Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

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Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon MICHI » Do 29. Nov 2012, 17:50

Bei uns steht es entsprechend in der Trageordnung zur Uniform.

Und wenn man nen pissigen Vorgesetzten hat, wird der es schon richten; bis hin zu Disziplinarmaßnahmen.
Gruß
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon Controller » Do 29. Nov 2012, 17:53

warum @ Lima ?

ich meine die,

die nicht anpacken können/wollen, weil die Frisur/Fingernägel/Piercing ......
die, die mit Tattoos Angriffspunkte bieten ......
auch die, die sich nicht bremsen können .....

etc :polizei4:

Kennst du mit Sicherheit doch auch welche :polizei3:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon DerLima » Do 29. Nov 2012, 18:11

Ah, ok. Jetzt ist es verstanden. @ Controller.
Wußte grad echt nicht, worauf du hinaus wolltest.

Ja, nachvollziehbar und richtig!!
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon Buford T. Justice » Do 29. Nov 2012, 20:45

MICHI hat geschrieben:
DerLima hat geschrieben: Zum Dritten kenne ich viele Kollegen, die haben sich die Unterarme tätowieren lassen nachdem sie BaL waren. Können dafür an sich aber nicht entlassen werden.
Aber eine Auflage bekommen, auch im Sommer nur langärmelige Hemden zu tragen.
...an die sie sich aber auch nicht unbedingt halten, was u.U. sogar ganz frei von Konsequenzen ist.
:applaus:

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon mistam » Fr 30. Nov 2012, 08:07

MICHI hat geschrieben:Es geht in dem Urteil doch auch einzig und allein um die Nichtzulassung zum EAV, und nicht um ihn einstellen zu müssen ;-)
Nun ja - ganz so einfach ist es wohl nicht ...

Es wurde vom Gericht festgestellt, dass allein das Tattoo keinen Eignungsmangel darstellt.

Wenn also entsprechend gute Testergebnisse und keine anderen Eignungsmängel vorliegen, müsste der Bewerber folglich eingestellt werden.

Wir sehen das in Berlin dennoch zunächst noch sehr gelassen, denn das Urteil eines "Wald- und Wiesengerichts" entfaltet ja hier keine bindende Wirkung ...

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon rekruter » Fr 30. Nov 2012, 09:28

DerLima hat geschrieben:
Der Vertreter des Landes NRW, Ministerialrat Peter Schwarz, erklärte in der Verhandlung, man wolle „diese Leute auch künftig nicht im Polizeidienst“ haben.
Was für eine Formulierung... Hat was von Diskriminierung...

@sinär: Ich kann es verstehen. Ich meine, es handelt sich um einen 31-Jahre alten Menschen, der damals noch nicht darüber nachgedacht haben wird, dass er mal zur Polizei geht (Tippe mal auf Ex-SaZ). Manche Dinge und Wege wandeln sich jedoch und so steht er nun da.
Und das Argument "ist nicht erst seit gestern so, dass so etwas zum Ausschluss führt"... Nun ja, Seit heute ist es aber scheinbar anders.
Zum Dritten kenne ich viele Kollegen, die haben sich die Unterarme tätowieren lassen nachdem sie BaL waren. Können dafür an sich aber nicht entlassen werden.
1. Wenn es diskriminierend ist, dass man großflächig armtätowierte Pitbullbesitzer nicht in unserer Firma haben möchte bekenne ich mich hiermit diskriminierungswillig.

2. Wie mistam es schon für Berlin sagte: Warten wir mal ab was Richter außerhalb von Köln und Aachen zu solchen Themen urteilen. Ich bin da für Niedersachsen hinreichend gelassen.

3. Nun wird der Bemalte zum EAV zugelassen. Soll ich mal eine Prognose zu seinen Chancen abgeben?

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon DerLima » Fr 30. Nov 2012, 15:22

Die Formulierung "diese Leute" weißt auf ein klares Vorurteilsbehaftetes Meinungsbild hin.
Denn es suggeriert, das ein an den Unterarmen tätowierter Mensch aufgrund seiner Tätowierung automatisch eine andere Kategorie Mensch darstellt.

Darum geht es mir. Ob einem solch ein Tattoo gefällt oder nicht, ist jedem einzeln überlassen.
Ich mag es auch nicht, wenn Kollegen die Unterarme schwer bemalt haben.
Deswegen sind sie aber nicht schlechtere Menschen oder Kollegen.
Auch ich trage Tattoos, aber so, dass ich meine Uniform in jedeweder Ausführung tragen kann, ohne das es gesehen werden kann.

Was die Chancen angeht: Nunja, insofern seine Testergebnisse alle im Einstellungsbereich liegen...
Und da haben Tattoos ja nichts mit zu tun.
Das der Arzt ggf. aufgrund der Tattoos eine Entscheidung trifft, steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne auch Kollegen, die eingestellt wurden, mit der Auflage bis zu einem bestimmten Zeitpunkt das Tattoo entfernen zu lassen.

Wo ich, im Sinne der Gleichbehandlung mal wieder auf die zu sprechen komme, die sich nach der BaL-Untersuchung bemalen lassen...
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon homer » Fr 30. Nov 2012, 15:32

rekruter hat geschrieben: 1. Wenn es diskriminierend ist, dass man großflächig armtätowierte Pitbullbesitzer nicht in unserer Firma haben möchte bekenne ich mich hiermit diskriminierungswillig.

2. Wie mistam es schon für Berlin sagte: Warten wir mal ab was Richter außerhalb von Köln und Aachen zu solchen Themen urteilen. Ich bin da für Niedersachsen hinreichend gelassen.

3. Nun wird der Bemalte zum EAV zugelassen. Soll ich mal eine Prognose zu seinen Chancen abgeben?
:zustimm:
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon mistam » Fr 30. Nov 2012, 15:45

DerLima hat geschrieben:Die Formulierung "diese Leute" weißt auf ein klares Vorurteilsbehaftetes Meinungsbild hin.
Denn es suggeriert, das ein an den Unterarmen tätowierter Mensch aufgrund seiner Tätowierung automatisch eine andere Kategorie Mensch darstellt.

Darum geht es mir. Ob einem solch ein Tattoo gefällt oder nicht, ist jedem einzeln überlassen.
Ich mag es auch nicht, wenn Kollegen die Unterarme schwer bemalt haben.
Deswegen sind sie aber nicht schlechtere Menschen oder Kollegen.
Auch ich trage Tattoos, aber so, dass ich meine Uniform in jedeweder Ausführung tragen kann, ohne das es gesehen werden kann.

Was die Chancen angeht: Nunja, insofern seine Testergebnisse alle im Einstellungsbereich liegen...
Und da haben Tattoos ja nichts mit zu tun.
Das der Arzt ggf. aufgrund der Tattoos eine Entscheidung trifft, steht auf einem anderen Blatt. Ich kenne auch Kollegen, die eingestellt wurden, mit der Auflage bis zu einem bestimmten Zeitpunkt das Tattoo entfernen zu lassen.

Wo ich, im Sinne der Gleichbehandlung mal wieder auf die zu sprechen komme, die sich nach der BaL-Untersuchung bemalen lassen...
Ja - und genau weil viele Leute außerhalb dieser Behörde ein solches vorurteilsbehaftetes Meinungsbild haben, sollen diese nicht in den Polizeidienst eingestellt werden!

Niemand behauptet, dass ein Mensch mit einem sichbaren Tattoo ein schlechterer ist als der ohne ...

Er wird aber nach wie vor von nicht unerheblichen Bevölkerungsteilen argwöhnisch betrachtet und das ist etwas, was sich die Polizei - bei ohnehin tendenziell abnehmendem Vertrauen in ihre Arbeit - nicht leisten sollte.

Tattoos, die nach der Einstellung entstehen sind ein grundsätzlich anderes Thema. Hier geht es dann um Dienstaufsicht und Konsequenz im Handeln. Heute leider nicht mehr bei allen Vorgesetzten anzutreffende Tugenden ...

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon Controller » Fr 30. Nov 2012, 15:47

Lima, schau mal:

http://www.google.de/search?q=hello+kit ... 80&bih=685


ich möchte z. B. nicht mit "diesen Leuten" auf Streife sein.
Du wohl auch nicht :polizei3:

Und je nach Art des Tattoo bilde ich mir ne Meinung und habe Vorurteile, genau wie du auch ! :zunge:
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon VanDan » Fr 30. Nov 2012, 16:14

Weiß man eigentlich, wie die Geschichte der Person, die dieses Thema angesprochen hat ausgegangen ist?
-Wäre ja doch recht interessant. Auch für andere Personen, die ein derartiges "Problem" haben.

Gruß
Dum spiro, spero

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon DerLima » Fr 30. Nov 2012, 18:55

Doch, unbedingt... im Rosa FustKw und mit dieser Kanone:
http://www.tumblr.com/tagged/hello-kitty-gun

Persönlich darf man sich auch die Meinung bilden und Vorurteile haben.
Aber du beziehst das auf den Einzelfall.
Im Artikel wird aber das Meinungsbild eines Einzelnen auf die gesamte Polizei und alle an den Unterarmen tätowierte Menschen übertragen.
Insofern: Diskriminierend.

Ich habe auch Vorurteile. Stehe ich zu. Aber nicht gegen einen bestimmten Teil der Bevölkerung.
Ja - und genau weil viele Leute außerhalb dieser Behörde ein solches vorurteilsbehaftetes Meinungsbild haben, sollen diese nicht in den Polizeidienst eingestellt werden!
Ist schon verstanden, aber es gibt ja auch andere Lösungsmöglichkeiten.

Ich erinnere mal an die Zeit der langen Haare bei der Bundeswehr... Haarnetz und so.
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon Tinker » Fr 30. Nov 2012, 19:23

es sieht schlicht und ergreifend assi aus, mit tätowierten Unterarmen und gehört nicht in den Polizeidienst. Der Bürger sollte einen Beamten erwarteten dürfen, der nicht herum läuft wie hingeschissen und dazu gehört nun mal, daß er keine langen Haare hat und offensichtlich gepierct und tätowiert ist.
Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein. Aber dann muss mal wieder geklagt werden und um so beknackter es ist, desto höher die Chance Recht zu bekommen

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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon DerLima » Fr 30. Nov 2012, 19:28

Tja Tinker. Ich habe eine sehr ähnliche Meinung dazu.
Und die entspricht der traditionellen Meinung des Dienstherrn. Alles so, dass man es im kurzen Hemd nicht sieht.
Aber ich trage auch immer schwarze Socken zur Uniform.

Und ich mag auch keine (gefärbten) Feuerroten Haare, haufenweise Schmuck usw.

Aber hingeschissen...?
Da fallen mir reichlich andere Beamte ein, die nicht mal in der Lage sind ihre Uniform adäquat zu tragen.
Oder auch schlicht ungepflegt aussehen... sind...
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Re: Einstellungsvoraussetzungen ( Tattoos)

Beitragvon Berlin85 » Mi 20. Mär 2013, 13:12

@mistam: Fange jetzt im April mein Studium zum gd an!Hatte als Auflage anzufangen den Sichtbarenbereich am oberarm weg machen zu lassen Ca.4 cm vor dem Start des Studiums!.Hatte am 13.3.13 meinen ersten Termin!Da die Linien dicker sind sieht man noch keinen Unterschied!Habe deshalb ein Bestätigungsschreiben von Laderma mir geben lassen das ich angefangen habe.Reicht das aus?


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