Erfahrungsbericht für Berlin

Auswahlverfahren und Ausbildung
DelPiero
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Erfahrungsbericht für Berlin

Beitragvon DelPiero » Sa 11. Nov 2006, 12:13

hey leute,
ich hab mich auch bei der Berliner Polizei beworben(mDienst).
und ich hab mal auf der internetseite gestübert und bin dabei auf Erfahrungsberichte von teilnehmern gestoßen(wie z.B. Einstellungstest in Münster)
aber hab leider noch keinen Erfahrungsbericht für Berlin gefunden.
kann mir da jemand bitte weiter helfen?
wäre nett. :D

Stocher24
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Erfahrungsbericht für Berlin

Beitragvon Stocher24 » Sa 11. Nov 2006, 12:44

Dann stöbere doch mal hier im Berliner Forum.
Nicht die letzen paar Beiträge sondern die, welche schon ein halbes Jahr zurückliegen.
Da müsstest du eigentlich genug finden !!!!!

eycxem
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Beitragvon eycxem » Sa 11. Nov 2006, 14:51

Erfahrungsbericht Einstellung 09.2006 mD


Dann werde ich mal ausführlich über meine Einstellung berichten.
Ich hatte mich für die Einstellung 01.09.2006 bei der Polizei in Berlin, für den mittleren Dienst, beworben und wurde auch eingestellt.

26.01.2006 schriftliche Eignungsprüfung/Sporttest

Es ging los. Die erste Hürde, wie komme ich überhaupt zum Polizeigelände in Ruhleben??? Hier die Fahranbindung vom Hauptbahnhof:
S-Bahn Richtung Spandau oder Potsdam bis Zoologischer Garten
Am Zoo in die U2 Richtung Ruhleben bis Ruhleben
Am U-Bahnhof Ruhleben in den Metro Bus M45 Richtung Johannesstift bis Polizeidirektion 2
Dort angekommen ging es in einen der Unterrichtsräume zum schriftlichen Test. Er begann mit einem Diktat like Realschulstyle. Bei mir wurden damals noch die Satzzeichen mit angesagt. Wie es jetzt ist, kann ich nicht sagen. Das Diktat wurde sofort ausgewertet und wer zu viele Fehler hatte flog raus (bei mir rund die Hälfte der anwesenden Bewerber).
Es folgte der Allgemeinwissenstest. Dieser bestand aus 50 allgemeinen Fragen (z.B. In welchem Jahr war die Oktoberrevolution oder wie viele Einwohner hat Berlin), halt die ganze Palette. Es folgte ein Merktest. Es waren Überkategorien gegeben zu denen es Unterbegriffe gab (z.B. Gebäude: Kirche, Hotel, Wohnhaus, Hütte). Diese mussten sich in kurzer Zeit gemerkt werden. Dann die Aufgabe: Das Wort mit dem Anfangsbuchstaben „H“ ist ein? In diesem Fall Gebäude.
Es folgte wieder eine Auswertung. Nach dieser verließ ein weiterer Bewerber unsere Gruppe.
Der Rest durfte zum Sporttest.
Dieser bestand aus einem Hindernisparcours (keine Zeitvorgabe, aber die Stationen müssen sauber überwunden werden).
Bestandteile:
Pferdsprung
Links-, Rechtsschwung über der Barren
Unterschwung am Stufenbarren
Rolle vorwärts
Rolle rückwärts
Bocksprung
Überwinden einer 1,80m Holzwand
Es folgte der 2000m Lauf. Bei mir damals in der Halle, da die Wetterbedingungen nicht so bombe waren.
Zeiten:
Männer max. 9.20 min
Frauen max. 11.20 min
Hier vielen wieder einige Bewerber raus. Es blieben von rund 25-30 nur 7 über.
Dann bekamen wir gleich unseren Termin für die ärztliche Untersuchung (jetzt soll wohl vor der ärztlichen Untersuchung der mündliche Test sein).

06.03.2006 polizeiärztliche Tauglichkeitsuntersuchung

Wieder die Hürde, wie komme ich eigentlich in die Radelandstraße? Hier die Verbindung vom Hauptbahnhof:
S-Bahn Richtung Spandau bis Spandau
Dann in den Metro Bus M45 Richtung Johannesstift bis Klinkeplatz
Vom Klinkeplatz noch ca. 5 bis 10 min zu Fuß
Bestandteile der Untersuchung:
Befragung durch eine Schwester (Operationen? Allergien? Etc?)
Blut- und Urinentnahme
Sehtest
Hörtest
Leistungs-EKG
Größen- und Gewichtsbestimmung
Lungenvolumen
Thoraxröntgen (Lunge)
Allgemeine Untersuchung durch Arzt
Wer alles zur Zufriedenheit „bestand“ konnte einen Luftsprung machen, weil bei der ärztlichen Untersuchung ein Großteil der Bewerber scheitert.

07.03.2006 mündliche Eignungsprüfung

Diese fand wieder auf dem Gelände in Ruhleben statt. Wir wurden in 2 Gruppen á 8-10 Leute eingeteilt.
Dann durften wir uns vorstellen (Name, Alter, Herkunft, Schule, Hobbies etc.). Anschließend folgte eine 10-15 min dauernde Gruppendiskussion. Unser Thema „Jugendkriminalität-Ursachen und Formen“. Unbedingt mut haben und etwas sagen!!!!!!!! Weil die Zeit ist echt viel zu kurz um großartig zu grübeln.
Dann kam das Einzelgespräch. Dieses Bestand aus allgemeinen Fragen zur Person, aber auch aus speziellen Fragen zur Ausbildung und zur aktuellen Tagespolitik.
Aus unserer Gruppe musste ein Bewerber „Adieu“ sagen.
Danach wurden noch fehlende Unterlagen vorgelegt und Kopien mit Originalen verglichen (Zeugnisse etc).

05.07.2006 Drogenscreening

Hierzu gibt es nicht viel zu sagen. Es wurde nur eine Urinprobe genommen.

18.07.2006 vorbehaltliche Zusage

„Luftsprung“

Nur die Beschäftigenvertretung musste noch zustimmen.

16.08.2006 endgültige Zusage

riesen „Luftsprung“

31.08.2006 abschließende ärztliche Untersuchung und Leumundsprüfung

Es wurde nur gefragt, ob in der Zwischenzeit größere Krankheiten oder Unfälle auftraten und ob man sich strafbar gemacht hat.

01.09.2006 Einstellungsveranstaltung

Wir wurden an der Wache in Ruhleben (bei Sauwetter) empfangen und erhielten vorläufige Dienstausweise. Dann ging es in den Veranstaltungssaal wo die Politprominenz ihre Reden hielt.
Dann bekamen wir unsere Ernennungsurkunden und wurden Klassenweise in die Unterrichtsräume geführt. Noch ein paar Unterschriften und Belehrrungen und der ganze Spuck war vorbei.


Ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick geben.
Zuletzt geändert von eycxem am Mo 13. Nov 2006, 05:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon amstaff » Sa 11. Nov 2006, 15:27

Mönsch, eigentlich genauso wie vor 15 Jahren.....

Grüße
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Beitragvon NeoX » Sa 11. Nov 2006, 21:08

also ich hatte den arzt erst nach der mündlichen und der drogen test wurde gleich bei der ärztlichen untersuchung gemacht :mrgreen:

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Beitragvon C-a-r-l-o-s » So 12. Nov 2006, 01:02

Also besser beschreiben als "eycxem" es tat, hätte man es denke ich nicht machen können.

Wobei vielleicht kommt ja noch wer, der die Abfahrtszeiten von der
S- Bahn wissen möchte ;)

Außer das aktuell KEINE Satzzeichen angesagt werden, und daran komischerweise viele Leute scheitern.

Jetzige Prüfungs-Reihenfolge:
1. schritflich/ sportlich
2. mündlich
3 ärtzlich



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Beitragvon DelPiero » So 12. Nov 2006, 12:03

danke@ eycxem

nett von dir.

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Beitragvon Ptin11 » So 12. Nov 2006, 13:18

Tachschön, wer kann mir denn sagen wie`s mit der Leumundsprüfung aussieht?! Genügt der Nachweis eines Führungszeugnisses?

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Beitragvon eycxem » So 12. Nov 2006, 13:31

in berlin musst du nicht selber ein führungszeugnis einreichen...die behörde holt sich die infos selber
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Beitragvon amstaff » So 12. Nov 2006, 16:52

Und befragt der KOB auch noch die Nachbarschaft? ;-D

Grüße
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Beitragvon Hase » So 12. Nov 2006, 17:51

nee, das macht die CIA in Zusammenarbeit mit dem BND für die Berliner Polizei.

Ich weiß, :dumm: , kam mir aber gerade so.

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Beitragvon amstaff » So 12. Nov 2006, 18:10

War früher aber wirklich so. Wenn sich jemand bei der Berliner Polizei beworben hatte, wurde schonmal die Nachbarschaft ausgehorcht.
Weiß aber nicht, ob das der Regelfal war.

Ist denn jemand in Ruhleben, Haus 1?

Grüße
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Beitragvon NeoX » So 12. Nov 2006, 18:50

die Azubis sind alle im Haus 2

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Beitragvon amstaff » So 12. Nov 2006, 20:35

die Azubis sind alle im Haus 2
Aha. Und die anderen Häuser? Verwaist?

Haus 2 war immer das Marschier-Haus. Die sind immer übers Gelände:"one-two-three-four, united states marine corps.."

Denke aber, heute herrscht ein anderer Geist :mrgreen:

Grüße nach Ruhleben
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Beitragvon Nachwuchspolizist-geloesc » Di 14. Nov 2006, 04:36

KOB`s??? Das sind oder besser besagt das waren doch die Kontaktbereichsbeamten der Abschnitte, oder??

Sind die durch das BMo nicht schon ausgestorben?

Also so weit ich weis, gibt es bis auf die Abschnitte in Wedding ( 35,36 ) und Friedrichshain ( 57,58 ), keine Abschnitte mehr im alten Modell...

Gruß Nachwuchspolizist
Auf eigenen Wunsch am 27.03.2009 gelöscht.


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