Bewaffnung der BZV ausreichend?

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon J12 » Do 10. Dez 2015, 18:42

Knaecke77 hat geschrieben: Man kann nur hoffen, dass die Realisten in der GZD die Notwendigkeit einer Ausrüstungsoptimierung erkennen.
Wie wir auch schon im CZ-Forum bei der recht begrenzten Anzahl an schreibenden Usern erkennen, haben nicht alle die gleiche Meinung und/oder Einstellung.
Dies betrifft auch eine "Ausrüstungsoptimierung". Was der Eine auf der Arbeitsebene gerne will, lehnt der Andere in der Führungsebene mit genauso guten Gründen ggf. ab. Ob die sich äußernden Kollegen immer die Mehrheit bilden, darf anhand der schweigenden Masse bezweifelt werden. Dies ist in der Politik auch so.

Das alleinige Erkennen in der GZD und das Berichtswesen wird leider auch bei Ausrüstungsfragen nicht reichen. :pfeif:
Wenn der (politische oder strategische) Wille beim GZDP oder dem ALIII nicht vorhanden und auch nicht aktiviert werden kann, kommt die Sache gar nicht erst bis zum Haushaltsreferat, das eh das letzte Wort hat. :buhu:

Ggf. befördert auch die eine oder andere Initiative der Gewerkschaften oder des HPR gewisse Vorhaben. :gruebel:

Das war in analoger Form aber bislang auch schon so.
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » Fr 12. Feb 2016, 19:05

Während die Rotstifte des Bundesrechnungshofes davon träumen, den Zoll aus Kostengründen zu entwaffnen, werden in Baden-Württemberg notwendige Anschaffungen getätigt:
Anti-Terror-Kampf: 3000 neue Maschinenpistolen für die Polizei BW

Paris habe auch gezeigt, dass die Polizei nicht nah genug an die hochgerüsteten Terroristen herankomme, um mit den alten Maschinenpistolen des Typs Heckler & Koch MP5 aus den 1970er- und 1980er-Jahren mit ihrer geringeren Reichweite von 15 bis 20 Metern etwas ausrichten zu können, berichtete Landespolizeipräsident Gerhard Klotter. Die neuen Pistolen sollen eine Reichweite von 50 Metern und mehr haben.

Wog die Schutzkleidung der Polizisten samt Weste und Schulterpanzer für sogenannte Amoklagen rund zwölf Kilo, kommen mit dem geplanten neuen Überwurf nochmal sechs Kilo dazu, hieß es. Die Beamten müssten aber auch beweglich bleiben, so Klotter. «Beweglichkeit schafft Sicherheit.»

http://www.pz-news.de/baden-wuerttember ... 78027.html

Bei Zolls sieht man nicht einmal die Notwendigkeit die Einsatzmittel um einen Schlagstock zu erweitern.
Würde vermutlich für schlechte Presse bei den IHKen
sorgen. :pfeif:

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon zoellner » Sa 13. Feb 2016, 00:10

Knäcke, brauchst du zum stempeln ne MP? ;-)

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » Sa 13. Feb 2016, 08:41

zoellner hat geschrieben:Knäcke, brauchst du zum stempeln ne MP? ;-)

Zum Glück besteht mein Hauptgeschäft nicht aus stempeln. (Soll keine Kritik an den hauptamtlichen Stempelkräften sein!).
Als Zöllner können wir bekanntlich alles:
Von Schwarzarbeitsbekämpfung bis fachliche Behandlung und vielleicht bald mal wieder GAD . :polizei2:

Als Beamter des gD sind Dir die Wutanfälle enttäuschter Eidgenossen und in der Schweiz lebender Auslandsdeutscher erspart geblieben, wenn diesen der Stempel verweigert wurde.

Eine MP 5 würde da sicherlich deeskalierend wirken. :polizei2:

War es nicht immer eine Bestrebung des Zolls seine Beamten möglichst breit aufzustellen?

Deshalb sollte jeder Waffenträger auch mit einer MP umgehen können.
Das bisherige Bewaffnungskonzept ist m.E. Überarbeitungsbedürftig.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon zoellner » Di 16. Feb 2016, 22:43

Ich hatte dafür wütende schweizer Spediteure und Fahrer ;)

:polizei1:

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon grenzwertig » Sa 20. Feb 2016, 14:17

ich wusste es... Bei der BPol ist es nicht besser als bei uns, manchmal sogar schlechter. Und wenn es nur das Ersatzmagazin ist ;D

http://www.spiegel.de/panorama/bundespo ... 78314.html

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » So 21. Feb 2016, 08:29

grenzwertig hat geschrieben:ich wusste es... Bei der BPol ist es nicht besser als bei uns, manchmal sogar schlechter. Und wenn es nur das Ersatzmagazin ist ;D

http://www.spiegel.de/panorama/bundespo ... 78314.html

Absurdes Verwaltungsdenken. Ich darf daran erinnern, dass es vor Jahren Bestrebungen gab, uns das zweite Magazin wieder abzunehmen.

Fatal, wenn man an die Störungsbeseitigungen denkt.

Die Argumentation des Präsidenten der Bundespolizei ist so weltfremd, dass könnte fast von einer anderen Bundesbehörde stammen.

Die Kommentare im verlinkten Bericht sind meist nur Stuss.

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Vollzugsbub » So 21. Feb 2016, 09:40

Der Präsident ist Seiteneinsteiger.......
es gibt viele fettnäpfchen, so viele das sie für alle reichen............

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon J12 » So 21. Feb 2016, 09:50

:polizei5:
Bitte zurück um Threadthema!
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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » Sa 30. Apr 2016, 14:50

J12 hat geschrieben:
Wie wir auch schon im CZ-Forum bei der recht begrenzten Anzahl an schreibenden Usern erkennen, haben nicht alle die gleiche Meinung und/oder Einstellung.
Dies betrifft auch eine "Ausrüstungsoptimierung". Was der Eine auf der Arbeitsebene gerne will, lehnt der Andere in der Führungsebene mit genauso guten Gründen ggf. ab. Ob die sich äußernden Kollegen immer die Mehrheit bilden, darf anhand der schweigenden Masse bezweifelt werden. Dies ist in der Politik auch so.

Das alleinige Erkennen in der GZD und das Berichtswesen wird leider auch bei Ausrüstungsfragen nicht reichen. :pfeif:
Wenn der (politische oder strategische) Wille beim GZDP oder dem ALIII nicht vorhanden und auch nicht aktiviert werden kann, kommt die Sache gar nicht erst bis zum Haushaltsreferat, das eh das letzte Wort hat. :buhu:

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Das war in analoger Form aber bislang auch schon so.
Scheinbar vertritt man also bei der GZD die Meinung, dass der Zoll einer "Wiederaufrüstung" (nachdem man früher schon an der Grenze flächendeckend MP 5 und tlw. G 3 geführt hatte) nicht bedarf.
Während man sich bei der Polizei auf solche Lagen einstellt
(....)militärisch ausgebildete Angreifer mit Kriegserfahrung, die ihren eigenen Tod einkalkulieren, keinen Bezug zu den Opfern haben und mit Kriegswaffen zum Teil unter freiem Himmel möglichst viele Menschen töten wollen. http://m.rp-online.de/nrw/panorama/schi ... -1.5944779
negiert man bei Zolls diese Entwicklungen und bekommt nicht einmal die Einführung eines EKAs auf die Reihe. Scheinbar ist es für manche völlig undenkbar, dass man ganz ungewollt in solche Lagen geraten kann....auch als Zöllner.
Die parallel geführte Diskussion im Intranet und die dort zur Schau gestellte Ignoranz einiger Kollegen haben bei mir für ein kräftiges :nein: gesorgt.

Leider hat man bei der Zollverwaltung auch erst nach 1998 (Konstanz und Ludwigsdorf) gelernt.... :polizei10:

Nicht zu vergessen, dass auch ganz normaler Verbrecher über massive Feuerkraft verfügen können (z.B. Waffenschmuggler).

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Knaecke77 » Sa 23. Jul 2016, 09:23

Amok- und Terrorlagen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Polizei. Dass ist mir bewusst.

Die sehr dicht aufeinander folgenden Gefährdungslagen sollten bei den zuständigen Herren und Damen im BMF allerdings aufhorchen lassen.

Ist man bei Zolls tatsächlich gut aufgestellt?

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon M » Sa 23. Jul 2016, 11:24

Wird sich in unserer Verwaltung erst ändern nachdem etwas passiert ist........

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon Ivolution » Sa 23. Jul 2016, 13:49

Schade eigentlich.
Selbst eine temporäre Aufrüstung wäre nicht verwerflich. Man muss Zollbeamte ja nicht für alle Ewigkeit bis auf die Zähne bewaffnen, aber wenn man sich die aktuelle Lage ansieht, wäre ein bisschen mehr nicht zwingend falsch.

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Re: Chaotische Situation der FKS

Beitragvon Konspi » Sa 23. Jul 2016, 14:58

master2000 hat geschrieben: Und den Terroristen interessiert es nicht ob ein Zöllner oder ein Bundespolizist vor ihm steht!!
Bin an dieser Stelle zwar nur interessierter "Mitleser", aber das o.g. ist für mich die Kernaussage.
Wenn ich mit der Kutte an einem Punkt stehe, wo ich in Gefahr geraten könnte, dass man mich als störendes Gegenüber ansehen bzw. angreifen könnte, sollte ich auch eine adäquate Ausstattung griffbereit haben.
Ich wurde mal (verbal) attackiert. weil mich ein paar Orientalen als Gegner ausgemacht hatten, gleichwohl der "hoheitliche" Aspekt an meinem Fahrzeug lediglich von einem Schild der Forstverwaltung (mit Landeswappen) ausging...!

Für das BMF sehe ich somit eine Fürsorgepflicht ggü. seinen nachgeordneten Beamten.

Grüße
Man darf eine Meinung haben, man muss nicht! Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal "Fresse halten"! Dieter NUHR
"Glück ab"!

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Re: Bewaffnung der BZV ausreichend?

Beitragvon ostkev » So 24. Jul 2016, 23:59

So KÄMPFT die POLIZEI jetzt gegen AXT-ATTENTÄTER!

https://www.youtube.com/watch?v=f37oOaW ... e=youtu.be

:zustimm:


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