Erfahrungsstufe

Erfahrungsberichte, Probleme und Verbesserungsvorschläge...

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John_2801
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Erfahrungsstufe

Beitragvon John_2801 » Sa 27. Aug 2016, 19:05

Hallo liebe Zöllnerkollegen,

ich hoffe ich kriege nicht direkt Ärger, weil ich einen neuen Thread aufgemacht habe. :pfeif:
Meine Frage ist ob ich eine Erfahrungsstufe nach meiner Ausbildung angerechnet bekomme.
Ich habe vor meiner Ausbildung beim Zoll eine 3-jährige Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel gemacht und noch 2 Jahre in dem Job danach gearbeitet. Ich habe auch schon ein paar Arbeitskollegen gefragt, da waren die Meinungen aber geteilt.

Die Suchfunktion hier im Forum habe ich auch probiert, aber leider nur die Fälle der Soldaten gefunden.

Ich bedanke mich schon mal im voraus.

Gruß John

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2fast4u
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Re: Erfahrungsstufe

Beitragvon 2fast4u » Sa 27. Aug 2016, 21:19

In wie weit ist der Job als Verkäufer mit deiner jetzigen Tätigkeit als gleichwertig anzusehen? Diese Frage wird sich dein Sachgebiet A sicher auch stellen, nachdem du dort angefragt hast.

§ 28 (1) Bundesbesoldungsgesetz:
Beamten (...) werden bei der ersten Stufenfestsetzung als Erfahrungszeiten im Sinne des § 27 Absatz 3 anerkannt:
1. Zeiten einer gleichwertigen hauptberuflichen Tätigkeit außerhalb eines Soldatenverhältnisses, die für Beamte nicht Voraussetzung für den Erwerb der Laufbahnbefähigung (...) sind

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J12
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Re: Erfahrungsstufe

Beitragvon J12 » So 4. Sep 2016, 17:26

John_2801 hat geschrieben: Meine Frage ist ob ich eine Erfahrungsstufe nach meiner Ausbildung angerechnet bekomme.
Ich habe vor meiner Ausbildung beim Zoll eine 3-jährige Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel gemacht und noch 2 Jahre in dem Job danach gearbeitet.
Deine Ausbildung und die kaufmänniche Berufstätigkeit sind, anders als bei Zeitsoldaten und Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes sowie Beamten, nicht als "gleichwertig" im Sinne des Bundesbesoldungsgesetzes anzusehen.
Es erfolgt mithin keine Anrechnung auf die Erfahrungsstufen, da keine Erfahrungen aus dem öffentlichen Dienst vorliegen. :nein:
Hinweis:
Die von mir geposteten Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung i.S. des Art. 5 GG und der Nr. 3 der hiesigen Forumsregeln dar.

Nachwuchswerbung des Zolls:
https://www.talent-im-einsatz.de/DTIEWe ... _node.html

Xena2303
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Re: Erfahrungsstufe

Beitragvon Xena2303 » Mo 12. Sep 2016, 07:51

J12 hat geschrieben:
John_2801 hat geschrieben: Meine Frage ist ob ich eine Erfahrungsstufe nach meiner Ausbildung angerechnet bekomme.
Ich habe vor meiner Ausbildung beim Zoll eine 3-jährige Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel gemacht und noch 2 Jahre in dem Job danach gearbeitet.
Deine Ausbildung und die kaufmänniche Berufstätigkeit sind, anders als bei Zeitsoldaten und Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes sowie Beamten, nicht als "gleichwertig" im Sinne des Bundesbesoldungsgesetzes anzusehen.
Es erfolgt mithin keine Anrechnung auf die Erfahrungsstufen, da keine Erfahrungen aus dem öffentlichen Dienst vorliegen. :nein:

Hm, verstehe ich das richtig, dass nur Soldaten hier berücksichtigt werden?
Wie sieht es denn mit einer Ausbildung als Bürokauffrau aus, auch wenn diese nicht im öffentlichen Dienst war? :gruebel:

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Re: Erfahrungsstufe

Beitragvon Kaeptn_Chaos » Mo 12. Sep 2016, 08:37

Soldaten - und andere Beschäftigungsverhältnisse im öD.
:lah:

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Skorpion69
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Re: Erfahrungsstufe

Beitragvon Skorpion69 » Mo 12. Sep 2016, 16:14

Es gilt zwei Gruppen zu unterscheiden:

1. Anerkennung von Zeiten einer gleichwertigen hauptberuflichen Tätigkeit außerhalb eines Soldatenverhältnisses (sofern nicht Laufbahnvoraussetzung), Zeiten als (Berufs- oder Zeit-)Soldat u.a.
Diese Zeiten werden immer in vollem Umfang anerkannt (§ 28 Abs. 1 Bundesbesoldungsgesetz)

2. Andere hauptberufliche Zeiten, sofern Sie der Verwendung förderlich sind.
Diese Zeiten können ganz oder teilweise anerkannt werden (§ 28 Abs. 2 Bundesbesoldungsgesetz).

Unter Punkt 2 können z.B. Tätigkeiten als Angestellte im öffentlichen Dienst, als Rechtsanwaltsgehilfin, als Bürokaufmann usw. fallen; nicht dazu zählen aber Zeiten der Ausbildung.
Welche Zeiten in welchem Umfang angerechnet werden, entscheidet das Hauptzollamt nach Prüfung der Unterlagen und erteilt darüber einen Bescheid, jedoch erst nach der Ausbildung.


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