Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

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niwa
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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon niwa » So 4. Sep 2016, 20:00

Robert55 hat geschrieben:Bei Neueinstellungen sollte man nicht bei einem kleinen Tattoo sperren. Klar , wo ist die Grenze ? Nun es ist ein schwieriges Thema, aber pauschal verbieten würde ich es nicht.
Ein kleines Tattoo alleine führt ja nicht unbedingt zur einer Untauglichkeit. Ein Tattoo im sichtbaren Bereich oder einem unangebrachten Motiv hingegen schon.

Ich würde dir folgenden Artikel empfehlen:
http://www.abendblatt.de/vermischtes/ar ... ieten.html
Zuletzt geändert von niwa am So 4. Sep 2016, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
Polizeikommissar :polizei1:

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Controller » So 4. Sep 2016, 20:01

ich seh da keinen Vorteil drin :buhu:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Diag » So 4. Sep 2016, 20:06

McFadden hat geschrieben:Der Trend, sowohl national als auch international geht zur Akzeptanz von Tätowierungen im Polizeidienst.
Dann sollte konsequenterweise auch ein entsprechender Haarschnitt die Regel sein (wenn schon so gerne international verglichen wird). Keine Rosinenpickereien.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Controller » So 4. Sep 2016, 20:08

:zustimm: :ja:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon vladdi » So 4. Sep 2016, 21:24

Was ist denn ein entsprechender Haarschnitt und was nicht?

Bei Tattoos ist je einfach: Nicht im sichtbaren Bereich. Bei einigen der 17 Polizeien reicht es, wenn die verdeckbar sind, bei einigen gilt der vorangegangen Satz.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Diag » So 4. Sep 2016, 21:28

Frag mal einen Franzosen oder einen Amerikaner, die erzählen Dir, wie ein Cop-/Flic-Haarschnitt auszusehen hat.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon vladdi » So 4. Sep 2016, 21:36

Hab jetzt keinen hier, wobei es mir auch egal ist, was die denken wie deutsche Cops aussehen sollten.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Diag » So 4. Sep 2016, 21:41

Ok, Du verstehst es offensichtlich nicht. Auch gut.

Mir ist es auch latte, wie man sonstwo zu Tattoos steht.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon McFadden » So 4. Sep 2016, 23:21

Warum finde ich es gut:

Zum einen, scheint auch die Führung mittlerweile bemerkt zu haben, dass einem zu viele qualifizierte Bewerber durch die Lappen gehen.

Zweitens halte ich die Argumente, die gegen das offene Tragen von Tattoos sprechen für antiquiert.

Wenn es mir im Sommer dann doch mal zu heiß wurde und ich meine Ärmel hochgekrempelt habe, konnte ich nicht feststellen, dass die ältere Dame bei der Anzeigenaufnahmr Angst oder weniger Vertrauen in mich als Polizist gehabt hätte (und das war keine Ausnahme).

Auch einen Ansehensverlust oder weniger Respekt konnte von mir (und 1-2 anderen Kollegen, auch tattoowiert bis zum Handgelenk) nicht festgestellt werden.

In gewissen Bereichen war eher das Gegenteil der Fall. Bürgernahe Polizei / "Auch Mensch" ist das Stichwort....

....zu diesem Thema soll es auch mal eine Studie in Großbritannien gegeben haben soweit ich weiß..

Und ein ordentlicher Kurzhaarschnitt hat noch niemandem geschadet :polizei2:

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Ghostrider1 » Mo 5. Sep 2016, 09:54

Ich finde diese Auffweichung einfach nur...

Nicht sichtbar, und gut. Ist es nicht sichtbar aber abdeckbar, lasse ich mit mir reden.
Wer sich den Unterarm hacken läßt, muss immer mit Langarm rumlaufen.

Solche Tattoos hinter den Ohren, da habe ich so meine Meinung. Entschuldigung wenn ich jetzt jemanden kräftig auf die Füße trete, aber die sehe ich fast ausschließlich bei unserer Kundschaft oder irgendwelchen "Dynamofans".
Ich persönlich würde einem PVB mehr skeptisch als repsektvoll gegenüber stehen, wenn der solche Körperkunst trägt. Der erste Eindruck zählt!
Der/die Nächste läßt sich den Handrücken oder einen Ring tätowieren. Der Übernächste läßt sich die Inizialien des Kindes auf die Handaußenkante stechen.

Es soll ja jeder machen was er will (im gesetzlichen Rahmen). Nur wer sich div. Berufen verschreibt, unterliegt Grenzen. Ein Staatsanwalt oder Richter, wird auch nicht mit einem Ohr-Tunnel im Gerichtssaal erscheinen

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon vladdi » Mo 5. Sep 2016, 10:37

... die ersten Tattoos an der Hand habe ich schon gesehen, dazu hinter den Ohren... Was kommt als nächstes? Gesicht?

Die Frage ist nicht, ob Tattoos 'böse' sind, sondern ob das zu einem Beamten (Uniform) passt. Da mag man sich streiten; jedoch sollten alle Befürworter ein Extrembeispiel nehmen und sich das in Uniform vorstellen. 'Nein, so sei das nicht gemeint'. Aber wo sollte man denn dann die Grenze ziehen, wenn sichtbare Tattoos frei gegeben werden.

Meine Behörde sagt, dass keine Tattoos in Uniform sichtbar sein dürfen. Dagegen wird verstoßen. Die Verstöße bewegen sich (noch) im Grenzbereich. Das kann die Behörde dann tolerieren.

Dennoch begehen einige PVB einen Pflichtverstoß.
Bewerber mit einem Verstoß einzustellen ist das falsche Signal.
Wobei ich meine, dass wenn Tattoos verdeckt werden, dass kein Einstellungshindergrund darstellen muss.
Das heißt aber, wenn es verdeckbar sein soll, dass es relativ klein sein muss. Ganzer Arm zugehackt geht nicht.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Bratwurst » Mo 5. Sep 2016, 10:55

McFadden hat geschrieben:Warum finde ich es gut:

Zweitens halte ich die Argumente, die gegen das offene Tragen von Tattoos sprechen für antiquiert.
Sehe ich genauso. Tattoos gehören eben zum Zeitgeist und einer modernen Gesellschaft. Mit meinen 26 Jahren spreche ich, so denke ich , für viele in meinem Alter, ob Polizist oder nicht.
HZA Gießen
schriftlich 08.11.16 mD (x)
mündlich 11.02.17 mD (x)

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Mac Phail » Mo 5. Sep 2016, 11:59

Es gehört auch zum Zeitgeist, die ganze Zeit mit dem Smartphone zu hantieren, sieht trotzdem blöd aus bei Uniformträgern.
Gruß Gordon - Kein PVB

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon McFadden » Mo 5. Sep 2016, 12:31

Das Argument "Wo soll man die Grenze ziehen" kann ich nachvollziehen.
Das ist ein Punkt mit dem man sich auseinandersetzen sollte.
Das kategorische Ausschließen sichtbarer Tätowierungen halte ich jedoch aus o.g. Gründen für falsch.

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Re: Ablehnung der Bewerbung wegen Tattoo

Beitragvon Mac Phail » Mo 5. Sep 2016, 12:50

1. Als ich meine Ausbildung gemacht habe hieß es noch:" Nimm die Hände aus der Tasche, du bist hier auf Arbeit." Es wirkt auf mich einfach unprofessionell.
2. Ein Polizist mit Zopf, sichtbaren Tattoos und Piercings macht auf mich den selben Eindruck.
Gruß Gordon - Kein PVB


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