Beförderung im mittleren Dienst

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderator: Team Zoll

VuB
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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon VuB » Fr 8. Feb 2019, 20:19

Knaecke77 hat geschrieben:
Fr 8. Feb 2019, 12:15
conjuror hat geschrieben:
Fr 8. Feb 2019, 07:39

und bevor kommt "sowas sagt nur der gehobene Dienst"... NEIN, dass sagen Kollegen aus allen Laufbahnen.
Klar, das es unbefriedigend ist, aber so ist doch die Realität! Es gibt Kollegen, die sich auch für einen A9er nicht bewegen wollen.
Das das aber nun mal leider nicht immer funktioniert weiß doch jeder...
Also entweder hinnehmen, doch bewegen, oder sogar Aufstieg!
Hallo Conjuror

was ja sogar vernünftig sein kann. Wenn die A9 -Stelle im letzten Winkel des Bezirks ist und ZHS Sparsam deshalb jeden Tag 160 KM fahren muss, dann bleibt nicht viel von der höheren Besoldung als künftiger ZAI. :gruebel:

Aber vielleicht kann mir jemand erklären, was in "herausgehobener Stellung" eigentlich bedeutet.
Und weil du dich als Bundesbeamter nicht bewegen willst (was durchaus plausible Gründe haben kann!), erwartest du, dass der Dienstherr dir mal fix ne Stelle untern Bobbes schiebt?

Knäcke..Du bist echt zu geil :pfeif:

Knaecke77
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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Sa 9. Feb 2019, 08:46

@ VuB

Mag sein, dass meine Dienststelle da etwas besonders ist, aber Tatsache ist, dass keiner der bereits sehr langjährigen ZHSe auf die Idee kommen würde, sich auf eine ausgeschriebene Stelle in Frankfurt oder im Ruhrgebiet zu bewerben nur um A9 zu werden. Man hat Familie, Eigentum , pflegebedürftige Angehörige etc. etc. sprich: Mann/Frau ist verwurzelt.
Und ja, selbstverständlich wird trotzdem erwartet, dass man für die gute langjährige Arbeit auch irgendwann befördert wird. Ich halte das nicht für unbescheiden.

Von Flix kann zudem gar keine Rede sein. Die "mangelnde Flexibilität" bezahlt man mit langjährigen Wartezeiten auf eine Beförderung nach A9. MMn ist das auch ok....aber es tut sich hier unten seit geraumer Zeit, aufgrund der vollständig ausgeschöpften Quote und Stelleninhaber die in relativ jungen Jahren A9 wurden gar nichts mehr.

Zudem führen wir hier Debatten der Vergangenheit. In diesem Jahr soll das Eingangsamt bei Zolls auf A7 angehoben werden. Wäre es dann nicht auch folgerichtig, in diesem Zusammenhang den "Beförderungskorridor" nach A9 anzuheben? Das Spitzenamt mD wäre dann A9Z ( das schon jetzt wenige erreichen). Und das kann nur ein Zwischenschritt sein.
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige explodieren werden: Der Anteil des gD in der Verwaltung steigt beständig. In welchen Gliederungen des Zolls hat der mD dann noch Leitungsfunktionen inne? Früher gab es einen AB, oder einen BzbV, dass waren Beamte des mD, die auch tatsächlich Personalführung zu gewährleisten hatten. Aber heute? :gruebel:
Insofern wiederhole ich meine Frage: Was bedeutet die Bezeichnung "herausgehobene Stellung" in der täglichen Arbeit?

Wir brauchen neue Beförderungsmodelle. Die Interessenvertretungen sind da wesentlich weiter (und innovativer) als der Dienstherr. :hallo:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ZI_HB » Sa 9. Feb 2019, 10:23

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
Und ja, selbstverständlich wird trotzdem erwartet, dass man für die gute langjährige Arbeit auch irgendwann befördert wird. Ich halte das nicht für unbescheiden
Es zeugt aber auch von einer gewissen Unkenntnis (oder einem Nicht-wahrhaben-wollen) des Besoldungssystems...
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
In welchen Gliederungen des Zolls hat der mD dann noch Leitungsfunktionen inne?
Vielleicht liegt es daran, dass die mittlere Laufbahn keine klassische Laufbahn für Führungspositionen ist...? 🤔

Ich verorte dich im SG C. Daher bedeutet m. E. "herausgehobene Stellung" die regelmäßige Ausübung der KTF-Position, die Übernahme von Sonderfunktionen, die Beratung von Kollegen bei schwierigen Vorgängen. Ich könnte die Liste fortführen.
Dass die Realität anders ist, weiss ich auch. Dieser Umstand wird aber ja auch nicht abgestellt.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon frodo_beutlin » Sa 9. Feb 2019, 10:51

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
@ VuB

.....

Zudem führen wir hier Debatten der Vergangenheit. In diesem Jahr soll das Eingangsamt bei Zolls auf A7 angehoben werden. Wäre es dann nicht auch folgerichtig, in diesem Zusammenhang den "Beförderungskorridor" nach A9 anzuheben? Das Spitzenamt mD wäre dann A9Z ( das schon jetzt wenige erreichen).
auch das ändert doch nichts an den zur Verfügung stehenden Quoten - sind die A9/+m zur Verfüung stehenden Beförderungsmöglichkeiten ausgeschöpft ist Ende ...

das geht den Kollegen im g.D. genauso ... wenn es nichts gibt, gibt es auch nichts zu verteilen ...

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon frodo_beutlin » Sa 9. Feb 2019, 10:55

ZI_HB hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 10:23
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
Und ja, selbstverständlich wird trotzdem erwartet, dass man für die gute langjährige Arbeit auch irgendwann befördert wird. Ich halte das nicht für unbescheiden
Es zeugt aber auch von einer gewissen Unkenntnis (oder einem Nicht-wahrhaben-wollen) des Besoldungssystems...
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
In welchen Gliederungen des Zolls hat der mD dann noch Leitungsfunktionen inne?
Vielleicht liegt es daran, dass die mittlere Laufbahn keine klassische Laufbahn für Führungspositionen ist...? 🤔

Ich verorte dich im SG C. Daher bedeutet m. E. "herausgehobene Stellung" die regelmäßige Ausübung der KTF-Position, die Übernahme von Sonderfunktionen, die Beratung von Kollegen bei schwierigen Vorgängen. Ich könnte die Liste fortführen.
Dass die Realität anders ist, weiss ich auch. Dieser Umstand wird aber ja auch nicht abgestellt.
ich vermute mal es geht einigen um den Aufstieg in den g.D. "per Handauflegen", das wollen die entcheidenen Personen (Ministerium) aber offensichtlich nicht - wer meint, dass er mehr kann, muss sich einem Auswahlverfahren stellen ... das finde ich im Übrigen auch richtig so .... außerdem iat auch nicht gesag, dass es eine solche Möglichkeit an dem Ort gibt an dem man gerade "sitzt", vielleicht muss man wsich auch dafür bewegen .. will man das alles nicht, muss man sich damit abfinden und mit der Situation arrangieren - müssen andere auch ....

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Sa 9. Feb 2019, 11:02

ZI_HB hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 10:23
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
Und ja, selbstverständlich wird trotzdem erwartet, dass man für die gute langjährige Arbeit auch irgendwann befördert wird. Ich halte das nicht für unbescheiden
Es zeugt aber auch von einer gewissen Unkenntnis (oder einem Nicht-wahrhaben-wollen) des Besoldungssystems...
Ich kann es auch gerne anders formulieren: Wer durch jahrelange gute Arbeit und Übernahme von zusätzlichen Aufgaben zeigt, dass Leistung für ihn/ sie kein Fremdwort ist, er/sie geeignet und befähigt ist für ein höherwertiges Amt, der sollte auch irgendwann in den Genuss kommen befördert zu werden. Hierbei ist es mMn vollkommen in Ordnung, dass Beschäftigte, die örtlich flexibel sind, auch schneller voran kommen. Die momentane Situation in einigen HZÄ in BW sind aber ein Unding.
Vielleicht liegt es daran, dass die mittlere Laufbahn keine klassische Laufbahn für Führungspositionen ist...? 🤔
Früher tlw. durchaus. Zu meinen Anfängen beim Zoll war ein ZBI Leiter einer GAst oder der BZV. Früher. Seitdem hat sich doch einiges geändert, es wurden neue Hierachieebenen eingezogen, neue Aufgaben kamen hinzu.
Daher bedeutet m. E. "herausgehobene Stellung" die regelmäßige Ausübung der KTF-Position, die Übernahme von Sonderfunktionen, die Beratung von Kollegen bei schwierigen Vorgängen. Ich könnte die Liste fortführen.
Dass die Realität anders ist, weiss ich auch. Dieser Umstand wird aber ja auch nicht abgestellt.
Die Frage ist, inwiefern ein Kollege, der sich aus einem anderen SG nach C bewirbt, diese Erwartungen auch erfüllen kann? Bestenfalls müssen ihn erst einmal die Kollegen in die neue Aufgabe beim SG C einweisen.(Ich arbeite aber bei E.)
Mir ist bewusst, dass eine "Neuregelung" manche Ängste wecken würde: Plötzlich wäre der A9er nicht mehr einer der wenigen Platzhirsche auf der Dienststelle, sondern künftig einer von (hoffentlich) vielen anderen A9ern.

Neue Kollegen werden hoffentlich im Laufe des Jahres irgendwann gleich in A7 einsteigen können. Alt-A6er werden befördert. Soll ich nun heulen, weil ICH Jahre benötigt habe um ZOS werden zu können? Ich freue mich für die Kollegen und hoffe, dass für uns alle (auch dem gD) weitere Verbesserungen erreicht werden.
Zuletzt geändert von Knaecke77 am Sa 9. Feb 2019, 11:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Sa 9. Feb 2019, 11:16

frodo_beutlin hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 10:51
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
@ VuB

.....

Zudem führen wir hier Debatten der Vergangenheit. In diesem Jahr soll das Eingangsamt bei Zolls auf A7 angehoben werden. Wäre es dann nicht auch folgerichtig, in diesem Zusammenhang den "Beförderungskorridor" nach A9 anzuheben? Das Spitzenamt mD wäre dann A9Z ( das schon jetzt wenige erreichen).
auch das ändert doch nichts an den zur Verfügung stehenden Quoten - sind die A9/+m zur Verfüung stehenden Beförderungsmöglichkeiten ausgeschöpft ist Ende ...

das geht den Kollegen im g.D. genauso ... wenn es nichts gibt, gibt es auch nichts zu verteilen ...
Will der Zoll auch künftig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, dann muss man auch (aber nicht nur) im Bereich Beförderung / Durchlässigkeit der Laufbahnen nachlegen. Was alles angeblich nicht geht, ist mir sattsam bekannt. Interessiert aber draußen niemanden, der eine interessante Tätigkeit sucht, die zudem auch noch einigermaßen honoriert werden sollte.

Wenn wir als Basis immer nur das Klagelied des Dienstherrn nachjammern wird sich auch nichts ändern.
Die Interessenvertretungen haben interessante und gute Vorschläge unterbreitet. Wir sollten durch einen Beitritt in eine der Interessenvertretungen auch deutlich machen, dass auch die Basis Verbesserungen wünscht und nicht nur daran interessiert ist, den Status quo beizubehalten.

:hallo:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon GrenzEnte » Sa 9. Feb 2019, 12:03

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 11:02
ZI_HB hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 10:23
Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 08:46
Und ja, selbstverständlich wird trotzdem erwartet, dass man für die gute langjährige Arbeit auch irgendwann befördert wird. Ich halte das nicht für unbescheiden
Es zeugt aber auch von einer gewissen Unkenntnis (oder einem Nicht-wahrhaben-wollen) des Besoldungssystems...
Ich kann es auch gerne anders formulieren: Wer durch jahrelange gute Arbeit und Übernahme von zusätzlichen Aufgaben zeigt, dass Leistung für ihn/ sie kein Fremdwort ist, er/sie geeignet und befähigt ist für ein höherwertiges Amt, der sollte auch irgendwann in den Genuss kommen befördert zu werden. Hierbei ist es mMn vollkommen in Ordnung, dass Beschäftigte, die örtlich flexibel sind, auch schneller voran kommen. Die momentane Situation in einigen HZÄ in BW sind aber ein Unding.
Vielleicht liegt es daran, dass die mittlere Laufbahn keine klassische Laufbahn für Führungspositionen ist...? 🤔
Früher tlw. durchaus. Zu meinen Anfängen beim Zoll war ein ZBI Leiter einer GAst oder der BZV. Früher. Seitdem hat sich doch einiges geändert, es wurden neue Hierachieebenen eingezogen, neue Aufgaben kamen hinzu.
Daher bedeutet m. E. "herausgehobene Stellung" die regelmäßige Ausübung der KTF-Position, die Übernahme von Sonderfunktionen, die Beratung von Kollegen bei schwierigen Vorgängen. Ich könnte die Liste fortführen.
Dass die Realität anders ist, weiss ich auch. Dieser Umstand wird aber ja auch nicht abgestellt.
Die Frage ist, inwiefern ein Kollege, der sich aus einem anderen SG nach C bewirbt, diese Erwartungen auch erfüllen kann? Bestenfalls müssen ihn erst einmal die Kollegen in die neue Aufgabe beim SG C einweisen.(Ich arbeite aber bei E.)
Mir ist bewusst, dass eine "Neuregelung" manche Ängste wecken würde: Plötzlich wäre der A9er nicht mehr einer der wenigen Platzhirsche auf der Dienststelle, sondern künftig einer von (hoffentlich) vielen anderen A9ern.

Neue Kollegen werden hoffentlich im Laufe des Jahres irgendwann gleich in A7 einsteigen können. Alt-A6er werden befördert. Soll ich nun heulen, weil ICH Jahre benötigt habe um ZOS werden zu können? Ich freue mich für die Kollegen und hoffe, dass für uns alle (auch dem gD) weitere Verbesserungen erreicht werden.
Also in unserem Bezirk sind doch enige ZAI(+Z) Kollegen KE-Leiter. Gibt es also noch, auch wenn es nicht richtig ist.
Die Position des KTFs nimmst du aber auch schon als ZS oder ZOS regelmäßig war, zumindest bei uns.

Ein Grund dafür ist jedoch dass viele sich als ZHS wegbewegen da in der jeweiligen KE keine A9er Stelle frei ist. Das führt dann dazu, dass der erfahrene Kollege neue Aufgaben wahrnehmen muss, die unter Umständen nichts mit seiner früheren Tätigkeit zu tun haben und gleichzeitig deutlich dienstjüngere Kollegen Aufgaben wahrnehmen müssen für die sie eigentlich zu schlecht besoldet werden.

Es sollte eigentlich im Sinne des Dienstherren sein, erfahrene Kollegen im jeweiligen Aufgabenbereich zu halten.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ZI_HB » Sa 9. Feb 2019, 12:57

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 11:02
Die Frage ist, inwiefern ein Kollege, der sich aus einem anderen SG nach C bewirbt, diese Erwartungen auch erfüllen kann? Bestenfalls müssen ihn erst einmal die Kollegen in die neue Aufgabe beim SG C einweisen.(Ich arbeite aber bei E.)
Mir ist bewusst, dass eine "Neuregelung" manche Ängste wecken würde: Plötzlich wäre der A9er nicht mehr einer der wenigen Platzhirsche auf der Dienststelle, sondern künftig einer von (hoffentlich) vielen anderen A9ern.
Er muss diese Erwartung erfüllen. Er ist A9 dann. Spitzenamt im mD. Das hat er nur deshalb übertragen gekriegt, weil er als A8er sehr gut war, besser als andere, und das HZA-weit. Soweit halt zumindest die blanke Theorie...
Eine gewisse Einarbeitung steht natürlich jedem zu.
GrenzEnte hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 12:03
Es sollte eigentlich im Sinne des Dienstherren sein, erfahrene Kollegen im jeweiligen Aufgabenbereich zu halten.
Oftmals verwechseln Kollegen aber Erfahrenheit mit Sitzfleisch. Nur weil jemand lange in einem Arbeitsbereich Dienst verrichtet, ist er dort nicht unbedingt gut.

Ich denke, die Verwaltung trifft manche Stellenverschiebung und eben auch manche nicht durchgeführte Stellenverschiebung ganz bewusst... 🤔😉

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » So 10. Feb 2019, 07:38

ZI_HB hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 12:57
GrenzEnte hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 12:03
Es sollte eigentlich im Sinne des Dienstherren sein, erfahrene Kollegen im jeweiligen Aufgabenbereich zu halten.
Oftmals verwechseln Kollegen aber Erfahrenheit mit Sitzfleisch. Nur weil jemand lange in einem Arbeitsbereich Dienst verrichtet, ist er dort nicht unbedingt gut.

Ich denke, die Verwaltung trifft manche Stellenverschiebung und eben auch manche nicht durchgeführte Stellenverschiebung ganz bewusst... 🤔😉
Letztendlich spielt die Mitarbeiterzufriedenheit bei der Besetzung von A9-Stellen scheinbar auch nur eine untergeordnete Rolle. Ein HZA an der Schweizer Grenze hat die zurückliegenden Jahre offene Stellen A9 (soweit überhaupt vorhanden) überwiegend im Warenverkehr angeboten.
Wenn ich auch Verständnis für den Vorsteher habe, der Löcher in den Ämtern zu stopfen hat.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Cologne » So 10. Feb 2019, 08:27

Knaecke77 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 07:38
Ein HZA an der Schweizer Grenze hat die zurückliegenden Jahre offene Stellen A9 (soweit überhaupt vorhanden) überwiegend im Warenverkehr angeboten.
Wenn ich auch Verständnis für den Vorsteher habe, der Löcher in den Ämtern zu stopfen hat.
Ich wage zu bezweifeln, dass der Vorsteher die A9er Stellen in diesem Bereich "angeboten" hat.
Die A9er Stellen sind dort vermutlich frei, weil wenige diese Arbeit machen möchten.
Also ist es vollkommen richtig, dass die Stellen in diesem Bereich ausgeschrieben werden und auch dort verbleiben.
Das wäre auch für dich die Möglichkeit einen A9er Posten zu bekommen.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Sammelzoellner » So 10. Feb 2019, 08:38

Cologne hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 08:27
Ich wage zu bezweifeln, dass der Vorsteher die A9er Stellen in diesem Bereich "angeboten" hat.
Du kannst davon ausgehen, dass dies auch ein Mittel ist, auf Ortsebene Personalengpässe zu beseitigen, was ja nicht verwerflich ist.
Das wäre auch für dich die Möglichkeit einen A9er Posten zu bekommen.
Da wenige Kollegen offenbar dazu bereit sind, war ich vorletztes Jahr einziger Bewerber auf eine A9er-Stelle mit einstelliger Punktzahl und kam zum Zug.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon conjuror » Mo 11. Feb 2019, 07:16

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 11:16
Will der Zoll auch künftig als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, dann muss man auch (aber nicht nur) im Bereich Beförderung / Durchlässigkeit der Laufbahnen nachlegen. Was alles angeblich nicht geht, ist mir sattsam bekannt. Interessiert aber draußen niemanden, der eine interessante Tätigkeit sucht, die zudem auch noch einigermaßen honoriert werden sollte.
Es tut mir ja fast leid, dass anscheinend immer wir beide "aneinander geraten".... sry :/

aber...

Wie du ja sagst, bist du im SG E und gerade dann müsstest du wissen, wie attraktiv der Zoll als Arbeitgeber ist!
Bei JEDEM einzelnen Erfassungsbogen danke ich Gott für meine Arbeit!
Das jammern hier ist auf Niveau Champions League!

Und nochmal... Es ist leider so, dass man sich für einen A9er auch mal bewegen muss! Wenn man das nicht möchte, dass ist das die persönliche Entscheidung, mit der man dann aber auch leben sollte! Oder halt der Praxisaufstieg... Ist nicht so einfach wie man denkt, aber durchaus schaffbar!
Und bevor von Kollegen kommt "Familie, Kind,..." Kann ich nicht machen....
-> Doch geht! Hab ich selbst durch mit Frau und 2 kleinen Kindern! Ist zwar hart, aber die Zeit steht man durch!
Eben weil die Situation so ist, wie sie ist.

Und was "herausgehobene Stellung" bedeutet, kann dir nur SG A sagen, denn in der DV findest sowas nicht!!!

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Mo 11. Feb 2019, 09:37

conjuror hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 07:16

Es tut mir ja fast leid, dass anscheinend immer wir beide "aneinander geraten".... sry :/

aber...

Wie du ja sagst, bist du im SG E und gerade dann müsstest du wissen, wie attraktiv der Zoll als Arbeitgeber ist!
Bei JEDEM einzelnen Erfassungsbogen danke ich Gott für meine Arbeit!
Das jammern hier ist auf Niveau Champions League!

Und nochmal... Es ist leider so, dass man sich für einen A9er auch mal bewegen muss! Wenn man das nicht möchte, dass ist das die persönliche Entscheidung, mit der man dann aber auch leben sollte! Oder halt der Praxisaufstieg... Ist nicht so einfach wie man denkt, aber durchaus schaffbar!
Und bevor von Kollegen kommt "Familie, Kind,..." Kann ich nicht machen....
-> Doch geht! Hab ich selbst durch mit Frau und 2 kleinen Kindern! Ist zwar hart, aber die Zeit steht man durch!
Eben weil die Situation so ist, wie sie ist.

Und was "herausgehobene Stellung" bedeutet, kann dir nur SG A sagen, denn in der DV findest sowas nicht!!!
Ein Forum lebt von kontroversen Meinungen und nicht von Konsens. Insofern ist alles vollkommen i.O.

Ich schätzte meine Arbeit und bin auch mit meinem Verdienst zufrieden. Sollte mich das davon abhalten beim Dienstherrn für Verbesserungen einzutreten? Nein!
Die von den Interessenvertretungen vorgebrachten Vorschläge sind meiner Überzeugung nach vollkommen angemessen und angebracht.

Wir leisten beim Zoll (insbesondere bei der FKS) hervorragende Prüf- und Ermittlungsarbeit. Weshalb sollte das nicht z.B. mit einem besseren Stellenkegel für den mD honoriert worden? Es gibt da meiner Überzeugung nach noch viel Luft nach oben. :polizei1:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon J12 » Mo 11. Feb 2019, 17:23

Knaecke77 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 09:37
Wir leisten beim Zoll (insbesondere bei der FKS) hervorragende Prüf- und Ermittlungsarbeit. Weshalb sollte das nicht z.B. mit einem besseren Stellenkegel für den mD honoriert worden? Es gibt da meiner Überzeugung nach noch viel Luft nach oben. :polizei1:
Ist doch längst im Gange - Links:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/066/1906665.pdf
https://bund-laender-nrw.verdi.de/bund/ ... 540066e5a9
https://www.bdz.eu/medien/nachrichten/d ... zolls.html

PS:
Nicht nur bei der FKS wird (überwiegend) gute Arbeit geleistet. :ja:
Hinweis:
Die von mir geposteten Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung i.S. des Art. 5 GG und der Nr. 3 der hiesigen Forumsregeln dar.

Nachwuchswerbung des Zolls:
https://www.talent-im-einsatz.de/DTIEWe ... _node.html


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