Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

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Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Strichel » Mo 5. Mär 2012, 18:05

Moinsen!

Im Grunde habe ich mich schon dazu entschlossen, das Polizeithema nach abgebrochenem Studium in S-H und nach aufgrund gesundheitlicher Untauglichkeit gescheitertem Einstellungsverfahren für den mD in Hamburg an den Nagel zu hängen.

Allerdings überkommt mich gerade der Gedanke, ob ein Widerspruch nich vielleicht doch noch eine minimalste Chance bergen könnte, doch noch aufgenommen zu werden.


Damals in S-H wurde bei der ärztlichen Untersuchung gar nichts derartiges festgestellt.
Nun in Hamburg hatte ich beim Belastungs-EKG leichte Normabweichungen im Herzrhythmus, weshalb ich vom Personalärztlichen Dienst zum Kardiologen geschickt wurde.
Der hat mir in seinem Gutachten die leichte Herzrhythmusstörung (Synusarythmie) mit dem Verweis bestätigt, dass etwa jeder 4. Mensch einen derartigen "Fehler" aufweist (gerade jüngere Menschen), dies aber absolut unbedenklich sei.
Im anschließenden Ultraschall dann wurde ein Herzklappenfehler festgestellt. Die Aortenklappe schließt nicht komplett, bleibt immer ganz leicht geöffnet (kombiniertes Aortenklappenvitium).
Auch hier bescheinigte mir der Arzt, dass dies die Leistung des Herzens, laut aktuellem Befund, in keinster Weise einschränkt und ich voll leistungsfähig bin, bzw. nicht von einer ernsthaften Erkrankung ausgegangen werden kann. Lediglich zur Kontrolle soll ich "alle paar Jahre" erscheinen.


EDIT by MICHI Die PDV 300 ist NfD und somit dürfen hier auch keine Inhalte wörtich gepostet werden
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Gibt es im Falle eines Widerspruch Chancen, doch noch aufgenommen zu werden?
Kennt vielleicht jemand einen solchen oder ähnlichen Fall?

Oder macht ein Widerspruch hier keinen Sinn?



Gruß

Strichel

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Sigma » Mo 5. Mär 2012, 18:08

Versuchs einfach.Aber wieso haste das Studium in S-H abgebrochen?

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Beobachter » Mo 5. Mär 2012, 18:36

Widerspruch einlegen ist sicher einen Versuch wert.

Reinschreiben, dass
1. festgestellte Rhythmusstörung kein Hinweis auf mangelnde Belastbarkeit des Herzens, siehe Gutachten;

2. "kombiniertes Aortenklappendingens" ungleich Zustand EDIT by MICHI da direkte Auszüge aus PDV-HfD der PDV 300, weil auch dieses (in der bei Dir festgestellten Ausprägung) weder aktuelle Leistungseinschränkung bedingt, noch künftig eine erwarten lässt.....

Warten, ob die Behörde ihre Ansicht im Widerspruchsverfahren genauer begründet.
Entweder leuchtet Dir das dann ein oder Du kannst immer noch überlegen, ob ne Klage lohnt.
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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 5. Mär 2012, 18:43

Oh, ist konkrete Rechtsberatung hier jetzt erlaubt?
:lah:

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Strichel » Mo 5. Mär 2012, 19:20

Sigma hat geschrieben:Versuchs einfach.Aber wieso haste das Studium in S-H abgebrochen?
gezwungenermaßen wegen einer nicht bestandenen modulprüfung...

Beobachter hat geschrieben:Widerspruch einlegen ist sicher einen Versuch wert.

Reinschreiben, dass
1. festgestellte Rhythmusstörung kein Hinweis auf mangelnde Belastbarkeit des Herzens, siehe Gutachten;

2. "kombiniertes Aortenklappendingens" ungleich Zustand EDIT der PDV 300, weil auch dieses (in der bei Dir festgestellten Ausprägung) weder aktuelle Leistungseinschränkung bedingt, noch künftig eine erwarten lässt.....

Warten, ob die Behörde ihre Ansicht im Widerspruchsverfahren genauer begründet.
Entweder leuchtet Dir das dann ein oder Du kannst immer noch überlegen, ob ne Klage lohnt.
8.1.4 spricht halt ganz allgemein von einem herzklappenfehler, der ja bei mir ganz konkret vorzuliegen scheint. oder gibt es da auch noch verschiedene auslegungen?

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:Oh, ist konkrete Rechtsberatung hier jetzt erlaubt?
ich sehe keine konkrete rechtsberatung :)

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon MICHI » Mo 5. Mär 2012, 21:12

bei nachgewiesenem absoluten ausschließungsgrund ist man pdu.

lege einspruch ein und beweise das gegenteil :polizei2:
Gruß
MICHI


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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Strichel » Mo 5. Mär 2012, 21:29

MICHI hat geschrieben:bei nachgewiesenem absoluten ausschließungsgrund ist man pdu.

lege einspruch ein und beweise das gegenteil :polizei2:

den beweis erbringen, dass meine herzklappe doch 1A funktioniert? ...schwierig.

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon MICHI » Mo 5. Mär 2012, 21:33

wie willst du in einem widerspruchverfahren sonst erreichen, dass die entscheidung des ärztlichen dienstes revidiert wird?
Gruß
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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon schakal112 » Mo 5. Mär 2012, 21:44

Mal im übertragenen Sinne gesprochen:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Also ran ans Papier und Widerspruch eingelegt.

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Kapitänin Morgan » Di 6. Mär 2012, 16:17

Moin Strichel!

Du verlierst ja nichts, wenn du Widerspruch einlegst.
Wenn du dich weiterhin mit Alternativen beschäftigst...

Viel Glück weiterhin :kuss:
Mit voller Hose ist leicht stinken.

...wenn man es erklären muss, dann ist es nicht mehr witzig...

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Re: Herzklappenfehler => lohnt sich ein Widerspruch?

Beitragvon Beobachter » Di 6. Mär 2012, 17:52

@Käptn:
Ich wüsste nicht, dass es hier verboten wär, eine Rechtsmeinung zu äußern.
Aber ich lass mich gern von den dafür zuständigen Stellen belehren.

@Strichel
Im Endeffekt läuft das darauf hinaus, nachzuweisen, dass ein "absoluter Ausschlussgrund" nicht vorliegt. Darüber, ob jede Undichtigkeit als "Herzklappenfehler" zu qualifizieren ist, lässt sich möglicherweise gut streiten.
ICH weiß das nicht, ich bin kein Mediziner. Kardiologen sollten das wissen.
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