Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 27. Okt 2014, 20:02

Irgendwo beißt sich das jetzt.

Der mD soll zwar nicht Führer oder Trainer sein - im hD soll der hD das aber nicht sein, weil er das nicht kann?

Den Punkt mit dem Stallgeruch lasse ich teilweise gelten.
:lah:

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon DonFalcone » Mo 27. Okt 2014, 20:12

Daran ist eher Schuld, dass der Zoll ein Gemischtwarenladen keinesgleichen ist.
Da der hD alles gleich gut können soll und dementsprechend oft die Sachgebiete wechselt, sind leider die fähigen Leute welche es natürlich gibt, schnell auch wieder weg.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon checker88 » Mo 27. Okt 2014, 21:00

Das Problem besteht doch einfach darin, dass es bei unserem Laden im Gegensatz zur Polizei einfach keine weisungsbefugten Leitstellen oder dauerbesetzte Dienststellen gibt, in welchen zu jeder Zeit ein Beamter des gD sitzt und im Zweifelsfall eine Entscheidung bei unklaren Sachverhalten trifft. Diese Verantwortungsübertragung scheint beim Zoll aber auch nicht gewollt zu sein.

Was bringt mir eine Erhöhung des gD bei den KEV´en wenn diese dann trotzdem mal nicht im Dienst sind und ich keinen richtigen Ansprechpartner habe?????

Die normalen Sachverhalte werden natürlich durch die Beamten des mD erledigt und bearbeitet, aber auch ich war schon in Einsatzsituationen die bei "anderen" Behörden sicherlich nicht ausschließlich durch Beamte des mD entschieden worden wären. Unsere Vorgesetzten (nicht die direkte KEV-Leitung) sitzen dann am nächsten Tag in ihrem mollig warmen Büro, zerpflücken den Sachverhalt bis ins kleinste Detail und treten dem mD dann auf die Füße mit den Worten: " Das hättest du aber anders machen können/müssen." :applaus: :applaus:

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon zoellner » Mo 27. Okt 2014, 21:14

Was will den die "werktätige Bevölkerung"? Will der mittleren Dienst alleine ohne Chef wurschteln oder wollen sie eine starke Führung? Bei dem Thema kommt näcmlich alles und nichts als Argument hoch. Da kommen auch die Kollgen Zollamtsinspektoren, die tiefbeleidigt sind, weil sie nichts mehr zu sagen haben und nur noch Indianer sind, sobald die Leitung von einem A9-A11 besoldeten Beamten übernommen wird. Das Gleiche gibts auch bei der Fahndung, wo der ein oder andere ZHS stinksauer ist, weil er nicht mehr Leiter einer Ermittlungsgruppe sein darf. Auf der anderen Seite heult er rum, dass er das gleiche macht wir ein ZOI aber weniger Geld bekommt.

Was wollt ihr denn? (und nein.. MAOAM ist keine akzetable Antwort)

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 27. Okt 2014, 22:09

Da nähern wir uns dem Punkt, auf den ich hinaus will.

Dass z. B. bei der LaPo NRW irgendwann mal die zweigeteilte Laufbahn eingeführt wurde (was sich so darstellte, dass dennoch weiterhin zehn Jahre lang dreigeteilt eingestellt wurde), hatte enorme Auswirkungen auf die Belegschaft in allen Laufbahnen, die sich in vielerlei Hinsicht neu orientieren musste - und klar haben sich die meisten verbessert - aber du merkst insbesondere hier in der copzone sofort noch den Beißreflex gerade der mD Angehörigen und der - meist noch schlimmer - Aufstiegsbeamten aus dem mD.

Und ja, auf einmal ist es so, dass der Typ, der 20 Jahre lang als GruFü in der Ehu sein Dasein fristete, dass eben nicht mehr ist, weil da ein "Studierter" hin muss. Und weil er außer erster Fachprüfung und Ehu nichts weiter machte, werden die Anschlussverwendungen eng. Eben, weil Trainer, WDF und DGL auf einmal (Führungs)funktionen für Studierte sind. Klar, das ist ein Problem, welches zeitlich begrenzt ist.

Aber gerade ein Laden wie der Zoll, der Heerscharen an guten und qualifizierten Personal im mD hat, sollte vorsichtig sein, mit Forderungen wie "dieses und jenes sollte nur vom gD erledigt werden".

Am Ende setzt das mal einer um. Und dann habt ihr auch in der mittleren Führungsebene das Problem, welches ihr hier im hD anführt. Dann kommen die Jungs und Mädels aus dem Studium und sind Trainer oder müssen Leiter einer BOE werden, obwohl sie selbst im Lebensalter nicht an das Dienstalter der Kollegen rankommen.

Man kann den Weg gehen. Ja. Ob die Schlagzahl und die Anforderungen einer KEV eine großflächige gD Besoldung erfordern, weiß ich nicht.

Dass die Belegschaft einer KEV Bock darauf hat, den Job weiterhin zu erledigen, aber sich für jeden Pups bei ihrem "Offizier", der auf einmal auch bei ihrer Kleinst BOE vorgeschaltet ist, zu erkundigen, ob sie es weiterhin so machen darf, wie bisher - das halte ich für ausgeschlossen.

Auch, wenn sich mancher selbsternannter Berufene hier, der sich aber auch nicht traut, in andere Sparten zu wechseln - da könnte und müsste man sich ja neu beweisen - damit keine Pfründe sichern kann. Könnte aber auch sein, dass sein neuer Offizier ihn gar nicht als förderwürdig einstuft und er dann EDEKA auf Lebenszeit ist.

Die Indianer würden sagen: "Sei vorsichtig mit deinen Wünschen - sie könnten in Erfüllung gehen!" Oder: "Mögest du interessante Zeiten erleben!"

Und was das angeht: "mD schwächen und gD aufwerten" kann sicherlich keiner besser Auskunft geben als die Riege der Kollegen der LaPo NRW, die hier rumgeistert und Mitte / Ende der 90er eingestellt wurde.
:lah:

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon checker88 » Di 28. Okt 2014, 13:10

@zoellner:

Mein Post sollte keinesfalls die Arbeit des gD abwerten oder ausdrücken, dass wir auch ohne ganz gut klar kommen. Es liegt lediglich, wie ich bereits geschrieben habe, am Aufbau der Vollzugsdienste des Zolls. Denn was bringt mir mehr gD, wenn dieser dann trotzdem mal frei hat, im Urlaub oder kränklich ist??? Es fehlt einfach ein immer ansprechbarer und weisungsbefugter Kollege des gd und zwar zu jeder Uhrzeit.

An unserer Dienststelle reißt sich zumindest kein Kollege des mD um die Verantwortung für bestimmte Aufgaben oder Einsätze. Wir sind froh wenn wir unsere Arbeit in Ruhe machen dürfen und können uns dabei sehr gut auf unsere gD´ler und ihre Arbeit verlassen.

Die Kollegen des gD sind halt nun mal für Führungsaufgaben entsprechend ausgebildet worden und werden dafür (auch wenn nicht viel) besser bezahlt als die Kollegen des mD. Das Geld sollen sie ja auch bekommen.

Zu deinem Beispiel mit dem ZHS der gerne eine Ermittlungsgruppe leiten möchte:

Kann er ja gerne tun, aber dazu befindet er sich aus meiner Sicht einfach in der falschen Laufbahn.


Im Allgemeinen stimmt das Verhältnis zwischen Personalstärke des gD und anfallender Aufgaben einfach nicht. Und dass wahrscheinlich nicht nur bei den KEV´en.

Also meiner Meinung nach gerne mehr gD in den Vollzugsdiensten des Zolls, dann aber auch mit entsprechender Struktur.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon ZI_HB » Di 28. Okt 2014, 17:50

Unsere Vorgesetzten (nicht die direkte KEV-Leitung) sitzen dann am nächsten Tag in ihrem mollig warmen Büro, zerpflücken den Sachverhalt bis ins kleinste Detail und treten dem mD dann auf die Füße mit den Worten: " Das hättest du aber anders machen können/müssen." :applaus: :applaus:
Was aber ist die Alternative? Die Sache für sich behalten und erst bei Beurteilungen damit ums Eck kommen oder ist es vielleicht besser, dem Kollegen die Sache zu erklären, auf dass es beim nächsten mal besser läuft? Nicht jedes angesprochene Problem ist nur Kritik, sondern vielleicht auch die Hilfe, dass es beim nächsten Mal schöner wird. Kann man auch mal früber nachdenken...

Fakt ist, dass ich auch nicht alles weiss, aber manchmal als gD mehr Zeit im Büro habe, mich Problemen anzunähern, die Kollegen auf der Straße oder wo auch immer hatten. Wenn ich dann einen guten Weg finde, kann ich ihn doch auch verraten, oder?

Grüße!!

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon ostkev » Di 28. Okt 2014, 18:04

ZI_HB hat geschrieben:
Unsere Vorgesetzten (nicht die direkte KEV-Leitung) sitzen dann am nächsten Tag in ihrem mollig warmen Büro, zerpflücken den Sachverhalt bis ins kleinste Detail und treten dem mD dann auf die Füße mit den Worten: " Das hättest du aber anders machen können/müssen." :applaus: :applaus:
Was aber ist die Alternative? Die Sache für sich behalten und erst bei Beurteilungen damit ums Eck kommen oder ist es vielleicht besser, dem Kollegen die Sache zu erklären, auf dass es beim nächsten mal besser läuft? Nicht jedes angesprochene Problem ist nur Kritik, sondern vielleicht auch die Hilfe, dass es beim nächsten Mal schöner wird. Kann man auch mal früber nachdenken...

Fakt ist, dass ich auch nicht alles weiss, aber manchmal als gD mehr Zeit im Büro habe, mich Problemen anzunähern, die Kollegen auf der Straße oder wo auch immer hatten. Wenn ich dann einen guten Weg finde, kann ich ihn doch auch verraten, oder?

Grüße!!
Bitte nicht gleich so angepisst reagieren!

Ich verstehe "ZI_HB" so- und sehe es ähnlich, dass der mD im KEV-24h-Regeldienst wenigstens einen kompetenten Ansprechpartner im gD haben möchte.
Und das heißt nicht!! im Umkehrschluss, dass der mD jede Entscheidung durch einen gDler abgenicken lassen muss.
Fakt ist jetzt jedenfalls, dass wir zwei Drittel unserer Dienstzeit auf uns allein gestellt draußen agieren und uns bei Bedarf untereinander und zur Not auch nach Bauchgefühl in unseren Entscheidungen bestärken.
Wenn dann, so wie von "ZI_HB" beschrieben, im Nachgang die Neunmalklugen aus den Büros wieder einmal alles besser wissen, dann ist das auf Dauer deprimierend.
Und dass die KE-Leiter mangels anderer Alternativen in ihrer Freizeit mit fachlichen Anrufen belästigt werden, mag zwar bei bestimmten Stellen hoch angesehen aber keine Dauerlösung sein!

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon checker88 » Di 28. Okt 2014, 19:14

Und dass die KE-Leiter mangels anderer Alternativen in ihrer Freizeit mit fachlichen Anrufen belästigt werden, mag zwar bei bestimmten Stellen hoch angesehen aber keine Dauerlösung sein!
:zustimm: :zustimm: Danke dir ostkev.

So läuft es nämlich auch bei unserer KEV bei bestimmten Sachverhalten. Auch wir können uns da fast zu jeder Tages- und Nachtzeit auf unsere direkte KE-Leitung verlassen, was jedoch nicht deren Verpflichtung wäre und für den Zoll ein Armutszeugnis darstellt.

Von daher gerne mehr gD, aber richtig eingesetzt.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon ostkev » Di 28. Okt 2014, 19:28

checker88 hat geschrieben:So läuft es nämlich auch bei unserer KEV bei bestimmten Sachverhalten. Auch wir können uns da fast zu jeder Tages- und Nachtzeit auf unsere direkte KE-Leitung verlassen, was jedoch nicht deren Verpflichtung wäre und für den Zoll ein Armutszeugnis darstellt.
In großen Konzernen und selbst im dt. Arbeitsministerium sind Vereinbarungen und Regelungen getroffen worden, die genau das zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter verhindern.
Dort ist es untersagt bzw. technisch reguliert worden, dass die Beschäftigten in ihrer Freizeit dienstliche Mails oder Anrufe erreichen.

Die Kernsätze des neuen Kodex lauten: "Niemand, der über einen mobilen Zugang und ein Handy verfügt, ist außerhalb der individuellen Arbeitszeit verpflichtet, diese zu nutzen. Eine Selbstausbeutung der Beschäftigten soll vermieden werden." Für die Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit gelte "das Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs in die Freizeit".

Die Selbstausbeutung der Beschäftigten(in diesem Falle viele KE-Leiter) ist das eigentliche Problem, denn sie glauben dies (rund um die Uhr Erreichbarkeit) ihrer Mannschaft schuldig zu sein und merken erst wenn der Zusammenbruch da ist, wie ungesund und selbstzerstörisch das ist.
Ich glaube, diesbezüglich steht unser Dienstherr in der Pflicht und hat großen Nachholebedarf!

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon Controller » Di 28. Okt 2014, 21:35

@ checker88

LaPo RLP ....vor zig Jahren, noch vor der Reform, als man noch den Kreisen/Städten angehörte.

Mein Landkreis war unterteilt in 3 Inspektionen, die von einem PHK (A12) geführt wurden.

Auf den Schichten war der DGL PHM oder POM, also A 9 oder A8.

Nachts, am Wochenende und Feiertags existierte eine kreisweite Liste, genannt KvD Plan.
Das war der Kommissar vom Dienst, der kreisweit bei besonders herausragenden Ereignissen informiert werden musste.
So z.B. bei Schusswaffengebrauch oder tödlichen Unfällen mit mehreren Toten bzw Verletzten, Großbrände, Explosionen, Flugunfälle etc.

Ob er dann zur zuständigen Dienststelle kam, lag in seiner Entscheidung - Ausnahme nur, wenn eine sog. "Erstmeldung wichtiger Ereignisse" ans Mysterium fernschriftlich abzusetzen war.

Was ich sagen will; man könnte sowas schon organisieren, wenn man gewillt ist.

Schlimmstenfalls "bekommt" man was organisiert :polizei4:
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon zulu » Di 28. Okt 2014, 21:57

Gibt es denn überhaupt genug Anwärter im gD, die Lust auf sowas haben? Ich kenne jemand, der in Münster bald abschließt und bei dem hoffen die Meisten, nicht in den Vollzug zu müssen, da das was für den mD ist.

Das ist natürlich der Eindruck bzw. die Meinung dieser Person und den Leuten um sie herum, aber ich behaupte bei den PKA der Polizeien findet man kaum jemand, der unter keinen Umständen auf ein Revier möchte. Im Gegenteil...
Zuletzt geändert von zulu am Di 28. Okt 2014, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon checker88 » Di 28. Okt 2014, 21:58

@controller:
Wir sitzen teilweise mit zwei A7ern in der Nachtschicht auf einem Auto und sind im Umkreis von 100 km die einzigen im Dienst befindlichen Zollbeamten.
Hier geht es nicht um das "gewillt" sein, sondern darum, dass es aus meiner Sicht gar nicht zumutbar ist bestimmte Entscheidungen zu treffen, für die ansonsten im Tagdienst ausschließlich der gD zuständig ist. Auch bei der Polizei nicht.

Des weiteren vergleichst du in so einem Fall eine gut organisierte Polizeibehörde mit der Zollverwaltung.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon zoellner » Di 28. Okt 2014, 22:34

Meinen letzten Beitrag und die letzten Beiträge vom Käptn und Controller solltet ihr euch wirklich zu Gemüte fürhen, bevor ihr "mehr gD im Vollzug" fordert. Wenn es nach mir ginge, würde ich auch mehr Inspektoren und Zollamtmänner (-frauen) in Streifenwagen auf der Straße sehen. Das Gejammer der Damen und Herren Ober- und Hautsekretären brauch ich mir aber nicht vorstellen. Das kenne ich bereits zur genüge. Eben diese Sprüche von wegen, dass der Hauptsekretär Emsig ja viel mehr Ahnung und Führungsqualität hat als die Oberinspektoring Eilig und man wohl nicht mehr will, dass gute Leute gute Arbeit machen, sondern nur noch nach Besoldungsgruppe und Dienstrang Arbeiten verteilt werden.....

Bei unserer Dienststelle war mal der Wunsch der Belegschaft da, dass es eine "Leitungsbereitschaft" gibt. Das sollten Führungskräfte aus dem gD ab A12 aufwärts sein, die mindestens den "kleinen Polizeiführer" haben und im Falle von Bereitschaftfällen, durch die aufgreifenden Dienststellen informiert werden. Diese sollten dann entscheiden ob Bereitschaftskräfte der Zollfahndung raus fahren und den Fall vor Ort übernehmen, oder ob es genügt, wenn die die Akte der Zollfahndung vorgelegt wird. Diese Leitungsbereitschaft hätte auch in strittigen und schwierigen Fällen die Entscheidungsgewalt gehabt und Entscheidungen getroffen oder zusätzliches Personal organisiert. Es wäre also eine Art PvD-System gewesen.
Man versuchte es wohl eine Weile und stellte das Experiment dann ein, weil kaum jemand die Leitungsbereitschaft anrief. Der Versuch, dass zumindest die Sachgebietsleiter und Stellvertreter, sowie GER- und ZFE-Leiter auch an der Bereitschaft teilnehmen wurde von dieser Runde auch abgelehnt, weil man der Meinung war, dass eine Bereitschaft dieser Personengruppen nicht nötig ist. Die SGL und VSGL sind schließlich immer über Handy erreichbar wenn es etwas zu entscheiden gäbe.
Das Resultat ist weiterhin, dass ab 16:00 das Zollfahndungsamt von Beamten des mittleren Dienstes und unteren Besoldungsgruppen des gehobenen Dienstes, nach aussen hin repräsentiert wird. Es klappt aber auch so und daher sieht auch niemand Handlungsbedarf.

Bei den Kontrolleinheiten und glaubt mir, es würde so kommen, wären all diejenigen im Kollegen im mD mit Verantwortungsfunktionen nur noch "Indianer". Häuptling wäre ein Inspektor, Oberinspektor oder Amtmann. Der teilt ein wer wann was wie tut, trifft unliebsame aber notwendige Entscheidungen, wird auch mal ungemütlich wenn ihr nicht pariert und ist mindestens 10 Jahre jünger wie Ihr und hat eine Diplom.
Wenn ihr klaglos damit leben könntet, wäre alles geklärt. :pfeif:

@ zulu. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass in Münster die Anwärter kein Standesdünkel haben. Dieser wird ihnen u.U. in den Praxisphasen durch diverse Altvorderen eingetrichtert. Ein intelligenter Junginspektor lässt sich aber auf solch einen Blödsinn nicht ein. Ausnahmen gibts natürlich. Die gibts auch zur genüge im mittleren Dienst. Sehr viele, wenn nicht sogar die Meisten, sind zum Zoll gekommen, weil sie in den Vollzug möchten. Das ist das was die Anwärter aus den Broschüren und der Öffentlichkeit vom Zoll kennen. Nur heißt es in den ersten Tag deutlich, dass sie kaum Chancen hätten in den Vollzug zu kommen, weil das ja nur Stellen für den mD sind. Die Absolventen der nächsten zwei Jahre werden sich allerdings überwiegend im Vollzug wiederfinden. Die FKS bekommt sämtliches Personal, was nicht dringend woanders benötigt wird.

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Re: Ist der gD bei den KEVen unterrepräsentiert?

Beitragvon zulu » Di 28. Okt 2014, 23:06

Okay, danke für die Erklärungen zoellner.

Ohje, sollte derjenige bei der FKS landen geht aber auch eine Welt unter. :D


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