Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Auswahlverfahren und Ausbildung
berlinmitteboy
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » Fr 2. Feb 2018, 19:28

mistam hat geschrieben:
berlinmitteboy hat geschrieben:Ok,nennen wir es Anfechtungswiderspruch bzw Anfechtungsklage.

Ist es denn im Bereich des Möglichen,bei einer nicht zum Einstellungsverfahren gehörigen Absprache (Angebot) vors VG zu ziehen und erfolgreich damit zu sein?
Immerhin hat sich ja der Dienstherr bei den Voraussetzungen des LDA was bei gedacht.

Ferner hat der in deinen Augen "unverbindliche" Anruf beim Bewerber, im weiteren Verlauf seines Einstellungsverfahrens,eben doch eine rechtsverbindliche Stellung. Erst recht wenn er hierfür einwilligt.

Und da helfen auch keine Antworten wie "Eine Frage ist erstmal eine Frage.Rechtlich betrachtet also gar nichts,so dass es hierfür einer Rechtsgrundlage braucht."
Dieser Satz hat eben nicht überall Gültigkeit.

Ich kann immernoch nicht ganz nachvollziehen,warum man sich hier in diesem Fall mit dem Bewerber so schwer tut. Auch so kommt die Behörde den PMA'n bei allem entgegen.Da werden sogar Ausbilder zu Schulungen geschickt-hab ich irgendwo mal gelesen. Hier erfüllt der Bewerber alle Voraussetzungen um als LDA eingestellt zu werden. Warum macht man sich hier nicht dafür stark, die Zahl der einzustellenden LDA anzuheben?
Sollte der Bewerber hier nicht gleich behandelt werden, wie all die anderen LDA?(Gleichbehandlungsgrundsatz)






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Wird er ja. Er wird nicht (als LDA) eingestellt, weil er keinen ausreichenden Rang dafür hat. Das war's.

Alles Weitere ist ein Entgegenkommen innerhalb der rechtlichen Möglichkeiten.

Und die Frage hat immer noch keine rechtliche Wirkung. Ebensowenig wie die Antwort. Was hier eine rechtliche Wirkung hat, ist allein die Übergabe bzw. Entgegennahme der Ernennungsurkunde.

Über das, was du so hörst oder liest, habe ich beim besten Willen inhaltlich nichts zu sagen. Wer an einer "Teach the Teacher-Reihe" etwas auszusetzen hat, hat offenkundig von Lehre keinen Schimmer. Würden die Lehrer an unseren allgemeinbildenden Schulen häufiger geschult, wäre vielleicht das Bildungsniveau nicht auf dem aktuellen Katastroohenstand.

Das soll aber auch gewesen sein. Ich sagte ja bereits, dass es nicht zwingend erforderlich ist, dass du Alles verstehst.
Wurde denn mal in der Vergangenheit diese Art von Entgegenkommen der rechtlichen Möglichkeiten vom VG überprüft?

Was ist,wenn der Bewerber nach 1 Jahr Ausbildung merkt,Mist,die Kohle reicht vorne und hinten nicht?
Jetzt schlappt Berlinmitteboy über den Gang und fragt, warum er mit seinem Alter nicht als LDA eingestellt wurde.Immerhin bekommen andere LDA mehr Kohle als er.
Könnte er mit behördlicher Antwort a la "Er musste ja nicht" vorm VG bestehen?
Oder bekommt er nen Schreiben welches mit dem Satz: "Hiermit verzichte ich..." beginnt?

Naja,wie du schon sagtest...

Ich darf....äh...muss nicht alles verstehen.

Ich halte es da wie der Käpt'n....ohne Wissen,wirst' beschissen.

Dir noch nen schönen Abend


Nachtrag: Und dem Bewerber.... Glückwunsch
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon Retino » Fr 2. Feb 2018, 21:52

Es tut mir leid, aber das ist doch hier Kinderkram.

Der Bewerber bekommt keinen Platz als LDA und für die "Normalos" ist er eigentlich zu alt, jetzt kommt die Behörde und gibt ihm ihm die Möglichkeit doch bei den jungschen zu starten.
Zu meiner 5-Jährigen würde ich sagen: Da sagt man Danke !

Was das Gehalt betrifft, er wird ja jetzt als PMA (Ausbildungsgehalt) ernannt und nicht als POW (A5), worauf sollte er sich denn da berufen, Ich kann ja als POW auch nicht sagen das der Durchschnittsbeamte in der Behöre in meinen Alter A9 hat und ich die jetzt auch haben will.

LG
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon Bones65 » Fr 2. Feb 2018, 22:10

Ich sitze auch schon den halben Abend hier und muss immer wieder mit dem Kopf schütteln.
Ich kann berlinmitteboys Standpunkt auch so überhaupt gar nicht nachvollziehen.

Erstens wüsste ich nicht wie das VG prüfen sollte, wie denn auch?
Wer klagt denn gegen einen begünstigenden VA?
Die, denen das Angebot unterbreitet wurde sind ja wohl eher dankbar, dass man ihnen eine Chance einräumt, obwohl sie keinen Ranglistenplatz erhalten hätten.

Die Alternative wäre: Absage - keine Einstellung. Dagegen könnte der TE nicht vorgehen und hätte auch nichts gewonnen.

In meinem BL kann man bis 37 (in Sonderfällen 43) eingestellt werden und hat keine Sonderregelungen, keine verkürzte Ausbildung, keinen finanziellen Vorteil bzw. Nachteilsausgleich - nix.

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie der TE, über 30 etc.... und musste vor meinem Neuanfang bei der Polizei erst durchrechnen, ob ich mir das überhaupt leisten kann. Ich betrachte das als Luxus, dass ich mir das jetzt "leiste".

Mit über 30 nochmal eine Ausbildung anfangen dürfte in anderen Berufsfeldern noch ungewöhnlicher (und finanziell noch nachteiliger) sein.

Der TE konnte es sich überlegen und hat sich entschieden - scheinbar meint er ja, es "wuppen" zu können.

Ich habe zuvor 12 Jahre in der allgemeinen Verwaltung gearbeitet und bin daher kein Maßstab mehr, aber ich bin ehrlich erschrocken wie du, berlinmitteboy, scheinbar sehr wenig Gespür für rechtssicheres Verwaltungshandeln hast, obwohl du es bei deinem Beruf aus meiner Sicht haben müsstest -auch ohne Hospitation oder Praktikum.

Wenn die Politik 48 Einstellungsermächtigungen freigibt, kann das nicht ein (und sei er noch so hoch) Verwaltungsbeamter herkommen und sagen, "Wir brauchen jetzt 49 oder 50 , oder 1 Klasse mehr weil wir weniger Normaleinstellungen dafür mehr LDÄ haben". Schallendes Gelächter wäre vermutlich harmlos. Haushaltspläne sind im Grunde in Stein gegossen und das was du da stellenweise forderst ist jenseits haushalts- und einstellungsrechtlicher Legalität und aus meiner Sicht völlig willkürlich. Also genau das was du mindestens unterschwellig dem EB unterstellst.
Schade.

Ich sehe an dem Vorgehen vom EB Berlin absolut nichts rechtlich unsauberes.
:snoopy:

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » Fr 2. Feb 2018, 23:24

@Bones
Ohje...
Und ich sitze gerade vor deinem Beitrag und lächel müde.
Ich bin ehrlich gesagt sehr erschrocken wie du nach 12 Jahren Verwaltung auch so gar nicht nachvollziehen kannst, was solche 'Begünstigungen "rein rechtlich für Auswirkungen haben könnten. Man hat sich doch bei der Schaffung solcher Stellen was bei gedacht. Mögliche Gründe habe ich oben beschrieben.Da sitzt dann bald ein 33 Jähriger, eventuell Familienvater mit 1000 Ocken im Unterricht,wobei seine Altersgenossen weitaus mehr haben(?)Lässt dich das als alter Verwaltungsmensch nicht aufhorchen? Nö? Auch gut. Ich habe hier nicht vom EB mehr LDA Stellen gefordert. Ich wollte nur wissen,warum es (Achtung!!) DER BEHÖRDE nicht möglich ist,aus den 48 Stellen zb 49 zu schaffen.Nun wurde die Bewerbungsphase verlängert.Ich denke der Politik sind die Gründe dafür bekannt.Die wären zur Zeit die letzten,die ne Gusche ziehen würden,wenn man nen Stuhl mehr in den Klassenraum stellt.
Und nochmal:

Es hat für mich eben wenig Seriöses, wenn das Einstellungsbüro nen LDA Bewerber ANRUFT und mit ihm einen "Deal" macht-völlig an den Einstellungsvoraussetzungen (kannst du nachlesen im Internet) vorbei. Da gebe ich doch lieber ne Absage raus,weil es eben nicht gereicht hat.

@Retino
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon mistam » Sa 3. Feb 2018, 08:33

berlinmitteboy hat geschrieben:@Bones
Ohje...
Und ich sitze gerade vor deinem Beitrag und lächel müde.
Ich bin ehrlich gesagt sehr erschrocken wie du nach 12 Jahren Verwaltung auch so gar nicht nachvollziehen kannst, was solche 'Begünstigungen "rein rechtlich für Auswirkungen haben könnten. Man hat sich doch bei der Schaffung solcher Stellen was bei gedacht. Mögliche Gründe habe ich oben beschrieben.Da sitzt dann bald ein 33 Jähriger, eventuell Familienvater mit 1000 Ocken im Unterricht,wobei seine Altersgenossen weitaus mehr haben(?)Lässt dich das als alter Verwaltungsmensch nicht aufhorchen? Nö? Auch gut. Ich habe hier nicht vom EB mehr LDA Stellen gefordert. Ich wollte nur wissen,warum es (Achtung!!) DER BEHÖRDE nicht möglich ist,aus den 48 Stellen zb 49 zu schaffen.Nun wurde die Bewerbungsphase verlängert.Ich denke der Politik sind die Gründe dafür bekannt.Die wären zur Zeit die letzten,die ne Gusche ziehen würden,wenn man nen Stuhl mehr in den Klassenraum stellt.
Und nochmal:

Es hat für mich eben wenig Seriöses, wenn das Einstellungsbüro nen LDA Bewerber ANRUFT und mit ihm einen "Deal" macht-völlig an den Einstellungsvoraussetzungen (kannst du nachlesen im Internet) vorbei. Da gebe ich doch lieber ne Absage raus,weil es eben nicht gereicht hat.

@Retino
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Und deshalb machen wir auch keine telefonischen Deals, sondern fragen nur unverbindlich für beide Seiten eine Bereitschaft ab, die dann vielleicht in einen ordentlich abgewickelten Verwaltungsvorgang mit einer Ernennung am Ende mündet.
Aber wenn man's nicht verstehen will, dann lässt man's.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » Sa 3. Feb 2018, 10:42

Moin,
anders als Bones, zweifle ich hier nicht die Kompetenz der User an. Ich bin mir sicher, dass du deinen Job gut und gewissenhaft machst. Mir ging es lediglich darum zu erfahren, wie diese Abwicklung des Verwaltungsvorganges von statten geht und ob die Möglichkeit bestünde, im späteren Verlauf der Ausbildung, doch noch einen LDA Platz vorm VG einzuklagen. Oder anders gefragt; wie sichert sich die Behörde dagegen ab?- hier kam meine Frage nach dem Schreiben. Ist solch ein Vorgang in deinen Augen so abwegig? Schließlich weißt du besser als ich, wogegen man alles klagen kann- erst recht, wenn es gegen eine Behörde geht. Es ist mir durchaus klar, dass niemand gegen seine Einstellung klagen wird- das meinte ich auch nicht. Wie sieht es allerdings aus, wenn dem Bewerber nach einem Jahr auffällt, dass die Kohle eben nicht so ausreicht, wie er es sich anfangs der Ausbildung errechnet hatte? Kann er sich dann auf diese Einstellungsvoraussetzungen (LDA) berufen?
Und da ich von Hause aus eher skeptisch gegenüber Menschen bin, bringen Antworten wie „Wer klagt schon gegen nen begünstigten VA?“ oder „Er kann doch froh sein“ oder „ Da sagt man Danke“ nichts. Würde ich mit dieser Einstellung meinen Job versehen, müsste ich mir eingestehen, dass ich nicht zur Polizei gehöre.
Ich will hier auch nicht weiter sticheln. Dafür ist dieser Fred auch nicht da. Es wäre für mich nur mal Interessant gewesen, den Einblick über diese „Problematik“ von jemandem zu bekommen, der tagtäglich damit zu tun hat.

Grüße

mistam
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon mistam » Sa 3. Feb 2018, 11:36

berlinmitteboy hat geschrieben:Moin,
anders als Bones, zweifle ich hier nicht die Kompetenz der User an. Ich bin mir sicher, dass du deinen Job gut und gewissenhaft machst. Mir ging es lediglich darum zu erfahren, wie diese Abwicklung des Verwaltungsvorganges von statten geht und ob die Möglichkeit bestünde, im späteren Verlauf der Ausbildung, doch noch einen LDA Platz vorm VG einzuklagen. Oder anders gefragt; wie sichert sich die Behörde dagegen ab?- hier kam meine Frage nach dem Schreiben. Ist solch ein Vorgang in deinen Augen so abwegig? Schließlich weißt du besser als ich, wogegen man alles klagen kann- erst recht, wenn es gegen eine Behörde geht. Es ist mir durchaus klar, dass niemand gegen seine Einstellung klagen wird- das meinte ich auch nicht. Wie sieht es allerdings aus, wenn dem Bewerber nach einem Jahr auffällt, dass die Kohle eben nicht so ausreicht, wie er es sich anfangs der Ausbildung errechnet hatte? Kann er sich dann auf diese Einstellungsvoraussetzungen (LDA) berufen?
Und da ich von Hause aus eher skeptisch gegenüber Menschen bin, bringen Antworten wie „Wer klagt schon gegen nen begünstigten VA?“ oder „Er kann doch froh sein“ oder „ Da sagt man Danke“ nichts. Würde ich mit dieser Einstellung meinen Job versehen, müsste ich mir eingestehen, dass ich nicht zur Polizei gehöre.
Ich will hier auch nicht weiter sticheln. Dafür ist dieser Fred auch nicht da. Es wäre für mich nur mal Interessant gewesen, den Einblick über diese „Problematik“ von jemandem zu bekommen, der tagtäglich damit zu tun hat.

Grüße
Man kann gegen Alles klagen und wie ein wirrer Verwaltungsrichter am Ende entscheidet, lässt sich schwer vorhersagen. Wir gehen selbstverständlich von der Rechtmäßigkeit unserer Maßnahmen aus. Und damit liegen wir in weit über 99% der Fälle richtig. Das muss reichen.

In diesem Fall wäre eine Klage gewiss nicht erfolgreich. Der in der Ausbildung für Junge leistet eben nicht dasselbe wie die LDA. Er hat ein halbes Jahr mehr Zeit, die Ausbildung zu schaffen. Allein dss höhere Alter wäre ja als Begründung für eine bessere Besoldung auch gar nicht zulässig. Da die Ausbildungsgänge auch nicht synchron laufen, müsste er zu allem Überfluss auch noch von vorne anfangen.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon Amdkyd » Sa 3. Feb 2018, 12:46

Hey, ist es möglich, eines seiner Praktika in einem anderen Bundesland zu machen?
Wäre sehr interessant mal,in der eigenen Heimatstadt (komme nicht aus Berlin), Streife zu fahren.

mistam
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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon mistam » Sa 3. Feb 2018, 13:28

Amdkyd hat geschrieben:Hey, ist es möglich, eines seiner Praktika in einem anderen Bundesland zu machen?
Wäre sehr interessant mal,in der eigenen Heimatstadt (komme nicht aus Berlin), Streife zu fahren.
Nein.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon DomS » So 4. Feb 2018, 13:24

mistam hat geschrieben:
Sa 3. Feb 2018, 11:36
berlinmitteboy hat geschrieben:Moin,
anders als Bones, zweifle ich hier nicht die Kompetenz der User an. Ich bin mir sicher, dass du deinen Job gut und gewissenhaft machst. Mir ging es lediglich darum zu erfahren, wie diese Abwicklung des Verwaltungsvorganges von statten geht und ob die Möglichkeit bestünde, im späteren Verlauf der Ausbildung, doch noch einen LDA Platz vorm VG einzuklagen. Oder anders gefragt; wie sichert sich die Behörde dagegen ab?- hier kam meine Frage nach dem Schreiben. Ist solch ein Vorgang in deinen Augen so abwegig? Schließlich weißt du besser als ich, wogegen man alles klagen kann- erst recht, wenn es gegen eine Behörde geht. Es ist mir durchaus klar, dass niemand gegen seine Einstellung klagen wird- das meinte ich auch nicht. Wie sieht es allerdings aus, wenn dem Bewerber nach einem Jahr auffällt, dass die Kohle eben nicht so ausreicht, wie er es sich anfangs der Ausbildung errechnet hatte? Kann er sich dann auf diese Einstellungsvoraussetzungen (LDA) berufen?
Und da ich von Hause aus eher skeptisch gegenüber Menschen bin, bringen Antworten wie „Wer klagt schon gegen nen begünstigten VA?“ oder „Er kann doch froh sein“ oder „ Da sagt man Danke“ nichts. Würde ich mit dieser Einstellung meinen Job versehen, müsste ich mir eingestehen, dass ich nicht zur Polizei gehöre.
Ich will hier auch nicht weiter sticheln. Dafür ist dieser Fred auch nicht da. Es wäre für mich nur mal Interessant gewesen, den Einblick über diese „Problematik“ von jemandem zu bekommen, der tagtäglich damit zu tun hat.

Grüße
Man kann gegen Alles klagen und wie ein wirrer Verwaltungsrichter am Ende entscheidet, lässt sich schwer vorhersagen. Wir gehen selbstverständlich von der Rechtmäßigkeit unserer Maßnahmen aus. Und damit liegen wir in weit über 99% der Fälle richtig. Das muss reichen.

In diesem Fall wäre eine Klage gewiss nicht erfolgreich. Der in der Ausbildung für Junge leistet eben nicht dasselbe wie die LDA. Er hat ein halbes Jahr mehr Zeit, die Ausbildung zu schaffen. Allein dss höhere Alter wäre ja als Begründung für eine bessere Besoldung auch gar nicht zulässig. Da die Ausbildungsgänge auch nicht synchron laufen, müsste er zu allem Überfluss auch noch von vorne anfangen.
Aus rechtlicher Sicht würde bei einer solchen Klage das sog. Rechtsschutzinteresse fehlen, weshalb bereits die Zulässigkeit der Klage entfiele. Zu einer Entscheidung in der Sache (materiell) käme es schlicht nicht mehr.
Das Rechtsschutzinteresse entfiele, da das bewusste und eigenverantwortlich abgegebene Einverständnis zur Begründung des Beamtenverhältnisses auf Widerruf als PMA (2,5 Jahre) eine eigenverantwortliche Herbeiführung des zur verwaltungsgerichtlichen Kontrolle vorgelegten Lebenssachverhalts darstellen würde. Mit anderen Worten: Wenn man eigenverantwortlich auf die grundgesetzlich gewährte Gleichbehandlung nach Art. 3 I GG, die im innerbehördlichen Bereich ohnehin schon vielen rechtlichen Einschränkungen unterliegt, verzichtet, so wäre es rechtsmissbräuchlich, ein Gericht mit der Befassung über diese Ungleichbehandlung in Anspruch zu nehmen. Die Klage würde daher unzulässig sein.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » So 4. Feb 2018, 17:49

Hallo DomS,
erstmal Danke für deine Ausführung- welche sich, bis auf ein Detail, mit meinem Kenntnisstand deckt.
Mir wäre es neu, wenn die Entgegennahme der Urkunde einen Freiwilligkeitscharakter in dem von dir dargestellten Sinne hätte, dass es den Dienstherrn von jeglichen Ansprüchen befreit.
Dies geschieht meiner Meinung nach noch vor dem Erhalt der Urkunde in Form eines Schreibens. :verweis: (wonach ich eigentlich die ganze Zeit gefragt hatte)
Meistens beginnen diese mit „hiermit verzichte ich auf jegliche Rechtsansprüche…“
Ich bin mir fast sicher, dass der Bewerber solch ein Schreiben noch bekommen wird.
Gruß

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon mistam » So 4. Feb 2018, 17:54

berlinmitteboy hat geschrieben:Hallo DomS,
erstmal Danke für deine Ausführung- welche sich, bis auf ein Detail, mit meinem Kenntnisstand deckt.
Mir wäre es neu, wenn die Entgegennahme der Urkunde einen Freiwilligkeitscharakter in dem von dir dargestellten Sinne hätte, dass es den Dienstherrn von jeglichen Ansprüchen befreit.
Dies geschieht meiner Meinung nach noch vor dem Erhalt der Urkunde in Form eines Schreibens. :verweis: (wonach ich eigentlich die ganze Zeit gefragt hatte)
Meistens beginnen diese mit „hiermit verzichte ich auf jegliche Rechtsansprüche…“
Ich bin mir fast sicher, dass der Bewerber solch ein Schreiben noch bekommen wird.
Gruß
Nein, wird er nicht.
Es wird lediglich ein Infoschreiben gegen Quittung geben, in dem die Bedingungen der Einstellung dargelegt werden. Dann genügt die Entgegennahme der Urkunde.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » So 4. Feb 2018, 18:13

mistam hat geschrieben:
berlinmitteboy hat geschrieben:Hallo DomS,
erstmal Danke für deine Ausführung- welche sich, bis auf ein Detail, mit meinem Kenntnisstand deckt.
Mir wäre es neu, wenn die Entgegennahme der Urkunde einen Freiwilligkeitscharakter in dem von dir dargestellten Sinne hätte, dass es den Dienstherrn von jeglichen Ansprüchen befreit.
Dies geschieht meiner Meinung nach noch vor dem Erhalt der Urkunde in Form eines Schreibens. :verweis: (wonach ich eigentlich die ganze Zeit gefragt hatte)
Meistens beginnen diese mit „hiermit verzichte ich auf jegliche Rechtsansprüche…“
Ich bin mir fast sicher, dass der Bewerber solch ein Schreiben noch bekommen wird.
Gruß
Nein, wird er nicht.
Es wird lediglich ein Infoschreiben gegen Quittung geben, in dem die Bedingungen der Einstellung dargelegt werden. Dann genügt die Entgegennahme der Urkunde.
Danke Mistam,mehr wollte ich nicht wissen...

Gruß

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon mistam » So 4. Feb 2018, 18:24

berlinmitteboy hat geschrieben:
mistam hat geschrieben:
berlinmitteboy hat geschrieben:Hallo DomS,
erstmal Danke für deine Ausführung- welche sich, bis auf ein Detail, mit meinem Kenntnisstand deckt.
Mir wäre es neu, wenn die Entgegennahme der Urkunde einen Freiwilligkeitscharakter in dem von dir dargestellten Sinne hätte, dass es den Dienstherrn von jeglichen Ansprüchen befreit.
Dies geschieht meiner Meinung nach noch vor dem Erhalt der Urkunde in Form eines Schreibens. :verweis: (wonach ich eigentlich die ganze Zeit gefragt hatte)
Meistens beginnen diese mit „hiermit verzichte ich auf jegliche Rechtsansprüche…“
Ich bin mir fast sicher, dass der Bewerber solch ein Schreiben noch bekommen wird.
Gruß
Nein, wird er nicht.
Es wird lediglich ein Infoschreiben gegen Quittung geben, in dem die Bedingungen der Einstellung dargelegt werden. Dann genügt die Entgegennahme der Urkunde.
Danke Mistam,mehr wollte ich nicht wissen...

Gruß

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Tja, hättest du tatsächlich danach gefragt, hätte ich es dir gesagt.
Dieses Schreiben gibt es voraussichtlich am Tag der Abschlussuntersuchung, also am Tag vor der Ernennung.

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Re: Bewerbung für die Einstellung im Frühjahr 2018

Beitragvon berlinmitteboy » So 4. Feb 2018, 20:18

Hatte ich nicht?

Na gut,bevor mir noch Fragen zum Rechtscharakter und dem Inhalt/den Bedingungen des (Info)schreibens einfallen,gehe ich jetzt doch lieber ins Bett.Morgen früh ist nämlich die Nacht vorbei.

Gruß und gute Nacht

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