn,

den letzten Punkt kann ich gut nachvollziehen. Welchen Misston meinst Du?

Viele Grüße
Kulinka

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Re: Kündigung PVD

Beitragvon franziskaner300 » Mi 13. Okt 2021, 17:57

Falls ich deiner Meinung nach Misston reingebracht habe Käptn' so bitte ich das zu entschuldigen.

Mich stellt sich nur folgende Frage:
Was ist mit einem Kollegen der jahrelang bei FüstGE oder wömöglich bei ZA gearbeitet hat?
Wenn der zurück in den WWD kommt muss der genauso durch die Truppe neu angelernt und mitgezogen werden.
Und bei uns in der kleinen Landratsbehörde machen einige bei der Füst wirklich nichts anderes als Gerichtstermine einzutragen.
Da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand der komplett raus war signifikante Nachteile bei der Wiedereingliederung hat.
Spätestens die Muttis die jahrelang in Elternzeit waren stellen dann das identische Pendant zu meinem Fall dar.

Spielt ja letzendlich auch keine Rolle. Es kommt auf die Spielregeln und Faktenlage an.

Also falls jemand diesen Beitrag ließt und eventuell noch Erfahrungen aus erster oder zweiter Hand wäre ich höchst dankbar. Gerne auch per PN.


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