Beförderung im mittleren Dienst

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

Moderator: Team Zoll

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Fr 22. Feb 2019, 16:14

J12 hat geschrieben:
Do 21. Feb 2019, 19:36


Bitte denkt daran, dass die Zöllner (wie z.B. auch BPOL und BKA) Bundesbeamte sind. Hier bestimmt das BMF beim Zoll nicht allein, sondern es muss mit dem BMI eine Einigung erzielt werden, denn BMI (Abteilung D) bringt die Gesetzesvorhaben des Bundes auf den Weg. :pfeif:
Link: https://www.bmi.bund.de/DE/ministerium/ ... 2.1_cid287
Eine Einigung mit dem BMI setzt doch sicherlich einen Impuls aus dem Hause BMF voraus, Verbesserungen für die eigenen Beschäftigten zu erreichen. (Verbesserungen im Sinne des BdZ-Vorschlags).
Schon im Einführungslehrgang anno dazumal in der Zolllehranstalt Freiburg wurde uns vom Lehrenden ZAM XY eingebläut:
"Sie gehören zu einer Einnahmeverwaltung, vergleichen sie sich deshalb niemals mit Angehörigen einer Ausgabeverwaltung. Der Zoll muss beim Sparen immer mit guten Beispiel voran gehen."

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Fr 1. Mär 2019, 08:50

Da hier immer wieder zu lesen ist, wie gut wir es doch beim Zoll haben und Verbesserungen im Laufbahnrecht eigentlich gar nicht notwendig sind, sollte sich die mit B geschriebenen Stadtstaaten etwas genauer anschauen:

Kann in Bremen bald jeder Polizist werden?
Die Bremer Polizei hat Nachwuchssorgen: Sie findet nicht genügend qualifizierte Bewerber und senkt deshalb die Einstiegshürden.
(....)
So ist es auch mit der Bremer Polizei: Denn Bremens Polizisten schieben über 300.000 Überstunden vor sich her, die sie nie bezahlt bekommen. Sie verdienen zu wenig – verglichen mit Kollegen in anderen Bundesländern.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichte ... r-100.html
Diejenigen die sich auf dem bisher erreichten ausruhen wollen, beschwören solche Zustände herauf. :nein:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Fr 8. Mär 2019, 06:28

Knaecke77 hat geschrieben:
Fr 22. Feb 2019, 16:14

Eine Einigung mit dem BMI setzt doch sicherlich einen Impuls aus dem Hause BMF voraus, Verbesserungen für die eigenen Beschäftigten zu erreichen. (Verbesserungen im Sinne des BdZ-Vorschlags).
Man könnte ja fast meinen.... :polizei2:
Wappnen für Chaos-Brexit
Scholz will "Gehaltsoffensive" beim Zoll

Für den Zoll ist Finanzminister Scholz zuständig. Er will dessen Attraktivität und Schlagkraft erhöhen - auch in Vorbereitung auf einen möglichen harten Brexit. Aber auch Innenminister Seehofer hat da ein Wörtchen mitzureden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will mit höheren Gehältern die Attraktivität des Zolls als Arbeitgeber erhöhen und auch so die Schlagkraft der Bundesbehörde mit Blick auf einen drohenden harten Brexit stärken. Das Finanzministerium will jetzt Einstiegsgehälter für junge Zöllner von der Besoldungsgruppe A6 auf A7 anheben - das würde den Beschäftigten monatlich rund 100 Euro brutto mehr bringen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise berichtet.

Auch im mittleren Zolldienst in der Besoldungsgruppe A9 soll es demnach künftig mehr Geld geben und Zöllner mit dem Vollzugsbereich der Bundespolizei gleichgestellt werden. Scholz habe nun Innenminister Horst Seehofer seine Vorschläge unterbreitet, weil dafür das Bundesbesoldungsgesetz geändert werden muss, so die Zeitungen.

Der Zoll, der zusätzliche Befugnisse etwa im Kampf gegen Mindestlohnverstöße, Schwarzarbeit und Menschenhandel und dafür Tausende neue Stellen erhält, konkurriert mit vielen anderen Bundesbehörden sowie privaten Unternehmen um Schulabgänger.
https://www.n-tv.de/politik/Scholz-will ... 92523.html
Bzgl. A 9 gehe ich davon aus, dass damit nicht gemeint ist, dass man als A9er mehr Geld bekommen soll, sondern das die Stellenobergrenze im Endamt mD endlich die der BP angeglichen wird. Was längst überfällig ist. Aufgrund des hohen Altersdurchschnitt der ZV plädiere ich sogar dafür, die Stellenobergrenze auf jenseits der 50% zu erhöhen. :polizei1:

Ich bin gespannt, ob es noch weitere Verbesserungen gibt, z.B. eine bessere Durchlässigkeit der Laufbahnen. Die im Artikel beschriebenen geplanten Verbesserungen sind ja bereits seit längerer Zeit bekannt. Wir brauchen beim Zoll analog der BP zur Attraktivitätsprogramm und die 39h-Stundenwoche. :applaus:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ZI_HB » Fr 8. Mär 2019, 17:14

Knaecke77 hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 06:28
Aufgrund des hohen Altersdurchschnitt der ZV plädiere ich sogar dafür, die Stellenobergrenze auf jenseits der 50% zu erhöhen. :polizei1:
Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht... :gruebel:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Oder geht es argumentativ wieder mal Richtung "je älter man ist, desto öfter sollte man befördert werden"...


Interessant in diesem Zusammenhang wäre, ob man auch an ein Angleichen des Pensionseintrittsalters denkt.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ostkev » Fr 8. Mär 2019, 17:37

ZI_HB hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 17:14
Interessant in diesem Zusammenhang wäre, ob man auch an ein Angleichen des Pensionseintrittsalters denkt.
Angesichts der demographischen Entwicklung würde das den anstehenden Personal-Gau nur nach vorn verschieben.
Andererseits ist die zukünftige Blase ausgebrannter jahrzehntelang-Wechselschicht-Beamter jenseits ihrer 64er-Altersmarke (die geburtenstarken Jahrgänge aus der Mitte der 60er Jahre), die Dienstposten auf weitere 2 Jahre blockieren werden, auch ein bisher wenig beachtetes Problem. Wer glaubt denn ernsthaft, mit diesen Veteranen noch irgend einen Blumentopf gewinnen zu können? Die werden irgendwo abgeparkt werden und die Zeit bis zu ihrem Pensionseintritt sinnfrei absitzen. Da käme dem Dienstherren eine frühere Pension bestimmt günstiger. :ja:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Knaecke77 » Sa 9. Mär 2019, 07:49

ZI_HB hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 17:14
Knaecke77 hat geschrieben:
Fr 8. Mär 2019, 06:28
Aufgrund des hohen Altersdurchschnitt der ZV plädiere ich sogar dafür, die Stellenobergrenze auf jenseits der 50% zu erhöhen. :polizei1:
Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht... :gruebel:
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Oder geht es argumentativ wieder mal Richtung "je älter man ist, desto öfter sollte man befördert werden"...


Interessant in diesem Zusammenhang wäre, ob man auch an ein Angleichen des Pensionseintrittsalters denkt.
Es hat grundsätzlich erst einmal nichts mit dem Alter eines Kollegen zu tun, sondern mit Leistung, Eignung und Befähigung und dem künftigen Eingangsamt mD A7.

Wenn Beschäftigte mit hohen zweistelligen Punkzahlen nicht voran kommen, dann wird dieser o.g. Dreiklang ad absurdum geführt. Und natürlich benötigen künftig noch mehr Kollegen Stellen im Bereich A9/A9Z, wenn NWK künftig in A7 einsteigen. Der Dienstherr kann sich kaum als attraktiver Arbeitgeber darstellen, wenn die Karrie im mD künftig bei A8 endet....und das würde so für viele kommen, wenn man da alles beim Alten ließe.

Ich verstehe auch nicht, weshalb der Zöllner der jahrzehntelang Wechselschichtdienst verrichtet hat bis 67 zu buckeln hat , der PVB aber Jahre früher in (den wohlverdienten!) Ruhestand gehen darf. Ungerecht.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Cologne » Sa 9. Mär 2019, 13:55

Knaecke77 hat geschrieben:
Sa 9. Mär 2019, 07:49
Ich verstehe auch nicht, weshalb der Zöllner der jahrzehntelang Wechselschichtdienst verrichtet hat bis 67 zu buckeln hat , der PVB aber Jahre früher in (den wohlverdienten!) Ruhestand gehen darf. Ungerecht.
Vielleicht sind es einfach zu wenige Zöllner-
lediglich SG C, einige Frachtler und ZKA DD verrichten Wechselschichtdienst.
Warum sollten auf Grund diesen Argumentes alle ZVB vorzeitig in Ruhestand...

Nicht das es mich stören würde :)

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ostkev » Sa 9. Mär 2019, 14:58

Cologne hat geschrieben:
Sa 9. Mär 2019, 13:55

Vielleicht sind es einfach zu wenige Zöllner-
lediglich SG C, einige Frachtler und ZKA DD verrichten Wechselschichtdienst.
Sollte das wirklich das Argument sein, einen in der vergleichbaren Nachbarbehörde berechtigten Personenkreis in der eigenen Behörde von dieser Regelung auszuschließen? :gruebel:
Dort ist man bereits mit 24 Jahren Wechselschichtdienst im Vollzugsbereich berechtigt 2 Jahre eher in Pension zu gehen. Allein ich kenne in meinem Umfeld Kollegen die bereits 35 Jahre Wechselschichtdienst im Vollzug hinter sich haben.
Dass die Belastung immens ist und auch zu kürzerer Lebenserwartung führt, dürfte außer Frage stehen.

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Cologne » Sa 9. Mär 2019, 15:40

ostkev hat geschrieben:
Sa 9. Mär 2019, 14:58
Cologne hat geschrieben:
Sa 9. Mär 2019, 13:55

Vielleicht sind es einfach zu wenige Zöllner-
lediglich SG C, einige Frachtler und ZKA DD verrichten Wechselschichtdienst.
Sollte das wirklich das Argument sein, einen in der vergleichbaren Nachbarbehörde berechtigten Personenkreis in der eigenen Behörde von dieser Regelung auszuschließen? :gruebel:
Selbstverständlich nicht!!! Ich hatte ja die Frage schon andersherum aufgeworfen.
LG

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ZI_HB » So 10. Mär 2019, 10:04

Ein früherer Pensionseintritt muss an einer Tätigkeit im Vollzug festgemacht werden und nicht an Schichtdienstleistung. Sonst macht es keinen Sinn...

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ostkev » So 10. Mär 2019, 13:21

ZI_HB hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 10:04
Ein früherer Pensionseintritt muss an einer Tätigkeit im Vollzug festgemacht werden und nicht an Schichtdienstleistung. Sonst macht es keinen Sinn...
Richtig. Insofern umso unverständlicher ist es, dass Zollvollzugsbeamten bei Vorliegen aller für Polizeivollzugsbeamte benötigten Voraussetzungen dieser frühere Pensionseintritt bisher vorenthalten wird.

Sollte es je dazu kommen kann ich mir aber bei Zolls auch das Aufbrechen einer Neiddebatte vorstellen, das unsere Berufsvita eben doch viel mehr Dienstverrichtungsmöglichkeiten hergibt, als sie bei der Polizei möglich sind.
So wird sich der jahrelang im Warenverkehr eines GZA tätige (ohne Waffe) natürlich fragen, warum er/sie denn einen späteren Pensionseintritt hat, wie sein/ihr Kollege der/die nebenan im Reiseverkehr (mit Waffe) tätig war?

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ZI_HB » So 10. Mär 2019, 14:32

ostkev hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 13:21
So wird sich der jahrelang im Warenverkehr eines GZA tätige (ohne Waffe) natürlich fragen, warum er/sie denn einen späteren Pensionseintritt hat, wie sein/ihr Kollege der/die nebenan im Reiseverkehr (mit Waffe) tätig war?
Nebenkriegsschauplatz, aber muss doch in diesem Zusammenhang gesagt werden: die gesamte Grenzabfertigung ist Vollzugsdienst. Hat mit Waffe nix zu tun. Kriegen auch alle PZ.

Fast die Hälfte unseres Ladens ist Vollzug. Da wird e für jeden, der will, möglich sein, eine erforderliche Zeitgrenze zu erfüllen, der früher gehen will. Und der Rest darf dann gerne bis 67...

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Vollzugsbub » So 10. Mär 2019, 16:34

ostkev hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 13:21
Ein früherer Pensionseintritt muss an einer Tätigkeit im Vollzug festgemacht werden und nicht an Schichtdienstleistung. Sonst macht es keinen Sinn...
Richtig. Insofern umso unverständlicher ist es, dass Zollvollzugsbeamten bei Vorliegen aller für Polizeivollzugsbeamte benötigten Voraussetzungen dieser frühere Pensionseintritt bisher vorenthalten wird.
[/quote]

Ja, da und bei der Wochenarbeitszeit halten sich unsere Berufsverbände sehr bedeckt........,
und das ewige Gesülze der Politik: die Leute wollen ja länger arbeiten..........
es gibt viele fettnäpfchen, so viele das sie für alle reichen............

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon Kaeptn_Chaos » So 10. Mär 2019, 16:46

Zumindest bei der Polente trifft das schon mal zu - auch bei Schichtlern.
:lah:

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Re: Beförderung im mittleren Dienst

Beitragvon ostkev » So 10. Mär 2019, 17:23

Kaeptn_Chaos hat geschrieben:
So 10. Mär 2019, 16:46
Zumindest bei der Polente trifft das schon mal zu - auch bei Schichtlern.
Was bitte trifft da zu?


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