TETRA Funk in Holland

Hier könnt Ihr Vor-und Nachteile von Ausrüstung diskutieren, Neuanschaffungen ankündigen oder Verbesserungsvorschläge einbringen

Moderator: schutzmann_schneidig

08/14
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TETRA Funk in Holland

Beitragvon 08/14 » Do 25. Feb 2010, 16:41

Tetra Funk in Holland

Habe ich neulich als e-mail erhalten:

Aus dem Schleswig-Holstein-Rundspruch vom 15.02.2010

BOS-Digitalfunk - ein niederländischer Erfahrungsbericht (Teil 1)

Von deutschen Politikern als "leistungsfähiger, reichweitenstärker und betriebssicherer als der
bisherige Analogfunk" gelobt, wird der neue BOS-Digitalfunk gerne öffentlich präsentiert. Somit
eigentlich eine schöne Fassade - wenn es bei näherer Betrachtung nicht dahinter massiv bröckeln
würde. In den Niederlanden läuft das identische TETRA-Digitalfunksystem, was auch in Deutschland
kommen soll, seit mehreren Jahren - lt. jüngsten Berichten mit erheblichen Problemen. Ein ranghoher
niederländischer Feuerwehrmann sprach gegenüber dem Beitragsverfasser das aus, worüber es seit
längerem in unserem Nachbarland vorsichtig gesagt, stark brodelt: Ständige Überlastungen,
Systemzusammenbrüche, massive Reichweitenprobleme beim Digitalfunk - ein Ende ist nicht absehbar.
Hier kurzgefasst der Tatsachenbericht, wobei hier nur die wichtigsten Punkte genannt werden:

Das niederländische C-2000 Digitalfunksystem basiert auf der
TETRA-Technologie und hat den fast identischen Frequenzbereich (390-410
MHZ) und die identische Systemstruktur wie der beabsichtigte
BOS-TETRA-Digitalfunk in Deutschland (380-400 MHZ).

Auch bei der niederländischen Polizei herrscht hinter vorgehaltener Hand
erheblicher Unmut über das technisch mangelhafte Digitalfunksystem.

Als stellvertretende Beispiele für viele weitere Digitalfunkmängel bei
Einsätzen wurden im Nov. 2009 durch niederländische BOS-Funkteilnehmer

- Ein Flugzeugabsturz der Turkish-Airlines am 25.Febr. 2009 in Shipol.
Der anfallende Digitalfunkverkehr allein von rd. 40 Rettungswagen sorgte
für den Zusammenbruch des Systems. Als Folge waren die dort eingesetzten
Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste von jeglicher
Funkkommunikation abgeschnitten.

- Das Attentat auf die Königin in Apeldoorn am 30 April 2009, wobei der
Digitalfunkverkehr zwischen der Leitstelle und Polizei bzw.
Sicherheitsbeauftragten der Königin zusammenbrach

- Randalierende Hooligans während die Beachparty Sunset Grooves am 22
August 2009 in Hoek van Holland (über 30.000 Besucher), wobei Polizisten
in die Enge getrieben wurden, schossen, und keinen Notruf betätigen
konnten. Ursache: ein seit Jahren bekanntes Funkloch und zusätzlich noch
ein überlastetes Digitalfunknetz.

gegenüber der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments, sowie der
Kommission des Ministeriums für Inneres und Königreichsbeziehungen
geschildert. In allen drei Fällen war das Digitalfunknetz lt. deren
Aussagen hoffnungslos überlastet.

Die niederländischen politisch Verantwortlichen warben ungeachtet der
beschriebenen Mängel und daraus resultierender Folgen für das Vertrauen
in den Digitalfunk.

Deswegen werden betroffene Einsatzkräfte lt. bisher vorliegenden Infos
mit Sicherheit erneut bei niederländischen Politikern vorstellig.
Lt. dem niederländischen Parlament gibt es für den TETRA-Digitalfunk
jedoch weltweit bislang keinerlei Erfahrungen bei Katastrophenfällen und
Grosschadensereignissen.

Als direkte Folge der Digitalfunkmängel waren im Jahr 2008 bereits 3
tote Feuerwehrmänner zu beklagen. Diese wurden bei einer schlagartigen Brandausdehnung innerhalb
eines Gebäudes vom Feuer eingeschlossen und konnten wegen des mangelhaften Digitalfunks keine
dringend benötigte Unterstützung anfordern. Ähnliches steht für Deutschland bei
Digitalfunkeinführung zu befürchten.

Zumindest die niederländische Feuerwehr beabsichtigt deswegen wieder zum
Analogfunk zurückzuwechseln. U.a. wurden bei der Feuerwehr Drente bzw.
Utrecht die zuvor bestellten rd. 700 Analogfunkgeräte von Kenwood Anfang
2009 ausgeliefert. Weitere Feuerwehren wollen folgen.

Wohl wegen gravierender Datenübertragungsprobleme wird zumindest bei der
niederländischen Feuerwehr der Digitalfunk - noch - nur für Sprechfunk ohne Datenübertragung (z.B.
Übermittlung von Einsatzlageplänen, etc..) benutzt.

(Beitrag von Manuel DL5AFN)

08/14
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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon 08/14 » Do 25. Feb 2010, 16:45

Aus dem Schleswig-Holstein-Rundspruch Nr. 8 vom 22.02.2010

BOS-Digitalfunk - ein niederländischer Erfahrungsbericht (Teil 2)

In Deutschland beträgt die Digitalfunk-Datenrate rd. 3kbit/sek. Damit
sind bestenfalls Telefonate möglich. Die Übermittlung von Einsatzplänen,
Fingerabdrücken, etc.. dauert "seine Zeit". Somit könnte man gleich beim
bisherigen Analogfunk bleiben. Eine Erhöhung der Digitalfunk-Datenrate
hätte den kompletten Austausch aller bisher angeschafften
Digitalfunkendgeräte zur Folge, weil sie für höhere Datenraten
inkompatibel sind. Bedeutet letztendlich für den Steuerzahler eine
erhebliche Mehrkostenbelastung in Milliardenhöhe.

Die jährlichen Digitalfunkbetriebskosten fallen im Vergleich zum
jetzigen Analogfunk "um einiges höher" aus, z.B. in Bayern: Für den
Analogfunk rd. 10 Mio/Jahr, für den Digitalfunk rd. 37 Mio/Jahr. Ähnlich
verhält es sich auch in allen anderen Bundesländern.

Ist der Digitalfunk gestört, oder fällt aus, wären im Vergleich zum
jetzigen Analogfunk alle Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und
Rettungsdiensten gleichermassen betroffen.

Beim Analogfunk fallen schlimmstenfalls einzelne Kanäle/Frequenzen aus,
jedoch KEINE kompletten Bereiche. Für solche Fälle bestehen
- genügend Reservekanäle
- und die Feuerwehr würde z.B. nichts von Funkproblemen bei der Polizei
merken.

Der niederländische Feuerwehrangehörige berichtete auch über
praktische Reichweitenversuche mit Digitalhandfunkgeräten auf der grünen
Wiese. Trotz optischer Sicht zu den Kollegen traten ab einer Entfernung
von 200m gravierende Reichweitenprobleme auf.

Derartige Ergebnisse sind mit Analogfunkgeräten auf dem höher gelegenen 70cm Afu-Frequenzbereich und
wesentlich niedriger Sendeleistung (z.B. 500mW) z.B. mit dem Afu-Handy YAESU-VX1 bzw. VX-5 faktisch
ausgeschlossen.

Kein Wunder, dass es z.B. innerhalb von Gebäuden erhebliche
Digitalfunk-Reichweiteneinbussen gibt.

Wird DMO-Digital-Direktfunkbetrieb ohne Relaisstation/Umsetzer an
Einsatzstellen durchgeführt, treten oftmals erhebliche Beeinträchtigungen der Funkverbindungen trotz
unterschiedlicher Gesprächsgruppen, vergleichbar mit unterschiedlichen Analogfunkkanälen auf.
Dieser Umstand wird durch die Fa. Motorola lt. einer EU-Patentschrift "European Patent Application"
vom 26.1.2005 auch eingeräumt. Hier heisst es auf der Seite 2, Satz 25-30 u.a. sinngemäss, dass ohne
TMO-Betrieb über Relaisstationen/Umsetzer und der damit wegfallenden Zeitschlitz-Synchronisation
keine Möglichkeit besteht, DMO-Interferenzen zu minimieren/verhindern.

Im Analogfunk nennt sich das Phänomen z.B. "unzureichende
Nachbarfrequenzselektion" bzw. Trennschärfe, was sich jedoch lt. bisher vorliegenden Infos nicht
derart gravierend bemerkbar macht und mit den bisherigen Analogfunkgeräten keineswegs Normalzustand
ist.

Somit dürften die Aussagen von Digitalfunkbefürwortern und Lobbyisten,
welche auch in Deutschland die Meinung vertreten, "der Digitalfunk sei
insgesamt leistungsfähiger und belastbarer als der bisherige Analogfunk", zumindest in diesen
Punkten widerlegt sein.

Pikanterweise erhielt Motorola trotz der in der erwähnten EU-Patentschrift eingeräumten Mängel und
Risiken des Digitalfunks in mehreren Bundesländern Aufträge für die Technikbeschaffung, Aufbau und
Netzbetrieb.

Der niederländische Feuerwehrangehörige äusserte im Gespräch mit dem Beitragsverfasser seine
erheblichen Bedenken, dass diese
Digitalfunkprobleme nunmehr auch für Deutschland aktuell werden können.
Im Jahr 2005 befasste sich ein niederländischer TV-Sender ausführlich
mit der Digitalfunk-Problematik. Im Okt. 2008 sah er im dt. Fernsehen
den "ZDF Frontal21" Beitrag "zu teuer, zu schlecht, sinnloser
Behördenfunk". Sein sinngemässer Kommentar: " Das sind doch genau
dieselben Probleme wie bei uns in den Niederlanden - es darf doch nicht
wahr sein!"

Lt. seiner Aussage wagt er nicht an den Fall zu denken, "wenn es richtig
kracht". Schon deshalb wäre es dringend angeraten, in Deutschland zumindest für
Sprechfunkanwendungen beim bisherigen Analogfunk für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste zu bleiben.

Abschlussbemerkung, das jeder private Arbeitgeber beim Einsatz
mangelhafter Arbeits- bzw. Produktionsmittel spätestens bei
Unglücksfällen wegen der damit verbundenen Haftungs- und Regressfragen
dringend einen guten Anwalt bräuchte. Es ist nicht nachvollziehbar,
warum politisch Verantwortliche hiervon ausgenommen scheinen.

Soweit die Kurzform des niederländischen Tatsachenberichts. Nicht alles Neue muss auch zwangsläufig
gut sein.

73s de Manuel DL5AFN

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon spADer » Do 25. Feb 2010, 17:07

Und? Können wir doch bis 2013/ 2014 getrost ignorieren :hallo:

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... lizei.html

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon PolBert » Do 25. Feb 2010, 17:16

Hi, :flehan:

nee, könnt ihr nicht. :polizei10: :polizei10:
Ihr mußt euch gedanklich schon mal auf die Katastrophe vorbereiten. :zunge:
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon freed » Do 25. Feb 2010, 17:16

spADer hat geschrieben:Und? Können wir doch bis 2013/ 2014 getrost ignorieren :hallo:
Du Optimist :hallo:

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon spADer » Do 25. Feb 2010, 17:21

Ich brauche keinen Digitalfunk... :zustimm:

Oh, darf man nicht zu groß schreiben, oder? FuG10a für 2m, wenn das nicht reicht im Auto 4m, wenn das nicht reicht nutze ich meinen privaten Handyvertrag und lasse mir den durchs Finanzamt erstatten. Jedenfalls mit Nachweisen zu 50%


Die Verantwortlichen sind, milde ausgedrückt, nicht ganz dicht.... nur leider wird auch diese Hanebüchensache ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen bleiben

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon PolBert » Do 25. Feb 2010, 17:31

Jau, davon ist leider aus zu gehen.

Nach meinem Kenntnisstand ist in BY mindestens ein Sts im bayerischen StMdI bereits zurückgetreten, weil
der Minister entschieden hatte, die finanzielle Unterstützung der Kommunen für deren Feuerwehren
( Ausrüstung mit DigiFunk ) zu kürzen bzw ganz zu streichen.
Da die Kommunen auch im "weltbesten Bundesland" ziemlich knapp bei Kasse sind, wird sich auch dort die
Einführung bei den Feuerwehren weiter verzögern.

Mal ganz allgemein zur Einführung DigiFunk. Vereinbart ist der Ausbau in den einzelnen Ländern bis zu einer gemeinsam festgelegten ersten Stufe.
Wenn die Länder über diesen Mindeststandard nicht weiter hinaus ausbauen, hätte es auch gleich beim
AnalogFunk bleiben können. Die sog. Inhouse-Versorgung ist damit nämlich in weiten Landesteilen nicht gewährleisten.


Gruß, der PolBert

edit: Tippfehler
Zuletzt geändert von PolBert am Do 25. Feb 2010, 17:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon spADer » Do 25. Feb 2010, 17:37

Hast du meinen Link zum "die Welt" Artikel gelesen? :verweis:

Unfassbar ist das... Noch dazu haben wir dann 201x veralteten Mist...

Toll fand ich "jedes IPhone kann mehr"

Ich kann nur sagen: Stimmt, ich nutze es im Dienst fast nur

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon PolBert » Do 25. Feb 2010, 17:48

:zustimm: :zustimm:

Hatte ich auch gelesen. Hab' es aber versäumt, den Link zu setzen.
Ist aber auch nicht ganz neu.
"Frontal 21" hatte über die finanz. Tendenz und die techn. Defizite schon berichtet.

Der gute alte AnalogFunk hat mehrere Betriebszustände von "gut" bis "kaum noch aufnehmbar".

Beim DigiFunk gibt's nur zwei Betriebszustände: "geht" oder "geht nicht".
Computer eben....

Im AnalogFunkverkehr kann ein guter Funker mit guten Ohren noch einzelne Wörter oder Satzfetzen
aus dem Rauschen herausfiltern und sich im Einsatzzusammenhang gedanklich zusammenbasteln.

Das geht beim Digifunk eben nicht, hi, hi



Gruß, der PolBert

edit: berichtigt nach Hinweisen von spADer + Diag
Zuletzt geändert von PolBert am Do 25. Feb 2010, 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon Diag » Do 25. Feb 2010, 17:52

PolBert hat geschrieben: Das geht beim Analogfunk eben nicht, hi, hi
Du meinst Digitalfunk, oder? :polizei2:

EDIT:
Generell finde ich Digitalfunk gut. Ob man jetzt Fingerabdrücke und Fotos unbedingt übermitteln MUSS, weiß ich nicht. Schöne Sache, aber ob man es -jetzt im ersten Schritt- braucht... Die Möglichkeiten, die das System sonst bietet sind gut. Nur müssen eben auch Großschadenslagen funktionieren, nicht wie in NL...

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon PolBert » Do 25. Feb 2010, 18:02

@Diag

ich meinte es schon so, wie ich es geschrieben habe. Lies einfach noch mal.

Im Übrigen bietet der DigiFunk im derzeit vorgesehenen Ausbauzustand auch nicht mehr
als der AnalogFunk. Aber auch das hatte ich geschrieben.


Gruß, der PolBert
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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon spADer » Do 25. Feb 2010, 18:03

Diag- ich (nicht nur ich) fänd es nur toll wenn man eine neue Sache bekommt, die dann vielleicht auch alles kann, was die Technik so bietet?!

Hat der Zoll nicht schöne FingerabdruckScanGeräte auf dem Wagen, die direkt übermitteln? Ist ja keine Neuerung mehr :buhu:

Bilder aufs Display- auch nichts neues. Wenn man aber für 10.000.000.000!€ technische Verbesserungen setzen will- dann sollte es doch auch alles können. Sonst ist der Kram ja wieder veraltet..

Gebraucht habe ich es bisher noch nicht (Fahndungsfotos kann man auch anders anwenden- das darf ich hier aber nicht schreiben ;D ) Um mich und meine Dienststelle dreht sich aber auch nicht die Welt.

Ich denke da an den Zoll, BPol-> Schwarzarbeiter, Schleuser, Illegale etc.
PolBert hat geschrieben: Der gute alte AnalogFunk hat mehrere Betriebszustände von "gut" bis "kaum noch aufnehmbar".

Beim DigiFunk gibt's nur zwei Betriebszustände: "geht" oder "geht nicht".
Computer eben....

Im AnalogFunkverkehr kann ein guter Funker mit guten Ohren noch einzelne Wörter oder Satzfetzen
aus dem Rauschen herausfiltern und sich im Einsatzzusammenhang gedanklich zusammenbasteln.



Das geht beim Analogfunk eben nicht, hi, hi



Gruß, der PolBert
Ich glaube du meinst beim Zweiten "Digifunk" - denn der funkt, oder eben nicht. Da ist nichts mit zusammenbasteln

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon Vito » Do 25. Feb 2010, 18:06

Und das auf dem flachen Land in den NL :polizei1:

Dass man heutzutage kein top funktionierendes Funksystem auf die Beine stellen kann ist schon erbärmlich :tot:
BildFreiheit für die SpareribsBild

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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon PolBert » Do 25. Feb 2010, 18:07

@Diag,

Entschuldigung, du hast natürlich recht. Ich meinte tatsächlich, beim DigiFunk geht das nicht.


Gruß, der PolBert
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Re: TETRA Funk in Holland

Beitragvon set-trainer » Do 25. Feb 2010, 21:09

Und das schlimmste ist: Es war ja abzusehen, und hätten die Verantwortlichen jemanden gefragt, er sich damit auskennt...

Die Digitalfunktechnik ist ganz ähnlich der Bündelfunktechnik aus den 80ern, fast alle Netze sind nicht mehr in Betrieb.

Eine Vielzahl der Probleme im Analogfunk würden gar nicht auftreten, wenn in der Ausbildung wenigstens Grundlagen im Bereich Funktechnik und Physik vermittelt werden, bzw. ließen sich die Probleme in vielen Fällen lösen.

Ich vergleiche mal so: Wir haben uns vor 30 Jahren einen VW-Käfer als Streifenwagen angeschafft, die letzten 20 Jahre hat aber keiner mehr einen Ölwechsel gemacht. Jetzt läuft die Karre nicht mehr rund, und es kennt sich auch keiner mehr damit aus. Lösung: Wir kaufen einen Hubschrauber.


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