Presseberichte über den Zoll

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Knaecke77
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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon Knaecke77 » Fr 7. Jul 2017, 08:44

Konstanz (ots) - Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Konstanz und des Polizeipräsidiums Konstanz vom 06.07.2017

Radolfzell-Moos

Autofahrer flüchtet vor Zollkontrolle

Um einer Zollkontrolle zu entgehen, ist am Donnerstag, gegen 03:00 Uhr, ein Kleintransporter in der Kirchgasse auf einen Zollbeamten zugefahren. Der Zollbeamte gab dabei zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe in Richtung des flüchtenden Fahrzeugs ab und wurde von diesem gestreift. Der unbekannte Fahrer ist geflüchtet und das Fahrzeug wenig später in der Nähe verlassen aufgefunden worden.

Umfangreiche Suchmaßnahmen, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, führten nicht zum Ergreifen des Fahrers. Der leicht verletzte Zollbeamte musste zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Beamte der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen und der Verkehrspolizeidirektion Sigmaringen haben die Ermittlungen aufgenommen.
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110973/3678520

:/

Dem Kollegen wünsche ich schnelle und gute Genesung.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon ostkev » Sa 8. Jul 2017, 21:38

Der Zollbeamte gab dabei zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe in Richtung des flüchtenden Fahrzeugs ab und wurde von diesem gestreift.
der Tathergang ist etwas unglücklich formuliert

Welchen Grund gibt es, auf vor einer Zollkontrolle "Flüchtende" zu schießen? Das auf den Zöllner zu fahren, würde ich eher als Angriff auf "Leib und Leben" des so Bedrängten bezeichnen. Dann wären die Schüsse ggfls. auch gerechtfertigt.


Ich hoffe natürlich auch, dass dem Kollegen nichts ernsthaftes geschehen ist.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon Knaecke77 » So 9. Jul 2017, 10:44

ostkev hat geschrieben:
Der Zollbeamte gab dabei zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe in Richtung des flüchtenden Fahrzeugs ab und wurde von diesem gestreift.
der Tathergang ist etwas unglücklich formuliert

Welchen Grund gibt es, auf vor einer Zollkontrolle "Flüchtende" zu schießen? Das auf den Zöllner zu fahren, würde ich eher als Angriff auf "Leib und Leben" des so Bedrängten bezeichnen. Dann wären die Schüsse ggfls. auch gerechtfertigt.


Ich hoffe natürlich auch, dass dem Kollegen nichts ernsthaftes geschehen ist.
Im Intranet unter der Rubrik Pressemeldungen steht ja etwas dazu. Kann mir auch nicht vorstellen, dass es sich exakt wie oben geschrieben zugetragen hat.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon checker88 » So 9. Jul 2017, 19:01

ostkev hat geschrieben:
Der Zollbeamte gab dabei zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe in Richtung des flüchtenden Fahrzeugs ab und wurde von diesem gestreift.
der Tathergang ist etwas unglücklich formuliert

Welchen Grund gibt es, auf vor einer Zollkontrolle "Flüchtende" zu schießen? Das auf den Zöllner zu fahren, würde ich eher als Angriff auf "Leib und Leben" des so Bedrängten bezeichnen. Dann wären die Schüsse ggfls. auch gerechtfertigt.


Ich hoffe natürlich auch, dass dem Kollegen nichts ernsthaftes geschehen ist.
Der § 11 des UZwG lässt diese Möglichkeit doch zu. Von daher ist es aus meiner Sicht nicht ganz auszuschließen, dass der Kollege von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hat.

Auch ich wünsche eine schnelle Genesung.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon ostkev » Mo 10. Jul 2017, 17:16

checker88 hat geschrieben: Der § 11 des UZwG lässt diese Möglichkeit doch zu. Von daher ist es aus meiner Sicht nicht ganz auszuschließen, dass der Kollege von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hat.

Wenn ich schon auf ein auf mich zurasendes Fahrzeug schießen sollte, würde ich es einzig und allein mit Notwehr begründen.

Aber eventuell bin ich da befangen, weil der § 11 des UZwG in meinem Arbeitsbereich nicht anwendbar ist.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon J12 » Sa 23. Sep 2017, 10:04

Leistungsüberprüfung der GZD für Zollhundeteams (Pirna):

http://www.presseportal.de/pm/120080/3741021
Hinweis:
Die von mir geposteten Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung i.S. des Art. 5 GG und der Nr. 3 der hiesigen Forumsregeln dar.

Nachwuchswerbung des Zolls:
https://www.talent-im-einsatz.de/DTIEWe ... _node.html

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon grenzwertig » Mi 4. Okt 2017, 18:46


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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon Skorpion69 » Do 4. Jan 2018, 17:31

Die Diskussion über die Art der Präsentation von Aufgriffen und sonstige Fragen der Außendarstellung wurde hierhin verschoben:

Außendarstellung in der ÖA

Dort kann nun nach Herzenslust über die alle Fragen der Außendarstellung diskutiert werden ;D

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon Knaecke77 » Di 30. Jan 2018, 08:58

MEHR ALS 1000 ZÖLLNER IN NRW IM EINSATZ
Großrazzia gegen organisierte Schwarzarbeit

Seit Dienstagmorgen um sechs Uhr läuft eine großangelegte Razzia gegen die organisierte Kriminalität!
Nach BILD-Informationen sind mehr als 1000 Zollbeamte allein in NRW im Einsatz.
Unter anderem in Erkrath, Mohnheim, Wuppertal, Kerpen und Frechen schlugen die Beamten zu. Sie stürmten schwer bewaffnete mehrere Wohnungen und Geschäfte. Laut Zoll handelt es sich um eine bundesweite Aktion gegen organisierte Schwarzarbeit.
Wie ein Sprecher des Hauptzollamts Krefelds sagte, gab es Zugriffe in Nordrhein-Westfalen sowie in anderen Bundesländern. Genauere Angaben zu Städten oder Bundesländern machte er nicht. Die Beamten seien noch mitten in der Aktion.

http://www.bild.de/regional/duesseldorf ... .bild.html
Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass 1000 Zollbeamte (!!) im Einsatz sind. Wahrscheinlicher scheint mir, dass es sich um insgesamt 1000 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung handelt.

(BILD - freier Link)

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinla ... i-100.html

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon frodo_beutlin » Di 30. Jan 2018, 12:49

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 90344.html
Viele Unternehmen unterschreiten den Mindestlohn: Insgesamt bekamen im Jahr 2016 etwa 2,7 Millionen Beschäftigte nicht die damals vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde - das war fast jeder zehnte Arbeitnehmer. Das geht aus einer Studie des WSI-Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Legale Ausnahmen vom Mindestlohn sind dabei bereits herausgerechnet.

In Betrieben ohne Betriebsrat und Tarifvertrag wird der Mindestlohn besonders häufig unterlaufen. In solchen Unternehmen wird der Studie zufolge fast jeder Fünfte unterhalb des Mindestlohns bezahlt. In Betrieben mit Arbeitnehmervertretung und Tarifvertrag lag die Quote der Umgehungen bei nur 3,2 Prozent.

Verstöße gegen das Mindestlohngesetz kamen der Studie zufolge in Branchen mit vielen Kleinbetrieben und Minijobs besonders häufig vor. So hätten rund 43 Prozent der Beschäftigten in privaten Haushalten weniger als den Mindestlohn bekommen - wohl deshalb, weil die Einhaltung hier kaum zu kontrollieren ist. Im Hotel- und Gaststättengewerbe betrug die Quote 38 Prozent, im Einzelhandel 20 Prozent.

"Gesetzlich legitimierte Einladung zum Beschiss"

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte vergangenes Jahr bereits festgestellt, dass insgesamt 1,8 bis 2,6 Millionen Beschäftigte den Mindestlohn nicht erhielten. Die WSI-Zahlen liegen nun höher, weil Überstundenzuschläge einberechnet wurden und die Zahl der Beschäftigten mit Mindestlohnanspruch in der Pflege und am Bau genauer bestimmt wurde.

Dass der Mindestlohn trotzdem die Bezahlung vieler Geringverdiener spürbar verbessert hat, zeigt sich nach Ansicht des WSI-Arbeitsmarktexperten Toralf Pusch unter anderem an kräftigen Lohnsteigerungen für ungelernte Arbeitskräfte und in Branchen mit vielen Niedrigverdienern. Nach Jahren der Stagnation legten etwa die Löhne im Gastgewerbe nach Einführung der Lohnuntergrenze um 9,9 Prozent, im Einzelhandel um 11,4 Prozent und in der Fleischverarbeitung um 11,6 Prozent zu.

Zugleich forderte der Experte umfangreichere Kontrollen als bisher. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls habe im ersten Halbjahr 2017 in neun Prozent der untersuchten Fälle Verstöße gegen das Mindestlohngesetz festgestellt, die anschließend zu Ermittlungsverfahren führten. Dennoch habe die Zahl der FKS-Kontrollen "noch nicht das Niveau vor der Mindestlohn-Einführung erreicht", kritisiert Pusch.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zeigte sich empört über die häufige Umgehung des Mindestlohns. Die Ergebnisse der Studie sollten "jenen Arbeitgebervertretern und politisch Verantwortlichen die Schamesröte ins Gesicht treiben", die sich für weitere Mindestlohn-Ausnahmen starkmachen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Süddeutschen Zeitung". "Kämen sie damit durch, wäre das nichts anderes als eine gesetzlich legitimierte Einladung zum Beschiss."

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon Vollzugsbub » Di 30. Jan 2018, 16:24

Leute, es soll doch keine Kontrollen mehr geben,
sondern nur noch GUP`s ;D !

Mfg.
es gibt viele fettnäpfchen, so viele das sie für alle reichen............

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon ostkev » Di 30. Jan 2018, 20:08

Knaecke77 hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 08:58


Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass 1000 Zollbeamte (!!) im Einsatz sind. Wahrscheinlicher scheint mir, dass es sich um insgesamt 1000 Einsatzkräfte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung handelt.
lt. Tagesschau von soeben waren es sogar 1000 Zollfahnder :applaus:

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon frodo_beutlin » Mi 31. Jan 2018, 06:56

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... teuer.html
Kampf gegen Schwarzarbeit
So wirkungslos sind die teuren Anti-Mafia-Kommandos

Von Michael Gassmann | Stand: 30.01.2018

Großrazzia in Nordrhein-Westfalen: Spezialeinheiten von Zoll und Polizei gehen gegen Schwarzarbeit im Baugewerbe vor. Es soll mehrere Zugriffe gegeben haben.

Quelle: WELT

Mit einer Großrazzia gehen tausende Beamte gegen organisierte Schwarzarbeit vor. Doch am Bau sind Mafia-Strukturen offenbar kaum auszurotten. Das Unrechtsbewusstsein ist gering. Und die Zollfahnder kosten den Steuerzahler Unsummen.

Zumindest in diesem Punkt sind sich Arbeitgeber, Gewerkschaften und staatliche Stellen einmal einig: Schwarzarbeit ist schädlich. Sie gehöre energisch bekämpft. Auf 875 Millionen Euro jährlich hat das Bundesfinanzministerium zuletzt den Schaden geschätzt, der vor allem durch hinterzogene Steuern und Sozialabgaben entsteht. „Besonders davon betroffen ist die Bauwirtschaft“, heißt es in einem Papier des Zentralverbands des deutschen Baugewerbes. „Ausmaß und Erscheinungsformen von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sind nach wie vor bedrohlich.“

Immer wieder macht daher die Zollabteilung „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ (FKS) vor diesem Hintergrund mit aufsehenerregenden Razzien von sich reden. Am Dienstag rückte die Soko „Moses“, bestehend aus rund 1100 Zoll- und Polizeibeamten, in Nordrhein-Westfalen gegen die organisierte Schwarzarbeit am Bau vor. Bei der Großrazzia gab es Haftbefehle, Durchsuchungen und acht Festnahmen. So wie im Juni 2017 im Rhein-Main-Gebiet, als über 1000 Ermittler gleichzeitig zugriffen, oder Anfang 2016 im Münsterland.

Bei der Razzia soll es sich um die größte Razzia dieser Art der Landesgeschichte handeln

Organisierte Schwarzarbeit

Mafiaähnlich organisierte Banden, die Bauleistungen mit hoher krimineller Energie und, teils in der Nähe des Menschenhandels agierend, am Staat vorbei wirken, stellen allerdings nur einen Teil des Phänomens dar.

Der österreichische Forscher Friedrich Schneider, der als europaweit führend im Bereich Schattenwirtschaft gilt, schätzt, dass in Deutschland „zwischen neun und elf Millionen Menschen“ schwarzarbeiten. Davon allein bis zu drei Millionen in Privathaushalten – als Putzhilfe, Babysitter oder Privatgärtner. Zum Vergleich: Gerade 47.000 private Haushaltshilfen sind mit sozialversicherungspflichtigen Jobs angemeldet. Den Gesamtwert der illegal erbrachten Arbeitszeit taxieren Experten auf bis zu 140 Milliarden Euro.

Schwarzarbeit gilt als Kavaliersdelikt

Das Unrechtsbewusstsein ist generell gering. Schwarzmalochen gilt als Kavaliersdelikt. In einer Umfrage wurde sogar Schwarzfahren in Bus und Bahn als moralisch verwerflicher eingestuft. „Schwarzarbeit gilt als ,Steuerhinterziehung des kleinen Mannes‘, mit der gegen zu hohe oder als ungerecht empfundene Steuern und Sozialabgaben ,protestiert‘ wird“, sagt der Experte Dominik Enste vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Der Staat geht seit ziemlich genau 60 Jahren gegen die Mogeleien vor: Das Gesetz zur Bekämpfung von Schwarzarbeit trat am 30. März 1957 in Kraft. Die Sanktionen reichen von Geldstrafen bis zu mehrjährigen Haftstrafen. Die Verfolgungsbehörden konzentrieren sich indes auf die schweren Fälle. „Die Schaffung einer Haushaltspolizei ist nicht vorgesehen“, schreibt Enste in einer Studie. „Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung bleibt unangetastet.“ Das war nicht immer klar. Vor einigen Jahren war eine Ausweitung der Recherchen in Privathaushalten im Gespräch, doch erwies sich der Plan als politisch nicht durchsetzbar.

Die Konzentration auf schwere Fälle hat einen weiteren Grund: Die FKS steht selbst unter Rechtfertigungsdruck. Der Bundesrechnungshof hat vor einigen Jahren eine kritische Bilanz von Aufwand und Erträgen ihrer Arbeit gezogen. Danach lag die Quote der Einnahmen von Fiskus und Sozialversicherung bei jährlich nur rund fünf bis zehn Prozent der berichteten Schäden.

Sinkende Schwarzarbeit liegt an guter Konjunkturlage

Im Jahr 2015 etwa seien der Öffentlichkeit Schäden von mehr als 800 Millionen Euro präsentiert worden, schreibt Enste: „Tatsächlich wurden aber nur Geldstrafen in Höhe von knapp 29 Millionen Euro und Bußgelder in Höhe von rund 43 Millionen Euro verhängt und noch weniger tatsächlich gezahlt.“ Gleichzeitig kosteten die 6700 über 100 Standorte in ganz Deutschland verteilten FKS-Beamten den Staat jährlich über 400 Millionen Euro.

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft sind insgesamt auf dem Rückzug. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie von Schneider wurden 2017 rund 10,4 Prozent des offiziellen Bruttoinlandsprodukts am Staat vorbei erbracht. 2003 hatte dieser Anteil noch bei 16,7 Prozent gelegen.

Hauptgrund für die Schrumpfung ist allerdings laut Schneider nicht der Verfolgungsdruck, sondern die gute Konjunkturlage: „Wenn ich gutes Geld verdiene und auch nach Bedarf Überstunden machen kann, brauche ich nicht schwarz zu arbeiten.“ Käme die Rezession zurück, würde auch die Schwarzarbeit wohl wieder wachsen.

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon grenzwertig » Sa 10. Feb 2018, 11:18

Ein schwarzer Tag für die Zollverwaltung
https://m.suedkurier.de/region/kreis-ko ... er.echobox

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Re: Presseberichte über den Zoll

Beitragvon grenzwertig » Mo 2. Apr 2018, 11:23



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