Wehrdienst/Zivildienst und Zoll

Informationen zur Einstellung und Ausbildung des Zolls

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Wehrdienst/Zivildienst und Zoll

Beitragvon Gast » Di 30. Okt 2007, 15:02

Was ist eigentlich mit Polizisten, die gedient haben, also erst nach ihrer Wehrzeit eine Zusage erhalten haben; müssen die im V-Fall militärisch oder zivil dienen?

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Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 30. Okt 2007, 15:03

Mit der Einstellung wirst du aus den Personallisten der Bw ausgelöscht. Keine Wehrübungen, etc., mehr für dich.

Und die Bw Zeit wird dir auch nur unter bestimmten Bedingungen und nicht vollständig an die beamtenrechtliche Probezeit angerechnet.
:lah:

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Beitragvon yogie » Di 30. Okt 2007, 15:31

...das die berfeiung damit bergündet wird war mir schon bewusst. desweiteren hab ich mich, wie oben bereits geschrieben auch nie gegen diese regelung stellen wollen.

naja, wenn dann der v-fall eintritt werd ich dann hoffen und froh sein das wir zöllner alle je'dient haben (um unsere Dienststelle wird dann ein prima, durch unbearbeitete Akten befestigter schützengraben entstehen können - ich seh schon die nachrichten: "ganz Deutschland ist besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Eine Dienststelle voller unbeugsamer Reservisten hört nicht auf dem Eindringling widerstand zu leisten") u der Polizei beim schaffen der Ordnung net im wege stehn...bis dahin arbeiten wir auf unsrer unterbesetzten dienststelle munter weiter und werden auch jeden noch so dringend benötigten Kollegen gerne wieder zu den Spiel-und-Spaß-Tagen abgeben.
Zuletzt geändert von yogie am Di 30. Okt 2007, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Kaeptn_Chaos » Di 30. Okt 2007, 15:36

Scheiße, wenn man aus seinem bequemen Beamtentrott raus muss, wa? :D
:lah:

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Beitragvon yogie » Di 30. Okt 2007, 15:41

...na vll. sollte ich mich am beispiel unsrer schweizer kollegen mit meinen noch nicht ganz 40 jahren nochmal zur verfügung stellen und nochmal freiwillig ne 2. runde drehen. war ja so schön damals....

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Beitragvon H-P-N » Di 13. Nov 2007, 20:13

[quote=""yogie""]...na vll. sollte ich mich am beispiel unsrer schweizer kollegen mit meinen noch nicht ganz 40 jahren nochmal zur verfügung stellen und nochmal freiwillig ne 2. runde drehen. war ja so schön damals....[/quote]

Du bist FAnw mit noch nicht ganz 40 Jahren ? Oder selber betroffen ? :cry:

auf jedenfall haben die betroffenen folgenden Diensteid geleistet:

"Ich schwöre, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und alle in der Bundesrepublik geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen, so wahr mir Gott helfe."

Und noch ist es Gesetz.

@ Kaeptn_Chaos :mrgreen:
so siehts aus

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Zivi und Zoll

Beitragvon Benderious » Mo 10. Dez 2007, 16:00

Hallo! Ich habe mir nicht alle Threads durchgelesen aber keine der Überschriften hat sich mit einer Antwort auf meine Frage beschäftigt, darum stell ich sie mal hier:
Ich habe ja mal , wie jeder andere Zivi, eine Verweigerung geschrieben, in der ich im dümmsten Fall Dinge geschrieben habe wie "Ich kann keine Waffe in die Hand nehmen" etc. nur um der BRD als eine durchaus sinnvollere zivile Hilfe zu dienen. Ich hab für mich einfach die Entscheidung gefällt, dass ich der "Allgemeinheit" mehr helfe, wenn ich mich in einem KH betätige, anstatt durch den Dreck zu laufen und rumzubrüllen, um es mal krass zu sagen, was die Leistung der Wehrdienstleistenden nicht schmälern soll.
Jetzt habe ich mich beim Zoll für den gehobenen nichttechnischen Dienst beworben und da kommt ja sicherlich irgendwann die Frage auf mich zu, warum ich plötzlich doch eine Waffe in die Hand nehmen kann.

Kann mir da evtl jemand bei helfen?! Ist es besser wenn ich ihnen die Wahrheit sage, weil die wahrscheinlich eh wissen wie der Hase hüpft oder soll ich mir nochmal konkret über die Unterschiede gedankenmachen, die da wären............? würde mich sehr freuen und würde mir sehr helfen, wenn jemand mal darauf antworten könnte.
Gruß,Christoph

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Beitragvon Gast » Mo 10. Dez 2007, 16:59

Zunächst wirst du im gehobenen Dienst nicht zwangläufig 'ne Waffe in die Hand bekommen, das ist nur beim mittleren so.
Aber allgemein solltest du, wenn du ins Beamtenverhältnis gerufen werden möchtest, dein Land nicht belügen, sag einfach, wie es ist, anstatt dir die plausibelste Ausrede auszudenken.

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Beitragvon amitiger24 » Mo 10. Dez 2007, 17:46

Zum ersten: Nur weil du im gehobenen Dienst anfängst, heißt das ja noch lange nicht, das Du auch Waffenträger wirst.
Und ich persönlich würde die Chancen bei dieser Vorgeschichte sogar eher klein einordnen...

Andererseits: Natürlich kann es sein, das Du Deine Einstellung zu Waffen in der Zwischenzeit geändert hast. In jedem Falle wirst Du ggf. in dienstlichen Fragen die Wahrheit sagen müssen, soll heißen, Du wirst erklären müssen, woher denn der plötzliche Sinneswandel kommt, und warum es wahrscheinlich ist, das der nun von Dauer ist. Das ganze auch noch plausibel. Aber das wirst du ja sicher gut hinbekommen, oder?

Jedenfalls: Es hat auch in der Vergangenheit durchaus Kollegen gegeben, die sowohl Waffenträger waren als auch Zivildienst geleistet haben.
Manchmal sollte man lieber schweigen und sich dem Verdacht der Inkompetenz aussetzen, als durch Reden diesen Verdacht zu erhärten...

(Norddt. Finanzsenator, 2008)

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Beitragvon Benderious » Mo 10. Dez 2007, 19:58

Ja ich weiß ja auch dass der Waffengebrauch bei der Bundeswehr eigentlich schon zum täglichen Brot gehört und das ist ja auch nicht so krass beim Zoll, zudem denk ich, dass die Waffe beim Zoll in Wirklichkeit viel mehr zum inneren Schutz dient als bei der Bundeswehr, aber das sind ja alles keine Gründe, warum ich plötzlich schießen würde.
Ja ich kenn auch mehrere Zivis , die beim Zoll gelandet sind. Muss mir da mal gedanken drum machen.
Habt ihr denn irgendwelche informationsseiten wo man vielleicht etwas darüber nachlesen kann, also irgendwas vonwegen Ethik beim Zoll oder ähnliches?!
Gruß und danke für die Antworten, Christoph

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Beitragvon Gast » Mo 10. Dez 2007, 20:36

Das ist halt die Sache: In de Bundesrepublik hat man nicht die Wahl zwischen Bund und Zivildienst, sondern man (Wehrdienstpflichtiger) ist grundsätzlich zum Wehrdienst verpflichtet, den man verweigern kann, wenn man Gewissensgründe hervorbringen kann. Hast du diese nicht, bist du nicht berechtigt, Ersatzdienst zu leisten. Wenn du jetzt also deine Angst vor Waffen schon geschildert hast, kannst du ja, wie du geschrieben hast, sagen, dass sich deine Waffenangst nur auf den Verteidigungsfall und nicht auf die innere Sicherheit bezieht. Ich kenne einen Polizisten, der Zivildienst geleistet hat, wurde ihm auch nicht zum Verhängnis, mahc dir also erst mal keine Sorgen, denn bis du im gD zum Waffenträger werden kannst, vergehen Jahre (Ausbildung+Probezeit aufm Amt).

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Beitragvon eSKAlation » Mi 13. Feb 2008, 09:01

kannst du ja, wie du geschrieben hast, sagen, dass sich deine Waffenangst nur auf den Verteidigungsfall und nicht auf die innere Sicherheit bezieht.
hmmm... weiß nicht. Also diese Begründung will mir nicht so ganz einleuchten. Quasi habe ich Angst auf den "äußeren" Feind zu schießen, aber auf "innere" Feinde dann wieder nicht oder wie oder was? :D

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Beitragvon springer » Mi 13. Feb 2008, 09:38

[quote=""Benderious""]Ja ich weiß ja auch dass der Waffengebrauch bei der Bundeswehr eigentlich schon zum täglichen Brot gehört und das ist ja auch nicht so krass beim Zoll,...[/quote]

Quatsch - als Polizist oder Zöllner ist die Wahrscheinlichkeit, mal auf Menschen schießen zu müssen wesentlich höher wie als Soldat.

Wo ballert denn die BW tagtäglich auf Menschen?

Gruß,
Springer

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Beitragvon MaHe » Mi 13. Feb 2008, 11:02

hi springer,

tagtäglich nicht, genausowenig wie die polizei. aber nahezu wöchentlich, nämlich in afghanistan, auch wenn mans nicht in der presse liest, weils nicht zum gelaber der politiker passt.

ich weiß, jetzt kommt: woher willst du denn das wissen?
weil meine ehemalige kompanie gerade dort ist.

innerer/ äußerer feind ist meiner meinung nach blödsinn, hat sich das nicht mittlerweile gemischt?

ich würd dann also als soldat auf mr. turban in seinem ausbildungscamp nicht schießen können, aber ein halbes jahr später als polizist in der brd in seiner wohnung???

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Beitragvon springer » Mi 13. Feb 2008, 11:20

[quote=""MaHe""]ich würd dann also als soldat auf mr. turban in seinem ausbildungscamp nicht schießen können, aber ein halbes jahr später als polizist in der brd in seiner wohnung???[/quote]

Das ist genau der Knackpunkt, der mir bei diesen Geschichten auch nicht einleuchtet.

Meiner bescheidenen Ansicht nach basiert ein nicht zu geringer Anteil der Verweigerungen nicht auf dem Gewissen, sondern einfach auf dem Grund, dass man sich den Stress bei der BW nicht antun möchte und lieber seinen Zivi macht, wo man auch noch zu Hause bei Mama wohnen kann. Und genau diese Typen sind mir dann auch als Kollegen suspekt.

Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß,
Springer


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