Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

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Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon MaGru » Mo 8. Feb 2016, 21:25

Guten Abend,

ich habe vor einiger Zeit großen Mist gebaut, und ein Auto mit nur einer Ausfertigung eines Kaufvertrages verkauft, die nur der Käufer hatte.
Aufgrund eines plötzlich aufgetretenen und auch von mir vorher nicht gewußten Mangels wollte der Käufer das Auto nach ca. 1 Woche zurückgeben.
Ich erklärte mich der Rückabwicklung des Kaufes einverstanden, doch der Käufer forderte erheblich mehr Geld, weswegen die Rückgabe nicht zustande kam.

Nach einigen Monaten ist der Käufer dann zum Rechtsanwalt gegangen, und reichte Klage beim Landgericht ein.
Er liess über seinen Rechtsanwalt einen Kaufvertrag vorlegen, der eine wesentlich höhere Summe ausgewiesen hatte, da er den Kaufvertrag was die Kaufpreissumme angeht,
gefälscht hatte.

Ich konnte nicht das Gegenteil beweisen, und habe den Prozeß verloren.

Das Auto habe ich zwischenzeitig abzüglich errechneter Gebrauchsvorteile wieder zurückgenommen, mal ganz abgesehen davon, dass es nun in einem wesentlich schlechteren Zustand ist, als zu dem Zeitpunkt, als er das Auto von mir gekauft hatte.

Im Prinzip sind jetzt "nur" noch die Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtskosten offen, die sich auf mehrere Tausend € belaufen.

Es sind jetzt mehrere Gespräche (Telefon) gelaufen, die ich jetzt aber aufgezeichnet habe.
In diesen Gesprächen, die zwischen mir und dem Käufer gelaufen sind, hat er den Betrug auch zugegeben und gibt sich sehr selbstbewußt und siegessicher,
da das Urteil rechtskräftig ist.

Auch bei der Fahrzeugübergabe (dem "Rückkauf") habe ich das Gespräch zwischen dem Käufer und mir und einer befreundeten Person aufgezeichnet.
Da sind drei Stimmen auf der Audio-Aufzeichnung zu hören.

Der Käufer sagt auch auf Vorhalt über den von ihm gefälschten Kaufvertrag, dass er eben besser betrügen konnte und lacht dabei.

Jetzt meine Frage an die Spezialisten von der Polizei:

Wie kann ich jetzt am Besten gegen den Käufer vorgehen, da er tatsächlich Prozeßbetrug begangen hatte.

Den Streitgegenstand -das Auto- habe ich bereits zurückgenommen.

Der Käufer ist sehr finanzkräftig, da er Inhaber eines Handwerkbetriebes ist.

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Re: Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon coco_loco » Mo 8. Feb 2016, 21:34

Ich empfehle dir, einen Rechtsanwalt damit zu beauftragen und dort um juristischen Rat zu bitten.

Eine Rechtsberatung können wir hier nicht durchführen.

Viel Erfolg!
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Re: Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon MaGru » Mo 8. Feb 2016, 21:37

War schon während der Zeit des Zivilprozeßes vor dem Landgericht beim Anwalt, der sagt, dass er nichts machen kann.

Ich spiele mit den Gedanken, dem gegnerischen Anwalt die Audio Aufnahmen zuzuspielen.

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Re: Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 8. Feb 2016, 21:48

Das ist eine ganz hervorragende Idee, dann hat der direkt Beweismittel um eine Strafanzeige gemäß § 201 StGB gegen dich vorlegen zu können. :zustimm:
:lah:

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Re: Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon coco_loco » Mo 8. Feb 2016, 21:49

Dann ist das aber ein mieser Anwalt. ;)
Sorry, aber bei so einem umfangreichen Sachverhalt würde ich mich immer rechtlich beraten lassen. Und das sollte ein entsprechender Fachanwalt auch können.
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Re: Prozeßbetrug nach Urkundenfälschung

Beitragvon schutzmann_schneidig » Di 9. Feb 2016, 20:56

-closed-
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