Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Auswahlverfahren und Ausbildung
Thessa
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Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Thessa » Di 27. Apr 2021, 01:51

Halli Hallo!

Ich habe vor kurzem den PC-Test, Sporttest bestanden und das Vorstellungsgespräch erfolgreich absolviert.

Ich habe beim Amtsarzt meine Hüftdysplasie angegeben und dieser fordert nun einen Bericht meines Orthopäden dazu.

Natürlich kann und wird mein Orthopäde diesen Bericht sehr positiv formulieren, da es sich her der Hüftdysplasie nur um einen geringen Winkel handelt. Auch hatte ich noch nie Beschwerden diesbezüglich.

Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht? Wurde deshalb abgelehnt? Oder sogar angenommen?

Ich mach mich innerlich gerade so fertig, da ich einfach keine Gewissheit habe, trotz Direktzusage.

:nein:

Swiftie13
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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Swiftie13 » Di 27. Apr 2021, 22:52

Ich denk wenn die Diagnose mit der PDV 300 gar nicht vereinbar wäre, würde man dich direkt "untauglich" stufen.
Ein positiver Befund vom Orthopäden ist ja schon mal ein guter Schritt.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Jack Bauer » Do 29. Apr 2021, 13:39

Ich habe dazu mal eine Frage.

Wie ist dir eigentlich bekannt geworden, dass du diese Hüftdysplasie hast, wenn du keine Beschwerden diesbezüglich hattest?

Generell würde ich jedem Bewerber, insbesondere, wenn man nicht mehr ganz so frisch ist, oder noch Jung aber evtl. vom Sport, wie Fußball, schon etwas angeschlagen ist/war, einfach vor der Bewerbung zu einem Sportarzt/Unfallchirurgen zu gehen und einen Diensttauglichkeitscheck machen zu lassen (Achtung, Teile davon muss man selbst bezahlen) und sich dann mit diesem Befund zu bewerben. Das ist der letzte aktuelle Befund und man spart sich, jedes Wehwehchen, dass man in seinem Leben mal mehr oder weniger hatte aufzulisten, ohne dabei bei der Bewerbung durch weglassen zu lügen.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon EbenenChef » Fr 30. Apr 2021, 18:14

Swiftie13 hat geschrieben:
Di 27. Apr 2021, 22:52
Ich denk wenn die Diagnose mit der PDV 300 gar nicht vereinbar wäre, würde man dich direkt "untauglich" stufen.
Ein positiver Befund vom Orthopäden ist ja schon mal ein guter Schritt.
Exakt. Ein angeforderter Befund ist lediglich reines "Outsourcen" der Verantwortung.... Diesbezüglich kannst du mit einem positiven Befund sicher sein, die Zusage zu bekommen. Sonst hätten sie sich schon direkt verabschiedet.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Thessa » Fr 30. Apr 2021, 20:45

Danke euch, ihr macht mir Mut!

Ich musste die Hüftdysplasie angeben, da sie angeboren ist und mein Orthopäde davon wusste. (Es somit in meiner Akte steht)

Wir haben vor der PÄU nochmal neue Röntgenbilder gemacht, woraufhin mein Orthopäde meinte, die Hüftdysplasie sei so dezent (ebenfalls mein Beckenschiefstand mit leichter Skoliose), dass sie keine Auswirkungen hat und auch zukünftig nicht haben wird.
Der Amtsarzt wollte die Röntgenbilder meiner Wirbelsäule und der Hüfte haben. Die werden jetzt von einem Radiologen des polizeiärztlichen Dienstes befundet.
Ich werde mir die Bilder nächste Woche holen und meinem Orthopäden geben, damit er den Bericht schreiben kann.

Ich hab natürlich trotzdem Bammel...
Bei der Skoliose weiß ich, dass man ne bestimme Grad-Zahl haben darf, die ich nicht überschreite.
Aber Hüftdysplasie steht in keinster Weise drin.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Thessa » Fr 30. Apr 2021, 23:46

EbenenChef hat geschrieben:
Fr 30. Apr 2021, 18:14
Swiftie13 hat geschrieben:
Di 27. Apr 2021, 22:52
Ich denk wenn die Diagnose mit der PDV 300 gar nicht vereinbar wäre, würde man dich direkt "untauglich" stufen.
Ein positiver Befund vom Orthopäden ist ja schon mal ein guter Schritt.
Exakt. Ein angeforderter Befund ist lediglich reines "Outsourcen" der Verantwortung.... Diesbezüglich kannst du mit einem positiven Befund sicher sein, die Zusage zu bekommen. Sonst hätten sie sich schon direkt verabschiedet.

Du meinst also, dass er dann schon bei der PÄU mir das direkt gesagt hätte quasi?

Ich dachte; egal ob angenommen oder dann abgelehnt am Ende man muss immer warten.. ca 2 Wochen.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 1. Mai 2021, 07:45

Sicher kann man da nicht sein.
Auch der Grenzwert Skoliose sagt nur ab da auf jeden Fall PDU ansonsten Einzelfallentscheidung des Arztes.

Ein positiver Befund ist etwas gutes aber auch keine Garantie.

Ich habe schon oft genug mitbekommen, dass trotz positiven Befunds gesagt wurde "abgelehnt" gerade Gelenke usw. ist man sehr "kleinlich" aber auch zu Recht, weil das Land halt auch alles zahlen muss.

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon EbenenChef » Sa 1. Mai 2021, 14:35

Thessa hat geschrieben:
Fr 30. Apr 2021, 23:46
EbenenChef hat geschrieben:
Fr 30. Apr 2021, 18:14
Swiftie13 hat geschrieben:
Di 27. Apr 2021, 22:52
Ich denk wenn die Diagnose mit der PDV 300 gar nicht vereinbar wäre, würde man dich direkt "untauglich" stufen.
Ein positiver Befund vom Orthopäden ist ja schon mal ein guter Schritt.
Exakt. Ein angeforderter Befund ist lediglich reines "Outsourcen" der Verantwortung.... Diesbezüglich kannst du mit einem positiven Befund sicher sein, die Zusage zu bekommen. Sonst hätten sie sich schon direkt verabschiedet.

Du meinst also, dass er dann schon bei der PÄU mir das direkt gesagt hätte quasi?

Ich dachte; egal ob angenommen oder dann abgelehnt am Ende man muss immer warten.. ca 2 Wochen.
Genau. Ich musste 3 Befunde nachreichen. Ich hatte einen leichten Rundrücken, daher orthopädischer Befund. Die Ärzte schreiben da eigentlich auch auf was man will, meiner war ebenfals sehr positiv. Dann wegen einer Augen OP die ich mal hatte und wegen einer Darmspiegelung.
Die Pol. Ärztin hatte auch direkt nachgeschaut ob meine Augen-Geschichte laut PDV300 zum Auschluss führt. Tat es nicht, somit musste dann Befund her. Was die auch immer gern lesen, ist wenn die Ärzte Sachen schreiben wie: keine Komplikationen zu erwarten, Verschlechterung sehr unwarscheinlich, etc.

Als alles eingereicht würde kam nach 2 Tagen die Zusage. Man ist ja nicht als untauglich eungestuft, sondern als "Tauglich mit Auflage", oder so....

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Thessa » Sa 1. Mai 2021, 14:48

Criss_mitchel hat geschrieben:
Sa 1. Mai 2021, 07:45
Sicher kann man da nicht sein.
Auch der Grenzwert Skoliose sagt nur ab da auf jeden Fall PDU ansonsten Einzelfallentscheidung des Arztes.

Ein positiver Befund ist etwas gutes aber auch keine Garantie.

Ich habe schon oft genug mitbekommen, dass trotz positiven Befunds gesagt wurde "abgelehnt" gerade Gelenke usw. ist man sehr "kleinlich" aber auch zu Recht, weil das Land halt auch alles zahlen muss.

Also zu meiner Skoliose wollte gar keinen Befund haben. Was ja ein gutes Zeichen zu sein scheint...


Durch die Röntgenbilder ist auch zu sehen; dass es so minimal ist...da gibt es einfach keine Grundlage laut PDV300

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Thessa » Sa 1. Mai 2021, 14:50

EbenenChef hat geschrieben:
Sa 1. Mai 2021, 14:35
Thessa hat geschrieben:
Fr 30. Apr 2021, 23:46
EbenenChef hat geschrieben:
Fr 30. Apr 2021, 18:14


Exakt. Ein angeforderter Befund ist lediglich reines "Outsourcen" der Verantwortung.... Diesbezüglich kannst du mit einem positiven Befund sicher sein, die Zusage zu bekommen. Sonst hätten sie sich schon direkt verabschiedet.

Du meinst also, dass er dann schon bei der PÄU mir das direkt gesagt hätte quasi?

Ich dachte; egal ob angenommen oder dann abgelehnt am Ende man muss immer warten.. ca 2 Wochen.
Genau. Ich musste 3 Befunde nachreichen. Ich hatte einen leichten Rundrücken, daher orthopädischer Befund. Die Ärzte schreiben da eigentlich auch auf was man will, meiner war ebenfals sehr positiv. Dann wegen einer Augen OP die ich mal hatte und wegen einer Darmspiegelung.
Die Pol. Ärztin hatte auch direkt nachgeschaut ob meine Augen-Geschichte laut PDV300 zum Auschluss führt. Tat es nicht, somit musste dann Befund her. Was die auch immer gern lesen, ist wenn die Ärzte Sachen schreiben wie: keine Komplikationen zu erwarten, Verschlechterung sehr unwarscheinlich, etc.

Als alles eingereicht würde kam nach 2 Tagen die Zusage. Man ist ja nicht als untauglich eungestuft, sondern als "Tauglich mit Auflage", oder so....

Ja, also mein Arzt schreibt mir das so, denn ist stimmt ja auch! Das ist nicht mal an den Fingern herbeigezogen...
Am Ende steht es dann Aussage vom Radiologen des PÄD gegen Aussage meines Orthopäden 😂😂
Was hat da mehr Gewicht???

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Re: Untauglichkeit bei Hüftdysplasie

Beitragvon Criss_mitchel » Sa 1. Mai 2021, 16:45

Behörde entscheidet letztendlich.
Würde dir der Klageweg bleiben.

Aber warte erstmal ab positiv denken und nicht vom Worst Case ausgehen.


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