Nach dem Studium gD?

Auswahlverfahren und Ausbildung
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Kaeptn_Chaos
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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Do 16. Aug 2018, 16:45

In einer Dgr hat es aber der DGL in der Hand und kann es - wie du fest gestellt hast - nach eigenem Gusto festlegen. Genau wie der Gruppenführer seine Halbgruppenführer frei Schnauze einteilen kann. Es sind halt Stellen, deren Wert nicht genau definiert wurde - insofern ist es völlig wumpe, wonach man einteilt. Also sollte es das Können sein. Und eben nicht das selbstdefinierte, sondern das, was der DGL feststellt.

Der DGL schickt in der Regel auch keine Grimpe auf das cebius Seminar - auch, wenn es in NRW derzeit immer schwerer wird, zu selektieren. Tutor wird ja in den Großbehörden auch schon jeder, der länger als ein Jahr da ist.
:lah:

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon gD-Beamter110 » Mo 20. Aug 2018, 10:13

Naja es sollte aber auch nach der Qualifikation nach Papierlage gehen. So funktioniert es ja sonst auch bei allen Dingen..... Beförderungen, Stellenbesetzungen und und und....

Wo ist denn sonst noch der Vorteil vom F2, wenn man genauso wie alle F1er A11 wird und dennoch hinter ihnen steht.
Und dann umso merkwürdiger, dass eine einzige Bewerbung als WDF-Vertreter dafür sorgen kann, dass dieser zuvor "schlechtere Beamte " der Vorgesetzte des unstudierten PHK´s ist, obwohl dieser bis einen Tag vorher noch sein Streifenführer war.

Und noch absurder ist es doch, dass ein Führungslehrgang von maximal 6-8 Wochen dann diesen Leuten die Qualifikation geben soll, DGL zu sein und somit große Lagen zu führen (geht auch als POK!), obwohl man diesen wenige Monate zuvor noch unten den PHK Säule 1 gesehen hat..... macht alles keinen Sinn.

Andere Meinungen hierzu wären noch schön, die nicht auf "haben wir immer schon so gemacht" berufen sind....

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 20. Aug 2018, 10:27

Das steht da nicht.
Da steht, dass es in NRW nicht einheitlich geregelt ist und jeder BOE Leiter das frei entscheiden kann. Der super Knaller F2 Absolvent, der zu höherem berufen ist, wird ja meist auch erkannt und entsprechend gerankt.

Man muss nicht jeden Mist kleinteilig regeln, nur um das Ego jener zu streicheln, die meinen, dass drei Jahre Flachdachschule 20 Jahre Berufserfahrung ersetzen.
:lah:

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon gD-Beamter110 » Mo 20. Aug 2018, 11:02

Die Argumentation lasse ich nur bedingt durchgehen. Einerseits ist Erfahrung natürlich sehr wichtig. Andererseits ist es auch wichtig, dass gDler hinsichtlich potenzieller späterer Aufgaben früh "lernen zu Führen". Und der erfahrene Beamte könnte bzw. müsste ihm dann bei seinen Entscheidungen beraten.

Außerdem: Wenn 3 Jahre "Flachdachschule" keine jahrelange Erfahrung ersetzen, dann frage ich mich ernsthaft, warum es in nahezu allen BL möglich ist, per Seiteneinstieg in den hD zu kommen (z.B. mittels Jura Studium). Denn diese entscheiden ja noch mehr in ihrer späteren Tätigkeit, obwohl diese von Polizei gar keine Ahnung haben und lediglich einen 2,5 jährigen Vorbereitungsdienst absolviert haben. Denn das Jura Studium und das anschließende Referendariat machen diese Erfahrungen auch nicht wieder gut, welche sie als PR benötigen!
Wenn dies also nicht gewollt wäre, dass junge aber noch unerfahrene qualifizierte Beamte führen, dann dürfte man den F3 nur noch für Aufstiegsbeamte des gD ermöglichen!

Jetzt kommt bitte nicht, dass das ja was ganz Anderes wäre...... ist es nicht!!! Hdler haben schließlich noch mehr Verantwortung!

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 20. Aug 2018, 11:04

Ich belasse es dabei.
Wenn dir die Rangfolge in deiner Dgr nicht gefällt, gibt es ja diverse Möglichkeiten.
:lah:

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon 1957 » Mo 20. Aug 2018, 12:46

Die zweigeteilte Laufbahn bildet nicht zum "höherwertigen" Polizisten aus. Sie ersetzt die damalige Ausbildung7mittlerer Dienst, deren Absolventen mit der Zeit (Erfahrung = Qualifizierung )in den gehobenen Dienst übernommen werden konnten. Gehobender Dienst ist gehobener Dienst. FHS absolventen haben andere Karriereaussichten, nicht mehr und nicht weniger.

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon gD-Beamter110 » Mo 20. Aug 2018, 13:19

Das ist ja schlichtweg falsch, dass das aktuelle Studium im gD die damalige Ausbildung mD nur ersetzt. Wenn dem so wäre, dann würde man keine Hausarbeiten, Bachelorarbeit o.ä. schreiben.... und dann würde ein Land mit der dreigeteilten Laufbahn auch nicht PK´s akzeptieren, welche ihr Studium im Land mit einer zweigeteilten Laufbahn absolviert haben.

Und die Leute, die in den gD per Ritterschlag übergeleitet worden sind, erfüllen ja eigentlich nicht die Voraussetzungen für den gD. Sie Haben weder eine Weiterbildung noch ein Studium hinterher geschoben.... sie konnten sich einfach nicht dagegen wären...
Dass das Studium im gD dann so wenig angesehen wird, dass PK´s / POK´s der 2. Säule hinter Beamten der 1. Säule stehen, ist ja ein riesen großer "Schlag in die Fresse" für diejenigen, welche sich drei Jahre durchs Studium gequält haben. Dann ist das Studium ja praktisch für diejenigen gar nichts mehr wert, wenn bei A11 Ende ist ( so wie es bei ca. 80% der Fall sein wird).

Wenn mich ein Anwärter bzw. ein Bewerber so etwas fragt, dann versteht er es nicht - und das völlig zu Recht! Der berufserfahrene Maler bzw. auch gerne Meister der Malerei wird auch nach 35 Berufsjahren hinter dem studierten Ingenieur stehen.
Und das ein unstudierter PHK ohne jegliche Führungsqualifikation bzw. ohne Verantwortung (außer max. mal Streifenführer) das selbe Geld bekommt, wie der WDF mit Führungslehrgang ( welcher auch regelmäßig als DGL eingesetzt wird), würde in der freien Wirtschaft auch keiner verstehen!
Wie denn auch, wenn es bei uns schon niemand versteht :)

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 20. Aug 2018, 13:33

Dieses ach so harte Studium war schon eine echte Quälerei.

Wenn du das so auch in deiner Wache raushängen lässt, erklärt sich vielleicht, warum dir andere vorgezogen werden.
:lah:

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon gD-Beamter110 » Mo 20. Aug 2018, 13:41

Nicht unbedingt für mich aber für den Ein oder Anderen mit Sicherheit!
Und ein solches Studium ist dementsprechend anzuerkennen und zu würdigen!
Und es war mit Sicherheit schwieriger als die Ausbildung zum mD......

Hättest du meine vorherigen Posts richtig gelesen, dann würdest du wissen, wie bei uns die Reihenfolge festgelegt wird und dass es lediglich daran liegt, dass Säule1-Beamte mit höherem Dienstrang über Säule2-Beamten stehen -.-

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Nach dem Studium gD?

Beitragvon Officer André » Mo 20. Aug 2018, 14:41

Nicht jeder gDler, der sich zu Höherem berufen fühlt, ist auch dazu berufen. Ein Bachelor of Arts ist ein Abschluss auf dem Papier. Erstmal in der Praxis zeigen aus welchem Holz man ist.
Ich habe noch nie einen Überflieger gesehen, der ständig ausgebremst wurde. Ich habe schon viele selbsternannte Überflieger gesehen, deren Selbstbild nicht dem Fremdbild entsprach :nixweiss:

Heutzutage macht übrigens jeder Heiopei seinen B.A.

Die Laufbahn gD bildet keine fast fertigen Führungskräfte aus. Führen will gelernt und angeboren sein. Es gibt die Grundkenntnisse für eine spätere Verwendung mit.
Ihr schlittert mit euren Ärschen über verdammt dünnes Eis und wenn es bricht, warte ICH im Wasser auf euch!

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon gD-Beamter110 » Mo 20. Aug 2018, 14:52

Eben - diesen Abschluss haben heutzutage viele, richtig.
Er wer doch dementsprechend einen schlechteren Abschluss hat (z.B. wie hier den F1), der steht doch dennoch hinter denjenigen, die einen B.A. haben.....

Ich hoffe, dass sich hier auch mal Kollegen aus den BL äußern, bei denen es noch die dreigeteilte Laufbahn gibt. Vielleicht können die meine Gedankengänge besser nachvollziehen.

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon 1957 » Mo 20. Aug 2018, 14:58

gd110,

du mißverstehst da etwas. Das Studium war von Anfang als Qualifikation für Streifenbeamte deklariert- auch wenn Euch anfangs etwas anderes gesagt wurde.
Mittlerweile dürfte aber ganz klar sein, dass für die allermeisten bei A11 Schluss ist ( nach dem derzeitigen Stand der Dinge).
Jeder, der dieses Studium absolviert hat, hat die Chance auf mehr. Diese Chance haben die "Übergeleiteten" nicht. Für sie ist definitv bei A11 Ende ( was aber auch nicht so sicher wie das Amen in der Kirche ist).
Führungsfunktionen sind ihnen gleichwohl verschlossen. Eine WDF Stelle erlangt man über ein Auswahlverfahren -die Stelle A11 ( dritter Mann Frau DGR, oder Wachleiter einer kleinen Wache) wird dann zugewiesen. Alles weitere geht auch nur über Stellenausschreibungen und Beurteilungen, insgesamt eine Ochsentour.

Wer als Studierter das zum Ziel hat, kommt durch Leistung und Kompetenz auch dahin - sicher nicht wg. seines Abschlusses.

Ansonsten gibt es eine klare Hierarchie im Hinblick auf Aufgaben/Funktionen:
A11 steht über A10 etc. , bei Gleichstand zählt das Dienstalter und der Leistungsstand, Entscheidung beim DGL.
In richtigen Teams spielt das aber nahezu gar keine Rolle, weil alle wissen, dass sie nur gemeinsam und mit gegenseitigem Respekt zusammen erfolgreich arbeiten können.

Wer die Vergangenheit nicht kennt, sollte sich in seiner Bewertung der Kollegen aus dem ehemaligen mittleren Dienst dezent zurückhalten.
Diese Kollegen haben jahrelang für a6 - a9 den Kopf hingehalten, auch als DGL Vertreter etc.
Da gibt es überaus kompetente Menschen , welche die meisten jüngeren bzuw. studierten Kollegen locker in die Tasche stecken. Die haben es verdient, dass man ihnen ein wenig Respekt zollt - insbesondere, wenn sie mal als vertretende WDF eingesetzt werden.

Übrigens war der frühere F1 auch kein Zuckerschlecken.

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon JKM » Mo 20. Aug 2018, 15:34

Als Kollege aus einem Bundesland mit dreigetelter Laufbahn möchte ich anmerken, dass der gD auch hier an der FH nicht ausschließlich für Führungsaufgaben ausgebildet wird, wenngleich es auch durchaus Inhalt des Studiums ist.

Exkurs: Ich frage mich, woher die Ansicht, kommt, fast alle Bundesländer würden Seiteneinsteiger in den hD zulassen.
Mit einem abgesclhlossenen Jurastudium werden Seiteneinsteiger in den PolizeiVOLLZUGSdienst soweit ich weiß nur von Berlin, NRW und den Bundesbehörden (hier ggf. auch mit anderen Studienabschlüssen als Jura) regelmäßig eingestellt. Bei den anderen Bundesländern ist das entweder nicht vorgesehen oder die zumindest die Ausnahme. Meiner Wahrnehmung nach sind bundesweit die hD-Absolventen zu 85-90 % auch Aufsteiger aus dem gD.

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon Franconia » Mo 20. Aug 2018, 20:07

In meinem Bundesland mit dreigeteilter Laufbahn wird im Studium der Fokus auf die bevorstehenden Führungsaufgaben gelegt. Ziel ist die Übernahme des Amtes eines DGL / stellv. DGL / Gruppen- und Zugführers und Sachbearbeiters 3. QE bei K.
Ein übergeleiteter Kollege aus dem mD ohne Studium wird hierfür (außer als GruFü in der Bepo) nicht vorgesehen.

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Re: Nach dem Studium gD?

Beitragvon 1957 » Di 21. Aug 2018, 07:21

In der dreigeteilten Laufbahn ist dann aber auch die Anzahl der Stellen/Einstellung für den g.d. entsprechend begrenzt.
In NRW sind die Führungsfunktionen ( nur g. D.) per Erlass festgelegt. Gruppenführer BPH gehört auch dazu.
Führungspersonal rekrutiert sich aus Stellenbewerbern nach Beurteilungsergebnis /Eignung.

In den kommenden Jahren gehen die Jahrgänge, die in den 70ern äußerst zahlreich eingestellt wurden, in Pension. Daraus ergeben sich jede Menge Karrierechancen - auch für Leute, die sich durch verdiente Kollegen der 1.Säule in die "Fresse geschlagen" fühlen. Bitte auch nicht vergessen, dass sehr viele "KA" von Kollegen und Kolleginnen der 1 Säule ausgebildet wurden.
Es steht übrigens allen Kollegen und Kolleginnen frei, die Leute aus der 1 Säule zu überholen - durch Leistung. Andersherum aber auch.


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