geräte weste für streifendienst

Hier könnt Ihr Vor-und Nachteile von Ausrüstung diskutieren, Neuanschaffungen ankündigen oder Verbesserungsvorschläge einbringen

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renegad7
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geräte weste für streifendienst

Beitragvon renegad7 » Sa 8. Jul 2017, 23:35

nabend zusammen

ist ein kollege/in anwesend, der kontakte zu britischen kollegen/innen hat?
ich würde mir gerne eine weste zulegen, die die koppel von gerätschaften entrümpelt und letztlich nur waffe und magazine dran läßt, der rest sollte in die weste.
allerdings finde ich die hier oft dieskutierten westen ein wenig zu dick aufgetragen, mag jeder für sich entscheiden, ich habs für mich so entschieden. die westen der britischen kollegen sehen praktisch und doch noch zivilisiert aus.
wäre nice hierüber einen kontakt diesbezüglich herzustellen, englisches ebay oder amazon hab ich bereits gecheckt.
und weiß jemand, ob es da eine art offiziellen standart gibt oder machen die kollegen von der insel das alles nach eigenem gut dünken?

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon Ghostrider1 » So 9. Jul 2017, 10:50

Ist das nur ne Geräteweste oder gleichzeitig Schussweste?

Ich habe die Weste von Schleswig Holstein gefunden. Recht interessant, da diese einen Reißverschluss hat: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/58623/3293663

Habt ihr in euren BL keine Ausenhüllen? An dieses bekommt man, wenn man will, einiges fest.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon Diag » So 9. Jul 2017, 13:00

In Hessen ist derzeit Lehrmeinung nichts an der Weste zu tragen, da die Schutzfunktion beeinträchtigt werden könnte, u. a. durch Abpraller.

Interessant, dass auch hier die Bundesländer unterschiedliche Wege gehen.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon HessieJames » So 9. Jul 2017, 17:38

Wie beweglich man noch ist, wenn man P30, 2 Reservemagazine, Taschenlampe, TKS, Pfeffer, Funkgerät, Handfessel, bei Interventionseinsätzen noch zusätzlich zwei MP-Reservemagazine komplett am Gürtel führt, darüber muss man sich in Lehr-Kreisen ja auch keine Gedanken machen. :zustimm:

Letztlich haben beide Sichtweisen (Beweglichkeit vs. Schutz) irgendwo ihre Berechtigung.

Die in Hessen verwendete Außenhülle reicht im übrigen weitestgehend aus, um die Koppel etwas zu "entrümpeln".

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon springer » So 9. Jul 2017, 19:08

Diag hat geschrieben:In Hessen ist derzeit Lehrmeinung nichts an der Weste zu tragen, da die Schutzfunktion beeinträchtigt werden könnte, u. a. durch Abpraller.
Und was passiert, wenn ich Taschenlampe, Magazine, Handfessel usw. am Gürtel trage und dann dort einen Treffer kassiere? Kann an der Taschenlampe nichts abprallen, wenn sie am Gürtel und nicht an der Weste befestigt wird? Oder splittert das dann und die Splitter dringen direkt in den Körper ein, weil nichtmal der Schutz der Weste vorhanden ist?

Auf mich wirkt das ein bißchen so, als ob man in Versuchen festgestellt hat, dass es bei Treffern auf Ausrüstungsgegenstände an der Weste zu Splittern kommen kann und man deswegen davon abrät. Das dann aber auch bei der Alternative zu testen, so weit hat wahrscheinlich niemand gedacht ...

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon Diag » So 9. Jul 2017, 19:15

Nun ja, wenn was am Gürtel getroffen wird, tangiert es die Weste ja nicht. :polizei3:
Es wurden auch andere Gründe genannt, die weiß ich aber nicht mehr. Hat evtl. was mit Einschränkung des möglichen Wildwuchses zu tun. Gibt ja immer wieder sehr kreative Lösungen auf allen Ebenen. :polizei2:

Ich bin mir nicht sicher, welche Richtung ich bevorzugen würde, eine ausgewogene Verteilung am ganzen Körper macht irgendwie sicher mehr Sinn.

Bei Bedarf trage ich den Schlagstock auch an der Weste. Ich habe aber auch ne taktische Weste von 5.11, die ich aber noch nie getragen habe. Die wirkt so heißdüsenmäßig. :polizei1: Bei ner entsprechenden Lage würde ich die aber auch bestücken.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon renegad7 » So 9. Jul 2017, 21:36

und dieses heißdüsenmäßige find ich bei den uk-kollegen eher nicht so....
verstell mal dein amazon auf co.uk und such nach

op zulu tactical vest
tactical patrol vest
Niton Tactical Black Patrol Vest

ich find die sehen noch recht zivilisiert aus und bieten platz für handfessel, pfeffer, stock, funke....

perfekt wäre es natürlich, wenn es nicht mit reißverschluss wäre, unsere ballistischen pakete einschiebbar wäre und super geil wäre sie, wenn die dicken platten einschiebbar wären und n stichschutz auch noch platz drinnen hätte......

erschreckend fand ichs halt (mal wieder), dass es von mehler hieß.....:
"Aufgrund der Seriennr. müssten Sie für das Westenmodell CM-506-602 das ballistische Paket BA649A besitzen.
Für diese Ballistik ist leider kein Stichschutz vorgesehen bzw. zertifiziert.
Ursprünglich war der Einschub der Hülle für eine partielle Aufrüstung des Stichschutzes mal vorgesehen. Dies kam aber nicht zum Zuge und somit erfüllt der Einschub keinen Zweck.
Somit können Sie leider keinen passenden Stichschutz hierfür bestellen.
Die regulären Schockabsorber sind ausschließlich für die Comfort II-Modell vorgesehen, da es diese auch in unterschiedlichen Längenschritten gibt.
Ihre Weste hat jedoch nur die Größe M ohne jeglichen Längenschritt. Somit gibt es hierfür leider auch keine passenden Schockabsorber."
toll *hmpf*

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon JKM » So 9. Jul 2017, 21:40

Ghostrider1 hat geschrieben:Ist das nur ne Geräteweste oder gleichzeitig Schussweste?

Ich habe die Weste von Schleswig Holstein gefunden. Recht interessant, da diese einen Reißverschluss hat: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/58623/3293663
Die Außentragehülle in SH hat feste Taschen für EKA (Teleskopschlagstock), unser Pfeffer, Handschellen und fürs Notizbuch (die Tasche ist sehr eng für das Buch). Im Brust-Schulterbereich sind links und rechts je Schlaufen und KlickFast-Adapter für Funkgerät und Handmikrophon. Trägt sich eigenlich ganz gut, die festen Taschen schränken aber etwas in der Art und Weise der Bestückung ein. Links- und Rechtshänder können sich nicht aussuchen, wo Pfeffer und Stock hinkommen. Mit z. B. Molle frei konfigurierbare Westen wären noch etwas besser gewesen. Ich habe Pfeffer und Handfesseln weiterhin am Gürtel, aber das ist bei mir eher Geschmackssache. Ansonsten ist die Weste gut.

Ich habe letztes Jahr mal bei Mehler auf einer Messe gefragt, der Vertreter sagte, die Hülle würde etwa 150 Euro kosten.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon renegad7 » So 9. Jul 2017, 21:43

oder kann n hessischer kolläsch mal nachsehen und hat vielleicht ne neuere weste?
ich dachte es gab da mal nen wechsel, gerade weil die flanken-teile des vorderen und des hinteren schutzpaketes sich bei mir nur treffen, aber nicht überplappen....
könnt das mal bitte jemand checken?

@JKM:
wer istn der hersteller vom gerät? und wie läuft das bei euch im amok fall? platten träger drüber? ne selbstständige "stand-alone" schwere weste? einschubfächer für die AK-platten?
kann man n stich schutz (notfalls auf eigene rechnung) nachrüsten?

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon JKM » So 9. Jul 2017, 21:55

Hersteller der Westenhülle ist Mehler, der EKA ist von Bonowi, bei Pfeffer und Handschellen muss ich passen. Stichschutz gibt es auf jeden Fall, wurde bei uns dienstlich auch beschafft. Stichschutz (und die ballistischen Pakete) kommen vom Modell Comfort II.

Für Terror etc. sind derzeit schwere Westen/Plattenträger in der Auslieferung. Ich nehme an, die sollen drübergeworfen werden, hatte aber noch kein Training damit.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon renegad7 » So 9. Jul 2017, 22:04

bis auf den hartballistischen teil liest sich das ziemlich klasse (und bis auf die nicht-unterscheidung von links und rechtshänder, bei waffen gehts doch auch ...)

hab gerade mal auf der seite von mehler gesucht, leider vergebens.....

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon JKM » So 9. Jul 2017, 22:42

Da musst du vielleicht extra hinschreiben.

Die Anordnung der Taschen ist für jeden wie auf dem verlinkten Bild. Auf der Rüclseite ist noch eine Netztasche im Rückenbereich.

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon ChrischanM » Do 13. Jul 2017, 12:48

Hi,

ich bilde mir ein, dass die Thüringer Kollegen eine Außentragehülle mit Molle-Anteil trugen....
Der Einsatz in Erfurt ist aber schon wieder etwas her.. :gruebel: Vlt. mal in diese Richtung vorstoßen?!

Ansonsten haben gerade die BFE´en in Sachsen eine Molle Weste von 75 Tactical (Modell glaube "T2 Standard") ausgeteilt bekommen.

Diese wird unabhängig von der drunter getragenen/nicht getragenen Weste angezogen.
Somit hast Du immer alles am Mann und alles an der selben Stelle....

schöne Grüße, Christian

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon scw » So 17. Dez 2017, 17:45

Huhu liebe Leute!

Habe jetzt einige Beiträge hier im Forum durchforstet, aber wurde nicht so ganz fündig. Hier wurde ja auch ne ganze Weile nichts aktuelles mehr geupdated.

Folgende Fragen habe ich bzw. mich würden eure Lösungen für die "Probleme" interessieren.

1) Wie sieht eure Weste (Überzug) aus? Was habt ihr dort dran? Warum? Was für Taschen nutzt ihr?
2) Was habt ihr an der Koppel dran? Warum ?

Hintergrund der Frage ist, da ich noch passende Taschen (vorzugsweise Molle) für etliche Ausrüstungsteile suche. Wo habt ihr die her und wieso nutzt ihr diese?

Ich bin derzeit etwas auf der Suche nach Optimierungen meiner Ausrüstung für den täglichen Dienst in Bezug auf Taschen u.ä.
Würde mich einfach mal interessieren wie das bei euch aktuell ausschaut.

Liebe Grüße und ein schönes - und für die die arbeiten müssen hoffentlich ruhiges, Restwochenende!

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Re: geräte weste für streifendienst

Beitragvon Habakuk2 » So 17. Dez 2017, 20:22

Grundsätzliches für Ausrüstung :

Der Auftrag bestimmt die Ausrüstung, So wenig wie möglich und so viel wie nötig


Meine Aurüstung für den Einzeldienst ( war auf der EHu nicht anders); die Zahlen geben die "Uhrzeit am Gürtel an "

Gürtel:
13:00 Uhr : Handfessel im Beltkeeper
13:30 Uhr: Gearkeeper mit Handfessel/Fahrzeug/Spindschlüssel
15:00 Uhr : Safariland 6365 Holster- im Gegensatz du den bei uns zugelassenen Holstern sinnvoll

am Rücken trage ich-ausser dem Funkgerät- gar nichts, weil ich 1.) nicht drankomme und 2.) mich das im Fahrzeug nervt

08:00 Uhr: Leatherman OHT
09:00 Uhr: Ersatzmagazintasche
10:00 Uhr: Falttasche von 5.11 für Beweismittel, Effekte oder zusätzliche (Mp ) Magazine, nimmt wenig Platz mit, halte ich für sehr sinnvoll

Schutzwestenhülle (dienstliche gelieferte):

Karabiner mit Helmschlaufe vor der Brust rechts
Befestigungsmöglichkeit mit Taschenlampe ( auf Schulter), diese ist mit einer kleinen Schnur an der Weste befestigt
HSG für den Funk am linken Dienstgradabzeichen
Tourniquet an rechter Schulter

Frontbereich der Weste:
Polizeiabzeichen
"Polizei"Patch
Dienstnummer bzw. meinen Namen
Zahlenpatch meiner alten Einheit

Hose:
Handschuhe (jeweils in einer Beintasche)
Stifte, Schreibzeug, Dienstkarten und Essensgeld ebenfalls
Latexhandschuhe circa 4 Paare hinteren Hosentaschen
Nachts kommt noch eine Ersatzlampe dazu (linke Beintasche)

Die wichtigsten FEM (Waffe/Munition,Funk, Handfessel, TQ, Lampe) sind mit beiden Händen erreichbar.
Die Weste wird bewusst flach gehalten, da mich zuviel Gerödel nur stört bei
1.) Waffenhandling / Transition
2.) Bewegungen wie Nacheile, Herausholen aus Fahrzeugen, Klettern oder Festnahmen
3.) ich bei angelegter Warnweste oder Ähnlichen alle FEM immer noch erreichbar sind

Viele Kollegen laufen rum wie Weihnachtsbäume (tausend Taschen und Patches) und belasten sich unnötig mit der 10. Tasche für alles. Ich bin der Meinung, dass ich sämtliche Forumale zur Not immer vom Fahrzeug holen kann.
Die o.g. privat beschafften Gegenstände sind von Polas, Cop Shop und/oder Tacwrk und halten ewig.

Und ja, ich trage grundsätzlich kein RSG, Tonfa am Mann, das wird im Fahrzeug mitgeführt.


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