Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

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Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Bigbrother » Fr 4. Mär 2016, 22:59

http://spon.de/aeHfA

Schwierige Situation...

vanymo
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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon vanymo » Fr 4. Mär 2016, 23:23

Auf Anfrage teilte Goebel mit, er könne in seinem politischen Engagement "keinen Verstoß gegen irgendwelche Gesetze, Regeln oder vereinbarte Verhaltensweisen" erkennen.

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Trooper » Fr 4. Mär 2016, 23:46

Bigbrother hat geschrieben:http://spon.de/aeHfA

Schwierige Situation...
Finde ich eigentlich nicht. Wenn er konkret Dinge sagt oder tut, die mit seinen Beamtenpflichten kollidieren, kriegt er halt Ärger, und wenn nicht, dann nicht.

Eine AfD-Kandidatur oder -mitgliedschaft würde ich da wohl nicht pauschal dazu rechnen. Der Laden ist (wie viele Parteineugründungen) noch recht heterogen und beherbergt alles von gemäßigt Konservativen bis zu Kurz-vor-Nazi. Zwischen den einzelnen Landesverbänden sind auch deutliche Unterschiede zu beobachten.

Gibt ja auch Beamte, die in linkspopulistischen Parteien aktiv sind, ohne daß da jemand Anstoß dran nimmt...
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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon poliziotto » Sa 5. Mär 2016, 00:07

Wieso sollte das eine schwierige Situation sein?

Schwierig finde ich vielmehr das schizophrene Verständnis von Demokratie, welches sich vielerorts - auch in Medien - breit macht. Ich sympathisiere nicht mit der AfD, ich würde die AfD auch keinesfalls wählen. Dennoch ist es eine Partei, welche derzeit eine nicht unerhebliche Zustimmung bei der Bevölkerung findet. Die Partei ist nicht verboten und verbreitet meiner Kenntnis nach auch keine verbotene Propaganda.

Demokratie heißt nunmal sich auch mit anderen Ansichten kritisch auseinander zu setzen und seien sie noch so konservativ. Wenn der Kollege vom BKA hier die strikte Trennung zwischen privaten Interessen und seinen beruflichen Pflichten zur politischen Neutralität wahren kann, warum sollte es eine schwierige Situation sein?

Gast

Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Gast » Sa 5. Mär 2016, 03:43

poliziotto hat geschrieben:Wieso sollte das eine schwierige Situation sein?

Schwierig finde ich vielmehr das schizophrene Verständnis von Demokratie, welches sich vielerorts - auch in Medien - breit macht. Ich sympathisiere nicht mit der AfD, ich würde die AfD auch keinesfalls wählen...
Nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich Dich hier so zitiere. Aber die Schwierigkeit zeigt sich hier auch schon, dass Du Dich hier von der AfD distanzierst obwohl Deine Aussagen neutral sind und Du ja kein Anhänger dieser Partei bist. Inzwischen fühlt man sich wirklich oft genötigt derartige Einwände, der eigentlichen Aussage vorauszustellen. Das mit dem wechselhaften Verständnis von Demokratie sehe ich genauso.

Achja, ich bin übrigens AfD-Mitglied. Ich kann natürlich nicht für alle Mitglieder sprechen. Aber ich persönlich habe da noch nie jemanden gesehen, der nicht mit beiden Füssen auf unserer Rechtsordnung nach dem GG steht. Nach meiner persönlichen Beobachtung, gibt es dort nur Mitbürger, die sich einen verantwortungsvollen Rechtsstaat in der BRD für ihre Kinder und Enkel wünschen. Ansonsten wäre ich auch nicht mehr in dieser Partei.

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Old Bill » Sa 5. Mär 2016, 07:49

Was mich mehr stört ist die Tatsache das ein Link gepostet wird ohne das der TE dazu konkret Stellung nimmt warum er die Situation als schwierig ansieht.
Wenn man eine Diskussion eröffnet dann sollte man auch seine Sicht der Dinge darlegen und begründen und nicht nur andere User aus der Reserve locken.
In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen, Idioten suchen nach Schuldigen.
-Loriot-

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Knaecke77 » Sa 5. Mär 2016, 08:10

Ist es den überhaupt ein diskutables Thema für ein Polizeiforum?

Viele Kollegen engagieren sich in ihrer Freizeit u.a. auch in Parteien.

Solange diese Parteien nicht die Abschaffung der FDGO anstreben oder autoritäre Ziele verfolgen, sehe ich da kein Problem, wenn sich ein Beamter in der AfD oder Der Linken ( im Rahmen des dienstlich zulässigen!) engagiert.

Ansonsten können wir auch gerne über meine Mitgliedschaft im Kaninchenzuchtverein diskutieren. :polizei2:
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Sa 5. Mär 2016, 08:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon zambo84 » Sa 5. Mär 2016, 08:12

Trooper hat geschrieben:
Bigbrother hat geschrieben:http://spon.de/aeHfA

Schwierige Situation...
Gibt ja auch Beamte, die in linkspopulistischen Parteien aktiv sind, ohne daß da jemand Anstoß dran nimmt...
Genau das wollte ich gerade auch anmerken.

Sehe da auf Anhieb überhaupt kein Problem.

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Harkov » Sa 5. Mär 2016, 08:19

Ich finde es eher schwierig, dass das, was demokratisch ist oder als demokratisch gelten darf, in diesen Tagen stark verkürzt wird.

Was ein Beamter darf und was nicht ist nach einigermaßen objektiven Kriterien geordnet. Wenn man man jetzt anfängt noch die Kategorie "Gefällt nicht" oder "ist gerade nicht Mainstream" einzuführen, wird diese Gesellschaft auf mittlere Sicht ein Problem haben.

So lange er seinen beamtenrechtlichen Pflichten nachkommt, sehe ich da kein Problem.

PS:

Vielleicht bin ich da empfindlich, aber sowas schlägt mir da eher auf den Magen:

http://www.sueddeutsche.de/politik/terr ... -1.2890799
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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 5. Mär 2016, 08:48

Wobei ich es schon etwas bipolar finde, beruflich einer eher "linkskonservativen" Gewerkschaft anzugehören und gleichzeitig privat einer "rechtskonservativen" Partei zuzuarbeiten. Interessant auch, dass die Gewerkschaftsgeschichte den spiegel unheimlich fasziniert, so dass noch der Schulterschluss zu Herrn Münch gezogen werden kann - der aber mit der Sachinformation eigentlich gar nichts zu tun hat. So funktioniert die vierte Macht im Staat. :pfeif:
:lah:

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Loewe » Sa 5. Mär 2016, 10:03

um es mal ganz grob auf das wesentliche herunterzubrechen: es ist moralisches Gänseblümchendenken zu erwarten, dass jemand der die FDGO vertreten und verteidigen soll, diese auch zu 100% verinnerlicht hat. Genausogut könnte man dann erwarten das ein Rechtsanwalt stets von der Unschuld seines Mandanten überzeugt ist und ein an den hippokratischen Eid gebundener Arzt auch persönlich der Meinung ist, mit seiner Reanimation dem schwerverletzten 92jährigen Unfallopfer einen Gefallen zu tun. Man wird an seinem Tun und Handeln gemessen, die Erforschung der dahinterliegenden Motivation berührt schon der Bereich der Gesinnungsschnüffelei und ist eines Rechtsstaates nicht würdig.

Von daher:
So lange er seinen beamtenrechtlichen Pflichten nachkommt, sehe ich da kein Problem
Loewe

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Mac Phail » Sa 5. Mär 2016, 12:58

http://m.rp-online.de/nrw/staedte/duess ... -1.5795762

Die AfD ist für Beamte kein Sprungbrett, zumindest nicht nach oben.
Gruß Gordon - Kein PVB

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Re: Personalratsmitglied und AfD Kandidat?!

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 5. Mär 2016, 17:50

Hä?

Der wurde versetzt - mit einer für mich nachvollziehbaren Begründung. Nicht degradiert oder im Hof mit Katzendreck beworfen. So what?
:lah:


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