Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Informationen zur Einstellung und Ausbildung des Zolls

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daCunha
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Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon daCunha » Do 17. Apr 2014, 23:19

Moin Leute,

ich muss mich jetzt mal hier an direkt involvierte wenden.
Ich bin jetzt schon ein bisschen beim Zoll und habe die ersten Hürden und so weiter als Anwärter im gehobenen Dienst hinter mir. Die Laufbahnprüfung ist kein Problem, ich bin glücklicherweise schon immer einer der besseren.

Ich spiele nun ernsthaft mit dem Gedanken der Behörde nach der Ausbildung den Rücken zu kehren.

Nach langen Praxiszeiten, in denen man nur frustrierte Leute antrifft und sich von zerfahrenen Strukturen und eingerösteten Beförderungswegen erzählen lassen muss, macht man sich doch mal Gedanken.

Ich will nicht reich werden und mir ist bewusst, dass viele Kollegen im mD nicht so gut verdienen, aber ich habe meinen Bildungsweg gemacht und viel gelernt und nun bin ich eben nicht im mittleren Dienst.
Mein Ziel waren und sind immer noch 3000 Euro netto zu verdienen.
Das ist laut Besoldungstabelle möglich, jedoch frag ich mich immer mehr wie das gehen soll.

Ich hab den Beruf "auch" gewählt, weil ich diese Hürde nehmen kann und gleichzeitig einen spannenden Beruf mit vielen Verwendungsmöglichkeiten ergreifen kann.
Sonst hätte ich mein geplantes Lehramtstudium durchgezogen.

Ich bin jedoch soweit zufrieden, nur möchte ich jetzt gerne eine Einschätzung von Erfahrenen Leuten, wie es weiter gehen kann.

Auf welche Zeiten zwischen Beförderungen kann ich mich einstellen? Natürlich bei guten Leistungen. Ist es realistisch A12 oder A13 erreichen zu können?

Ich sehe wenig Kollegen der entsprechenden Besoldungsstufen, und bei jährlich 300 neuen Zollinspektoren wollen sicher viele dahin.


Allgemein wären mir ein paar Prognosen bezüglich Besoldung und Pensionskürzungen, von denen immer wieder gemunkelt wird, jetzt recht. Mir ist bewusst, dass keiner in die Zukunft sehen kann, jedoch haben sicher manche Ihre Ansichten.


Das hört sich alles sehr materialistisch an, aber leider ist Geld nunmal fast das Wichtigste.
Ich möchte Träume wie ein schönes Eigenheim oder ein kleines Vermögen ansparen nicht verlieren und wäre bei schlechten Aussichten hier auch bereit wieder in die freie Wirtschaft zu wechseln.

Gruß,
Marco

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon coco_loco » Do 17. Apr 2014, 23:33

Wer reich werden will, ist beim Zoll/Polizei/BuPol/Justiz generell falsch. Du solltest dann vllt. in die freie Wirtschaft gehen oder was anderes machen, wenn dir die Kohle so wichtig ist. Ich kenne genug, die mit A9 Eigenheime kaufen/bauen. Und ich finde auch, dass A9 gerade für einen jungen Menschen viel Geld ist.

Meckernde Kollegen haste überall. Auch eingerostete Verwaltungsstrukturen. Pessimisten und Unzufriedene.

Dass du durchbefördert wirst, ist möglich. Aber unwahrscheinlich. Natürlich gibt es in entsprechend hohen Positionen auch nur wenige Kollegen. Kann halt nicht jeder Häuptling sein.
"Every fairy tale needs a good old-fashioned villain" - Moriarty.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon zoellner » So 20. Apr 2014, 19:20

Laut Hauhaltsplan 2013, S. 998 sind in der Bundeszollverwaltung 32353,5 Beamte im Jahr 2012 beschäftigt. Davon 928 in der Besoldungsgruppe A13, 2003 in der Besoldungsgruppe A12 und 2165 in der Besoldungsgruppe A9g.
http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... onFile&v=5

Wenn du mit 22 A9 bist, kannst damit rechnen, frühestens mit 45 A12 zu werden. Sofern du eine normale Sachbearbeiterkarriere an einem Zollamt, Hauptzollamt oder Fahndungsamt hast. Zumal nur die Stellen A9-A11 gebündelt sind. Für A12 und A13 brauchst du eine neue Planstelle und musst dich darauf bewerben. Sind keine Stellen da, kannst du noch so gute Beurteilungen haben, befördert wirst du deswegen nicht.

Karriere machst du nur im Ministerium oder wenn du wirklich jede Arbeit und jede Stelle bundesweit annimmst.

Willst du schnell Geld verdienen und 3000 € netto, dann kündige und gehe in die Wirtschaft. Du wirst aber deine Bezüge die du bis jetzt verdient hast, zurück zahlen müssen. Zumindest sofern du keine 4-5 Dienstjahre nach der Ausbildung machst.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Cologne » Mo 21. Apr 2014, 09:31

Ich frag mal einfach zurück, welchen zeitlichen Rahmen hast du dir denn als Ziel gesteckt?
3000 Euro netto sind möglich, wenn du das allerdings in den naechsten 10 Jahren erreichen moechtest (Steuerklasse 1?) doch eher unwahrscheinlich.
Das entspraeche ja ungefaehr einem A11er in Erfahrungsstufe 5 (geraten, ich kenne die Abzuege der Gehaltsklasse nicht) bzw A 12 in einer ähnlichen Erfahrungsstufe.
Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue sind das geschaetzte 20 bis 25 Jahre bis du da hinkommst.
Entspricht das deinen Erwartungen?
Die Anzahl der neu eingestellten Inspektoren ist eher nebensaechlich, weil Dienstposten A 12 und A 13 prozentual zur Gesamtzahl der Beschaeftigten einer Laufbahn ausgebracht werden können.

Prognose Besoldungserhoehung: wird's verstärkt in dem Mass geben, wie der öffentliche Dienst in Konkurrenz mit der Privatwirschaft in Konkurrenz um Arbeitskräfte tritt.
Keine Konkurrenz (z.b. neue Krise), keine deutlichen Lohnerhoehungen.

Pension: wird nach meiner Meinung real sinken.
Wenn man beim Rentenniveau eine Absenkung zwischen 40 bis 50 Prozent erwartet, lassen sich die 71, 5 Prozent nicht halten.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon 1oaks » Do 24. Apr 2014, 09:06

Ich kenne mich mit dem Thema nicht so gut aus.. daher meine Frage: wofür genau stehen die 71,5% aktuell? :polizei2:

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Muaythai » Do 24. Apr 2014, 11:34

zoellner hat geschrieben:Laut Hauhaltsplan 2013, S. 998 sind in der Bundeszollverwaltung 32353,5 Beamte im Jahr 2012 beschäftigt. Davon 928 in der Besoldungsgruppe A13, 2003 in der Besoldungsgruppe A12 und 2165 in der Besoldungsgruppe A9g.
http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... onFile&v=5

Wenn du mit 22 A9 bist, kannst damit rechnen, frühestens mit 45 A12 zu werden. Sofern du eine normale Sachbearbeiterkarriere an einem Zollamt, Hauptzollamt oder Fahndungsamt hast. Zumal nur die Stellen A9-A11 gebündelt sind. Für A12 und A13 brauchst du eine neue Planstelle und musst dich darauf bewerben. Sind keine Stellen da, kannst du noch so gute Beurteilungen haben, befördert wirst du deswegen nicht.

Karriere machst du nur im Ministerium oder wenn du wirklich jede Arbeit und jede Stelle bundesweit annimmst.

Willst du schnell Geld verdienen und 3000 € netto, dann kündige und gehe in die Wirtschaft. Du wirst aber deine Bezüge die du bis jetzt verdient hast, zurück zahlen müssen. Zumindest sofern du keine 4-5 Dienstjahre nach der Ausbildung machst.

Sehr guter Beitrag! Beim Zoll wird man nicht reich, aber man hat einen sicheren Beruf und kann immer andere Dinge tun. Gerade im mD ist die Besoldung nicht viel.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Cologne » Do 24. Apr 2014, 14:58

1oaks hat geschrieben:Ich kenne mich mit dem Thema nicht so gut aus.. daher meine Frage: wofür genau stehen die 71,5% aktuell? :polizei2:
Die stehen für den prozentualen Satz der Pension berechnet vom letzten Bruttogehalt.
Und bevor ein falscher Eindruck entsteht, nicht Netto sondern brutto, also vor Abzug von Lohnsteuer und ohne die Beiträge zur Krankenvesicherung.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon daCunha » Fr 25. Apr 2014, 20:35

Cologne hat geschrieben:Ich frag mal einfach zurück, welchen zeitlichen Rahmen hast du dir denn als Ziel gesteckt?
3000 Euro netto sind möglich, wenn du das allerdings in den naechsten 10 Jahren erreichen moechtest (Steuerklasse 1?) doch eher unwahrscheinlich.
Das entspraeche ja ungefaehr einem A11er in Erfahrungsstufe 5 (geraten, ich kenne die Abzuege der Gehaltsklasse nicht) bzw A 12 in einer ähnlichen Erfahrungsstufe.
Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue sind das geschaetzte 20 bis 25 Jahre bis du da hinkommst.
Entspricht das deinen Erwartungen?
Die Anzahl der neu eingestellten Inspektoren ist eher nebensaechlich, weil Dienstposten A 12 und A 13 prozentual zur Gesamtzahl der Beschaeftigten einer Laufbahn ausgebracht werden können.

Prognose Besoldungserhoehung: wird's verstärkt in dem Mass geben, wie der öffentliche Dienst in Konkurrenz mit der Privatwirschaft in Konkurrenz um Arbeitskräfte tritt.
Keine Konkurrenz (z.b. neue Krise), keine deutlichen Lohnerhoehungen.

Pension: wird nach meiner Meinung real sinken.
Wenn man beim Rentenniveau eine Absenkung zwischen 40 bis 50 Prozent erwartet, lassen sich die 71, 5 Prozent nicht halten.

Sehe ich genauso mit den Pensionen.
Als zeitlichen Rahmen habe ich mir vorgenommen, auf jeden Fall wenn ich um die 40 bin, die 3000 Euro netto zu erreichen.

Problem - ich bin bereits 25 :sleep:

Alles darüber ist mir egal, im Grunde genommen halte ich eh meinen normalen Lebensstandard und es geht nur darum wieviel mehr man weglegen könnte.

btw. würde mich noch interessieren, mit welcher Erfahrungsstufe man als ZI einsteigt. Also ob die Zeit als Anwärter hier berücksichtigt wird.


Es ist am Ende wahrscheinlich die beste Lösung hier in der Verwaltung zu bleiben.
Wenn ich da an die Verwendungsmöglichkeiten denke, an die Familienfreundlichkeit, an die pünktliche und monatlich bis zum Lebensende andauernde gesicherte Überweisung, Kreditwürdigkeit und auch durchaus ein bisschen Ansehen, das einem doch in der Gesellschaft entgegengebracht wird.

Nur auf der anderen Seite will ich mal in meiner Heimat München leben und da fehlt einfach etwas wie eine Ballungsraumzulage oder Ähnliches.

Hm
#firstworldproblems

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Cologne » Sa 26. Apr 2014, 13:34

daCunha hat geschrieben: btw. würde mich noch interessieren, mit welcher Erfahrungsstufe man als ZI einsteigt. Also ob die Zeit als Anwärter hier berücksichtigt wird.
Mit der Verleihung deines ersten Amtes (ZI) wirst du in eine Erfahrungsstufe eingruppiert.
Grundsätzlich ist das die Erfahrungsstufe 1.
Es können jedoch bei der Zuweisung der Erfahrungsstufe auch Arbeitszeiten(Nicht die Anwärterzeit) berücksichtigt werden, die vorher abgeleistet wurden. Näheres hierzu am besten bei deinem Ausbildungshauptzollamt erfragen.

Aufstieg in den Erfahrungsstufen geht nach Jahren.
Angenommen du fängst in ES 1 an,
nach 02 Jahren in 2
nach 05 Jahren in 3
nach 08 Jahren in 4
nach 11 Jahren in 5
nach 15 Jahren in 6
nach 19 Jahren in 7
nach 23 Jahren in 8

Wird dir eine höhere Erfahrungsstufe zugewiesen, verringert sich die Zeit bis zum erreichen der Endstufe entsprechend.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Jady » Sa 26. Apr 2014, 13:43

Also ich bin jetzt seit 1998 beim Zoll, also im November werden es 16 Jahre. Ich bin in der Erfahrungsstufe 5. Ich habe meine 2500 also von daher mach dir mal um deine 3000 keinen Kopf solltest du bis 40 geschafft haben :-)

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon daCunha » Mo 28. Apr 2014, 01:27

Jady hat geschrieben:Also ich bin jetzt seit 1998 beim Zoll, also im November werden es 16 Jahre. Ich bin in der Erfahrungsstufe 5. Ich habe meine 2500 also von daher mach dir mal um deine 3000 keinen Kopf solltest du bis 40 geschafft haben :-)

Sehr schön. Und noch zufrieden? Wie sah das bei dir mit Beförderungen aus und so weiter? Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, hab ich noch etwa 13 Jahre bis zum Vierziger. In der Zeit müsste ich dann mindestens 2 mal befördert worden sein und A11 innehaben um an der 3000er Marke zu schnuppern. Das scheint mir unrealistisch.

Aber ich werds womöglich auch überleben, wenns mit 45 erst soweit is.

Mir ist jetzt jedoch wirklich oft vor Augen geführt worden, dass es unwahrscheinlich ist überhaupt jemals A11 zu erreichen und viele gD mit A10 in Pension gehen.

Da fragt man sich dann schon, ob man die richtige Branche gewählt hat.

Denkt man über solche Sachen eigentlich auch als langjähriger Zoellner noch nach? Besoldung? Beförderungen?

Ich finde, das ist neben einem guten Arbeitsklima in der Abteilung das wichtigste.
Wir arbeiten ja nicht aus Jucks und Dollerei, wir haben eine fundierte Ausbildung hinter uns und die ist nicht ohne.

Nur wenn ich mir jetzt nicht den Kopf zerbreche, wann dann?
Jetzt kann ich noch wechseln.

Das ist echt ne schwere Entscheidung ;-(

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Jady » Mo 28. Apr 2014, 09:48

Naja also 1998 angefangen

2000 ZS z.A.
2004 ZS
2008 ZOS
2014 ZHS

jetzt der Versuch den Ausbildungsaufstieg zu machen. Also ich muss sagen ich bin sehr zufrieden. Ich kann meine Familie ernähren, kann in den Urlaub fahren und muss auch sonst nicht so genau auf den Cent schauen, Fazit ich habe keinen Grund mich zu beklagen. Klar gabs immer mal wieder Momente wo man drüber nach denkt aufzuhören aber im Grunde überwiegen doch die positiven Aspekte dabei zu bleiben.

Wenn du jedoch wirklich nur über Beförderung und Geld nachdenkst dann wechsel lieber. Meine beiden Eltern waren beim DDR Zoll, haben dann zum Bundesgrenzschutz gewechselt. Wenn ich diesen Wandel sehe der Zollverwaltung von 1980 - 2014, wieviele Aufgabengebiete hinzu oder auch weggefallen sind, ist mir egal ich wollte als kleiner Junge Zöllner werden und ich will es als großer Junge auch bleiben :-) Egal was noch kommt.

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon daCunha » Di 29. Apr 2014, 13:20

Jady hat geschrieben:Naja also 1998 angefangen

2000 ZS z.A.
2004 ZS
2008 ZOS
2014 ZHS

jetzt der Versuch den Ausbildungsaufstieg zu machen. Also ich muss sagen ich bin sehr zufrieden. Ich kann meine Familie ernähren, kann in den Urlaub fahren und muss auch sonst nicht so genau auf den Cent schauen, Fazit ich habe keinen Grund mich zu beklagen. Klar gabs immer mal wieder Momente wo man drüber nach denkt aufzuhören aber im Grunde überwiegen doch die positiven Aspekte dabei zu bleiben.

Wenn du jedoch wirklich nur über Beförderung und Geld nachdenkst dann wechsel lieber. Meine beiden Eltern waren beim DDR Zoll, haben dann zum Bundesgrenzschutz gewechselt. Wenn ich diesen Wandel sehe der Zollverwaltung von 1980 - 2014, wieviele Aufgabengebiete hinzu oder auch weggefallen sind, ist mir egal ich wollte als kleiner Junge Zöllner werden und ich will es als großer Junge auch bleiben :-) Egal was noch kommt.
Ganz so schlimm ist es ja nicht. Ich habe schon auch Sachen wie Familie und Sicherheit im Kopf. Jedoch ist das nicht so einfach wenn man bundesweit versetzbar ist und die Familie in diesem Sinne noch nicht hat.

Ich hab leider ein Umfeld voller Akademiker die ins Blaue philosophieren wie viel sie doch verdienen werden und mir fehlt vielleicht ein bisschen der Bezug was man in der freien Wirtschaft, wie man so schön sagt, leisten müsste, um auf ein Nettosalär von doch 3000 Euro zu kommen. Ich war vom Wesen her auch nie auf jemanden neidisch, doch wenn im Rahmen der eigenen Zukunftsplanung ein Wohneigentum o.Ä. vorkommt, denkt man doch nach, welche Erleichterung es wäre nochmal eine Kante mehr zu verdienen.

Aber ich weiß ja, viele die weniger verdienen realisieren sich diesen Traum, jedoch finde ich dann ein Leben, bei dem man dann echt jeden Euro 2 mal umdrehen müsste, nicht so toll.
Für mich jedenfalls.

Und ich will auch gar nicht jeden Tag ans Geld denken, aber doch tu ich es.


Mir gefällt die Ausbildung soweit und die Nörgler gibts ja überall wie erwähnt.
Denen fehlt glaub ich auch der Bezug zur freien Wirtschaft :)

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Re: Zukunft - Ein Blick ins Ungewisse

Beitragvon Cologne » Di 6. Mai 2014, 19:28

daCunha hat geschrieben: Mir ist jetzt jedoch wirklich oft vor Augen geführt worden, dass es unwahrscheinlich ist überhaupt jemals A11 zu erreichen und viele gD mit A10 in Pension gehen.
Wer sagt / behauptet denn so was?
Natürlich gibt es immer wieder Fälle in denen ein Beamter es nicht bis zum A11er schafft.
Aber unwahrscheinlich es überhaupt zum A11er zu schaffen?
Wenn ich mich bei uns im Bezirk so umschaue, ist das eigentlich die Stufe die alle gDler(mit Ausnahme der oben angeführten Fälle und immer wieder Kollegen die den Praxisaufstieg gemacht haben) erreichen.
Darüber wird's eng, weil nur 20 % Stellen im Bereich A12 und 10% aller Stellen in A13 ausgebracht werden können.


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