Bewaffnung der BZV ausreichend?

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zulu
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon zulu » Sa 26. Jan 2019, 22:35

1957 hat geschrieben:
Sa 26. Jan 2019, 21:55
..., dass wir kaum alltagstaugliche Fahrzeuge finden, die den ganzen Krempel aufnehmen können.
Das ließe sich zumindest ändern.

https://www.ford.com/police-vehicles/hybrid-utility/

:jump:

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Challenger » Sa 26. Jan 2019, 22:42

Der war gut! :lach:
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon VuB » Sa 26. Jan 2019, 23:25

zulu hat geschrieben:
Sa 26. Jan 2019, 22:35
1957 hat geschrieben:
Sa 26. Jan 2019, 21:55
..., dass wir kaum alltagstaugliche Fahrzeuge finden, die den ganzen Krempel aufnehmen können.
Das ließe sich zumindest ändern.

https://www.ford.com/police-vehicles/hybrid-utility/

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Cargo Capacity: 880 lbs.

Wenn`s das tatsächliche Koferraumvolumen sein sollte: Das kann jeder A4 besser... :polizei3:

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 26. Jan 2019, 23:57

Das sieht RLP anders. Und es kommt auch drauf an, wer welchen Begriff verwendet.
:lah:

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon 1957 » So 27. Jan 2019, 00:36

WIr begeben uns da in eine Aufrüstungsspirale. Nicht alles was es gibt, wird tatsächlich gebraucht.

Jedenfalls weiß ich, dass Zoll in diesem Metier weder eine hinreichende Zuständigkeit, noch die entsprechende Ausbildung hat.
Ich würde daher erwarten, dass sich Zoll entsprechend zurückhält.
Wenn Zoll irgendwie irgendwann mal involviert ist, dann dürften sich dessen Reaktionen eher im Notwehr/Nothilfebereich bewegen.

Ansonsten agieren diejenigen, die immer zuerst da sind.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Controller » So 27. Jan 2019, 02:38

wen es interessiert:

https://www.gdp.de/gdp/gdprp.nsf/res/94 ... en_WEB.pdf

Stand September 2018
Wäre es das höchste Ziel eines Kapitäns, sein Schiff in Stand zu halten,
so ließe er es auf immer im Hafen. (Thomas von Aquin)

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon J12 » So 27. Jan 2019, 06:32

:polizei5:

Bevor hier noch mehr zerredet wird und weitere Terrorszenarien und Zuständigkeitsproblematiken aufgebaut werden, möchte ich daran erinnern, dass sich dieser Thread mit der hiesigen Fragestellung beschäftigt, ob die derzeitige Bewaffnung beim Zoll ausreichend ist.

BSD gehören in den Bereich der Schutzausrüstung für eigene und unterstützende Kräfte sowie durch den Zoll einsatzbezogen zu schützende andere Personen. Sie dienen daneben noch technischen und taktischen Einsatzgesichtspunkten.
Über die Ausstattung mit Schutzausrüstung wird beim Zoll aufgrund von Risikogesichtspunkten und Risikobewertungen vorrangig aus Sicht des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf der Grundlage des ArbSchG entschieden. Garantenpflichten sind dabei zudem zu beachten.
Siehe zu den Pflichten des Arbeitgebers:
https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__3.html
https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/__4.html

Das diesbezügliche (Schutz-)Konzept DES ZOLLS, einschließlich der zuvor erforderlichen WiBe, ist noch gar nicht erlassen und hier wird -meistens von PVB oder gar Außenstehenden- schon eine vermeintliche (Fach-)Diskussion geführt, die aus meiner Sicht unsachlich (da nicht alle Umstände bekannt sind) und somit entbehrlich verläuft und hier thematisch (s.o.) sowieso deplatziert ist.

Das BMF wird für seinen Geschäftsbereich des Zolls und dessen ZVB seine Entscheidungen unter Beachtung der BHO im Zusammenwirken mit den Interessenvertretungen (z.B. HPR) autonom treffen. Dies schließt die Entscheidung mit ein, welche Einheiten des Zolls mit BSD -dies auch unter Betrachtung des APZV und besonderer Einsatzlagen- angemessen mit BSD ausgestattet werden.

Daher:
back to topic!
Danke!

:polizei5:
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » So 27. Jan 2019, 07:19

<r><QUOTE author="J12" post_id="1361649" time="1548567133" user_id="18652"><s>
J12 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 06:32
Bevor hier noch mehr zerredet wird und weitere Terrorszenarien aufgebaut werden, möchte ich daran erinnern, dass sich dieser Thread mit der Fragestellung beschäftigt, ob die derzeitige Bewaffnung beim Zoll ausreichend ist.
Die "Terrordebatte" war zudem auch nicht zielführend. Die vielen Anschläge der letzten Jahre in Europa haben im BMF nicht dazu geführt, dass die ablehnende Haltung (i.S. MP) aufgegeben wurde.
Entsprechende Initativen der Interessenvertretungen verliefen im Sande.
Ganz ausklammern kann man diesen Punkt meiner Überzeugung nach allerdings auch nicht.

Insofern sollte sich die Diskussion darauf fokussieren, ob MP, EKA und andere FEM im zöllnerischem Alltag (!) benötigt werden oder nicht.
Auch würde ich die Diskussion gerne um den Punkt erweitern, ob es nicht sinnig wäre, in der BZV (wieder) einen einheitlichen Ausbildungsstand zu schaffen. (Früher wurden grundsätzlich alle Anwärter auch an der MP ausgebildet.)

Bei Kontrollstellen der Guardia di Finanza ist mir z.B. aufgefallen, dass diese grundsätzlich mit einem MP-Posten abgesichert wurden. Die werden das ja nicht nur aus Jux und Dollerei machen.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon J12 » So 27. Jan 2019, 07:37

Knaecke77 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:19
Entsprechende Initativen der Interessenvertretungen verliefen im Sande.
Diese laufen immer noch. Und zwar nicht im Sande, sondern bei den Abstimmungen in den Gremien und innerbehördlichen Instanzen.
Knaecke77 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:19
Auch würde ich die Diskussion gerne um den Punkt erweitern, ob es nicht sinnig wäre, in der BZV (wieder) einen einheitlichen Ausbildungsstand zu schaffen. (Früher wurden grundsätzlich alle Anwärter auch an der MP ausgebildet.)
Die Aus- und Fortbildung an der MP erfolgt inzwischen zielgerichtet undf effizient durch Schießtrainer*innen auf der Ortsebene für die ZVB, die die MP im Dienst nach WaffDV-Zoll führen können/müssen.
Es macht keinen Sinn, alle NWK im Rahmen ihrer Laufbahnausbildung an der SW auszubilden, ohne deren Verwendung nach bestandener Laufbahnprüfung in Waffen- bzw. Nichtwaffen führenden Arbeitsbereichen zu kennen. Daher wurde auch der Lehrgang ESB aus der Ausbildung der NWK in die Fortbildung nach bestandener Laufbahnprüfung ausgelagert.

@Knaecke:
Der Begriff "BZV" wird nicht mehr verwendet. Er wurde durch den Markennamen "Zoll" ersetzt. Siehe: https://www.zoll.de/DE/Home/home_node.html

"Früher" zu Zeiten der Laufbahntrennung (Grenzzolldienst -GZD- und Binnenzolldienst -BZD-) wurden lediglich NWK des mD, die für den GZD eingestellt wurden, an der SW ausgebildet. Heutzutage erfolgt eine adressatengerechte, laufbahnunabhängige, arbeitsbereichsbezogene und wirtschaftlichere Fortbildung im Bereich ESB beim Zoll. Und vor allen Dingen: keine schlechtere!

Wir haben heute andere Zeiten - auch beim Zoll.
Sicher sollte man aus der (Zoll-)Vergangenheit lernen und diese kennen, aber nicht mehr in ihr leben, solange man noch im aktiven Dienst ist. ;D
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Vollzugsbub » So 27. Jan 2019, 09:01

J12 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:37

Wir haben heute andere Zeiten - auch beim Zoll.
Sicher sollte man aus der (Zoll-)Vergangenheit lernen und diese kennen, aber nicht mehr in ihr leben, solange man noch im aktiven Dienst ist. ;D
Das wird leider immer noch in den Führungsetagen ausgeblendet.

Viele denken noch wir latschen
die innerdeutsche Grenze hoch und runter......
es gibt viele fettnäpfchen, so viele das sie für alle reichen............

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon zulu » So 27. Jan 2019, 13:11

Also jede Behörde mag Abkürzungen, aber der Zoll steigert sich da ja richtig rein.

Und zum Thema: Mir fällt im Jahre 2019 kein Grund ein, warum eine Behörde, welche Sicherheitsaufgaben wahrnimmt, nicht über einen soliden Rüstsatz an FEM verfügen sollte. Dazu gehört für mich eine Pistole, eine Maschinenpistole, ein Schlagstock und Reizstoff. Die Schutzweste sollte klar sein. Diese gern auch mit optionaler Zusatzballistik. Über den Rest kann man sich dann tatsächlich streiten.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon J12 » So 27. Jan 2019, 15:19

zulu hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 13:11
Also jede Behörde mag Abkürzungen, aber der Zoll steigert sich da ja richtig rein.

Und zum Thema: Mir fällt im Jahre 2019 kein Grund ein, warum eine Behörde, welche Sicherheitsaufgaben wahrnimmt, nicht über einen soliden Rüstsatz an FEM verfügen sollte. Dazu gehört für mich eine Pistole, eine Maschinenpistole, ein Schlagstock und Reizstoff. Die Schutzweste sollte klar sein. Diese gern auch mit optionaler Zusatzballistik. Über den Rest kann man sich dann tatsächlich streiten.
Bestimmte Einheiten des Zolls verfügen bereits seit Jahren über die von dir genannten Waffen und Ausrüstungsgegenstände (und noch einiges mehr).
Die Frage ist nur, ob die FKS, unsere KEVen und KEen an den Flughäfen ebenfalls über eine Bewaffnung mit MP und EKA verfügen sollten.
Da bedarf es halt einer differenzierten Betrachtungsweise unter den Gesichtspunkten der entsprechenden Gefährdungsbeurteilungen.
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon ZI_HB » So 27. Jan 2019, 17:30

Knaecke77 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:19
Entsprechende Initativen der Interessenvertretungen verliefen im Sande.
Hat sich da noch eine andere hervorgetan außer der GdP? Meines Wissens nach werden entsprechende Forderungen durch die anderen eher belächelt...

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon ZI_HB » So 27. Jan 2019, 17:36

J12 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:37
Heutzutage erfolgt eine adressatengerechte, laufbahnunabhängige, arbeitsbereichsbezogene und wirtschaftlichere Fortbildung im Bereich ESB beim Zoll.
Wenn Nachwuchskräfte teilweise über ein Jahr in Kontrolleinheiten ohne ESB, also unverwendbar als zweiter Mann, rumlaufen, dann stelle ich die Wirtschaftlichkeit durchaus in Frage. Andere Dinge genauso.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Old Bill » So 27. Jan 2019, 17:56

Knaecke77 hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 07:19
Bei Kontrollstellen der Guardia di Finanza ist mir z.B. aufgefallen, dass diese grundsätzlich mit einem MP-Posten abgesichert wurden. Die werden das ja nicht nur aus Jux und Dollerei machen.
Eventuell haben diese Herrschaften öfter mal mit mafiösen Vereinigungen zu tun und wenn man Wikipedia glauben darf, dann...
Wikipedia hat geschrieben:Die Guardia di Finanza ist militärisch organisiert und übernimmt im Verteidigungsfall im Rahmen der Streitkräfte Grenzsicherungsaufgaben. Ihre derzeit rund 61.000 Angehörigen haben Kombattantenstatus.
Von daher ist das nicht vergleichbar.


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