Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Auswahlverfahren und Ausbildung
sdbln
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Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon sdbln » Di 29. Aug 2017, 11:39

Wünsche allen Anwärtern und POW's einen gelungenen Start ins Neue. Bleibt alle am Ball und lernt fleissig, es wird nicht leicht.. :)


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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Nikita12 » Mi 30. Aug 2017, 16:13

Hat eigentlich schon jemand der gd Leute eine Einladung für den Arzt bzw. für die Ernennung bekommen?

Grüße

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Benut » Mi 30. Aug 2017, 23:42

Jap, ist heute nachmittag bei mir passiert.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Peanutbutter » Do 31. Aug 2017, 11:48

Hat jemand eine Ahnung gehabt warum wir heute, einen Tag vor der Einstellung diese Doppelseite mit den Vorstrafen in der Vergangenheit unterschreiben mussten? Zumal der Leumund schon seit Monaten geprüft wurde.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon The-Funky-Beast » Do 31. Aug 2017, 11:59

Doppelt hält besser. :polizei2:
Davon ab könnte seit der Überprüfung ja etwas dazu gekommen sein, was der Behörde dementsprechend nicht bekannt ist. In der Regel sind zwischen erstmaliger Prüfung der Vorstrafen und Ernennung ja ein paar Monate vergangen.
"Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen."

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Ezio » Do 31. Aug 2017, 12:04

Mir wurde dort gesagt das es nur vom Zeitraum der Bewerbung bis jetzt relevant ist!

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Merlin35 » Sa 2. Sep 2017, 08:59

Herzlichen Glückwunsch an alle, die gestern
ernannt wurden!
:zustimm: :zustimm: :zustimm:

Hab mir die Urkunde schon tausendmal angeschaut... :verweis:
:polizei1:

Ab Montag heißt es Gas geben und dran- bleiben!!!!!

LG

POW
Merlin35

:hallo: ;D
Lieber spät als nie :polizei2:

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Servus1999 » Sa 2. Sep 2017, 09:32

Wann wird man eigentlich eingekleidet? Schon bei der Ernennung oder erst später? :polizei13:

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon The-Funky-Beast » Sa 2. Sep 2017, 11:26

Servus1999 hat geschrieben:Wann wird man eigentlich eingekleidet? Schon bei der Ernennung oder erst später? :polizei13:
Später, das kann zum Teil deutlich dauern.^^
"Nur auf das Ziel zu sehen, verdirbt die Lust am Reisen."

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon Silenter » Sa 2. Sep 2017, 14:01

(Dann vielleicht noch mal hier, danke auf jeden Fall schon mal fürs Antworten)



Hallo miteinander,

vielleicht wird es ein etwas längerer Post, schon mal Verzeihung dafür. :gruebel:

Am gestrigen Tag wurden viele andere PMAs und POWs feierlich in den Dienst der Berliner Polizei gestellt (oder besser gesagt in die Ausbildung), so wie auch ich (POW, lebensälter). In den etwa drei Monaten, über die sich das Bewerbungsverfahren erstreckte, sammelte man natürlich einige Erfahrungen. Wenige natürlich im Bewerbungsverfahren an sich, aber weitere durch Informationen und Recherechen (wie hier im Forum durchs Mitlesen, den Medien/Auskünften in der eigenen Freizeit. Und natürlich war auch die gestrige feierliche Zeremonie etwas, was man auf Grund des schönen Anlasses nicht vergessen wird, wie aber auch das, was gesagt wurde, das, was beigebracht werden sollte, das, worauf eingestimmt werden sollte, das, was man so erlebt hat (Gewerkschafts- und Versicherungsvertreter vor Ort, der Austausch mit anderen Bewerbern, etc).

Und irgendwie, irgendwo lässt sich natürlich noch nicht ganz absehen, was genau eigentlich einen jeden von uns erwarten wird, sowohl in Ausbildung als auch danach. Im Prinzip lässt sich meine Frage aber genau so formulieren.

Zuallererst: ich bin überaus glücklich, in die Laufbahn des mD aufgenommen worden zu sein und freue mich darauf, was der Polizeiberuf mit sich bringen wird, oder zunächst die Ausbildung. Ich bin glücklich darüber, mich mit anderen POWs, die ich schon mal kennen lernen konnte, durch die Ausbildung zu begeben, die allesamt einen sympathischen Eindruck machten und hoffe darauf, dass die Kollegialität der Berliner Polizei sich genauso gestaltet (wer wünscht sich das nicht).

Natürlich bin ich auch glücklich darüber (ich mache euch da nichts vor, aber wem geht das nicht so?), dass wir Dienstältere in finanzieller Hinsicht bereits während der Ausbildung gut (es ist alles relativ, ich weiß, aber eben zunächst mal mein Empfinden) vergütet werden. Gerade aber das Thema Besoldung ist in Berliner Hinsicht dennoch ein anderes Blatt - es ist die schlechteste im Ländervergleich. Der Staatssekretär fand gestern während seiner Ansprache über die kürzliche Besoldungsrunde natürlich nur lobende Worte. Etwas politisch Interessierte jedoch, die die Besoldungsrunden auch vorher schon verfolgten, haben gestern vielleicht nur müde drüber schmunzeln können. Wohlgemerkt bin ich (und viele andere POWs) froh darüber, während der Ausbildung bereits gut vergütet zu werden, das hat man im Austausch schnell festgestellt. Aber man darf ja trotzdem sein eigenes Urteil haben. Auch schon vor meiner Bewerbung und Ernennung habe ich dieses Thema als Berliner ja verfolgt. Und ich finde, dass die Besoldung endlich keine Ländersache mehr sein dürfte, sondern bundeseinheitlich ausfallen müsste.

Aber: wie steht es denn um die Berliner Polizei tatsächlich? Gerade in Hinblick der Besoldung, der Schichtdienste, der Freizeit, des Urlaubs, der Ausstattung, des Umgangs des Dienstherrn mit euch. Helfen euch denn die Gewerkschaften? Also im erlebten Zustand, aus euren Erfahrungen.

Dass wir, gerade gestern, dann doch mit einigen Eindrücken ein bisschen erschlagen wurden, ließ sich unter den PMAs und POWs aber auch feststellen. DPolG und GdP warben um uns ebenso wie Versicherungsvertreter. Termine wurden geradezu beiläufig vereinbart, während man in der Schlange stand, Telefonnummern ausgetauscht, die Infostände reichten nicht aus, um jeder Frage Herr zu werden. Pflegeversicherung, Pflegezusatzversicherung, kleine Anwartschaft, große Anwartschaft, Gewerkschaften, die sich gegenseitig madig machten und allen Neuankömmlingen sofort eine schicke Mappe mit Werbegeschenken und günstigen Handyverträgen in die Hände drückten. Nicht wenige waren davon einfach überfordert, und entgegen der Annahme vieler, es handele sich doch um eine geschlossene Behörde, diese Berliner Polizei, verbreitete sich dann doch irgendwie ein Gefühl von Unsicherheit, welche Verträge man jetzt abschließen sollte, warum es da eigentlich zwei Gewerkschaften gibt, welche Versicherung man jetzt wirklich braucht, was es jetzt eigentlich mit der großen und kleinen Anwartschaft auf sich hat. Manch einer hätte erwartet, dass man, umringt von langjährigen Polizisten/Beamten bei so einer Veranstaltung, dazu einfach schon mal feste Anweisungen/Tipps in die Hand bekommt. Natürlich ist der gesamte Einstellungsakt für die Leute, die den koordinieren, mit Sicherheit schon eine enorm krasse Leistung, sowohl logistisch als auch personell, davor ziehe ich auch den Hut. Und natürlich sollen die Menschen irgendwo ja auch ihre Entscheidungsfreiheit behalten. Aber viele hätten sich gewünscht, nicht einfach nur mit drei Stoffbeutel voller Mappen und Angeboten ins Wochenende geschickt worden zu sein mit den Worten "darum müsstet ihr euch in den nächsten Tagen kümmern".

Mir ist klar, dass sich das bestimmt etwas untüchtig liest. Gerade, da hier ja mit Sicherheit mehr Leute angemeldet sind, die das alles nicht mehr angehen brauchen, sich um alles gekümmert oder längst hinter sich haben. Aber wenn dort über 300 neue PMAs und POWs stehen, die bis gestern noch ihre alte Arbeit oder Schule geleistet haben, oder bis zur letzten ärztlichen Untersuchung nicht wussten, ob sie nun wirklich in den Dienst gestellt werden, dann ist das schon eine ziemliche Flut an ungefilterten Informationen gewesen, mit denen man sich nun übers Wochenende beschäftigt sieht. Gerade in Hinblick, dass ja auch Disziplinarverfahren drohen könnten.


Nicht, dass dieser Post oder meine Einstellung falsch verstanden wird - ich freue mich auf den Start! Ich weiß, dass ich die Ausbildung nach besten Möglichkeiten abschließen möchte, dass ich den Polizeiberuf wirklich möchte. Es soll kein Gejammere oder Gezetere sein. Für viele stellt sich aber natürlich schon die Frage, was uns eigentlich erwarten wird. Ob der Beruf, oder eher die Rahmenbedingungen, den eigentlichen Antrieb an den Beruf nicht versauern lassen wird. Wenn man liest, dass in den kommenden Jahren 40% der Beamten in Pension gehen werden, wenn man liest, dass die Berliner Polizei enorme Belastungen (nicht ausschließlich durch die Ausübung des Berufes) durchstehen muss. Ist die Berliner Polizei für euch denn noch eine Einheit? Wie sieht es mit der Kollegialität denn wirklich aus?


Ich weiß - der Post hat nicht wirklich einen roten Faden. Und vielleicht auch nicht 'ne konkrete Frage. Und mit Sicherheit ist es mir an manchen Stellen nicht gelungen, mein eigentliches Bauchgefühl zu vermitteln. Oder vielleicht nicht nur an manchen, sondern an vielen. Es wäre aber toll, wenn ich auf ein paar Antworten stoßen würde, wenn ich hier das nächste Mal wieder reinschaue. Und bedanke mich schon mal vorab fürs Lesen und für die Aufmerksamkeit!

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon SirJames » Sa 2. Sep 2017, 15:15

Silenter hat geschrieben:(Dann vielleicht noch mal hier, danke auf jeden Fall schon mal fürs Antworten)



Hallo miteinander,

vielleicht wird es ein etwas längerer Post, schon mal Verzeihung dafür. :gruebel:

Am gestrigen Tag wurden viele andere PMAs und POWs feierlich in den Dienst der Berliner Polizei gestellt (oder besser gesagt in die Ausbildung), so wie auch ich (POW, lebensälter). In den etwa drei Monaten, über die sich das Bewerbungsverfahren erstreckte, sammelte man natürlich einige Erfahrungen. Wenige natürlich im Bewerbungsverfahren an sich, aber weitere durch Informationen und Recherechen (wie hier im Forum durchs Mitlesen, den Medien/Auskünften in der eigenen Freizeit. Und natürlich war auch die gestrige feierliche Zeremonie etwas, was man auf Grund des schönen Anlasses nicht vergessen wird, wie aber auch das, was gesagt wurde, das, was beigebracht werden sollte, das, worauf eingestimmt werden sollte, das, was man so erlebt hat (Gewerkschafts- und Versicherungsvertreter vor Ort, der Austausch mit anderen Bewerbern, etc).

Und irgendwie, irgendwo lässt sich natürlich noch nicht ganz absehen, was genau eigentlich einen jeden von uns erwarten wird, sowohl in Ausbildung als auch danach. Im Prinzip lässt sich meine Frage aber genau so formulieren.

Zuallererst: ich bin überaus glücklich, in die Laufbahn des mD aufgenommen worden zu sein und freue mich darauf, was der Polizeiberuf mit sich bringen wird, oder zunächst die Ausbildung. Ich bin glücklich darüber, mich mit anderen POWs, die ich schon mal kennen lernen konnte, durch die Ausbildung zu begeben, die allesamt einen sympathischen Eindruck machten und hoffe darauf, dass die Kollegialität der Berliner Polizei sich genauso gestaltet (wer wünscht sich das nicht).
Erstmal natürlich Herzlichen Glückwunsch an Dich und alle anderen, die am gestrigen Tage ernannt wurden.
Natürlich bin ich auch glücklich darüber (ich mache euch da nichts vor, aber wem geht das nicht so?), dass wir Dienstältere in finanzieller Hinsicht bereits während der Ausbildung gut (es ist alles relativ, ich weiß, aber eben zunächst mal mein Empfinden) vergütet werden. Gerade aber das Thema Besoldung ist in Berliner Hinsicht dennoch ein anderes Blatt - es ist die schlechteste im Ländervergleich. Der Staatssekretär fand gestern während seiner Ansprache über die kürzliche Besoldungsrunde natürlich nur lobende Worte. Etwas politisch Interessierte jedoch, die die Besoldungsrunden auch vorher schon verfolgten, haben gestern vielleicht nur müde drüber schmunzeln können. Wohlgemerkt bin ich (und viele andere POWs) froh darüber, während der Ausbildung bereits gut vergütet zu werden, das hat man im Austausch schnell festgestellt. Aber man darf ja trotzdem sein eigenes Urteil haben. Auch schon vor meiner Bewerbung und Ernennung habe ich dieses Thema als Berliner ja verfolgt. Und ich finde, dass die Besoldung endlich keine Ländersache mehr sein dürfte, sondern bundeseinheitlich ausfallen müsste.
Grds. ist das eine immer wiederkehrende Thematik in und außerhalb der Behörde, die natürlich alle mehr oder weniger bewegt, die davon betroffen sind. Dabei sind die Sichtweisen und Argumentationen, wie man hier auch in dem ein oder anderen Thread nachlesen kann, durchaus sehr unterschiedlich.

Grds. stimme ich Dir zu, nur wird sich auf absehbare Zeit nichts an dem föderalen System bzgl. der einzelnen Polizeien ändern. Was nicht heißen soll, dass man das nicht immer wieder auch kritisch hinterfragen soll. Auch ich hielte es für wünschenswert, wenn es was z.B. u.a. Besoldung und Ausrüstung anbelangt, einen bundeseinheitlichen Standart gäbe. Ein Fingerzeig in diese Richtung gab es ja mit dem ein oder anderen höchstrichterlichen Urteil in den vergangenen Jahren. Aber mehr ist wahrscheinlich für die nächsten Jahrzehnte kaum zu erwarten.

Unser Finanzsenator ließ sich ja hierzu vor kurzem im öff. rechtlichen Fernsehen sinngemäß ein: "...eine Besoldung auf Bundesniveau sei weder möglich noch sei dies gewollt." Eine solche Aussage, insbesondere der zweite Teil, motiviert die Kollege natürlich unheimlich.
Aber: wie steht es denn um die Berliner Polizei tatsächlich? Gerade in Hinblick der Besoldung, der Schichtdienste, der Freizeit, des Urlaubs, der Ausstattung, des Umgangs des Dienstherrn mit euch. Helfen euch denn die Gewerkschaften? Also im erlebten Zustand, aus euren Erfahrungen.
Es wird wahrscheinlich schwierig jemanden zu finden, der das in Gänze und vor allem auch objektiv beurteilen kann. Dafür ist unsere Behörde einfach zu groß und heterogen.

Der Schichtdienst im allgemeinen stört mich persönlich nicht - ich mag ihn sogar mehr als Mo-Fr 0800-1600. Mag aber daran liegen, dass ich gerne Nachtdienste mache, früh aufstehen hasse, Berufsverkehr hasse und mir der Schichtdienst subj. mehr Freiraum für meine Freizeitgestaltung lässt. Mein Dienstzeitmodell (Abschnitt mit 5 Dienstgruppen) ist ok, weil wir das Glück haben 5 Dienstgruppen zu haben. Auf Abschnitten mit 4 Dienstgruppen und folglich immer kurzem Wechsel nach den Nachtdiensten sieht das schon ganz anders aus. Das geht mächtig auf die Knochen, vor allem wenn der Krankenstand hoch ist.

Das Dienstzeitmodell auf der EHu hat mir noch besser gefallen. Mehr und längere Dienste, dafür aber auch längere Freiphasen. Natürlich aber nur, wenn keine Alarme dazwischen kommen, was wohl wieder etwas zugenommen hat.

Andere Dienstzeitmodelle (z.B. ELZ Modell) habe ich persönlich nicht mitgemacht und kann daher nichts dazu sagen.

Die Ausstattung ist nach meinem persönlichen Maßstab in manchen Bereichen deutlich unzureichend bzw. nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Genannt seien hierbei vor allem Bewaffnung und ballistische Schutzausrüstung. In diesen Bereichen hinken wir den allermeisten anderen Behörden deutlich hinterher. Es wurde zuletzt angekündigt, dass es diverse Neubeschaffungen geben soll. Wann, in welcher Form und ob davon was an der Basis ankommt, bleibt abzuwarten.

Der Umgang der Behörde mit uns im Allgemeinen ist schwer zu beurteilen. Das hängt oft von persönlichen Erfahrungen, Dienststellen, Vorgesetzten etc. ab. Das wird in anderen Behörden auch nicht anders sein und wohnt wohl dem öff. Dienst ein Stück weit inne. Ich will aber nicht verhehlen, dass ich schon ein paar Dinge erlebt habe, die mich daran zweifeln ließen, ob ich mich für die richtige Behörde entschieden habe.
Dass wir, gerade gestern, dann doch mit einigen Eindrücken ein bisschen erschlagen wurden, ließ sich unter den PMAs und POWs aber auch feststellen. DPolG und GdP warben um uns ebenso wie Versicherungsvertreter. Termine wurden geradezu beiläufig vereinbart, während man in der Schlange stand, Telefonnummern ausgetauscht, die Infostände reichten nicht aus, um jeder Frage Herr zu werden. Pflegeversicherung, Pflegezusatzversicherung, kleine Anwartschaft, große Anwartschaft, Gewerkschaften, die sich gegenseitig madig machten und allen Neuankömmlingen sofort eine schicke Mappe mit Werbegeschenken und günstigen Handyverträgen in die Hände drückten. Nicht wenige waren davon einfach überfordert, und entgegen der Annahme vieler, es handele sich doch um eine geschlossene Behörde, diese Berliner Polizei, verbreitete sich dann doch irgendwie ein Gefühl von Unsicherheit, welche Verträge man jetzt abschließen sollte, warum es da eigentlich zwei Gewerkschaften gibt, welche Versicherung man jetzt wirklich braucht, was es jetzt eigentlich mit der großen und kleinen Anwartschaft auf sich hat. Manch einer hätte erwartet, dass man, umringt von langjährigen Polizisten/Beamten bei so einer Veranstaltung, dazu einfach schon mal feste Anweisungen/Tipps in die Hand bekommt. Natürlich ist der gesamte Einstellungsakt für die Leute, die den koordinieren, mit Sicherheit schon eine enorm krasse Leistung, sowohl logistisch als auch personell, davor ziehe ich auch den Hut. Und natürlich sollen die Menschen irgendwo ja auch ihre Entscheidungsfreiheit behalten. Aber viele hätten sich gewünscht, nicht einfach nur mit drei Stoffbeutel voller Mappen und Angeboten ins Wochenende geschickt worden zu sein mit den Worten "darum müsstet ihr euch in den nächsten Tagen kümmern".
Ich weiß nicht wie heute solche Ernennungen ablaufen, aber ich kann mich erinnern, dass es bei uns so ähnlich war. Viele Viele Informationen und Fragezeichen. Versicherungs- und Gewerkschaftsvertreter, die teilweise wie die Schmeissfliegen auf die Anwärter losgegangen sind usw.

Wichtig ist jetzt erstmal entspannt zu bleiben, sich nichts aufquatschen zu lassen und ganz in Ruhe in den nächsten Wochen die offenen Fragen im Kollegenkreis zu erörtern. Eure Vorgesetzten werden euch da auch helfen und man kann auch ältere Anwärter fragen.
Mir ist klar, dass sich das bestimmt etwas untüchtig liest. Gerade, da hier ja mit Sicherheit mehr Leute angemeldet sind, die das alles nicht mehr angehen brauchen, sich um alles gekümmert oder längst hinter sich haben. Aber wenn dort über 300 neue PMAs und POWs stehen, die bis gestern noch ihre alte Arbeit oder Schule geleistet haben, oder bis zur letzten ärztlichen Untersuchung nicht wussten, ob sie nun wirklich in den Dienst gestellt werden, dann ist das schon eine ziemliche Flut an ungefilterten Informationen gewesen, mit denen man sich nun übers Wochenende beschäftigt sieht. Gerade in Hinblick, dass ja auch Disziplinarverfahren drohen könnten.


Nicht, dass dieser Post oder meine Einstellung falsch verstanden wird - ich freue mich auf den Start! Ich weiß, dass ich die Ausbildung nach besten Möglichkeiten abschließen möchte, dass ich den Polizeiberuf wirklich möchte. Es soll kein Gejammere oder Gezetere sein. Für viele stellt sich aber natürlich schon die Frage, was uns eigentlich erwarten wird. Ob der Beruf, oder eher die Rahmenbedingungen, den eigentlichen Antrieb an den Beruf nicht versauern lassen wird. Wenn man liest, dass in den kommenden Jahren 40% der Beamten in Pension gehen werden, wenn man liest, dass die Berliner Polizei enorme Belastungen (nicht ausschließlich durch die Ausübung des Berufes) durchstehen muss. Ist die Berliner Polizei für euch denn noch eine Einheit? Wie sieht es mit der Kollegialität denn wirklich aus?
Was die Kollegialität angeht, habe ich bis jetzt zu 99% nur gute Erfahrungen gemacht. Es ging immer sehr familär und freundschaftlich zu. Klar gibt es auch mal Kollegen mit denen man weniger kann, !aber das ist ja keine Berliner Phänomen. Aber ich kann da jetzt auch nur aus Sicht eines Mannschafters bzw. Basisbeamten sprechen, der nicht nicht in Konkurrenz zu anderen steht. Wie das jetzt auf anderen Hierarchieebenen aussieht kann ich nicht beurteilen.

Ich weiß - der Post hat nicht wirklich einen roten Faden. Und vielleicht auch nicht 'ne konkrete Frage. Und mit Sicherheit ist es mir an manchen Stellen nicht gelungen, mein eigentliches Bauchgefühl zu vermitteln. Oder vielleicht nicht nur an manchen, sondern an vielen. Es wäre aber toll, wenn ich auf ein paar Antworten stoßen würde, wenn ich hier das nächste Mal wieder reinschaue. Und bedanke mich schon mal vorab fürs Lesen und für die Aufmerksamkeit!
Aus meiner Sicht alles gut. Du beschreibst ja lediglich Deine Sicht und Gedanken, die alle anderen mehr oder weniger auch haben dürften.

Viel Erfolg und vor allem Spaß an dem Beruf weiterhin. Es werden Momente kommen, in denen Du Dich wirst besinnen müssen, warum Du Dich für diesen Beruf entschieden hast. Wichtig ist die eigene Einstellung und persönliche Integrität und dann sind die sicherlich vorhandenen kleinen und großen Probleme in dieser Behörde vertragbar.

Gruß
“No, I don’t wonder Marty. The world needs bad men. We keep the other bad men from the door.”

(true detective)

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon ThatFuture » Mo 4. Sep 2017, 15:22

Nach großem Hoffen und Bangen hat es nun tatsächlich geklappt und ich bin unter die 90 gerutscht, die in den gehobenen Dienst KriPo aufgenommen werden.

Ich wünsche allen restlichen Wartenden noch viel Glück!

anwaerter
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon anwaerter » Do 7. Sep 2017, 11:17

Ich habe mich im Januar diesen jahres beworben und erfolgreich den Online Test absolviert. Ich habe daraufhin jeden Tag nach der Arbeit bis zum späten Abend Übungsbücher und Online Übungen gebüffelt und für diese Zeit meine Frau und 1- jährige Tochter hinten angestellt. Sogar eine Woche Urlaub habe ich genommen, um kurz vor dem Test noch einmal alles rauszuholen. Anfang Februar habe ich dann Computer und Sporttest erfolgreich absolviert und war überglücklich und zu gleich stolz. Als dann die Rangliste veröffentlicht wurde, kam die ernüchternde Nachricht: Platz 430... Das wars für dieses Jahr dachte ich. Laut Mitglieder dieses Forums aber ganz und gar nicht nicht! Ich erfuhr, dass man gut und gerne 200- 250 Plätze während des Bewerbungsverfahrens gut machen kann und plötzlich war wieder ein Fünkchen Hoffnung da. Die Monate vergingen und ich stieg mit jeder Aktualisierung der Rangliste um mehrere Ranglistenplätze auf. Irgendwann waren es nur noch 100 Plätze auf einen Ranglistenplatz und ich bekam die Email mit der Einladung zur Tauglichkeitsuntersuchung und des Vorstellungsgespräches. Auch hierauf bereitete ich mich wieder intensiv vor und beschäftigte mich mit all dem, was meinen vielleicht zukünftigen Arbeitgeber betrifft (Direktionen, Abteilungen, Polizeipräsident, Aufstiegsränge und Schulterklappen etc.) Die Tauglichkeitsuntersuchung lief super und beim Gespräch stellte sich heraus, dass meine Vorbereitung auf das Gespräch durchaus punktete. Die Aussage: ,,Sie konnten schon mehr beantworten, als alle anderen vor Ihnen am heutigen Tag". bestätigte meine intensive Vorbereitung. Gleichzeitig musste ich feststellen, dass ein wichtiges Anliegen, welches ich beim Gespräch ansprach, vollkommen irrelevant für den Ausgang meines Gespräches war. Ich befinde mich nämlich seit 2 Jahren in einer Unternehmensinsolvenz, durch ein finanzielles Scheitern meines damaligen Gewerbes. Noch vor meiner Bewerbung bei der Polizei, erkundigte ich mich beim Einstellungsbüro, ob ein Insolvenzverfahren ein Ausscheidungsgrund für das Berwerbungsverfahren wäre. Dort hieß es ganz klar ,,Nein"! Und auch beim persönlichen Gespräch, wurde das Thema eher belächelt und in keinster Weise auf ein mögliches Ausscheiden aus dem Bewerbungsverfahren hingewiesen...

Vor ca. 2 Wochen wurde ich vom Einstellungsbüro darum gebeten, eine ausführliche Stellungnahme zu meiner Unternehmensinsolvenz zu schreiben. Dies Tat ich noch am selben Tag. Diese Woche bekam ich dann eine sehr erfreuliche Mail, dass ich einen Ranglistenplatz belege, allerdings immernoch die Leumundsprüfung aussteht. Was mich allerdings sehr wunderte, da mir keinerlei negativen Einträge in meinem Führungszeugnis bekannt waren...daher schon die Vorahnung: Es muss an der Insolvenz liegen! Noch am selben Tag dann die Mail, ich sei aus dem Bewerbungsverfahren ausgeschieden und eine Begründung gäbe es in den nächsten Tagen per Post. Und siehe da: Als Begründung wurde tatsächlich meine Unternehmensinsolvenz genannt. Allerdings bezog man sich weder auf meine Stellungnahme, noch explizit auf das Verfahren an sich. Stattdessen wurde eine Insolvenz oder finanzielle Zwangsmaßnahme allgemein als Ausschlussgrund für das Bewerbungsverfahren genannt, aufgrund von erhöhter Wahrscheinlichkeit von Bestechlichkeit. Wie kackendreist ist das bitte?! :polizei4: Nach einem dreiviertel Jahr voller Vorbereitung, Hoffnung auf einen Ranglistenplatz, Sporttest und Stellungnahme zu einem Thema, dass vom Einstellungsbüro im Vorfeld als irrelevant eingestuft wird, dann endlich die frohe Botschaft es auf einen Ranglistenplatz geschafft zu haben. Mega Gefühl!!! Aber dann mit der Nachricht abgefertigt zu werden, ich sei für den Polizeivollzugsdienst nicht geeignet, weil ich mich in einem Insolvenzverfahren befinde, ist mehr als unverschämt! Vor allem wofür dann die Stellungnahme? Wurde die überhaupt berücksichtigt? Wenn man allgemein als nicht PVD- fähig eingestuft wird, aufgrund eines Insolvenzverfahrens, dann hätte man das direkt im Online-Bewerbungsverfahren herauskristallisieren können (mit einem einfachen Häckchen das man setzt oder nicht setzt) und ich hätte mir das ganze nervliche ,,Auf und Ab" und die Vorbereitungszeit sparen können. Mehr als ärgerlich!!! Da kann ich ja fast schon froh sein, der freien Marktwirtschaft erhalten zu bleiben, bei der schlechten Organisation und falschen Kommunikation seitens der Behörde... Schade drum. Nichtsdestotrotz wünsche ich allen zukünftigen Anwärtern alles Gute für ihre berufliche Zukunft. Gute Erolge in der Ausbildung und im Studium! :zustimm:

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon SchoenerThunfisch » Do 7. Sep 2017, 11:35

Zumal sowas Einzelfallsentscheidungen sind und es deswegen mit einem einfachen Häkchen nicht getan ist, ist es ohnehin bekannt, dass geordnete wirtschaftliche Verhältnisse eine Einstellungsvoraussetzung sind. Nur weil du Zeit in die Vorbereitung investierst und eine Stellungnahme abgibst, hast du trotzdem kein Anrecht auf die Einstellung. Die Behörde hat nun mal gewisse Ansprüche und behält sich demnach auch das Recht vor, Bewerber abzulehnen, die die Voraussetzungen nicht erfüllen.
Das solltest du eigentlich wissen, deswegen finde ich es eher von dir dreist, dich so darüber zu echauffieren.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Herbst 2017

Beitragvon anwaerter » Do 7. Sep 2017, 11:50

SchoenerThunfisch hat geschrieben:Zumal sowas Einzelfallsentscheidungen sind und es deswegen mit einem einfachen Häkchen nicht getan ist, ist es ohnehin bekannt, dass geordnete wirtschaftliche Verhältnisse eine Einstellungsvoraussetzung sind. Nur weil du Zeit in die Vorbereitung investierst und eine Stellungnahme abgibst, hast du trotzdem kein Anrecht auf die Einstellung. Die Behörde hat nun mal gewisse Ansprüche und behält sich demnach auch das Recht vor, Bewerber abzulehnen, die die Voraussetzungen nicht erfüllen.
Das solltest du eigentlich wissen, deswegen finde ich es eher von dir dreist, dich so darüber zu echauffieren.
Dass die Behörde sich vorbehält, Bewerber die in nicht geordneten Verhältnissen lebt, nicht einzustellen ist auch vollkommen legitim. Wenn ich aber mehrfach seitens der Behörde zu hören bekomme, dass mein Insolvenzverfahren einer Einstellung nicht im Wege steht und Zeit und Kraft investiere, dann ist es dreist, wenn letztendlich genau das der Ausscheidungsgrund ist! Werde ich dann aber noch um eine ausführliche Stellungnahme gebeten und sich das Einstellungsbüro bei meiner Absage aber auf die Allgemeinen Ansprüche an Polizeibeamte bezieht, dann ist das 1. keine Einzelfallentscheidung und hätte somit 2. schon viel früher im Bewerbungsverfahren zu einem Ausschluss führen müssen! Nämlich direkt bei der Online Bewerbung.


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