Ausbildungsstandort gD

Informationen zur Einstellung und Ausbildung der Bundespolizei!

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Der_Kölner
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Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Der_Kölner » Sa 15. Jul 2017, 23:06

Hallo zusammen,
Ich habe am Donnerstag die Zusage für die Einstellung zum gD bekommen.
Als Ausbildungsstandort wurde mir Bamberg genannt. Besteht auch für den gD die Möglichkeit einen wohnortsnahen Ausbildungsstandort zugewiesen zu bekommen oder gibt es hier nur diesen einen?
Mir wurde, meine ich, damals vor über einem Jahr gesagt, dieser würde - nach Möglichkeit- wohnortsnah zugeteilt.
Bamberg ist von meinem jetzigen Wohnort aber so ziemlich am weitesten entfernt (400km).
Werden bei der Vergabe auch Faktoren wie Familie (eine Tochter) berücksichtigt?
Über google habe ich hier keine eindeutige Antwort gefunden und die Kontaktaufnahme zu meinem EB gestaltete isch eteas schwierig.

Als Nebenfrage: Zudem müsste ich aus dem oben genannten Gründen meine Wohnung in Köln behalten. Da es nur noch wenige Wochen bis Ausbildungsbeginn sind, müsste ich hierfür auch eine Lösung finden. Bei meiner Recherche bin ich auf das sog. Trennungsgeld gestoßen, wobei sich mir nicht erschließt ob das auch für mich zutreffen würde. Zwar habe ich mich natürlich auf das Pendeln am we eingestellt, jedoch sind 4h bis 5h Fahrt pro Strecke doch etwas viel.
Für die spezielleren Fragen würde mir auch ein Tipp für den richtigen Ansprechpartner weiterhelfen.

Ich danke vorab für eure Mühe

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Megalolz » So 16. Jul 2017, 11:02

Neben Bamberg gibt es noch Lübeck, es ist aber fraglich inwieweit das an deiner Situation was ändert bzw. ein Wechsel des Ausbildungsstandortes überhaupt vorgesehen ist. Inwieweit du Anspruch auf TG hast kann ich nicht sagen, Google oder Rückfrage beim BVA könnte dir da weiterhelfen. Bezüglich pendeln: ich fürchte, da wird dir nichts anderes übrig bleiben.

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SPC
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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon SPC » So 16. Jul 2017, 13:06

Anspruch auf Trennungsgeld hast du, wenn eine anerkannte Wohnung im Sinne von §10 abs. 3 bukg vorliegt.

Zu beachten gilt das Verfügungsrecht.
(3) Eine Wohnung im Sinne des Absatzes 1 besteht aus einer geschlossenen Einheit von mehreren Räumen, in der ein Haushalt geführt werden kann, darunter stets eine Küche oder ein Raum mit Kochgelegenheit. Zu einer Wohnung gehören außerdem Wasserversorgung, Ausguß und Toilette.
Verfügungsrecht meint, dass du z.B. als Mieter im Mietvertrag aufgeführt bist.

Der_Kölner
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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Der_Kölner » So 16. Jul 2017, 15:30

Also gibt es für die Ausbildung im gD tatsächlich nur zwei Standorte. Lübeck, Bamberg und der praxisorientierte Teil in Brühl? Und natürlich die Praktika in den Dienststellen. Ok danke dafür.
Die Wohnung ist von mir seit fünf Jahren angemietet, also stehe ich natürlich im Mietvertrag.
Was ich im Paragraphendeutsch nicht eindeutig verstehe ist ob sie auch bezahlt wird wenn diese in einer gänzlich anderen Stadt ist und ich nicht am ausbildungsort und ich dort z.b. schlicht nicht in der gestellten Unterkunft wohne. Würde ich ja, nur eben am we nicht.
Google gibt hier auch nur recht nichtssagende antworten. Wer wäre bei der Bundespolizei hierfür der Ansprechpartner?

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Franconia » So 16. Jul 2017, 15:51

In Brühl wird an der FH des Bundes eher der Theorieteil gelehrt.

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon robser » So 16. Jul 2017, 17:44

https://www.komm-zur-bundespolizei.de/i ... ugsdienst/

Die Standorte gelten auch für den gD!

Für die Planung würde ich einfach mal deinen Einstellungsberater kontaktieren.

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon vladdi » So 16. Jul 2017, 18:04

robser hat geschrieben: Die Standorte gelten auch für den gD!
.
Ähm... so stimmt das nicht.

*** Die Standorte galten auch für den gD. ***

So ist das wohl passender.

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon robser » So 16. Jul 2017, 19:18

vladdi hat geschrieben:
robser hat geschrieben: Die Standorte gelten auch für den gD!
.
Ähm... so stimmt das nicht.

*** Die Standorte galten auch für den gD. ***

So ist das wohl passender.
:applaus: Klugscheißer...Kein Plan was du damit sagen willst! ;D

vladdi
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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon vladdi » So 16. Jul 2017, 22:26

Damit wollte ich sagen, dass Meagaloz oben die Standorte LÜBECK und BAMBERG korrekt genannt hatte
und dein Beitrag falsch ist

Dein Link/ deine Quelle ist veraltet.

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Tobemann » Di 18. Jul 2017, 08:39

Moin Kölner!

In einer sehr ähnlichen Situation, wie du es bist, bin ich auch!

Über Google oder über die Suchfunktion hier im Forum habe ich zu dem Thema auch nicht wirklich was Konkretes finden können...

Hast du mittlerweile Kontakt mit dem Bundesverwaltungsamt aufgenommen und neue Erkenntnisse gewonnen?
Welchen Betrag würde das Trennungsgeld abdecken? Und wann bekommt man es? Meines Wissens nach wird es separat zum Grundgehalt gezahlt. Über welchen Zeitraum? Automatisch über den gesamten Ausbildungszeitraum oder muss ich bei jedem Ausbildungsstandortwechsel einen neuen Antrag stellen?
Fahrtkosten bekommt man ab 150 km (für Hin- und Rückfahrt) auch erstattet (lt. Recherche im Netz). Aber wie oft im Monat? Für jede Ẃochenendheimfahrt?

...wäre klasse, wenn wir uns austauschen könnten... sonst ruf ich da selber mal durch :lupe:

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Ars vivendi » Di 18. Jul 2017, 15:57

gD Ausbildungsstätten sind nur in Lübeck und in Bamberg.

Nun kannst du mittels Routenplaner ermitteln, welcher Ort dir fahrtechnisch lieber ist.

Köln nach Lübeck 485 Kilometer
Köln nach Bamberg 394 Kilometer

Von dem Wort "Wohnortnah" würde ich mich eh schnell verabschieden bei der Bundespolizei.
Es kann nach der Ausbildung klappen - muss es aber nicht - eher nicht - ist aber meine persönliche Meinung.
Keiner weiß jetzt schon, wo in drei Jahren der BPOL Schwerpunkt sein wird.

Zum Trennungsgeld gucks du hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/tgv_1986/TGV.pdf

vladdi
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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon vladdi » Di 18. Jul 2017, 20:05

Naja... Schwerpunkte für in drei Jahren kann ich schon sehr gut in meiner Glaskugel sehen
- Rhein Ruhr
- Rhein Main
- Südland (Bayern und Stuttgart )

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Re: Ausbildungsstandort gD

Beitragvon Tobemann » Fr 21. Jul 2017, 13:05

Hier mal was zum Trennungsgeld. Vielleicht hilfreich an dieser Stelle.

1. Trennungsgeld erhält, wer:
a) einen eigenen Hausstand hat und
b) außerhalb des Einzugsgebiets dieser Wohnung seinen Dienstort hat (= mehr als 30 km Entfernung),

und zwar nur für die Tage der tatsächlichen Abwesenheit vom Wohnort (wer also zwischendurch zu Hause ist, bekommt an den Tagen nichts).

Ein eigener Hausstand ist eine Wohnung dann, wenn sie aus einer geschlossenen Einheit von mehreren Räumen, in der ein Haushalt geführt werden kann, darunter stets eine Küche oder ein Raum mit Kochgelegenheit, besteht. Zu einer Wohnung gehören außerdem Wasserversorgung, Ausguss und Toilette. (siehe § 10 Abs. 3 Bundesumzugskostengesetz).
D.h. Zimmer zur Untermiete mit gemeinsamer Badbenutzung, Zimmer in Wohngemeinschaften oder auch das Zimmer in der Familienwohnung gelten nicht als Hausstand, führen also nie zu Trennungsgeld.

Über die Wohnung muss man auch das Verfügungsrecht haben (s.o.), in der Regel durch die Rechte als Mieter oder Eigentümer.
Dabei ist es zunächst auch unerheblich, wie lange die Wohnung schon im Eigentum oder im Mietverhältnis bewohnt wird. Entscheidend sind hier die jeweiligen Umstände. Wer sich jetzt (bzw. kurz vor Beginn der Ausbildung) an seinem zukünftigen Dienstort eine Wohnung nimmt, weil es für die Ausbildung Sinn macht, bekommt auch die Anerkennung des Hausstandes und damit Trennungsgeld.
Besteht dagegen der Verdacht, dass ein Mietvertrag nur zum Zwecke der Erlangung von Trennungsgeld abgeschlossen wurde, erfolgt keine Anerkennung und damit gibt es auch kein Trennungsgeld - dafür aber ggf. ein Verfahren wegen versuchten Betruges (und evtl. auch gleich die Entlassung). Dies gilt besonders auch für Mietverträge mit einer Miete deutlich unter dem Üblichen, also Gefälligkeitsmietverträge.

2. Wer ordnungsgemäß Anspruch auf Trennungsgeld hat (siehe oben und Beitrag von Khelthrai) bekommt dieses für alle Einsätze und für die jeweilige Dauer der Einsätze außerhalb des Einzugsgebiets seiner Wohnung - und nur dann. Das Trennungsgeld dient dabei dem Ausgleich der erhöhten Aufwendungen für die Abwesenheitszeiten. Es soll damit sichergestellt werden, dass neben den "selbst verursachten", regelmäßigen Kosten am Wohnort (insbesondere Miete) keine unbilligen weiteren Kosten (weitere Unterkunftskosten usw.) entstehen. Wer also schon für eine Wohnung zahlt, muss für die zweite nichts zahlen (bzw. bekommt die Kosten dafür erstattet). Wer dagegen noch keine Miete zahlt, zahlt dann die Unterkunft am entfernten Dienstort - und damit zahlen alle nur einmal, wenn auch an verschiedenen Orten ;D

Das Trennungsgeld (Tagegeld und Übernachtungsgeld) wird entweder in bar ausbezahlt oder durch Sachleistungen (kostenfreie Unterkunft, Verpflegung) erbracht. An den BWZ stehen Unterkünfte sowie Frühstück und Mittagessen zur Verfügung - aufgrund des TG-Anspruchs kostenfrei bis zum Regelsatz (= Sachleistung). Abendessen wird nicht gestellt, daher bekommt man dafür das Geld ausbezahlt. Am Wochenende hat die Mensa geschlossen, so dass man bei Verbleiben im BWZ auch für diese Tage den Verpflegunganteil (=Tagegeld) ausbezahlt bekommt.

3. Wer keinen eigenen Hausstand hat, zahlt Miete und Verpflegung in den BWZ (zusammen rd. 380,- EUR/ Monat). Da es sich dabei um eine dienstliche Verlagerung des Wohnortes handelt, erhält man zu Beginn der Maßnahme (also z.B. Grundstudium) sowie zur Beendigung der Maßnahme eine Umzugskostenvergütung. Die Höhe richtet sich dabei nach dem tatsächlichen Aufwand.
Wer also meint, er müsste sein Hab und Gut mit einem Schwertransport anliefern lassen, kann die Kosten dafür erstattet bekommen. Erstattet werden die Transportkosten für das persönliche Gepäck sowie Fahrtkosten (Bahnfahrt, Auto). Außerdem gibt es eine kleine Pauschale für den Aufwand den man hatte. Alle anderen Kosten während der Maßnahme (einschl. Heimfahrten) muss man ansonsten selbst tragen.
Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Maßnahme (sog. Abordnung) mehr als 3 Monate dauert (was bei allen Studienabschnitten der Fall ist). Bei kürzeren Maßnahmen (z.B. Abwesenheiten während der Praxisphasen) bekommen alle Trennungsgeld, die mehr als 30 km vom trennungsgeldrechtlichen Wohnort entfernt eingesetzt werden. Trennungsgeldrechtlicher Wohnsitz ist dabei in der Regel der erste Dienstort nach dem Studienabschnitt, also nicht zwingend die elterliche Wohnung.

4. Wer aufgrund des eigenen Hausstands oder während der Praxisabschnitte Anspruch auf Trennungsgeld hat, kann dieses durch Unterkunft/Verpflegung erhalten, wenn eine tägliche Rückkehr an den Wohnort nicht zumutbar ist. Das ist dann der Fall, wenn der Dienstort mehr als 30 km entfernt ist und eine Rückkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln mehr als 1,5 Stunden einfacher Weg (oder mehr als 3 Stunden für Hin- und Rückfahrt) dauert. Dauert die Fahrt weniger als 1,5 Stunden bekommt man nur die Fahrtkosten für das tägliche Pendeln erstattet (Trennungsgeld bei täglicher Rückkehr nach § 3 Abs. 1 Trennungsgeldverordnung).

Original von Skorpion69


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